Donnerstag, 2. August 2012

Die Schlagwörter der Konterrevolution! Von Paul Vodicka (Österreich) Kommunisten-online am 27. Juli 2012 – Zur Erklärung: Dieses Produkt ist in der Folge einer Diskussion mit einem Sozialismusgegner entstanden, der behauptete, dass der Sozialismus in der Sowjetunion aus ideologischen und totalitären Gründen und nicht durch das zerstörerische Eingreifen antisozialistischer Kräfte der Konterrevolution zerfallen ist. Diese Auffassung untermauerte er mit den Slogans wie Stalinismus, Staatskapitalismus und Zwangskollektivierung. Diese Begriffe haben sich auch tief in die Gedankenwelt der Bevölkerung eingenistet. Leider sind sie auch Bestandteil im Gedankengut sogenannter fortschrittlicher, ja sogar kommunistischer Menschen geworden. Ich werde diese Hetzparolen auf ihren inhaltlichen Wert analysieren und versuchen die wesentlichsten Faktoren der Konterrevolution aufzuarbeiten. Wie war das doch? Nach der Freigabe der „zwangsverstaatlichten Betriebe“ zur Privatisierung von Gorbatschow, wurden diese enorm finanz- und produktionsstarken, „staatskapitalistischen“ Konzerne der freien Wirtschaft in den Rachen geworfen. Ein lustiges Morden begann, die Russenmafia stand hier der Amerikanische in nichts nach und wer die schärferen Messer gehabt hat ist jetzt im Besitz dieses riesigen ehemaligen Volksvermögens, Multimilliardär und angesehenes Mitglied der „Freien Welt“. Aus Wikipedia: „Gorbatschow erfüllt wenig später die jahrelange Forderung des Westens, die sowjetischen Truppen aus Afghanistan zurückzuziehen. Die militärische Unterstützung der UdSSR für kommunistische Rebellenbewegungen (waren das nicht nationale Befreiungskämpfe?) in den Ländern Afrikas und Lateinamerikas wird drastisch reduziert oder ganz eingestellt. (um den in den USA ausgebildeten Todesschwadronen die Möglichkeit zu geben diese Völker zu beglücken) Gorbatschow entlässt auch die Staaten des Ostblocks aus dem „Würgegriff“ der Sowjetunion. Sie sollen über ihren Weg künftig selbst bestimmen können. Dadurch werden auch die mit der Sowjetunion verbündeten Länder zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen (kapitalistischen) Reformen ermutigt. Wir finden das Glasnost und Perestroika die russische Wirtschaft wie die Meinungsfreiheit und Pressefreiheit sehr beeinflusst hat. Im positiven Sinne. (natürlich für die Ausbeuterklasse!) Wer ist da so naiv und glaubt noch es gibt keine von außen gelenkte Konterrevolution!?. Gorbatschow hat damit nicht nur die Sowjetunion sondern auch die gesamte revolutionäre Arbeiterschaf der Welt verraten!! So ist es ihnen gelungen die sozialistische Vollbeschäftigung zu liquidieren und 30% Arbeitslose zu schaffen. Die Teilstaaten um den Kaspischensee. welch ein Zufall bekommen ihre lang ersehnte Freiheit und Dollars und Waffen dazu. In der Ukraine siegte die orange Revolution über die proletarische „Diktatur“ und gab so der österreichischen Caritas die Möglichkeit die ukrainischen Kinder aus den Kanälen von den Ratten zu befreien, wo nur ein paar verhungert oder erfroren sind. Aber was spielt das schon für eine Rolle, wir haben ja die Perestroika. Zum Schutz gegen die bösen „Stalinisten“ wird in Ungarn noch schnell ganz demokratisch eine faschistische Regierung gewählt. Ich frage euch wie verbohrt muss man denn da sein um nicht den eklatanten Unterschied zwischen einen sozialistischen Staat und dem jetzigen Russland zu erkennen. Nicht der Sozialismus ist gescheitert und nicht die Völker der Sowjetunion haben den Umbruch veranlasst, sondern die korrumpierten Lakaien der Großkapitalisten haben den Sozialismus an die Konterrevolution verkauft. Es gehört viel Indifferenz dazu die Siwjetunion zu kritisieren wenn man das Nachfolgerussland erlebt hat. Hier möchte ich jetzt Stalins Rede am 7. Dezember 1926 auf dem VII. erweiterten Plenum des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale anführen: „Was wäre die Folge, wenn es dem Kapital gelänge, die Republik der Sowjets zu zerschlagen? Eine Epoche der schwärzesten Reaktion würde über alle kapitalistischen und kolonialen Länder hereinbrechen, man würde die Arbeiterklasse und die unterdrückten Völker vollends knebeln, die Positionen des internationalen Kommunismus würden liquidiert.