Dienstag, 5. März 2019

Frauenuntertrans* streiken am 8. März gegen die Agentur für Arbeit und das Jobcenter



"Mit einem Aufruf an diesem Tag auch gegen die Agentur für Arbeit und 
die Jobcenter zu demonstrieren, soll die Carearbeit von 
FrauenInterTrans sichtbar gemacht werden. Sie sind erwerbslos aber 
nicht faul. Sie leisten Erziehungsarbeit, sie pflegen Kranke oder ihre 
Angehörigen oder bringen sich sonst gesellschaftlich ein. Tätigkeiten, 
die nicht entlohnt und kaum berücksichtigt werden. Das ist nicht zu 
akzeptieren. Die Idee dahinter: Ein Bewusstsein schaffen, dass diese 
FrauenInterTrans ihren gesellschaftlichen Beitrag leisten. Und 
trotzdem wird dieses Engagement oftmals in den Arbeitsagenturen oder 
Jobcenter vollkommen ignoriert und daraus Vorwürfe konstruiert. 
Anerkannte Erziehungszeiten oder die Pflege von Angehörigen bei 
Pflegestufe 3, die eine Vermittlung in Trainingsmaßnahmen oder in eine 
Tätigkeit für diesen Zeitraum eigentlich ausschließt, ist plötzlich 
ein Fremdwort. Der Aufruf kann in den Briefkasten der Behörden 
eingeworfen werden oder per Post, Fax oder Mail versendet werden. 
Diese Aktion ist u.a. im Frauen* und Queer Streik Berlin eingebunden." 
Aufruf vom 1. März 2019 von und bei Inge Hannemann
http://inge-hannemann.de/internationaler-frauentag-aufruf-zum-streik-wenn-wir-die-arbeit-niederlegen-steht-die-welt-still/

Siehe ebd. das Flugblatt  zur Aktion (pdf): "... Sehr geehrte*r 
Agentur für Arbeit und Jobcenter Mitarbeiter*in, wir sind ALG I und 
ALG II Beziehende. Wir arbeiten hart. Täglich. Wir leisten nicht 
entlohnte Arbeit indem wir Kochen, Putzen, Aufräumen, uns um Kinder 
kümmern. Wir pflegen Kranke oder alte Angehörige. Wir sind 
Arbeiter*innen und keine »Sozialfälle«. Das Geld, welches uns zusteht, 
reicht zum Leben nicht aus. Das Geld reicht nicht für eine 
kindgerechte Kindheit aus! Bei Terminen werden wir behandelt wie 
Schmarotzer. Wir werden unter Druck gesetzt, uns werden Maßnahmen 
aufgezwungen, die nichts mit unseren Bedürfnissen zu tun haben. Wir 
werden verdächtigt hier und da keine richtigen Angaben gemacht zu 
haben. Alles muss auf den kleinsten Cent begründet und bewilligt 
werden. Unsere Fähigkeiten und Wünsche werden nicht berücksichtigt. 
Wir sollen wie Maschinen in einem System funktionieren, nicht 
aufmucken und uns so sehr schämen, dass wir jeden Job, zu den 
schlechtesten Bedingungen annehmen, nur um vom Jobcenter los zu 
kommen. (...) Wie haben Sie heute die Person, die vor Ihnen als 
»Kund*in« sitzt, behandelt? Sie haben als Jobcenter-Mitarbeiter*in 
einen Ermessensspielraum. Nutzen Sie diesen in unserem Sinne!..."
http://inge-hannemann.de/wp-content/uploads/2019/03/Jobcenter_Final-Kopie_08032019_Frauenstreik.pdf

Siehe weitere neue Aufrufe, Termine und Artikel im Dossier
http://www.labournet.de/?p=144479

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen