Samstag, 10. August 2013
„Lieber Stefan glaube mir,/ich saugte sehr viel Kraft von dir./Deine Vorträge waren so toll,/dass ich immer mehr noch lernen wollt.“ Ein MLPD-Lyriker
MLPD setzt sich für die sozialen Belange von Söldnern ein –
und andere revolutionären Taten des echten Sozialismus
Von Gerd Höhne
Kommunisten-online am 8. August 2013 – Sie ist schon ein umtriebiger Verein, die MLPD genannte Politsekte unter dem Vorsitz eines waschechten Engels (Stefan der Engel) und tritt für einen „echten Sozialismus“ – was immer das auch sei? ein. Ihr inzwischen verstorbener Säulenheiliger ist ein Willy Dickhut. Dieser hatte zu Lebzeiten Stefan dem Engel an seinem Küchentisch in Solingen bewirtet und diesen damit zum Arbeiterführer und zum Theoretiker geadelt.
Jetzt reißt sich die Presse um Interviews mit dem umtriebigen Stefan den Engel. Bei einem seiner zahlreichen Interviews, diesmal mit der Jungen Welt, sagte Engel: „Wir sind durchaus bündnisfähig in den Fragen, in denen es eine Schnittmenge gibt. Wir sind sicher in einigen Tagesfragen mit der Linkspartei einig. Das betrifft vielleicht die Fragen zu Hartz IV, der 30-Stunden-Woche, dem Lohnausgleich oder auch dem Mindestlohn. Da kann man wohl Einstimmigkeit erzielen, auch zum Beispiel im Kampf zum Schutz der Natur und Umwelt.“
In Tagesfragen (sik!) ist sich Engel mit Gysi einig, na schön, dann steht ja einer starken Linksfraktion, gestützt auf PdL und MLPD, nichts mehr im Weg – wehe jetzt Angie Merkel, der echte Sozialismus bricht aus.
Und jetzt bekommt die MLPD auch noch den bewaffneten Arm der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, die Bundeswehr. Sie sie prangert jetzt das riesige Unrecht an, dass die Regierung den tapferen Helden in deutscher Uniform angedeihen lässt: sie erstattet den Helden der Nation die Krankheitskosten nicht:
„Tausende ehemalige und aktive Soldaten bleiben seit Wochen auf Rechnungen von Ärzten, Apotheken oder Krankenhäusern sitzen. Der Deutsche Bundeswehrverband zählt fast 60.000 Fälle, in denen Betroffene Krankheitskosten vorgestreckt und noch kein Geld erstattet bekommen haben.“
Wenn also einer der Bürger im Uniform beim verteidigen des Vaterlandes am Hindukusch beschädigt wird, erstattet ihm die Regierung nicht zügig die Arztkosten. 60.000 der tapfersten der Tapferen siechen mit Krücken, Rollstühlen und sonst was dahin, müssen von ihrem kargen Sold Arztrechnungen vorstrecken – aber die Erstattung – Fehlanzeige. Ist das nicht schlimm?
Und die Helden waren so schlecht bezahlt. So bekommen sie – zusätzlich zum kargen Sold – um die 100 € täglich Zuschlag. Ein Hauptgefreiter in Afghanistan bekommt pro Monat zwischen 1900 € und 2100 € Sold, hinzu kommen die Auslandszulagen von ab 100 € pro Tag, das macht zusammen den Hungerlohn von nur ca. 5000 € und dafür soll er dann die Krankheitskosten vorschießen und warten, bis er es vom Vater Staat ersetzt bekommt. Und der lässt ihn warten. Es wurde Zeit, dass die Partei der Entrechteten, die MLPD, sich dieses schreienden Unrechts annimmt.
Die Partei des echten Sozialismus tritt eben für die Witwen und Waisen, für die Helden des Vaterlandes und für alle die ein, die sich für uns alle einsetzen – und der Dank des Vaterlandes ist ihnen erst im echten Sozialismus gewiss.
Und die sind dann auch dankbar. So dichtete jemand aus der MLPD an Stefan den Engel:
„Lieber Stefan glaube mir,
ich saugte sehr viel Kraft von dir.
Deine Vorträge waren so toll,
dass ich immer mehr noch lernen wollt.“
Das ist wahre Lyrik des Dickhutismus und atmet den Geist des echten Sozialismus.
Und ein anderer schreibt zum Neujährchen:
,,Ich wünsche mir, dass die Regierung ins Wanken kommt und dass die Verbindungen in der internationalen Bewegung noch viel enger werden. Ich wünsche mir, dass noch viel mehr Menschen sich dem Sozialismus zuwenden und der MLPD, dass der REBELL erheblich wächst und schließlich zahlenmäßig stärker ist als die Partei. Ich wünsche mir neue Lieder, die die sozialistische Alternative propagieren. Für mein Privatleben wünsche ich mir eine neue Freundin, eine Partnerschaft, in der man sich gegenseitig unterstützt in großen und kleinen Dingen.” (Rote Fahne Nr.51-52/05 21.12.2005, hervorgehoben von mir, G.H.)
Die neue Freundin sei ihm vergönnt, vor dem echten Sozialismus der MLPD bewahre uns das gütige Schicksal.
G.H.
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