“ Stalin - Werke Band 9, S. 29,“ Wir haben es erlebt: Krieg in Afghanistan, Krieg im Irak, Überfall auf Jugoslawien – Wirtschaftskrise, Finanzkrise, Sparpakete und so weiter. Zersplitterung der Kommunistischen Parteien in ganz Europa durch die verlogene, diskriminierende Propaganda der bürgerlichen Medien. Die Konterrevolution hat viele Begriffe geprägt um ihre Verbrechen zu rechtfertigen, beziehungsweise sie hinter Gräuelmeldungen zu verbergen. Mit Hilfe der Boulevardpresse sind diese in den allgemeinen Sprachgebrauch gedankenlos aufgenommen worden. Solche Begriffe sind: Stalinismus, Staatskapitalismus und Zwangskollektivismus. Der Staatskapitalismus: Was ist das Staatskapitalismus? Ist das eine besondere Gesellschaftsform? Die Politökonomen kennen nur fünf Gesellschaftsformen: Die Urgemeinschaft, die Sklaverei, den Feudalismus, den Kapitalismus und den Sozialismus. Jede dieser menschlichen Gesellschaften haben spezielle wissenschaftlich erforschte ökonomische und politische Eigenschaften. Die zentralen Merkmale des Kapitalismus sind privater Besitz an Produktionsmittel, wie Industriebetriebe, Grund und Boden. Ein weiteres Merkmal ist durch die Ausbeutung der produzierenden Menschen geschaffenes Proletariat, welches den Kapitalismus zu einer Zweiklassengesellschaft macht. Wobei die besitzende Klasse durch die Akkumulation des Kapitals und das „Streben nach Gewinn im kontinuierlichen, rationalen kapitalistischen Betrieb“ immer reicher wird und das arbeitende Volk, die Arbeiterklasse immer ärmer wird. Wobei dieser Gegensatz unweigerlich zu Klassenkämpfen führt. Ein dritter Faktor sind die Banken, die die Aufgabe im Kapitalismus haben, das der Volkswirtschaft entzogene angehäufte Kapital zu verwalten, welches dann für Spekulationen gebraucht wird. Der vierte Faktor ist die Regulierung des kapitalistischen Marktes nach den Prinzipien des Profites. So wie in jeder Gesellschaftsordnung schützt sich auch der Kapitalismus, zur Erhaltung ihrer bürgerlichen Struktur, gegen den Klassenfeind mit der entsprechenden Legislative (Gesetzgebung) und den ausführenden Organen der Exekutive, Polizei, Heer, Gerichte u.s.w. Wir verstehen darunter die „Bürgerliche Diktatur“. Die besonderen Merkmale des Sozialismus:: Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Sozialismus im Krassen Gegensatz zu den vorangegangenen Gesellschaftsformen steht. Im Sozialismus wird die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen abgeschafft. Das bedeutet dass andere Besitzverhältnisse (der Unterbau) und neue Gesetze (Überbau) geschaffen werden müssen Dazu sind einschneidende, tiefgreifende Maßnahmen notwendig. Alle Mittel die einem Privaten dazu dienen Andere auszubeuten müssen in die Verwaltung des sozialistischen Staates geführt werden. Das heißt, dass alle Produktionsmitte, Grund und Boden verstaatlicht werden müssen. Dafür verpflichtet sich der sozialistische Staat auf folgendes: Recht auf Arbeit, Recht auf Wohnung, Recht auf Gesundheitsfürsorge für die ganze Familie und Recht auf Bildung. Alle diese Verpflichtungen hatte die sozialistische Sowjetunion, trotz heftigen Widerstand der inländischen und ausländischen Reaktionäre fast zur Gänze erfüllt. So hat die Sowjetunion in ganz kurzer Zeit das russische Volk aus den stagnierenden Feudalismus zu einer führenden Weltmacht geführt und zum Schrecken der Kapitalistischen Welt enorme soziale Fortschritte gemacht hat, die die Arbeiterschaft vor allem in Westeuropa zu verstärkten Klassenkämpfen ermutigt hat. Darüber hinaus gab es in der Sowjetunion bei jedem Großbetrieb eine gro0zügige Infrastruktur mit Kaufhaus und Betriebsküche sowieso, Kindergarten und Kinderhort, sowie Klub und Sportstätten. Weiters subventionierte der Betrieb, vom Betriebsrat organisierte Urlaubsreisen in gewerkschaftseigenen Heimen. Der Anteil der Arbeitnehmer war kaum nennenswert. Diese Gepflogenheiten wurden auch 1 zu 1 auf die ÖMV übertragen. Auch hier schützt sich der sozialistische Staat gegen äußere und innere Feinde mit den entsprechenden Gesetzen. Wir nennen es „Diktatur des Proletariats“. Aber was ist Staatskapitalismus? Wie wir gesehen haben, hat jede der oben genannten Gesellschaftsformen seine eigenen Merkmale. Wie ist das mit dem Staatskapitalismus? Hat der etwas mit Kapitalismus zu tun? Wenn ja dann müsst er aber auch die Merkmale eines kapitalistischen Staates haben. Wie zum Beispiel der private Besitze an Produktionsmittel. Hat er aber nicht, denn wir sprechen ja von einem Staatskapitalismus. Also ist der Staat der Kapitalist? Ein Absurdum wie der Begriff selbst. In Österreich waren lange Zeit wichtige Industriebetriebe verstaatlicht, war das Staatskapitalismus? Das könnte man vielleicht bejahen, denn diese Betriebe waren ja Eigentum eines kapitalistischen Staates. In diesem Zusammenhang ist es interessant die Theorien der Austromarxisten, der SDAP zu betrachte. Im „Linzer Programm von 1926“ ist folgendes zu lesen: „In der Zeit des Überganges werden vergesellschaftete und kapitalistische Betriebe nebeneinander bestehen“. Die Arbeiterschaft könnte dann durch die „soziale Revolution“ innerhalb der bürgerlichen Demokratie mit Hilfe „staatlicher Sozialisierung an die Macht kommen. Wie wir sehen konnten, hat die Konterrevolution diese „soziale Revolution“ im Keime erstickt, hat die verstaatlichten Betriebe nach und nach unter das kapitalistische Joch gezwungen. Die Reaktionäre sind mit Hilfe der Sozialdemokraten viel reicher und stärker geworden, bis sie so stark waren ein faschistisches Regime zu errichten und die Arbeiterschaft ist auf der Strecke geblieben. Dieses Schlagwort ist im „Kalten Krieg“ entstanden und soll den sozialistischen Staat diskriminieren, es auf das unsoziale Niveau eines kapitalistischen Staates durch eine Begriffsfälschung erniedrigen. Es ist ein Synonym zum Nationalismus, denn es hat genau so wenig mit Kapitalismus zu tun, wie der Nationalsozialismus mit Sozialismus zu tun hat. Auf Grund unserer Betrachtungen, können wir behaupten, dass der Staatskapitalismus keine wissenschaftlich anerkannte historische Gesellschaftsordnung ist, sondern nur eine konterrevolutionäre Hetzparole und deshalb ist dieser Slogan ökonomisch gesehen reiner Blödsinn. Zwangskollektivismus: Dieser Propagandaschlager ist in den Hirnen von besitzgeilen Kleinbürgern entstanden. