Donnerstag, 2. August 2012
Klassenkämpfe finden nicht nur in Europa statt!
Auf der ganzen Welt finden zunehmend Kämpfe gegen verstärkte Ausbeutung
und Unterdrückung statt. Die Solidaritätsdemonstration am 31.3.2012 in
Frankfurt am Main, die gewaltigen Kämpfe vor allem in Spanien (Generalstreik)
und Griechenland (Massenkämpfe gegen verschärfte Ausbeutung) sind
als internationalistische Aktion gegen die primitive bloß „deutsche Sichtweise“
von besonderer Bedeutung und ein wirklicher Fortschritt.
Allerdings: Auch in den Aufrufen zu den Solidaritätsdemonstrationen des
Bündnisses „M31“ ist noch deutlich zu spüren, dass die Verfasser eine europäische
Brille auf haben. Wenn es schon „Ums ganze“ gehen soll, ist das auffällig doppelt falsch.
Europäischer Chauvinismus
und afrikanische Flüchtlinge
Es genügt schon, einen Blick auf den von
den europäischen Staaten organisierten
Terror, z.B. gegen Flüchtlinge aus Afrika,
zu werfen, bei dem der deutsche Imperialismus
und sein Staat mit an der Spitze
steht. Denn ein Kampf gegen den Anti-
Flüchtlings-Terror des deutschen Imperialismus,
der darauf abzielt, die Flüchtlinge
schon möglichst vor den Grenzen
Europas „abzufangen“, ist unmöglich,
ohne Solidarität und Zusammenschluss
mit Aktivistinnen und Aktivisten aus
den afrikanischen Ländern, ohne gemeinsamen
Kampf mit den Flüchtlingen
aus Afrika. Die Ignoranz gegenüber der
Aufgabe der notwendigen Solidarität
mit den afrikanischen Flüchtlingen ist
nicht nur objektiv eine Widerspiegelung
europäisch-deutscher Arroganz. Es wäre
auch primitivster Ökonomismus, wenn
die afrikanischen Flüchtlinge, die um
ihr Leben kämpfen, nur weil sie nicht im
engen Sinne des Wortes gegen einzelne
Maßnahmen des Kapitalismus auf ökonomischem
Gebiet kämpfen, aus dem Blickfeld geraten!
Einige Beispiele weltweiter
Kämpfe gegen verschärfte
Ausbeutung und Kapitalismus
Der innereuropäische Blickwinkel ist jedoch
doppelt fatal. Ein kurzer Blick auf
die weltweiten Kämpfe heute zeigt, dass
es gerade in nicht-europäischen Ländern,
in vom Imperialismus abhängigen Ländern
in Afrika, Asien und Lateinamerika,
aber auch in den USA, Kämpfe der Ausgebeuteten
gibt, die in vielerlei Hinsicht
vorbildlich für uns sind und von denen wir
lernen können. Mit deren Aktivistinnen
und Aktivisten müssen Kontakte geknüpft
und Diskussionen in Gang gesetzt werden.
Asien
In Indien begann am 1. März 2012 ein
eintägiger Streik, an dem sich landesweit
etwa 100 Millionen beteiligten. Gestreikt
wurde unter anderen für eine Sozialversicherung
für alle und gleiche Bezahlung für
Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter sowie
gewerkschaftliche Rechte. (Labournet)
In Indien gibt es seit Jahrzehnten einen
bewaffneten Kampf von am Kommunismus
und Mao-tse Tung orientierten
Kräften gegen den reaktionären indischen
Staat, gegen Feudalismus, Imperialismus
und Kapitalismus.
Auch heute, 2012, führen diese Kräfte
bewaffnete Aktionen durch, haben eine
Tausende Mitglieder umfassende Guerilla
sowie Zehntausende umfassende
Massenbewegungen organisiert und kontrollieren
weitgehend große ländliche Gebiete,
in denen versucht wird in Ansätzen
ein neues Leben ohne Ausbeutung und
nationale Unterdrückung aufzubauen.
