Dienstag, 2. Januar 2018

Ryanair gezwungen, erstmals mit Gewerkschaften zu verhandeln: Aktie im Sinkflug, erster Streik



Es wäre ja fast eine Weihnachtsgeschichte geworden: Zum Fest – und für 
seinen reibungslosen Ablauf im Reise-Sinne des Unternehmens – hatte 
sich Mr. O’Leary erstmals herab lassen müssen, mit Gewerkschaften zu 
verhandeln, zumindest: Sich an einen Tisch mit ihnen zu setzen. Aber 
kein Charles Dickens schrieb über seine Wandlung, sondern die 
Aktionäre stoßen seine Papiere ab. Klar: Gewerkschaften gehen ans 
Geld. Beschäftigte, die unverschämter Weise auch noch von ihrer Arbeit 
leben wollen – sowieso. Ryanair ist gezwungen, zu verhandeln – oder, 
zumindest, so tun, als ob. Weil in Portugal, Spanien, Italien, 
Großbritannien und Irland Piloten und Kabinencrews rebellierten, auch 
in der BRD Unmut massiv wurde und nun hierzulande zum ersten Streik 
der Unternehmensgeschichte führt... (Wie sich das seit einiger Zeit 
anbahnte, kann in der LabourNet Rubrik zu Ryanair ausführlich 
nachgelesen werden…) Während die irische Gewerkschaft Impact den 
beschlossenen Streik nach Erfüllung ihrer Forderung nach schriftlicher 
Anerkennung erst einmal „vorübergehend“ aussetzte, hat VC in der 
Bundesrepublik für heute zum Warnstreik aufgerufen Zur jüngsten 
Entwicklung der Unternehmenshaltung unsere kommentierte 
Materialsammlung „Erzwungene Verhandlungen bei Ryanair“ vom 21. 
Dezember 2017, in der auch die verschiedenen Faktoren der letzten 
Monate nochmals berücksichtigt werden, von den massenhaften 
Kündigungen der Piloten bis zu mindestens teilweise erfolgreichen 
Klagen von Kabinenbesatzungen
http://www.labournet.de/?p=125749

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