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass große Ländereien auch kollektiv bearbeitet und genützt werden können. Um zu verstehen wie es zur Kollektivierung gekommen ist, möchte ich die historischen Verhältnisse jener Zeit kurz beleuchten. Das zaristische Russland war ein weit zurück gebliebener Feudalstaat, dessen Ländereien im Besitz von Adeligen und Großbauern (Bojaren) waren. Diese Feudalherren hatten wie in allen feudalen Staaten das absolute Besitzrecht an den Leibeigenen. Die leibeigenen Bauern waren entrechtet und wurden brutal ausgebeutet. Das Produkt ihrer Schufterei ging zur Gänze an die Bojaren. Als Lohn bekalmen die Leibeigenen ein Zehnt (ein Zehntel ihrer Leistung) in Naturalien ausbezahlt, das sie in den misten Fällen an den Feudalherrn verkaufen mussten und das reichte gerade zum Überleben. Die Revolution verjagte die Agrarausbeuter von ihrem Grund und Boden und die Bauern waren zwar frei aber nun müssten neue Wege gefunden werden, wie sie wieder in die Landwirtschaft eingebaut werden können. Vor dieser großen Aufgabe stand jetzt der junge sozialistische Staat. Sollten sie die Gründe auf die einzelnen Bauern aufteilen? Würde da nicht wieder die bürgerliche Besitzgier aufkommen? Würde da nicht der Streit um die besseren Äcker aufflammen? Die Folge davon wäre, dass die bürgerliche Habgier neuen fruchtbaren Boden gefunden hätte, aus dem sich die kapitalistische Ideologie wieder entwickeln hätte können. Die Sowjetunion ist einen anderen Weg gegangen, sie ist den Weg der Erziehung der Menschen zur Gemeinschaft, sie ist den sozialistischen Weg des Kollektivs gegangen. Sie hat diesen Weg konsequent verfolgt und hat alle die den Weg zum Sozialismus verhindern wollten auf das schärfste bekämpft. Diese Zeit der Revolution war eine der Schwierigsten, eine Zeit mit vielen Komponenten im Kampf um die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel. „Der Kampf um das Brot, das ist der Kampf um den Sozialismus“ Sagt Lenin und er sagt weiter, dass es notwendig sei eine Diktatur im Ernährungswesen zu errichtet. (Lenin, Ausgew. Werke, Bd. 7, S. 403/04.) Die ersten Kolchosen entstanden nach der Oktoberrevolution 1917 auf freiwilliger Basis, eine sozialistische Genossenschaft. Eine gewählte Leitung (Verwaltung) vertrat das Kollektiv gegenüber dem Ministerium. Für die vom Staat zur Verfügung gestellten Mittel (Agrarwerkzeuge) mussten sie einen Teil ihrer Ernten abliefern, den Rest konnten sie am freien Markt verkaufen. Aber bald stellte sich heraus, dass diese relativ kleinen Genossenschaften nicht in der Lage waren den Bedarf des Landes zu decken. „Wenn wir in althergebrachter Weise in kleinen Wirtschaften hocken bleiben und sei es auch als freie Bürger auf freier Scholle, so droht uns dennoch der unvermeidliche Untergang.“ (Lenin, Sämtl. Werke, Bd. XX, S. 417 russ.) Außerdem sabotierten die Kulaken, die in der Versorgung noch eine erhebliche Rolle spielten, den sozialistischen Staat. Daneben gab es allerdings noch Kleinbauern die sich nicht dem Kollektiv anschlossen haben und von den Kulaken brutal ausgebeutet wurden. Die Folge davon war eine unerträgliche Dorfarmut. Die Sowjets hatten eine Reihe von Reformen beschlossen um die Probleme in der Landwirtschaft zu lösen. Darauf im Detail einzugehen würde in diesen Rammen zu weit gehen, deshalb werde ich mich die wichtigsten Fakten beschränken. Nach der Vertreibung der Invasoren, es waren immerhin 14 kapitalistische Staaten die die Sowjetunion überfallen hatten und der Niederschlagung der Konterrevolutionäre, waren große Agrarflächen verwüstet und nicht wirtschaftlich bearbeitet worden. Eine Hungersnot war die Folge. Um die Versorgung des ganzen Landes sicher zu stellen wurden härtere Maßnahmen ergriffen. Jetzt wurden auch die Kulaken, die sich weigerten die Ernte den Staat abzuliefern, enteignet und ihre Gründe in größeren Kolchosen inkorporiert. Das gehortete Getreide wurde Requiriert und der Volksernährung zugeführt. Auf diesen Akt der proletarischen Revolution reagierten die Kulaken mit Waffengewalt. Sie engagierten Söldnertruppen die zum offenen Kampf gegen den sozialistischen Staat antraten. Diese Rebellion wurde niedergeschlagen und die Kulaken und ihre Söldner wurden hingerichtet oder deportiert. Ein Aufschrei ging durch die Welt der Ausbeuter: Zwangskollektivierung. Natürlich war das Zwang, aber der Zwang richtete sich nicht