2011 kam es in China in mehreren Städten
zu militanten Kämpfen gegen den reaktionären
Staat. In der südchinesischen
Stadt Zengcheng löste der Mord an einer
Straßenhändlerin im Juni 2011 eine militante
Massenbewegung aus. Insbesondere
Wanderarbeiter und Wanderarbeiterinnen
kämpften militant gegen die reaktionären
Polizeikräfte. (Von den 800.000 Bewohnern
sind ca. die Hälfte Wanderarbeiter
und Wanderarbeiterinnen, die vor allem
in der Textilindustrie arbeiten.) Autos
wurden als Barrikaden in Brand gesteckt,
Polizeistationen wurden angegriffen.
Zeitweise kämpften bis zu 10.000 militant
gegen die Polizei. Daraufhin schickte
der reaktionäre chinesische Polizeistaat
bewaffnete Militärpatrouillen, errichtete
Straßensperren und nahm Dutzende vermeintliche
„Aufrührer“ fest.
In der Stadt Lichuan wurde am 4. Juni
2011 ein Lokalpolitiker von der Polizei
getötet. Dieser Tod löste Massenkämpfe
gegen den staatlichen Terror aus, bis zu
20.000 Menschen beteiligten sich an militanten
Kämpfen gegen die Polizei. Auch
hier schickte die Regierung schwer bewaffnete
Einheiten, erst nach Tagen war
die Lage wieder unter Kontrolle (Spiegel
online, 14. Juni 2011).
Im Dezember 2011 erreichten die
Kämpfe der Einwohner der Kleinstadt
Wukan (20.000 Einwohner) gegen illegale
Landverkäufe und Korruption
einen neuen Höhepunkt, nachdem ein
Vertreter der Kämpfenden in Polizeihaft
gestorben war. Unabhängig davon, dass
es schwierig ist, diesen Kampf genauer
einzuschätzen ist klar: Einwohner organisierten
einen Generalstreik, übernahmen
die Kontrolle der Stadt und kämpften
erfolgreich gegen Tausende Polizeikräfte,
die die Statdt umzingelt hatten und immer
wieder versuchten sie einzunehmen
(Labournet).
Im Mai 2011 begannen in Kasachstan
Tausende von Ölarbeitern und Ölarbeiterinnen
in der Region Mangghystau einen
Streik gegen Ausbeutung und für höhere
Löhne. Im Verlaufe dieses Streiks wurden
mehr als 1000 wegen ihrer Teilnahme
am Streik gefeuert. Am 16. Dezember
versuchte das reaktionäre Regime dann
mit einem Massaker an den Streikenden,
die schon 6 Monate ihren Kampf führten,
ein Exempel zu statuieren. Zuerst
griff die Polizei eine Kundgebung von
mehr als 3000 Menschen mit Tränengas
an und fuhr mit Polizeiautos in die
Demonstrantion. Die Demonstrantinnen
und Demonstranten wehrten sich, daraufhin
eröffnete die Polizei das Feuer mit
scharfen Waffen und machte Stundenlang
Jagd auf die Streikenden und ihre
Unterstützer. Die Demonstrantinnen und
Demonstranten zündeten unter anderem
ein Gebäude der Ölgesellschaft und den
Sitz der Lokalregierung an. Es gab insgesamt
ca. 150 Ermordete sowie 700-800
Verletzte. Nach dem Massaker wurde
der Ausnahmezustand über die Stadt
(90.000 Einwohner) verhängt, mehr als
1500 Soldaten mit Panzerfahrzeugen und
Maschinengewehren sperrten die Stadt
mehrere Tage lang ab. Über der Stadt
kreisten Hubschrauber, auch am nächsten
Tag waren noch Schüsse zu hören, d.h.
die Jagd auf Demonstranten ging weiter.
Das Mobilfunknetz wurde abgeschaltet,
der Zugriff auf das Internet wurde blockiert,
ja selbst der Strom wurde abgeschaltet.
Aus Solidarität traten Arbeiter
und Arbeiterinnen anderer Ölfirmen und
andere Betriebe in einen Solidaritätstreik.
Die Ölförderung rund um die Stadt ist tagelang
komplett zum Erliegen gekommen
(junge Welt, 19.12.2011).
