Sonntag, 15. Juli 2012

China: Die Folgen des Kapitalismus werden sichtbar

Von Gerd Höhne Kommunisten-online vom 14. Juli 2012 – Wir vertreten es schon lange: In China ist der Sozialismus durch kapitalistische Marktwirtschaft ersetzt worden, ergo der Kapitalismus wurde eingeführt. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die regierende Partei sich Kommunistische Partei nennt. Das ist nur ein Ablenkungsmanöver. Noch immer gilt der Grundsatz: Der Name der Regierungspartei ist unwichtig, wichtig ist allein, wer über die Produktionsmittel verfügt. Und das ist in China nicht die Arbeiterklasse, sondern eine neue Bourgeoisie. Die besitzt die Fabriken, Bergwerke, die Immobilien, den Handel, das Transportwesen usw. – sie beutet Menschen für ihren Profit aus. Das ist eine Tatsache, auch wenn es viele nicht glauben wollen und sagen, China sei noch immer ein sozialistisches Land. Interessant ist dabei, dass es vor allem die Rechtsausleger der DKP sind, die das vertreten. Sie wollen sich damit nicht abfinden, dass Revisionisten in den Führungen der Regierungsparteien des sozialistischen Lagers, allen voran die sowjetische Führung das sozialistische System nach dem 20. Parteitag der KPdSU gegen die Wand gefahren hatten. Damals kritisierte die KP-Chinas die revisionistische Entwicklung heftig. Die Revisionisten antworteten mit Unflat. Und genau aus dieser Ecke lobt man heute die chinesische Führung und dichtet ihr an, sie führe ein sozialistisches Land. Kommunisten sind keine Traumtänzer, Kommunisten erkennen die gesellschaftliche Realität. Wir haben zu Beginn der 90er Jahre eine schwere Niederlage erlitten: Zunächst wurde die UdSSR zerschlagen, ebenso die mit ihr verbundenen sozialistischen Länder. Kurz danach folgte China. Auch hier hatte schon lange das Gift des Revisionismus seine Wirkung getan. Aber hier ging alles noch schneller, als in der Sowjetunion. Hatte dort erst die UdSSR zerschlagen werden müssen, ehe sich auf ganzer Font die kapitalistischen Verhältnisse durchsetzen konnten, ging es in China rasend schnell. Und heute zeigen sich immer mehr die Krisenerscheinungen des Kapitalismus in China: Absturz der Aktienkurse, Arbeitslosigkeit und Pauperisierung. G.H.

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