gegen das Volk und der Kollektivierung sondern gegen die Volksschädlinge. Ich Frage euch wie ist das mit den Sparpaketen, ist das nicht auch Zwang? Hat man nicht Volksvermögen privatisiert und sogar an ausländische Kapitalisten verkauft, die dann österreichische Arbeiter zu tausenden auf die Strasse geworfen haben. Hier erkennen wir den Unterschied; der Zwang der kapitalistischen Länder richtet sich gegen die arbeitende Bevölkerung – der Zwang im Sozialismus gegen die Ausbeuter! In der bürgerlichen Presse wir das genau umgekehrt dargestellt. Nicht die Kulaken waren schuld an der Hungersnot, sondern deren Enteignung. In Folge der Hungersnot und der chaotischen Wirtschaftlage, hat sich in der Arbeiterschaft tiefe Unzufriedenheit breit gemacht. Vor der Partei stand jetzt die Aufgabe einerseits, die Arbeiterschaft, die die Hauplast des Bürgerkriegs getragen hat, zu überzeugen, dass die Revolution weiter geführt werden muss und andererseits die Bauernschaft systematisch von den traditionellen Gedankenguts des privaten Grundbesitzes in ein Gemeinschaftsdenken überzuführen. Der sozialistische Staat war bemüht die Menschen von der egoistischen Besitzideologie zur gemeinschaftlichen Gesellschaftsideologie umzuerziehen. Diese Umerziehung ist ein langwieriger, schwieriger Prozess. Lenin meinte, dass „diese Sache eine ganze historische Epoche in Anspruch nehmen wird“. (Lenin, Ausgew. Werke Bd. 7, S. 403/04.) Als erstes musste das Industrieproletariat von einer neuen sozialistischen Arbeitsmoral überzeugt werden. Lenin kämpfte für die Einführung einer neuen Disziplin, einer proletarischen, einer kollegialen, kameradschaftlichen Disziplin, die Faulheit und Gleichmacherei verhindern sollte. Er formulierte den Grundsatz einer sozialistischen Gesellschaft so: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, dem nach seinen Bedürfnissen“ Die Probleme in der Landwirtschaft lagen ganz anders. Hier musste die Landbevölkerung, die in der bürgerlichen Ideologie traditionsgemäß verwurzelt war, schrittweise in das Proletariat eingegliedert werden. Das geschah einerseits durch die Entsendung von Proletariern in das Dorf und die Organisierung von Komitees zur Bekämpfung der Dorfarmut. Dieser Schritt war von immenser politischer Bedeutung, denn er festigte das Bündnis der Arbeiter und Bauern und führte zur Gewinnung der Mittelbauern für die Sowjetmacht. Es gab zwei Arten der Bewirtschaftung; die Kolchose und die Sowchose. Die Kolchose war organisatorisch eine Genossenschaft mit 500 bis 1000 Mitglieder, die ihr zugewiesenes Staatsland gemeinschaftlich bewirtschaftete. Die Bauern waren Genossenschaftsmitglieder und ihr Einkommen hing vom jeweiligen Ernteertrag des Jahres ab. Die Sowchosen waren Staatsbetriebe mit über 2000 Landarbeiter die nach ihren Funktionen im Betrieb bezahlt wurden. Mit der Schaffung der Sowchose wurde ein weiterer Schritt, weg von der bürgerlichen Ideologie hin zu der der Arbeiterklasse der Landbevölkerung getan. Wie wir aus der Graphik ersehen können, wurden beide Landwirtschaftsbetriebe vom sozialistischen Staat mit einer großzügigen Infrastruktur ausgestattet. Jetzt war der Weg frei um großzügige Kollektive zu gründen und so auch großzügige Agrarwirtschaft zu betreiben. Im Jahre 1928 betrug die Saatfläche der Kollektivwirtschaften 1390000 Hektar, im Jahre 1929 4262000 Hektar, im Jahre 1930 aber konnten die Kollektivwirtschaften bereits den Plan aufstellen, 15 Millionen Hektar unter den Pflug zu nehmen. Das sozialistische Russland erlebte jetzt eine neu, großartige Konjunktur, die erst durch den Überfall Nazideutschlands auf die Sowjetunion zu Fall gebracht wurde und ein total verwüstetes Land war die Folge. Nach dem 2. Weltkrieg war Russland ein Trümmerfeld. Unermessliches Leid, immense Menschenopfer hat dieser verbrecherische Überfall Nazideutschlands in der UDSSR hinterlassen. 15 Mil. Zivillisten wurden ermordet und trotzdem stand dieses Volk auf und ging mit einem ungebrochenen Willen daran ihr sozialistisches Land wieder aufzubauen. Wer wie ich gesehen hat wie diese Menschen, vor allem die Jungen, mit welcher Euphorie und Begeisterung sie siegessicher daran gingen neues Leben zu gestallten, konnte nicht am Sozialismus zweifeln. Ein Höhenflug ohne Gleichen ließ die Welt aufhorchen. Auf allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens überflügelte die Sowjetunion sie Westmächte und wurde zur zweit grö0ten Industriemacht der Erde. In der Weltraumforschung war sie den USA um 10 Jahre voraus und startete die ersten Weltraumsonden. „Im Herbst 1957 begann die prestigeträchtige „Eroberung des Weltalls“: mit Sputnik 1 wurde der erste künstliche Satellit in die Erdumlaufbahn gebracht und noch im gleichen Jahr gelang es den sowjetischen Wissenschaftlern, mit dem Hund Laika das erste Lebewesen in den Weltraum zu befördern. 1961 glückte Juri Gagarin mit Wostok 1 der erste Flug eines Menschen in das Weltall.