Samstag, 10. August 2013
Armut in Mexiko gestiegen
Von Klaus Ehringfeld
Handelsblatt, 31. Juli 2013
Die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas bekommt ihr Armutsproblem nicht in den Griff. Nach einem am Montag von der mexikanischen Regierung veröffentlichten Bericht leben 45,5 Prozent (53,3 Millionen Menschen) der Bevölkerung des Landes in Armut. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber 2010 von einer halben Million Menschen. Allerdings sank die Zahl der Mexikaner, die in extremer Armut leben zwischen 2010 und 2012 von 13 Millionen oder 11,3 Prozent der Bevölkerung auf 11,5 Millionen (9,8 Prozent der Bevölkerung) im Jahr 2012. Laut einem Regierungsvertreter zeigt gerade dieser Rückgang, dass die Sozial- und Armutsbekämpfungsprogramme der Regierung erfolgreich sind.
Im Allgemeinen hätten die Menschen in Mexiko gegenüber 2010 heute einen besseren Zugang zu Bildung, Gesundheit und Wohnung, allerdings blieben vor allem die in extremer Armut lebenden Mexikaner fast völlig ausgeschlossen von einem Zugang zum weitergehenden Sozialsystem.
Die Staaten mit der größten Armut sind Chiapas, Guerrero und Puebla. Dort lebt mehr als die Hälfte der Einwohner in Armut. Bei Chiapas und Guerrero verwundert das nicht, da beide Staaten einen hohen Anteil an Ureinwohnern beherbergt, die traditionell immer zu den Ärmsten gehören. Aber Puebla ist einer der Staaten mit den größten Industrieansiedlungen im Land. Hier hat auch der Volkswagen-Konzern sein mexikanisches Werk stehen. Mit 30 Prozent den geringsten Anteil an armer Bevölkerung verzeichnet die Hauptstadt Mexico City, hier lebt nur jeder Dritte in Armut.
URL: http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/2013/07/31/armut-in-mexiko-gestiegen/
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