In Südkorea kämpfen vor allem auch
die Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter
immer wieder gegen ihre besonders
brutale Ausbeutung. Am 15. November
2010 begannen ca. 600 der 2000 Leiharbeiterinnen
und Leiharbeiter im Hyundai
Motor Werk in Ulsan einen Streik. Sie
kämpften für die Übernahme in die Kernbelegschaft
des Betriebes, um damit die
gleichen Rechte ihrer Kollegen und Kolleginnen
mit unbefristeten Verträgen zu
erhalten. Sie besetzten Teile des Betriebes
und legten damit die komplette Produktion
lahm. Sie kämpften erfolgreich gegen
Räumungsversuche der Polizei, gegen
Zivilklagen und staatsanwaltschaftliche
Ermittlungen und schafften es, die Fabrik
bis zum 9. Dezember besetzt zu halten
(Labournet).
In Vietnam streikten vom 24. Juni bis
29. Juni 2011 ca. 93.000 Arbeiterinnen
und Arbeiter der Schuhfabrik Pou Yuen
Vietnam Company (Adidas ist einer ihrer
größten Kunden) für höhere Löhne. Sie
liessen sich auch durch die Verhaftung
von 20 Streikorganisatoren sowie Polizeiaufmärschen
vor den Fabriken nicht
einschüchtern und schafften es den Kapitalisten
eine Lohnerhöhung abzuringen
(Labournet).
Naher Osten/Afrika
Im Sommer 2011 kämpften Zehntausende
in Israel mehrere Wochen lang
gegen Auswirkungen des Kapitalismus
u.a. gegen steigende Preise. An einem
Wochenende im August 2011 demonstrierten
landesweit sogar über 300.000.
Auch 2012 reißen die Kämpfe in Israel
nicht ab. Am 8. Februar 2012 sind etwa
eine halbe Million in den Streik getreten,
um für die Verbesserung der Situation
der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter
zu kämpfen. Gestreikt wurde mehrere
Tage bei Banken, der Bahn, in Flughäfen
und auch an der Börse. Die Forderungen
der Streikenden war, dass Leiharbeiterinnen
und Leiharbeiter feste Verträge
bekommen oder zumindest die gleichen
Rechte und den gleichen Lohn ihrer fest
angestellten Kollegen und Kolleginnen
(taz, 8.2.2012).
Am 7. März 2012 wurde in Südafrika
ein Kampftag mit Streiks und Demonstrationen
durchgeführt, u.a. auch für die
Rechte der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter.
Dieser Kampf brachte einen Tag
die wichtigsten Betriebe des Landes zum
Stillstand. Es war seit 1980 der größte
Kampf in Südafrika. Allein an den landesweiten
Demonstrationen beteiligten
sich 200.000, allein in Johannesburg
demonstrierten 50.000 (Labournet).
In Ägypten sind die Kämpfe gegen
die herrschende Militärregierung noch
lange nicht zu Ende. Zum Jahrestag des
Rücktritts von Mubarak am 11.2.2012
wurde ein eintägiger landesweiter Streik
durchgeführt. Betriebe in Industrie und
Landwirtschaft, der öffentliche Transport,
Hafenanlagen, Universitäten und
Schulen sowie Krankenhäuser wurden
bestreikt (Labournet).
Im Januar 2012 begann in Nigeria ein
landesweiter Generalstreik gegen massive
Benzinpreiserhöhung, der dann auch
zu militanten Kämpfen gegen die Polizei
führte. An diesem Streik beteiligten sich
Millionen, Zehntausende beteiligten sich
an Demonstrationen. Ab dem 9. Januar
2012 stand so gut wie die komplette Ölproduktion
still, alle Luft- und Seehäfen
wurden bestreikt. Der Streik dauerte mehrere
Tage bis er dann von reformistischen
Gewerkschaftsführern abgewürgt wurde.
Bei den militanten Straßenkämpfen wurden
in den wenigen Tagen 20 Menschen
vom reaktionären nigerianischen Stadt
ermordet (Labournet).
USA
In den USA ist die sog. „Occupy“-Bewegung
besonders stark und hat es punktuell
erreicht, einen gemeinsamen Kampf mit
Arbeiterinnen und Arbeitern zu führen.
