Mittwoch, 24. September 2014
Oi Polloi - Interview
Hallo!
Da mir die ganze ANtisemitismusdebatte tierisch mit der Band Oi Polloi tierisch auf den Keks geht , bitte ich euch mal genau dieses Interview zu lesen.
Gewisse hardliner machen hier einen Rufmord an einer der genialsten Anarchobands die es je in Europa gab.
LG Wahnfried
Bei eurer letzten Deutschland-Tour gab es ja ein paar Probleme mit Antisemitismus Vorwürfen. Ein paar Leute haben es dir übel genommen, dass du in Freiburg eine Israel Fahne verbrannt hast. Wie stehst du denn in diesem Konflikt?? Stehst du da voll auf der Seite der Palästinenser?? Kannst du Leute die Israel unterstützen überhaupt nicht nachvollziehen??
Vielen Dank, daß du uns das fragst, denn wir sind sehr dankbar für die Gelegenheit, zu diesem Thema auf unsere Kritiker reagieren zu können. Unsere Position lautet folgendermaßen: Jeder Arsch, der gegen eine bestimmte Minderheit Haß schüren will, wie in diesem Fall dem jüdischen Volk, hat eine gehörige Tracht Prügel nötig. Wir sind total gegen Antisemitismus und überhaupt gegen jeglichen Rassismus. Die Schrecken der Shoah oder des Holocaust dürfen nie, nie wieder stattfinden, und jede Art rassistischer Ideologie, die uns zu etwas ähnlich Furchtbarem wie diesem führen könnte, muß massiv bekämpft werden, bevor sie noch mehr Geister vergiften kann. Aus diesem Grund sind wir seit Jahren aktiv an antifaschistischen Aktivitäten beteiligt und können die Wichtigkeit von physischem Widerstand gegen Faschismus gar nicht genug betonen. Jeder, der auf einem unserer Gigs war, weiß, daß wir uns stets zu diesem Thema äußern, und auch ein ganz kurzer Blick auf unsere Texte von Songs wie ?Nazi Scum" und ?Let the Boots Do the Talking" zeigt, wie wir zu diesem Thema stehen. Unser Song ?Bash the Fash" erwähnt eindeutig die Judenverfolgung der Nazis und fordert die Hörer dazu auf, die Fehler der 30er Jahre nicht zu wiederholen, nämlich der Verfolgung tatenlos zuzuschauen – und unsere Anmerkungen zu ?Let the Boots Do the Talking" rühmen die jüdischen Kämpfer des Aufstands im Warschauer Ghetto. Worte allein zählen natürlich nicht so viel wie Taten, weshalb wir auch versuchen – obwohl keiner von uns eine Schlägernatur ist – unseren Worten Taten folgen zu lassen. Diese kranken Wichser müssen aufgehalten werden und das liegt an uns. Krank ist das einzige Wort, das wirklich auf die zutrifft – wie sonst könnte man die Faschisten beschreiben, die in York zu demonstrieren versuchten, um das Massaker an der jüdischen Bevölkerung im Mittelalter zu feiern? Wir waren damals da, um es mit ihnen aufzunehmen. Als wir mal in Estland waren und ein paar ortsansässige Nazi-Boneheads uns so ?ne Scheiße erzählen wollten, von wegen wie die Juden ihr Land regieren und ausgerottet werden sollten, nahmen wir es auch mit ihnen auf und mehrere von den Wichsern mußten sich daraufhin erst mal im Krankenhaus behandeln lassen. Jeder der uns trotz alledem als antisemitisch hinstellen will, muß mehr als nur ein bißchen verwirrt sein und weiß offensichtlich nicht allzuviel über uns. Wenn sie sich dazu bequemt hätten, unsere Texte zu lesen, hätten sie vielleicht gemerkt, wo wir stehen – wie würden sie die Texte erklären? Wie würden sie erklären, daß wir, wenn wir denn antisemitisch wären, letztes Jahr daran beteiligt waren, Geld für ein alternatives soziales Zentrum in Israel aufzubringen? Wie würden sie erklären, daß wir zusammen mit der israelischen Punkband Useless ID gespielt haben und sogar vorhatten, ein paar Gigs mit ihnen in Israel zu geben? Wie sie die Tatsache erklären, daß wir vor Jahren den britisch-jüdischen Anarcho-Rapper Jacob Lagnado mit auf Tour genommen haben? Oder daß seine Schwester Alice was mit uns aufgenommen hat und auf unserer ?Six of the Best"-CD erscheint (ganz nebenbei bemerkt die CD, auf der vorne drauf eine Faust abgebildet ist, die ein Hakenkreuz zerschlägt, neben den Worten ?smash racism smash fascism")? Das paßt wohl nicht ganz zu ihren Abschuldigen, wir würden die Vernichtung der jüdischen Rasse wollen, oder? Genaugenommen ist es dermaßen beschissen blöd, das zu behaupten, daß ich eigentlich gar nicht meine Zeit damit verschwenden sollte, auf solche idiotischen Anschuldigungen zu antworten. Das ist genau wie der andere Vorwurf, den so ein Pimmelkopf in Freiburg an uns gerichtet hat, demzufolge wir, weil wir nie eine saudische Flagge verbrannt haben, offensichtlich die kompromißlose islamische Scharia-Gesetzordnung unterstützen! Was fur ein Idiot! Wir haben absolut kein Problem damit, wenn jemand eine Saudiflagge abfackelt, aber wir sehen das nicht gerade als eine unserer Prioritäten bei unseren Shows, da wir dem Publikum genug Intelligenz zutrauen um selbst zu sehen, was diese Art von religiösem Fundamentalismus für eine Scheiße ist. Es fällt mir schwer zu glauben, daß jemand wirklich glauben könnte, daß wir islamische Hardliner sind! Das ist so was von blöd, daß ich nicht weiter darauf eingehen werde. Ich sollte es eigentlich auch nicht nötig haben, unsere antifaschistische Glaubwürdigkeit noch einmal darzulegen, aber wir verstehen natürlich die besondere Lage, in der die Deutschen bezüglich eurer Rolle in der Shoah sind. Wir sind natürlich sehr froh darüber, daß so viele der deutschen Punks fest dazu entschlossen sind, daß so etwas nie wieder passieren darf, und wir sind uns des Wachsens der Neonazi-Bewegung, besonders im Osten, bewußt – und auch derer, die die israelische Okkupation als einen Vorwand benutzen, um in ganz Europa antijüdischen Haß aufzurühren. Diesen Scheißern gehen die Leiden der Palästinenser natürlich am Arsch vorbei, die für sie vermutlich eh nur ?dreckige Araber" sind. Ein gutes Beispiel dafür könnte der Holocaust-Leugner David Irving sein, der vor kurzem nach Edinburgh umziehen wollte. Wir waren natürlich an der Kampagne gegen ihn beteiligt, aber ratet mal, wer die Kampagne organisiert hat? Die Edinburgh Palestinian Solidarity Campaign (deren erstes Mitglied übrigens ein jüdisches Individuum war). Ich würde was drauf wetten, daß das eine Menge Leute in der deutschen Linken überraschen würde, nach dem Müll, den wir von ihnen zum Thema der Palästinenser gehört haben, und da scheiden sich auch die Wege mit einer Menge der Leute, die wir in Deutschland getroffen haben. Ich würde sagen, daß eure Geschichte und die resultierenden Schuldgefühle und die Entschlossenheit, daß die Judenverfolgung nie wieder passieren sollte, bewirken, daß viele deutsche Punks die Situation nicht mehr objektiv beurteilen können. Wie sonst soll man erklären, daß es bei uns möglich ist, daß Palästinenser und Juden zusammen für den Frieden arbeiten können, in Deutschland aber fast die ganze ?anarchistische" oder linke Literatur, die wir zum Thema gelesen haben, fast alle Palästinenser als verrückte ?fascho-islamistische Mörder" darstellt (® direktes Zitat von einem Plakat in Freiburg)? Wie kommt es, daß in ganz Europa alle politischen Squat-Zentren etc. in jedem anderen Land voller Zeug zur Unterstützung der Rechte der Palästinenser sind, und bloß in Deutschland jegliche Kritik an Israel als irrationaler Judenhaß verurteilt wird? Hört mal, wir wollen Frieden und Gerechtigkeit im Nahen Osten und wir haben sowohl jüdische als auch palästinensische Freunde und interessanterweise sind unsere Freunde in Israel total gegen die Okkupation (einer von ihnen der in Deutschland auf Urlaub war hat gesagt dass die Deutsche Punx wenn sie uber Israel und Palestina sprechen "generally pretty fucked up" sind ) und unsere palästinensischen Freunde sind weder Moslems noch ?Faschisten". Die deutsche Linke muß aufhören, diese Sache so vereinfacht zu betrachten. Viele von ihnen scheinen in der Tat alles, was Israel macht, durch die rosarote Brille zu sehen, und eine fast schon Ami-mäßige Sicht der Araber als ausschließlich verrückte islamische Mörder geschluckt zu haben. Das Ergebnis davon ist, daß eine Menge Leute, die sich selbst wohl als Antirassisten sehen würden, die gleiche Scheiße labern, die bei objektiver Betrachtung wirklich nur als rassistischer Dreck beschrieben werden könnte. Damit meine ich einiges von dem widerlichen antiarabischen Rassismus, den wir in dem Zentrum, in dem wir in Freiburg spielten, sahen. Als wir ankamen, schauten wir uns oben ein bißchen um und fanden diese Plakate für eine Demo – von denen das erste gleich ?Solidarität mit Israel!" forderte, was dich offensichtlich nicht überraschen wird, aber da wir nicht aus Deutschland kommen, dachten wir zuerst ehrlich, daß sei eine Art Witz – vergiß nicht, wir kommen nicht aus Deutschland und der Rest der europäischen Anarcho-Linken findet die Vorstellung, Solidarität zu zeigen für einen Staat, der das Gebiet der einheimischen Bevölkerung internationaler Verurteilung zum Trotz besetzt hält, ein enormes Arsenal chemischer, biologischer und nuklearer Waffen besitzt, regelmäßig Folter, außergerichtliche Ermordungen und kollektive Strafmaßnahmen gegen Zivilisten (oder ?berechtigte Sicherheitsmaßnahmen", dem Berliner ?anarchistischen" Zine ?Interim" zufolge) ausübt, Friedensaktivisten niederschießt (ich sehe die Israeli Soldaten haben diese Woche jetzt auch ein Israeli Friedensaktivist erschossen - bei einem Demo gegen diese sogenante "Sicherheitsmauer") oder mit dem Bulldozer zu Tode walzt, Kinder inhaftiert, etc. etc. – wir finden das ziemlich krank – aber dann fanden wir noch mehr Zeug, etwa ?Antifa"-Aufkleber, auf denen stand, ?Coole Kids tragen keinen Keffiyeh", was der typische Palästinenserschal ist – was zum Teufel??? Stell dir vor, darauf hätte es geheißen, ?Coole Kids keine Kipa" oder etwas wie ?Coole Kids tragen keinen Turban" – welches blöde Arschloch auch immer sich diesen wundervollen antifaschistischen Slogan ausgedacht hat, sollte sich echt langsam mal wieder einkriegen – aber es kommt noch schlimmer. Neben den anderen Plakaten mit Zeug über die ?Fascho-islamistischen Mörder" gab es auch eines, auf dem einfach nur ?Fuck the Palestinians" stand – das ist so was von krank; ich würde gerne mal die Erklärung hören, die die Leute von dem Zentrum zur Verteidigung von einer dermaßen abstoßenden Einstellung aufbringen wollten. Wir konnten das kaum glauben und zerfetzten die meisten dieser Plakate, bis auf eines, das wir für unser Set behielten. Durch dieses Zeug merkten wir erst, wie verquer in Deutschland anscheinend alles geworden ist, bezüglich dieses Themas, so daß es bei euch vermeintliche ?Anarchisten" wie diese ?Interim"-Idioten in Berlin gibt, die Haft ohne Gerichtsverfahren, Kollektivbestrafungen, Folter und die systematische Demütigung palästinensischer Zivilisten als ?gerechtfertigte Sicherheitsmaßnahmen" verteidigen, und für fast alles, das wir angeblich bekämpfen sollen, wie Atomwaffen, Militärdienst, das Herumtrampeln auf den Rechten einheimischer Völker, etc. muß für Israel eine Ausnahme gemacht werden. Scheisse. Folter ist falsch, Rassismus ist falsch und auch die furchtbaren Leiden der Juden unter Hitler rechtfertigen das nicht. Du mußt verstehen, wie dieser Umgang der deutschen Linken mit dieser Sache auf uns wirkt. Vergiß nicht, da wo wir herkommen (dem UK), ist der einzige Ort, an dem du ?Solidarität-mit-Israel"-Plakate und den Davidsstern gehißt sehen wirst, ist in den Teilen Nordirlands, die von rechten protestantischen paramilitärischen Todeskommandos kontrolliert werden, denn die sehen sich als in einer ähnlichen Lage wie die israelischen Siedler, da sie gegen einheimische Guerillas oder ?Terroristen", wie sie dazu sagen würden, kämpfen und deshalb die Flagge Israels neben ihrem eigenen ekelhaften Emblem der ?Red Hand of Ulster" gehißt haben. Diese Gruppen verfügen über wohldokumentierte Verbindungen zu rechtsradikalen Organisationen auf dem Festland und haben die gleiche Art gestörter religiöser Vorstellungen wie ein gewisser Teil der Siedler. Uns ist klar, daß das ein paar von den Lesern überraschen könnte. Egal, kommen wir zum eigentlichen Thema zurück, es gibt einen gewissen antienglischen Rassismus in Schottland (ich erinnere mich daran, daß ich auf der Schule wegen meines englischen Akzents verprügelt wurde, als ich jung war), aber als wir Thatcher kritisierten, taten wir das nicht, weil sie Engländerin war – wir taten das, weil sie ein verdammt übler Bastard ist. Es gibt auch sehr viel Rassismus gegen Afrikaner in Großbritannien, aber wenn wir die nigerianische Regierung wegen ihrer Unterdrückung des Stammes der Ogoni kritisieren, tun wir das nicht, weil wir schwarze Menschen hassen würden. In Großbritannien hört man auch manchmal rassistische Sprüche über Chinesen, aber als wir gegen das waren, was in Peking auf dem Platz des Himmlischen Friedens passierte, als die Demonstranten von der Armee umgebracht wurden, war das nicht, wegen einer rassistischen Haltung gegenüber Asiaten, sondern weil das ein schreckliches Verbrechen war. Genauso, wenn wir Scharon kritisieren, tun wir das nicht, weil er ein Jude ist, sondern weil er ein rechter rassistischer blutdürstiger Kriegsverbrecher ist, der für den Tod 1000er Leute verantwortlich ist. Interessanterweise haben uns die Leute in Freiburg auch deshalb angemacht, weil wir Scharon als Kriegsverbrecher bezeichneten, und sagten, daß müsse ich wohl in einer deutschen Boulevardzeitung gelesen haben. Tatsächlich hab ich das aus dem israelischen Bericht demzufolge er verantwortlich ist für den Tod der palästinensischen Flüchtlinge in den libanesischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila und wegen dem er seinerzeit von seinem Ministerposten zurücktreten mußte. Seine blutige Geschichte reicht aber noch weiter zurück. 1953 führte Scharon persönlich einen Überfall auf das jordanische Dorf Qibya durch, bei dem 69 Menschen ums Leben kamen (mehr als 40 davon waren Frauen und Kinder), im Februar 1955, nachdem ein israelischer Radfahrer getötet worden war, führte er einen weiteren Angriff auf die ägyptischen Stellungen im Gaza, bei dem 39 Menschen starben (die unverhältnismäßige Art dieser Reaktion spielte eine große Rolle darin, Nassers Mißtrauen gegenüber den Israelis zu nähren und damit den Weg für den späteren Krieg zu bereiten), 1982 startete Scharon nach der Verwundung eines israelischen Diplomaten in London als Vergeltung die Invasion des Libanon – Tausende starben und weitere Tausende wurden verstümmelt und verletzt als die Israelis Beirut belagerten und bei ihrem Angriff Napalm und andere Chemiewaffen wie z.B. Phosphorbomben verwendeten. Unglaublicherweise versuchten uns viele von diesen Leuten, die wir in Deutschland trafen, zu erzählen, daß Israel nur den Frieden wolle und erzählten uns, wie ?die Araber dreimal (!!) in Israel eingefallen" seien – tja, nee, ich