“ (Wikipedia) Allerdings hielt dieser Höhenflug nicht lange an. Die Positionskämpfe nach Stalins Tod, war den KP -. Funktionären wichtiger als das Wohl des Volkes. Nach dem wirtschaftlichen Aufschwung in der Stalinära, folgt nun eine politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Lähmung. Eines aber muss hier noch erwähnt werden. Durch Ernteausfälle mußten große Mengen Getreide gekauft werden. Die Westmächte stellten es als ein Hilfsprogramm für die UDSSR dar. Das Gegenteil war der Fall, es war ein Rettungsanker für die US - Rancher Das Geschäft, so tönte Anfang Juli US-Landwirtschaftsminister Earl L. Butz, „ist ein wahrer Segen für unsere Farmer.“ Immerhin ging es um mindestens 750 Millionen Dollar. Von dem Riesengeschäft – „der größte Getreidehandel in der Geschichte der Völker“ (Nixon) – profitierten am meisten die amerikanischen Getreidehändler. 02.10.1972 Spiegel 41/1972 Nach den Kollaborateuren Breschnew und Jelzin vollendete Gorbatschow die Vernichtung des sozialistischen Staates. Der Diplomagraringenieur Gorbatschow war von 1978 bis 1985 Sekretär für Landwirtschaft im ZK der KPdSU. Es war natürlich reiner Zufall, dass gerade in dieser Zeit die Agrarwirtschaft total zusammen gebrochen ist. Am 25. Februar 1986: In Moskau wird der XXVII. Parteitag der KPdSU eröffnet. Gorbatschow kündigt „radikale Reformen“ in der Wirtschaft an. Die „Russische Mafia“ und die Oligarchen haben diesen Tag zu ihren Feiertag erklärt! Stalinismus! Bevor ich auf das primitivste Schlagwort der kapitalistischen Hetzpropaganda eingehe, möchte ich eine Resolution des Europarats vorlegen: Die Resolution zur Notwendigkeit der internationalen Verurteilung von Verbrechen totalitärer kommunistischer Regime wurde am 25. Januar 2006 in Straßburg von der parlamentarischen Versammlung des Europarats (PACE) verabschiedet. Mikis Theodorakis stellte diese reaktionären Elemente an den Pranger: „Der Europarat hat sich entschieden, die Geschichte zu fälschen, in dem er die Opfer mit Angreifern, Helfer mit Verbrechern. Befreier mit Okkupanten und Kommunisten mit Nazi gleich setzt, „ so schreibt Mikis Theodorakis. „Deshalb sage ich im Namen meiner toten Genossinnen und Genossen, jener die durch die Hände der Gestapo, die Todeslager und die Hinrichtungsstätten gegangen sind, um den Nazismus zu besiegen und die Freiheit zu feiern, zu den Herrschaften nur ein einziges Wort: SCHANDE“. Dieser Beschluss des Europarates war die Folge Jahrzehnte langer Hetze gegen die Kommunisten und der Sowjetunion. Mit impertinenter Frechheit wird von diesen korrupten Lakaien des Großkapitals die kommunistische Bewegung verleumdet um damit die Verbrechen Hitlers und der Großmächte zu vertuschen. Der „Stalinismus“ ist das geeignete Mittel dazu sich an den Beschuldigungen zu berauschen. Mit einer Lizitationshysterie sondergleichen schwelgen diese kleinbürgerlichen „Historiker“ im Dienste des Kapitals in Millionensphären. 3,15, 30 Millionen soll Stalin umgebracht haben. Ein Naziblatt schreibt sogar von bis zu 100 Millionen. Erschreckend – nur hat das Ganze einen Haken – es gibt keine einzige offizielle Bestätigung, kein einziges Dokument das diese angeblichen Morde bestätigt. Unsere großen Erzähler haben alles nur geschätzt und natürlich gro0zügig geschätzt. Bei Schätzungen läuten bei einem ernsthaften Kritiker sofort die Alarmglocken. Schätzungen haben es so an sich, sie müssen nicht der Wahrheit entsprechen. Man kann seiner Phantasie freien Lauf lassen ohne dafür verantwortlich zu sein und hat dann auch noch die Ausrede, man hat sich eben geirrt. Das hat aber nichts mit ehrlichem Journalismus zu tun. das sind unredliche Arbeiten von Schmierfinken. Außer ihren Schätzungen haben sie keinen einzigen Beweis geliefert, weder ein offizielles Dokument und schon gar nicht ein Beweisfoto. Also müsste man logischer Weise folgern: Es gab sie gar nicht die Millionen Tote! Bleiben wir einmal bei der Logik! Trotz einer rationellen Vernichtungsindustrie war es den deutschen Faschisten nicht gelungen einige hunderttausend Leichen bis zum Einmarsch der Alliierten zu vernichten. In den KZs der Deutschen lagen noch Berge von Leichen von den 9 Millionen in KZ’s umgebrachten Menschen. Wo waren diese Berge von 15, 30 Millionen Leichen in der UDSSR? Wo haben sie die Russen versteck? Oder gab es sie gar nicht!? Die Mehrzahl de Gulags in denen angeblich diese Massenmorde der Russen passiert sein sollen, lagen zwischen der Polnischen Grenze und Moskau. Der Überraschungsangriff der Nazis auf die UDSSR erfolgte ohne Vorwarnung und fand auch deswegen keine massive Gegenwehr. Binnen kurzem stand das deutsche Heer vor Moskau. Der Überfall der Deutschen kam so überraschend, dass es gar nicht möglich war, wenn es Leichen gegeben hätte, diese verschwinden zu lassen Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass an jeder Front eine Menge Frontberichterstatter mit dabei waren und wie wild fotografiert haben. Für die deutsche Propaganda war jedes Mittel recht ihren Überfall zu begründen und Massengräber wären ein Fressen