Ein Beispiel: An der Westküste der USA
sind die Kämpfe der Hafenarbeiter schon
seit Jahren besonders stark, militant und
ausdauernd. Nun hatte im November
und für den 12. Dezember 2011 die
„Occupy“-Bewegung zur Blockade der
Häfen an der Westküste aufgerufen. In
Oakland bildeten tausende Demonstrantinnen
und Demonstranten um sechs
Uhr morgens Streikposten und legten so
zwei Terminals still, an denen Schiffe auf
Abfertigung warteten. Hunderte bildeten
im Hafen von Portland Streikposten
und versperrten während der Tag- und
Nachtschichten zwei Terminals. In Seattle
blockierte ein Streikposten am Nachmittag
ein Terminal. In mehreren Städten
veranstalteten Occupy-Aktivisten Solidaritätskundgebungen.
Hafenarbeiter und
Hafenarbeiterinnen sowie LKW-Fahrer
solidarisierten und beteiligten sich an
Aktionen. In den Häfen von Los Angeles
und Long Beach blieben die Lkw-Fahrer
ihrer Arbeit über Stunden fern, während
sich knapp eintausend Demonstrierende
an den Hafentoren versammelten (Labournet).
Brasilien
In Brasilien gibt es seit Jahrzehnten eine
kämpfende Bewegung der Land- und Obdachlosen,
die für das Recht zum Wohnen
und zur Betreibung von Landwirtschaft
kämpft. Ein Beispiel: Seit Februar 2004
haben inzwischen etwa 6000 Menschen
in San Jose dos Campos im Bundesstaat
Sao Paulo ein Grundstück einer bankrotten
Firma besetzt und dort Wohnungen
für sich errichtet (sie nannten ihre
Siedlung „Pinheirinho“). Am 22.1.2012
hat dann Polizei und Militär die Besetzer
bewaffnet unter Einsatz von Bomben angegriffen.
Die mit Helmen, Eisenstangen,
Steinen, Äxten, Schleudern und Speeren
bewaffneten Bewohner wehrten sich mit
aller Kraft, bauten Barrikaden, wurden
aber schließlich verjagt. Es gab mehrere
Ermordete und zahlreiche Verletzte. Über
die Stadt wurde der Ausnahmezustand
verhängt. Der reaktionäre brasilianische
Staat und die reaktionäre brasilianische
Regierung haben ihr wahres Gesicht gezeigt!
In vielen Städten des Landes kam
es daraufhin zu Solidaritätsaktionen mit
den Besetzerinnen und Besetzern.
Warum der europäische
Chauvinismus in
Kombination mit dem
deutschen Chauvinismus
so gefährlich ist
Es ist wahr und unbestreitbar: Die Arbeiterinnen
und Arbeiter der Länder Europas
werden gegen einander
ausgespielt.
Und die Arbeiterinnen und Arbeiter der
europäischen
Staaten werden seit Jahrhunderten
nicht nur gegeneinander, sondern
auch gegen die Völker der vom Imperialismus
abhängigen Länder Asiens,
Afrikas
und Lateinamerikas ausgespielt.
Der von den Imperialisten und Reaktionären
aller Länder Europas
geschürte
Überlegenheitswahn gegenübet diesen
jahrhundertelang kolonialistisch ausgeraubten
und ausgebeuteten Völkern, die
heute weiter durch neokoloniale Methoden
(Kredite, Rohstoffausbeutung etc.)
ausgebeutet und unterdrückt werden,
und dass „Europa der Nabel der Welt“
sei, ist weit verbreitet und sitzt sehr tief
gerade auch in der Arbeiterklasse der
europäischen Länder. In Deutschland hat
sich der aus dem Mittelalter stammende
und insbesondere im Nazi-Faschismus
verstärkte europäische Chauvinismus
großdeutscher Prägung herausgebildet,
der bis heute Deutschland als die Führungs-
und „Ordnungs“macht in Europa
betrachtet und Diese Erscheinung hat auch materielle
Ursachen. Denn aus der Masse der
riesigen Extraprofite, vor allem aus der
Ausbeutung dieser Völker, konnte und
kann der Imperialismus hier in Europa
durchaus einige „Milliönchen“ abzwacken,
um eine Oberschicht der Arbeiterklasse
zu bestechen. Diese schon von
Marx als „Arbeiteraristokratie“ bezeichnete
Schicht ist ein wesentlicher Träger
reaktionärer Ideologie, der imperialistischen
Faustformel: „Die Ausbeutung
anderer Völker nutzt uns allen.“ Und
diese Arbeiteraristokratie
ist gerade für
ein Land wie Deutschland eine typische,
am DGB-Apparat direkt nachweisbare
Erscheinung.