denke, das war ein bißchen anders – versucht?s mal anders herum – 1956 fiel Israel mit britischer und französischer Unterstützung in Ägypten ein, 1967 überfiel Israel Ägypten, Syrien und die West Bank und Gaza (was auch zum 1973er Krieg führte, als Ägypten versuchte, das Gebiet zurückzubekommen, das es verloren hatte) und 1982 marschierte Israel in den Libanon ein. Ganz zu schweigen von der terroristischen Bombenkampagnen seitens israelischer Agenten in Ägypten im Jahre 1954, als sie eine ganze Serie von Bombenanschlägen gegen britische und US-amerikanische Ziele wie Büchereien und Kinos etc. durchführten, um einen Keil zwischen Ägypten und den Westen zu treiben. Kein Wunder, daß so viele Araber gegenüber Israel mißtrauisch sind. Das ist kein hirnloser Antisemitismus – das ist das Ergebnis bitterer Erfahrung. Trotzdem versuchen diese Leute, uns glaubhaft zu machen, daß der Ärger in der Region gänzlich das Produkt des irrationalen Hasses der Araber auf die Juden ist. Es gab gewiß Fälle von arabischer Gewalt gegen die Juden, wie das Blutvergießen, das die Briten im Irak als Teil ihrer typischen ?Teile-und-herrsche?-Politik entfachten, aber im Großen und Ganzen hatten die Juden und Araber in der Region jahrhundertelang friedlich Seite an Seite koexistiert, bis die massive jüdische Einwanderung begann und es offensichtlich wurde, daß es das Ziel der Zionisten war, Palästina zu übernehmen und die einheimische Bevölkerung zu vertreiben. Hier sollten wir vielleicht eine interessante Geschichte erzahlen und zwar die Geschichte von dem Arabischen Dorf Kafr Bir'im. Die Leute die dort wohnten hatten immer ein gutes Verhaltnis mit den Juden und als die Gebiet unter der Britische Macht war hatten sie ganz viele Judische Fluchtlinge geholfen nach Palestina zu kommen. In Oktober 1948 haben die Judische Soldaten aber das Dorf besetzt und am 13 November haben sie die Einwohner rausgeworfen. Die Einwohner hatten dann absolut nichts aber statt Gewalt zu benutzten haben sie versucht ihr Dorf friedlich durch die Israeli Gezetze zuruck zu kriegen - es gab einen Prozess und das hat bis 1953 gedauert. Endlich haben sie dann gehort, dass sie das Dorf am 16 September zuruck kriegen wurden. An diesem Tag haben die Israeli Luftwaffe aber gesagt, dass das Dorf jetzt eine Bombenangriffsubungsgebiet war und die Palastinenser konnten nur zuschauen als die Israelische Luftwaffe das ganze Dorf mit Bomben total zerstort hatte. Ich frag dich, wie hattest du darauf reagiert wenn sowas zu deinem Dorf passiert ist? Fur uns ist es kein Wunder, dass die Palastinenser zuruck kampfen. Keiner von den Leuten, mit denen wir in Deutschland redeten, schien aber von diesen beiden Seiten der Geschichte wirklich zu wissen, und wir waren schockiert von dem unglaublichen Unwissen von beinahe allen von denen, die mit die rechthaberischsten Ansichten zu dem Thema vertraten. Keiner schien Bescheid zu wissen über die israelische Anwendung von biologischer Kriegsführung gegen arabische Dörfer schon in den 1940er Jahren, von den israelischen Gasangriffen auf das Flüchtlingslager Khan Younis, von den israelischen Versuchen, einen biologischen Kampfstoff zu entwickeln, der nur Araber treffen sollte (1998 von dem israelischen Knesset-Mitglied Dedi Zucker als ?monströs" aufgedeckt), von der israelischen Zerstörung der Ernte der einheimischen Beduinen in der Wüste Negev mittels chemischer Entlaubungsmittel, als die Scharon-Regierung versuchte, sie aus der Gegend zu ?transferieren", von dem Massaker an Palästinensern des rechten Siedlers Baruch Goldstein, von dem Absturz einer El Al-Maschine in Amsterdam, der einen tödlichen Ausstoß von Chemikalien, die im israelischen Chemiewaffenprogramm verwendet wurden, verursachte, von den Bombenangriffen auf palästinensische Schulen durch israelische Siedler und israelische Terrorgruppen wie Nikmat Olalim, etc. etc. – all diese Informationen sind dokumentiert und verfügbar. Wenn ihr über so etwas euer Maul aufreißen wollt, recherchiert verdammt noch mal vorher ein bißchen. Aber schließlich gibt es niemanden, der blinder ist, als die, die nichts sehen wollen, und das würde ja nicht in eure romantische antifaschistische Phantasie passen. Wie viele von diesen Leuten kennen denn überhaupt irgendwelche Palästinenser oder Israelis bzw. waren selbst schon einmal dort, um sich die Sache selbst anzuschauen? (Und ja, ein paar Mitglieder unserer Band waren schon in Israel.) Es ist schon scheiße einfach für irgendein Kid in Südwestdeutschland, sich darüber auszulassen, wie böse die Palästinenser doch sind und wie die Israelis doch nur Frieden wollen etc. und daß die Palästinenser nicht das Recht haben sollten, zu ihren Häusern zurückzukehren, die sie in der Naqba (der Katastrophe) von 1948 verloren, aber es wäre etwas verdammt anderes, wenn es IHR wärt, die im stinkenden Flüchtlingslager mit offener Kanalisation, Hungerrationen, keinerlei