für sie gewesen Der „Völkische Beobachter“ hätte sich das nicht entgehen lassen und hätte Monate lang Gräuelnachrichten über die Sowjetunion gebracht. Aber das hat er nicht, denn es gab ja auch zum Leidwesen der heutigen „Historiker“ keine Bilder. Und wenn es keine Bilder gab, dann gab es auch logischer Weise keine Millionen von Leichen! Es gibt noch eine Reihe offener Fragen. Zum Beispiel Gorbatschow: Diese Gulagforscher behaupten sie können keine Beweise liefern weil sie der Kreml nicht frei gibt. Gorbatschow war von 1979-1980 Kandidat des Politbüros der KPdSU. Er gehört damit zu den 14 wichtigsten Männern der Sowjetunion. Von 1980-1991 war er Vollmitglied des Politbüros der KPdSU. In diesen Funktionen wäre es für ihn ein leichtes gewesen an diese Akte heranzukommen und sie als Begründung seines Verrates an der Sowjetunion verwenden und sie auch an seine westlichen Freunde ausliefern können. Hat er aber nicht., Also ein weiteres Indiz dass es keine Massenmorde gab. Wenn man schon die Russen die Öffnung ihrer Archive verweigern, was ist denn mit den Archiven der BRD und der DDR, Da müsste man sicher einen leichten Zutritt haben und etwas finden müssen mit dem belegt werden kann , dass in der UDSSR Berge von Leichen liegen. Die Deutschen waren doch lange genug in Russland. Oder gibt es dort auch keine Beweise von Massenmorden in der UDSSR? Um mir nicht nachsagen zu lassen, dass ich einseitig recherchiert habe, habe ich noch einmal den GOOGL durchgeackert. Ja da bin ich fündig geworden. Als britische Truppen im April 1945 das Konzentrationslager Bergen-Belsen erreichten, stießen sie auf sie Massengräber mit Hunderten Toten. NDR-de Stand: 13.04.2010 11:54 Uhr Die letzten Tage des KZ Bergen-Belsen von Britta Probol Das ist der Logik letzter Schluss: Weil es eben keine Massenmorde in der Sowjetunion gab muss man zu Fälschungen greifen und sich die Leichen aus den deutschen KTs holen.! Es ist so wie Mikis Theodorakis sagt, sie fälschen die Geschichte um die Verbrechen dieser verrotteten, faulenden kapitalistischen Gesellschaft zu vertusch oder sie mit den verlogenen Argumente der Massenmorde in Russland zu entschuldigen. In diesen Aktionen offenbart sich ihre schreckliche Angst vor einer revolutionären Bewegung, vor dem Sozialismus. Stalin und Stalinismus: Die Aufgabe dieses Absatzes ist es nicht, die Fehler Stalins zu beschönigen oder sie zu bagatellisieren, sondern zu untersuchen wieso es dazu gekommen ist. Stalinismus ist nicht nur die Schattenseite Stalins, Stalinismus bedeutet auch Sozialismus und kompromisslosen Kampf gegen den Imperialismus. Stalin war (…) ein großer marxistische-leninistischer Revolutionär. Er war Mitkämpfer der Oktoberrevolution und baute nach Lenins Tod in den folgenden dreißig Jahren den Sozialismus in Russland nach den Erkenntnissen des Dialektischen Materialismus auf. Nicht vergessen darf man seinen Einsatz bei den unterdrückten Völkern, das der kommunistischen Bewegung weltweit auftrieb gegeben hat. Um die Rolle Stalins im Aufbau des Sozialismus, des sozialistischen Staates zu verstehen, muss man die historischen Hintergründe in der Entwicklung des jungen Sowjetstaates beleuchten, denn daraus können die Fehler Stalins abgeleitet werden. Die Fehler Stalins, so schwer sie auch sein mögen, sind sozial, historisch, ja auch ideologisch und psychologisch begründet. Natürlich hat es in der sozialistische Union Tote gegeben, natürlich hat es Leichen gegeben es war ja Revolution. Der junge sozialistische Staat hatte viele Feinde. Die ganze kapitalistische Welt konnte ganz einfach nicht akzeptieren, dass hier eine neue, von der Arbeiterschaft geführte Gesellschaftsordnung entstehen sollte. 14 kapitalistische Staaten fielen über sie her um es zu verhindern. Selbstverständlich hat diese Verteidigung des Sozialismus Menschenopfer auf beiden Seiten gefordert. Aber sie in die Schuhe der Verteidiger zu schieben ist impertinent. Darüber hinaus gab es ja auch innerstaatliche Feinde. Die monarchistische Hierarchie der durch die Vergesellschaftlichung ihrer Fabriken und Ländereien die Möglichkeit genommen wurde das Volk weiter auszubeuten, wehrte sich und stellte diverse bewaffnete Brigaden und Divisionen auf. Eine dieser Division und zwar die Weißrussische hat sich der Hitlerarmee angeschlossen und gegen die Rote Armee gekämpft. Ist es nicht klar, dass es da kein Pardon für diese Landesverräter gab. Bei meinem Aufenthalt an der Ungarischen Front in Györ habe ich eine Gruppe dieser Weißgardisten angetroffen und sie im Bild links festgehalten In dieser Phase der Bekämpfung der Konterrevolution wurde die Wende Stalins successive eingeleitet. Nach dem ideologischen Sieg Stalins über die Trotzkisten, der Sinowjew - Anhänger und anderen Agenten der Bourgeoisie, hat er und die anderen Führern der KPDSU mit Unterstützung des Sowjetvolkes, Lenins Linie der Industrialisierung des Sowjetstaates und die Kollektivisierung der Landwirtschaft erfüllt. Auf dieser Linie hat die kommunistische Partei den Triumph des Sozialismus in der UdSSR herbeigeführt.... und es war daher ganz natürlich, dass der Name Stalins in der ganzen Welt hoch geehrt wurde.