- „Die instabile Stabilität“ von Felix Jaitner am 28. Juli 2019 in neues deutschland online
kommentiert zu den Protesten: „… Nichts soll vor den Kommunalwahlen in der russischen Hauptstadt am 8. September daran erinnern, dass die pünktlich zum Anpfiff der Fußballweltmeisterschaft 2018 verabschiedete Erhöhung des Renteneintrittsalters die größte Protestbewegung seit Jahren auslöste. Dies könnte ja unliebsame Erinnerungen wecken. Denn mit der Weigerung der Moskauer Bevölkerung, den jüngst beschlossenen Wahlausschluss der 57 Oppositionskandidaten zu akzeptieren, steht plötzlich nicht nur das Schreckgespenst Protest wieder vor der Tür. Vor den Regionalwahlen, in denen, außer in Moskau, auch über 16 Gouverneure in der Provinz abgestimmt wird, droht die Politisierung einer weitgehend apolitischen Gesellschaft. Die Furcht der Staatsmacht ist berechtigt: Von 2014 bis 2018 sanken die real verfügbaren Einkommen der Bevölkerung. Das Durchschnittseinkommen in Russland betrug 2017 ganze 600 Euro, dafür haben die 98 russischen Milliardäre ein größeres Vermögen als die gesamten Ersparnisse der Bevölkerung…“
Montag, 5. August 2019
Warum die aktuellen Proteste in Moskau neue Entwicklungen sichtbar machen
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