Montag, 10. Dezember 2012

Jugendproteste gegen Nacht-und-Nebel-Abschiebung

Rheinfelden (Korrespondenz), 10.12.12: Gestern versammelten sich etwa 150 Menschen, vor allem Jugendliche, auf dem Rheinfelder Kirchplatz, um gegen die Abschiebung des 25-jährigen Matthew Alaaboso aus Nigeria zu protestieren. Nach zehn Jahren in Deutschland wurde der junge Mann, der als Jugendlicher nach Rheinfelden kam, am Mittwochmorgen um 4 Uhr aus dem Asylbewerberheim abgeholt und abgeschoben. Matthew, so verschiedene Redner der Mahnwache, war über zahlreiche Verbindungen, vor allem auch über den Fußball, eng mit seinen Mitmenschen verbunden. In Nigeria war er als damals 15-Jähriger Zeuge schrecklicher Greueltaten, musste mit ansehen, wie schwangere Frauen aufgeschlitzt, Babys aufgespießt und Menschen zu Tode gequält wurden. Die "Facebook"-Initiatoren der Mahnwache schreiben: "Es soll auch daran erinnert werden, dass er nicht der Einzige ist, der sich in dieser misslichen Lage befindet. Weil sich Matthew in vielen verschiedenen Zusammenhängen stark integriert hatte, soll nun ein Zeichen dafür gesetzt werden, dass sein Platz in Zukunft leer sein wird." Die Empörung über diese menschenfeindliche Asylpolitik war riesengroß. Somit wurde auch der Bogen gespannt, so etwas künftig nicht mehr zulassen zu wollen.

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