<* Diese Prominenz war bei Stalin nicht ohne Folgen geblieben. Er ignorierte den leninistischen Grundsatz des „Demokratischen Zentralismus“ dessen Prinzipien in allen Instanzen der Partei und des Staates angewendet werden musste und handelte willkürlich und selbstherrlich unter Ausschaltung der betroffenen Kollektive. Das traurige dabei war, dass er glaubte im Recht zu sein und jede Kritik als Angriff auf den Sozialismus wertete. Sein ständiger Kampf gegen die Einflüsse der Konterrevolution, seine Angst um den Bestand des Sozialismus ließen ihn nicht mehr erkennen was falsch und was richtig war. Eine Folgeerscheinung der Missachtung des „Demokratischen Zentralismus“! Aber auch viele seiner unmittelbaren Mitstreiter trugen alles dazu bei um den Personenkult um Stalin zu fördern, denn im Schatten seines Personenkults konnte man sich gut profilieren. Damit stellte sich auch die Frage, waren die Verbrechen alleinige Schuld Stalins? Haben da nicht auch diverse Speichellecker entscheidenden Anteil? Wurde da nicht auch gegen lästige Konkurrenten diskriminiert und intrigiert? Die Hauptschuld konnte man allerdings Stalin nicht absprechen. In seinem unerbittlichen Kampf gegen die Konterrevolution verletzte er auch teilweise die sozialistische Gesetzlichkeit ... so hat Stalin einerseits viele bestraft, die man bestrafen musste, andererseits hat er vielen ergebenen Kommunisten und ehrlichen Sowjetbürgern Unrecht zugefügt. <* Kann man daraus ableiten, dass da sozialistische System falsch ist und sich als Gesellschaftsordnung nicht bewährt hat? Natürlich nicht. Solange die Sowjetunion nach den ökonomischen Gesetzen des Marxismus geführt wurde, hat sie bewiesen, dass sie der kapitalistischen Profitgesellschaft weit überlegen war. Erst das Abweichen von diesen Gesetzen, erst durch den Verrat an den sozialistischen Prinzipien, hat zum Untergang der Sowjetunion geführt. Die Bourgeoisie versucht Stalins Fehler dem System zuzuordnen und bricht eine hysterische Hasskampagne vom Zaun und dichtet der Sowjetunion Millionen von Toden auf. Um nicht Missverstanden zu werden möchte ich noch einmal betonen, es geht mir nicht darum Verbrechen zu entschuldigen, denn ich finde wie jeder friedliche Bürger, dass jeder unschuldig Ermordete zuviel ist. Es geht mir darum maßlose Übertreibungen und Verleumdungen im Dienste der kapitalistischen Völkerverhetzung anzuprangen. ... in der Absicht, Verwirrung und Spaltung, in den Reihen der Kommunisten zu tragen, haben die Bourgeoisie des Westen und die rechten Sozialdemokraten absichtlich die Korrektur der Fehler Stalins als „Entstalinisierung“ gestempelt und als Kampf „antistalinistischer Elemente gegen „stalinistische Elemente hingestellt. Ihre böswillige Absicht liegt klar zutage. Unglücklicherweise haben ähnliche Anschauungen auch unter Kommunisten Boden gewonnen. Wir sehen es als äußerst gefährlich an, wenn Kommunisten solche Auffassungen vertreten.<* Diese Spaltung der kommunistischen Bewegung ist inzwischen längst vollzogen und diese Spalter machen ihr arbeiterfeindliches, teuflisches Werk unentwegt weiter. Einer der die Verbreitung der Hasstiraden gegen die Sowjetunion mit seiner Broschüre „Zwischen NKWD und GESTAPO“ (Auslieferung deutscher und österreichischen Antifaschisten aus der Sowjetunion an Nazideutschland 1937 bis 1941) publik gemacht hat, war Hans Schafranek, übrigens eine Schablone Walter Baiers, der mit Halbwahrheiten, Unwahrheiten und Fälschungen versucht hat die sozialistische Sowjetunion zu diskriminieren. Es würde zu weit gehen sich hier mit dieser ekelhaften Schandschrift die sich auf Kosten menschlichen Leids profilieren will, auseinander zu setzen. Diese enorm arbeitsaufwendige Aufgabe haben sich Lisl Rizi und Willi Weinert unterzogen. In ihrer Dokumentation „Österreichische Remigration aus der Sowjetunion“ (Ein Beitrag zur Opferdiskussion)** gelingt es ihnen den Hassprediger als Fälscher zu entlarven. Hier ein Beispiele: HS-S 72 Als „Weihnachtspräsent“ 1939 übergaben die Russen der deutschen Botschaft zwei Listen (61 Personen), unter denen 11 Österreicher waren; eine fünfköpfige Gruppe (Franz Koch, Josef Viska, Max Sowa, Julius Czagran jun., Julius Cza-gran sen.) war in Satka (Ural) ansässig gewesen, drei davon hatte man am selben Tag (16.2.1938) verhattet.P? Mit Czagran sen., einem Elektriker von Beruf, fiel der Gestapo im Rahmen des hier behandelten Komplexes erstmals ein Spitzenfunktionär der KPO in die Hand. Der gebürtige Grazer hatte in der kommunistischen Bewegung der Steiermark eine wichtige Rolle gespielt und war etliche Jahre Mitglied des Zentralkomitees der KPÖ gewesen.i“ WW-S 8 So ist Z.B. dieser hier als „spurlos verschwundener Altbolsehewik“ aufgelistete Julius Czagram nach Österreich zurückgekehrt und lebte in Graz. Er, der in der Sowjetunion sogar Deputierter in