Mittwoch, 4. November 2020

TÜRKEI: Widerstand gegen Bohrungen in Ordu

 

Immer wieder finden in der Türkei auf dem Land wichtige Proteste und Auseinandersetzungen statt, die nach außen hin kaum Beachtung finden. In einem Dorf der Provinz Ordu im Norden der Türkei dauert seit langem Widerstand der Bewohner gegen die Bohrungen für Bergbauaktivitäten an. In den Morgenstunden des 28. Oktober wurde das Dorf erneut von Gendarmerieeinheiten besetzt, um Bohrarbeiten zu gewährleisten.

Der türkische Staat sieht sich vielerorts dazu gezwungen, die Interessen der Bergbauindustrie mit Gewalt durchzusetzen, da die Massen einige Eingriffe nicht mehr zulassen. Viele der Leute im Dorf konnten die errichteten Absperrungen und Barrikaden durchbrechen und eine Sitzblockade vor dem Bohrungsort organisieren. Die Gendarmerie griff diese nicht-militante Aktion mit Tränengas an und verhaftete laut eigenen Angaben 20 Personen. Auch wenn es sich eben „nur“ um eine Sitzblockade handelte, ist doch die steigende Organisierung der Volksmassen in ländlichen Regionen in der Türkei hervorzuheben und zeigt die Perspektive der neudemokratischen Revolution in der Türkei auf.

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