In Deutschland verknüpft sich dieser
europäische Chauvinismus deutscher
Prägung zusätzlich noch mit dem deutschen
Chauvinismus, der aufgrund der
Besonderheiten der deutschen Geschichte
von Anfang an besonders ekelhaft war,
wie schon Marx feststellte. Seit Marx hat
der deutsche Chauvinismus sich „weiter
entwickelt“. Er diente den deutschen
Imperialisten als Hebel, die deutsche
Bevölkerung in Raubkriege zu hetzen
und sie für die Unterstützung seiner
Verbrechen zu gewinnen. Dies war im
Ersten Weltkrieg so, aber insbesondere
im Zweiten Weltkrieg, wo der deutsche
Chauvinismus in Verbindung mit dem
deutschen Rassismus dazu diente, den
rassistischen Nazi-Völkermord gegen die
jüdische Bevölkerung und die Sinti und
Roma zu legitimieren und durchzuführen.
Gerade gegen Ende des Raubkriegs
des deutschen Imperialismus 1944/45,
als sich seine Niederlage abzeichnete,
zogen die Propagandisten des deutschen
Nazi-Faschismus unbeschadet ihrer Propaganda
des deutschen Chauvinismus
auch die Europa-Karte: es gehe angeblich,
so die Nazi-Massenpropaganda,
um die „Verteidigung der europäischen
Zivilisation gegen die anstürmenden
asiatisch-bolschewistischen Horden“,
die von dem „Georgier Stalin“ angeführt
würden…
Schlußfolgerungen
Es gibt keine „vorrangige Rolle“ der
europäischen Arbeiterinnen und Arbeiter
oder gar der Arbeiterinnen und
Arbeiter in Deutschland. Was es gibt,
ist die Notwendigkeit der ganz besonderen
Solidarität der Arbeiterinnen und
Arbeiter in Deutschland mit allen vom
deutschen Imperialismus
ausgebeuteten
und unterdrückten Völker weltweit, mit
den Arbeiterinnen und Arbeitern in Südkorea,
Namibia, Thailand und Indien,
um nur einige
zu nennen. Und es besteht
die Notwendigkeit gerade auch mit den
demokratischen
und revolutionären Kräften der anderen imperialistischen
Großmächte USA, England, Japan, Rußland
und Frankreich internationalistische
Solidarität aufzubauen.
Den Vorherrschaftsplänen der deutschen
Imperialisten
in Europa unter der
Parole „Wir sind die besten Europäer…!“
entgegenzutreten heißt auch, solidarisch
den Kampf der werktätigen Massen in
Griechenland, Spanien oder Portugal,
in Dänemark oder den Niederlanden, in
Ungarn oder Österreich, in Polen oder
Tschechien zu unterstützen, ihren Kampf
als wichtige Unterstützung
im Kampf
gegen den „eigenen“ Imperialismus und
gegen das imperialistische Weltsystem
zu betrachten.
Es geht darum, in Verbindung mit
dem Kampf gegen den europäischen
Chauvinismus vor allem mit aller Kraft
dem deutschen Chauvinismus - eine der
gefährlichsten
Waffen des deutschen
Imperialismus - den Krieg zu erklären!
Es gilt das Prinzip der internationalen
Solidarität der Ausgebeuteten aller Länder
zur Grundlage des eigenen Kampfs
zu machen.
Es geht darum, den Klassenkampf auf
möglichst vielen Gebieten zu entfalten
ohne und gegen die Gewerkschaftsführung,
ohne und gegen die gesamte
Schicht der bestochenen „Arbeiteraristokratie“
- Schulter an Schulter mit
den Arbeiterinnen und Arbeitern aller Länder!
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