ei- nem Gebietssowjet war, arbeitete dann in der Andritzer Maschinenfabrik und war dort Werkmeister. Doch damit nicht genug. Nach dem Bild, das Schafranek entworfen hat, hätte der als Kommunist bekannte Czagram von den Nazis nun im Betrieb einer „Überwachung“ ausgesetzt sein müssen. Dem war nicht so. Seine illegale Tätigkeit für die KPÖ blieb unentdeckt.Z'v WW-S 30 Davon abgesehen, verlief der Lebensweg von Franz Koch nach seiner Ausweisung aus der Sowjetunion komplett anders. Wahr ist: Er kam nicht nach seiner Ausweisung aus der Sowjetunion vom Gefängnis in Lublin sofort ins KZ Dachau, sondern nach Graz, wo er wohnte. Bis 1943 arbeitete er in der Andritzer Maschinenfabrik und war als Kommunist im Widerstand tätig. Erst 1943 wird er von der Gestapo wegen seiner illegalen Aktivitäten für die KPÖ verhaftet und ins KZ Dachau eingewiesen, das er überlebt. SO) Auch ist er einer von vielen, die nicht zu jenen Rückkehrern zählten, von denen Schafranek behauptet, dass sie „von einem tiefen Hass gegen die stalinistische Despotie erfüllt gewesen“ waren. SI) Lüge, Betrug, Fälschung das sind die Waffen der Antistalinisten. Das sind die Waffen der Konterrevolution, die Waffen des Kapitalismus, denn nur durch Volksbetrug können sie ihre Macht aufrecht erhalten. Die Verteufelung der Kommunisten bedeutet gleichzeitig eine Verteufelung des Sozialismus und solange die Angst vorm Sozialismus besteht, findet diese menschenfeindliche, weltzerstörende Profitgesellschaft ihre Berechtigung. Die intellektuelle Menschheit hat längst begriffen, dass diese Gesellschaft die zivilisierte Welt in den Untergang führt, hat aber keine Alternative, aus Angst vor dem Sozialismus. * Auszüge aus der Stellungnahme Der KP - Chinas zur Entstalinisierungsfrage im Dezember 1956 ** Lisl Rizy I Willi Weinert Österreichische Remigration aus der Sowjetunion Ein Beitrag zur Opferdiskussion Zu beziehen per E-Mail: wiener.sternverlag@chello.at od.: Buchchandlung Hans Jauker, Wien 14, Sampog. 4 (Tel.: 985 97 77) Kommunisten-online am 27. Juli 2012 - Nicht alle Teile des von Genossen Vodicka verfassten Textes entsprechen der Meinung der Redaktion. Vor allem der Teil, der sich mit den angeblichen Fehlern Stalins beschäftigt. So meint der Autor, Genosse Stalin habe die Prinzipien des Demokratischen Zentralismus verletzt. Dem widersprechen wir entschieden. Zu Stalins Zeiten gab es eine breite Diskussion über alle relevanten Fragen der Entwicklung der UdSSR. Mal abgesehen von den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges – aber im Krieg ist solch eine Diskussion nur schwer möglich. Aber denken wir an die Stalin-Rede von 1941, als die faschistischen Truppen kurz vor Moskau standen. Damals sagte Stalin: „Es wäre aber lächerlich, die Hitlerclique mit dem deutschen Volke, mit dem deutschen Staate gleichzusetzen. Die Erfahrungen der Geschichte besagen, dass die Hitler kommen und gehen, aber das deutsche Volk, der deutsche Staat bleibt. Die Stärke der Roten Armee besteht endlich darin, dass sie keinen Rassenhass gegen andere Völker, auch nicht gegen das deutsche Volk, hegt und hegen kann, dass sie im Geiste der Gleichberechtigung aller Völker und Rassen, im Geiste der Achtung der Rechte anderer Völker erzogen ist.“ J.W. Stalin, BEFEHL DES VOLKSKOMMISSARS FÜR VERTEIDIGUNG Nr. 55, MOSKAU, 23. FEBRUAR 1942 Welch eine Größe! Stalin erklärt das, als deutsche Truppen tief in der Sowjetunion wüdeten, die Bodenschätze raubten, Einwohner der UdSSR als Arbeitssklaven nach Deutschland verschleppten, sowjetisches Land verwüsteten und deren Bewohner mordeten. Undenkbar, solche Worte aus dem Munde eines Churchill. Die Westmächte vertraten nch die Morgnethau-Pläne der Verwüstung Deutschlands nach dem Krieg. Die Stärke der Roten Armee waren nicht nur ihre Kanonen, Panzer und Gewehre, sondern vor allem ihre klare ideologische Ausrichtung, ihre kommunistische Erziehung und ihre Liebe zum Vaterland. Hier hat Stalin Großes geleistet. Er hatte die Mehrheit der Menschen der Sowjetunion auf seiner Seite und er wurde verehrt von der Arbeiterklasse aller Länder. Kann man das nur per Dekret erreichen? Kaum! Chruschtschow jedoch hat massiv diese Prinzipien des Demokratischen Zentralismus verletzt. Seine berüchtigte Geheimrede hat er ohne Wissen und Zustimmung des ZK gehalten und den Mitgliedern dieses Gremiums auch erst kurz vor der Rede zugänglich gemacht. Eine Verhinderung der Rede oder auch nur Änderungen waren somit fast unmöglich. Nur heftigste Intervention der marxistisch-leninistischen Mitglieder der Parteiführung hätten daran was ändern können – dazu aber fehlte denen der Mut. Die Kritik, die Genosse Vodicka an Stalin übt, muss er vielmehr an desseen Nachfolgern Chruschtschow und Breschnew und deren Spitze der KPdSU üben. Dass die Partei zum Sprungbrett für Karrieristen wurde, lag vor allem daran, dass es keine ideologische Diskussionen innerhalb und außerhalb der Partei mehr gab. G.A.

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