Hoffnung auf einen Job oder eine Zukunft oder die Möglichkeit wegzuziehen leben müßtet, und mit der täglichen Demütigung durch fremde Soldaten, die Mitglieder eurer Familie getötet und verstümmelt haben – wie würde euch das verdammt noch mal gefallen? Was würdet ihr tun? Wißt ihr was, niemand würde diese Frage beantworten, außer ein paar Leuten, die versuchten zu sagen, die Probleme der Palästinenser seien alle auf den Islam zurückzuführen! Ja, klar! Wißt ihr noch was, wenn einer von euch Leuten, die so ein Zeug von sich geben, euch wirklich mal die Mühe machen würdet, mit ein paar israelischen Punks Kontakt aufzunehmen, würdet ihr merken, daß sie eure Ideen nicht teilen. Ja, die Leute, die tatsächlich dort leben, wissen es besser als ihr – und wollt ihr wissen, was sie denken? Kuckt mal auf die Website der israelischen Punkband Dir Yassin, z.B., besonders diesen Teil: http://www.angelfire.com/il/deiryassin/ethnic_cleansing.html
Sie stehen mit dieser Meinung beileibe nicht alleine da, und es ist auch interessant, daß, während meine andere Band Kansalaistottelemattomuus aus Finnland auf der Tour in Deutschland angemacht wurde wegen unserer 7", auf der es einen Song über die israelische Okkupation gibt und deren Cover das Photo eines arabischen Jungen zeigt, der sich vor lauter Angst in die Hose gepißt hat und von israelischen Soldaten weggeschleppt wird, wir von Leuten aus Israel selbst wirklich positive Reaktionen bekamen, da viele Leute es mochten und froh darüber waren, daß endlich jemand etwas zu dem sagte, was in ihrem Namen passierte. Eine andere Sache, die ich hier vielleicht erwähnen sollte, ist daß uns Leute anmachten weil wir zum Boykott Israels aufgerufen haben, was laut ihnen bedeutet, wir wollten die Zerstörung des Landes. Was wir wollen, ist das ENDE der Zerstörung (ich bin z.B. nicht einverstanden mit der Band, die den Song ?Burn Israel Burn" geschrieben hat – ich finde, wir haben alle schon mehr als genug Brand im Nahen Osten gesehen) und wir sehen einen Boykott als einen Weg, Druck auf Israel auszuüben und die illegale Besiedlung palästinensischen Landes zu erschweren. So lange diese illegalen Siedlungen dazu in der Lage sind, ihr notwendiges finanzielles Einkommen durch die Waren zu beziehen, die sie mit der stillschweigenden Duldung der israelischen Regierung unter dem Siegel ?Produce of Israel" exportieren, muß der Boykott weitergehen. Das ist unsere Antwort auf die Okkupation – wir unterstützen natürlich keinesfalls die Bombenattentate auf Restaurants oder dergleichen, die nicht nur schrecklich sind, sondern noch dazu Scharon genau in die Hände spielen und ihm eine Ausrede liefern, sein brutales Vorgehen gegen die Palästinenser und die vollkommene Zerstörung ihrer Gesellschaft fortzuführen, im Rahmen seiner Versuche, sie zu vertreiben und ein ?Großisrael" zu schaffen. Wir treten ein für die Solidarität mit den israelischen Friedensaktivisten, politischen Gefangenen wie Mordechai Vanunu und den Totalverweigerern und das haben wir auf dem Gig auch sehr klar gesagt, nachdem wir die Plakate gesehen hatten. Um das zu betonen und unsere Ablehnung der Forderungen nach Solidarität mit dem israelischen Staat zu demonstrieren, verbrannten wir eines der ?Solidarität-mit-Israel"-Plakate. Im Kontext unserer vorhergehenden Statements zu Antifaschismus und dem Lob des jüdischen Aufstands im Warschauer Ghetto und Aufforderungen zur Unterstützung israelischer Friedensaktivisten an dem Abend könnte nur jemand, der uns absichtlich falsch verstehen wollte, versuchen, das als Antisemitismus darzustellen – zumal das alles in verständlichem Deutsch geschah. Was jetzt den Spruch, die Israelis seien die Nazis von heute, angeht, so habe ich natürlich nie etwas dergleichen gesagt (so eine Verallgemeinerung wäre verdammt lächerlich), und tatsächlich war das einzige Mal, daß ich das Wort ?jüdisch" in den Mund nahm, war um die Juden zu rühmen, die im Warschauer Ghetto-Aufstand gegen die Schlächter von der SS kämpften. Was ich jedoch sagte, war daß etwas sehr falsch sei im Staate Israel, als die israelische Tageszeitung Ha?aretz einen Armeeoffizier zitierte, der sagte, die israelische Armee könne und solle von den Taktiken, die die Nazis bei der Eroberung des Warschauer Ghettos anwandten, lernen und diese selbst bei der Übernahme von dicht besiedelten Palsätinensergebieten wie der Nablus Casbah oder dem Flüchtlingslager Jenin anwenden. Unsere Freiburger Kritiker schienen kein Problem damit zu haben, daß die Israelis Taktiken der Nazis aufgriffen oder mit der Tatsache, daß Ha?aretz darüber berichtete – die sind einfach nur darüber wütend geworden, daß ich es erwähnte. Es ist immer dasselbe; erwähne Folter von israelischer Seite, und die Folter ist nicht das Problem – du bist es, weil du ja ?antisemitisch" bist; erwähne ihre Kollektivstrafen gegen Zivilisten, und das ist dann auch