Freitag, 16. Oktober 2009

Wildcat-Veranstaltungsreihe

Krise: wir stehen nicht am Ende, sondern am Anfang
Diskussionsveranstaltungen mit der Wildcat


Die Krise nutzen!?

.....scheint bislang nur den Kapitalisten und dem Staat zu gelingen.
Die erste Runde ist »an Sie« gegangen: Die entlassenen Leiharbeiter fanden
kaum Unterstützung von den Gesamtbelegschaften. Kämpfe und Streiks hat es
gegeben, aber sie blieben in ihren Forderungen und ihrer Wirkung
begrenzt. »Gelöst« ist dabei nichts, auch wenn wir es glauben sollen: die
Bankenkrise ist nicht vorbei, an der Strukturkrise der Autoindustrie wird
auch der »Opeldeal« nichts ändern, die Verschuldung wächst, auf dem
Arbeitsmarkt haben wir das meiste noch vor uns...

Die Krise nutzen...

....heißt für uns, Schlüsse aus der »verschlafenen« ersten Runde zu ziehen.
Wir müssen uns darauf einstellen, dass es zu Betriebsschließungen und
Massenentlassungen kommt, »Sozialleistungen« gekürzt werden. Und wer noch
einen Job hat, soll mit niedrigeren Löhnen, verdichteter Arbeit, noch mehr
Flexibilität klar kommen. Gerade die Kurzarbeit wird genutzt, um einen Zahn
zuzulegen und KollegInnen voneinander zu trennen.
Ein Vielzahl von Spaltungen macht es möglich, dass wir uns das alles gefallen
lassen.
Der Westen wird mit dem Osten erpresst, zum Beispiel mit den viel schlechteren
Bedingungen der Autoarbeiter in den Ostwerken. Alle werden mit der
Arbeitslosigkeit erpresst. Viel zuwenige haben gegen Hartz IV gekämpft,
obwohl es ein Angriff auf alle war, mit Job und ohne. Heute ist es genauso
kontraproduktiv alle als Gegner zu sehen, die noch bessere Bedingungen oder
überhaupt einen Arbeitsplatz haben. Atmen die VW-Arbeiter auf, wenn Opel
dicht gemacht wird? Oder beginnen wir zu kapieren, dass wir die
kapitalistische Konkurrenz nicht nutzen können, sondern nur von ihr
plattgemacht werden?
In der Krise zu kämpfen ist schwierig, weil man nicht mehr viel in der Hand
hat. Oder weil man in der Arbeitslosigkeit schon ziemlich allein dasteht. Der
Betrieb, die Region und der Kiez müssen zusammenkommen, Isolierung und
Vereinzelung aufgehoben werden. Welche neuen Wege könnte es geben, um Druck
zu machen? Welche Möglichkeiten entstehen darüber nachzudenken, wie wir
produzieren und zusammenleben?


* Aachen 19. Oktober 19 Uhr Infoladen, Stephanstrasse 24,
* Aschaffenburg 20.Oktober 19 Uhr Cafe Schwarzer Riese Rossmarkt 38a, zusammen
mit Karl Heinz Roth
* Dresden 21.Oktober 20Uhr AZConni, Rudolf-Leonhard-Str. 39
* Frankfurt 21.Oktober 20 Uhr Café ExZess, Leipziger Straße 91, Bockenheim
* Halle 22. Oktober 20 Uhr Kellnerstraße e.V., Ludwigstraße 37
* Jena 20. Oktober 20Uhr Universität - Carl Zeiss Str. 3 Hörsaal 9
* Kassel 19. Oktober 19 Uhr Kulturzentrum Schlachthof Mombachstraße 10-12
* Kiel 20.Oktober 19.00 Uhr Libertärer Laden, Iltisstraße 34
* Lüneburg 23. Oktober 19 Uhr Infocafé Anna&Arthur, Katzenstr. 2, Lüneburg
* Mannheim 22.Oktober 19:30 Uhr ASV, Beilstraße 12 HH, Mannheim-Jungbusch

Die Veranstaltungen haben unterschiedliche thematische Schwerpunkte.
Bitte informiert Euch in den nächsten Tagen genauer auf unserer Website!

liebe grüße!
eure wildcats



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Redaktion Wildcat
www.wildcat-www.de

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