nicht das Problem – das bist du, weil du ?antisemitisch" bist – eine recht bequeme Art, um berechtigte Kritik zum Schweigen zu bringen. Das gestaltet sich dann aber schon schwieriger, wenn die Kritiker selbst zu den Millionen jüdischer Menschen weltweit gehören, die gegen die Politik Israels sind und den unbestreitbaren Rechtsruck in der israelischen Politik sehen. Wie sagte doch vor kurzem ein jüdischer Kommentator, ?My parents were murdered by jackbooted Germans and now they are commemorated by jackbooted Israelis". Im Grunde genommen könnte ich fortfahren mit der israelischen Bombardierung von Wohnblocks aus der Luft, um einen Verdächtigen zu treffen und dabei über 100 Verstümmelte und Verletzte zurückzulassen, ganz zu schweigen von 12 Toten; von der Entwurzelung 100 Jahre alter Olivenhaine; damit, wie ein israelischer Geheimdienstoffizier vors Kriegsgericht gestellt wurde, weil er sich weigerte, Zivilisten zu Zielen zu machen; der Ermordung von Journalisten, Krankenwagenpersonal und sogar UN-Mitarbeitern; der absichtlichen Tötung von Friedensaktivisten in den letzten Monaten; dem Plattwalzen von Wohnhäusern und Geschäften; der ständigen Demütigung durch die Besatzung; verhaftete Palästinenser dazu zu zwingen, sich ihre eigene Folterart auszusuchen; etc. etc. – ihr könnt ja gerne zur Solidarität mit so was aufrufen – wir allerdings finden das genau so abstoßend wie ein Hamas-Bombenattentat auf unschuldige israelische Zivilisten. Jawohl, die Deutschen haben eine besondere Verantwortung wegen dem, was unter den Nazis geschah, aber diese Verantwortung bedeutet nicht, alles zu rechtfertigen, was Israel tut, mag es noch so brutal oder nicht zu verteidigen sein – es ist die Verantwortung, nie wieder wegzusehen, wenn rassistische rechte militaristische Ideologien schwächere Gruppen unterdrücken. Ja, Solidarität mit dem jüdischen Volk gegen Antisemitismus, aber Solidarität mit dem Israel Scharons und seiner Regierung von ethnischen Säuberern??? Seht bitte nicht über das hinweg, was sie tun, denn die eine Sache, die alles charakterisierte, was unsere deutschen Kritiker sagten, war eine komplette Gleichgültigkeit gegenüber den Rechten und der Lage des einheimischen palästinensischen Volkes – manche Leute wollten sogar tatsächlich behaupten, die Palästinenser existierten in Wirklichkeit gar nicht – so ähnlich wie in der Türkei, wo man die Existenz der Kurden ablehnt, die lediglich als ?Bergtürken" gesehen werden. Es gibt soviel mehr, das ich zu dem Thema gern sagen würde, aber wenn wir so weiter machen, dann gibt es kein Ende. Nur noch mal grundlegend, diese Sache ist nicht so schwarzweiß, wie viele deutsche Linke es sehen (vergiß nicht z.B., daß die Zionisten in Palästina 1941 auf die Nazis zukamen und ihnen anboten, gemeinsam gegen die Briten zu kämpfen, um Hitler beim Erringen des Siegs zu helfen – und daß während des Spanischen Bürgerkriegs, als eine überproportional hohe Zahl der antifaschistischen Freiwilligen aus Amerika Juden waren, die Zionisten sie verurteilten und versuchten, ihnen Steine in den Weg zu legen), und vor allem ?Israel" ist nicht mit ?jüdisch" gleichzusetzen. Genauso wie ?Boykottiert Israel" NICHT heißt, ?Boykottiert die Juden", genauso wenig stimmen Millionen Juden weltweit der Politik (oder manche sogar, wie die Gruppe Neturei Karta, der Existenz) Israels zu. Es wird zweifellos noch Leser geben, die immer noch denken, daß ich so ein verrückter Antisemit bin, nur weil ich die Politik Israels ablehne, also sage ich denen zwei Dinge. Erstens, ich will ein Ende der Gewalt sehen – ich will genauso wenig wie ihr, daß Leute in Jerusalemer Cafés in die Luft gesprengt werden – aber ich sehe den Weg dahin in der Entfernung der Siedlungen und einen gerechten Frieden für die Palästinenser. Eure ?gerechtfertigten Sicherheitsmaßnahmen" und Unterstützung von Scharon & Co, die ihr mit euren Rufen nach ?Solidarität mit Israel" ermutigt, werden nicht zum Frieden führen – nur zu mehr Schmerz, Leid und Blutvergießen. Zweitens, wenn ihr uns nicht zuhören wollt, tut euch wenigstens selbst den Gefallen und findet heraus, was die jüdischen Menschen selbst dazu zu sagen haben. Wenn ihr zu dem Thema euer Maul aufreißen wollt, könntet ihr wenigstens zuerst was zu allen Seiten der Fakten lesen. Schaut vorbei bei: www.gush-shalom.org und www.couragetorefuse.org und besonders bei www.nimn.org ebenso wie www.icahd.org (Israeli Coalition Against House Demolitions), www.jewsagainsttheoccupation.org und www.wrmea.com/jews_for_justice – es gibt noch viele mehr, wenn ihr nur nachschaut, was nur beweist, daß die Politik der Herrschenden in Israel in etwa genauso sehr das ganze jüdische Volk repräsentiert wie George Bush alle Amerikaner repräsentiert (also bedeutet es, sich gleichermaßen gegen diese Politik auszusprechen, NICHT, Haß für das jüdische Volk als Ganzes zu empfinden) – und für diejenigen unter euch, die offen genug sind, um sich mit der palästinensischen Sichtweise zu befassen, versucht es bei www.electronicintifada.net und www.palestinechronicle.com – wer damit immer noch ein Problem hat, soll uns damit verschonen, sondern sich mit ein paar dieser israelischen Aktivisten selbst in Kontakt setzen und sie davon überzeugen, daß ihr es von eurem sicheren, bequemen westdeutschen Zuhause aus es besser wißt. Die Person, von der wir jedoch ganz gerne hören würden, ist das Genie, das sich dieses ?Fuck the Palestinians"-Plakat ausgedacht hat – wir würden gerne deine Rechtfertigung hören. ?Fuck the Palestinians"? Fuck YOU – arsehole. Das gilt auch für deine gleichgesinnten Kumpels – dieses Zentrum in Freiburg sollte sich mal gründlich mit sich selbst und mit den Leuten, die es benutzen, auseinandersetzen – und der Idiot, der das Teil auf ihrer Website über uns geschrieben hat, muß unbedingt mal seine rosarote Brille absetzen, wenn er Israel betrachtet, und sich erst einmal die Fakten anlesen, bevor er den Mund aufmacht. Die Welt ist ein bißchen anders, als die vereinfachte Art, in der diese Leute sie sehen – macht die Augen auf, Leute.
Diese Antwort oben habe ich zum grossten Teil vor einem Paar Monaten geschrieben aber dazu mochte ich auch ein Paar andere Dinge sagen. Du fragst ob wir "auf der Seite den Palastinenser" sind - ich wurde lieber sagen wir sind auf der Seite des Friedens und der Gerechtigkeit. Gerechtigkeit fur die Palastinenser ware gut auch fur die Israelis - die Okkupation und die Lust von Leuten wie Sharon noch mehr Lebensraum fur die Judische Siedler weg von den Palastinensern zu stehlen bringt nur mehr Gewalt. Die Okkupation bringt auch ganz viele andere Probleme fur die normale Israelis - Arbeitslosigskeit ist jetzt 11% und die Okonomie ist auch total gefuckt. Deswegen macht der rechts-orientierte Wickser Netanyahu jetzt neue Gezetzte um Leute die streiken wollen zu verbieten. Solche Arschlocher - die reiche Elite - sind die Leute die die Israelis bekampfen sollten - nicht die Palastinenser - und solche Arschlocher sind die Leute die den Krieg weiter fuhren wollen. Schau mal zum Beispiel wie sie Ismail Abu Shanab behandelt haben - dieser Hamas Fuhrer war der erste zu sagen Hamas konnte mit Israel leben statt fur die totale Zerstorung von Israel zu kampfen aber was haben Sharon und co dann gemacht? Sie haben ihm getottet - das sind nicht die Aktionen von Leuten die Frieden wollen. Jedesmal dass es neue Friedensinitiativen geben macht Sharon und die Militarische-Elite die heute an der Macht in Israel sind neue Angriffe oder Totungen ohne Prozess um die Palastinenser zu provozieren. Jeden Tag gibt es aber noch mehr Israelis die sehen, dass es nicht so weiter gehen kann und dass die Okkupation nur mehr Arger bringt. Jetzt gibt es nicht nur einfache Soldaten die sagen sie werden nicht im Westbank und Gaza dienen aber auch Piloten ( 27 davon haben gesagt die werden nie mehr mitmachen - wie einer sagt: "Is it legitimate to take F-15's and helicopters designed to destroy enemy tanks, and use them against cars and houses in one of the most heavily populated places in the world? We killed 14 innocent people, nine of them children. Afterwards my commander gave an interview in which he said he sleeps well at night and his men can do the same. Well, I can't." ) und Soldaten von der Elitesondereinheit Sayeret Matkal ( die sagten "We cannot continue to stand silent - Israeli military activities in the West Bank and Gaza Strip are depriving millions of Palestinians of human rights" ). Ausserdem haben sogar vier von den Ex-chefs von der "Shin Bet" Geheimpolizei haben jetzt gesagt, dass die Okkupation nicht weiter gehen konnen und dass Sharon viel Scheisse baut. Ich denke das zeigt ganz deutlich ( zu denen die bereit zu sehen sind), dass es nicht "anti-semitisch" ist Sharon und seinen Krieg zu kritisieren aber um das zu betonen werde ich dich endlich mit diesen zwei Zitaten verlassen:-
Yaron Ezrahi, professor of political science at the Hebrew University in Jerusalem:
The right-wing in Israel describes every criticism of the country as a form of anti-Semitism. It is very convenient for the present government - which is the most right-wing in Israel's history and headed by a prime minister who has not taken the smallest initiative in the direction of a diplomatic effort in the peace process - to blame everything on anti-Semitism. This way, they try to write off any criticism of their own policies. Prime Minister Ariel Sharon has a long record in defining Israeli critics as disloyal. Any attempt to make the current government and its very questionable policies invincible to legitimate criticism should be wholly rejected. When Yitzhak Rabin was leading the peace process, there were extremely positive attitudes in Europe. It was very rare during that period to hear anti-Semitic voices.
Anneke Mouthaan, one of the founders of the Dutch Jewish group Another Jewish Voice:
Until comparatively recently, Europe felt so guilty about what happened to the Jews during World War II that they were completely unable to raise any objections to what Israel was doing in the Middle East. This taboo is gradually being broken as a new generation grows up. I see it as a positive development that people finally feel able to voice their concerns, and something that should have happened years ago. Many European Jews feel very uncomfortable with Israeli activity - not least because it's counterproductive to achieving peace for Israel, which is what we all ultimately want, and to a certain extent because it is fuelling Muslim hostility towards Jews in Europe. However, many also worry about speaking out in public against Israel, because they believe they would be seen as treacherous. This is something that we still need to overcome - we have to make clear that it is not anti-Jew, anti-Semitic, to express reservations about what Israel is doing. This is a notion Israel has come up with in order to dismiss any criticism of its policies. That's not to say Europe is prejudice free - the continent has simply found new targets. Last century it was the Jews, this time around it's immigrants.
In einigen eurer Songs geht es um Jagdsabotage oder insgesamt um Tierrechte. Bist du selbst Vegetarier oder vielleicht sogar Veganer und was sind für dich die Gründe, dich so zu ernähren??
Ich und der Ricky (der Gitarre spielt) sind Veganer und es gibt ganz viele verschiedene Grunde dafur - das Essen ist leckerer, billiger und gesunder als Fleisch und Milchprodukte die voll von Chemikalien, Hormonen usw sind und ich denke ganz viele von uns jetzt wissen wie die Massenproduktion von Fleisch und andere Tierprodukte die Umwelt zerstort - wir stehen naturlich dagegen. Ich hab auch Biologie auf der Universitat studiert und wenn man ein Bischen uber Ernahrung und unsere Korper weiss dann hat man nicht so viel Lust Scheisse wie Fleisch zu fressen. Das ist aber nur unsere personliche Meinung und wir haben keine Probleme mit Leuten die Fleisch fressen. Wir werden diese Leute vielleicht gutes veganes Essen kochen um ihnen zu zeigen wie geil das Essen ist aber du kannst nicht Leute zwingen Fleisch zu vermeiden - sowas muss ihre eigene Wahl sein. Es gibt Leider viel zu viel Veganer die scheinen das nicht zu verstehen.
Bist du sonst in der Tierschutz-Szene aktiv?? In letzter Zeit gibt es immer öfters Leute, die sich von Peta distanzieren, wie stehst du zu der Organisation PETA??
Im Moment bin ich in der Tierschutz-Szene nicht besonders aktiv ausser dass wir ab und zu Solis fur Tierschutzaktivisten spielen, unsere Lieder zum Thema spielen und auch Flugis und so weiter verteilen wenn wir Briefen beantworten. Es ist nicht so dass es jetzt nicht so wichtig ist - es ist einfach so dass man nur so viel Zeit hat - ich hab schon sechs Jahre-lang Jagdsabotage gemacht und ich will jetzt auch andere Sachen machen - das Leben ist so verdammt kurz! Wegen PETA muss ich zugeben dass ich nichts uber diese Sache gehort habe. Sind sie nicht eine Amerikanische Gruppe? Normalerweise wissen wir nicht so viel uber was mit den Gruppen in den anderen Landern passiert. Ich wurde nur sagen, dass wir nicht so viel Respekt oder Zeit fur die grosse Gruppen haben - wir finden es immer besser die kleine Gruppen von Aktivisten zu unterstutzen. Ich meine, es gab sogar eine grosse "Tierschutz" Gruppe in Grossbritannien die Geld zu der Partei von Thatcher gab um politische Einfluss zu kriegen!! Was zum Teufel?!! Das hat naturlich nichts gebracht und ich denke dass wenn Leute ihr Geld fur Tierschutz spenden, wollen sie nicht dass das Geld zu Wicksern wie die Parteikameraden von Thatcher geht!! Unglaublich.
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