Montag, 17. November 2014

Kuba trumpft im Kampf gegen Ebola auf

Von whs Arbeiterkorrespondenz auf Kommunisten-online vom 5. November 2014 Mit dieser Schlagzeile „trumpft“ das „Freies Wort“ am Montag, dem 3. Nov. auf Seite 6 auf. Ganz so, als sei das was vollkommen Neues. Auch wenn Herr Isaac Risco zugeben muss, dass „die medizinische Hilfe im Ausland“…“dabei eine lange Tradition“ hat „für das sozialistische Land“.[1] Weiter heißt es: „Ein solches Lob gab es für Kuba schon lange nicht mehr: Im Kampf gegen Ebola stemmt die kleine Karibikinsel einen Großteil der internationalen Hilfe – und die ganze Welt nickt anerkennend zu.“[1] Ach, die ganze Welt? Nein, nicht die ganze, ein kleiner Teil, genannt NATO-Bündnis nickt nicht so sehr anerkennend. Denn gerade diese reichsten Staaten der Erde können dem krisengeschüttelten Westafrika nicht so helfen, sie müssen verschiedene Warlords unterstützen, die ihre Interessen vertreten, sie müssen Waffen schicken, um ihre Rohstoffinteressen zu verteidigen, sie müssen Söldner finanzieren, die sie gegen missliebige Regierungen schicken. Und da kommt gerade dieses Kuba, das man schon lange von der Weltkarte hätte tilgen mögen, und schickt Ärzte! Solche kommunistischen Schweine aber auch! „Die Hilfe für arme Bruderländer in Not hat Tradition in dem sozialistischem Staat, der ansonsten vor allem mit der Verfolgung von Oppositionellen Schlagzeilen macht.“ Ja, Herr Risco, die Wahrheit verbiegen, darin sind bürgerliche Schreiberlinge geübt. Wenn man schon etwas zugeben muss, dann sollte das aber auch gleich wieder relativiert werden. Wobei Oppositionelle in den USA, im Vereinigten Königreich, in Frankreich, in Deutschland nicht verfolgt werden und auch nie verfolgt wurden. Oder? Haben Sie schon von Sacco und Vanzetti gehört? Oder von den Rosenbergs? Vielleicht sind Ihnen die Namen Angela Davis, Martin Luther King geläufig? Die Berufsverbote in Deutschland sind legendär und einmalig (übrigens von einer sozialdemokratischen Regierung eingeführt). „In vielen Ländern Lateinamerikas eilt den kubanischen Medizinern der Ruf voraus, sogar in die entlegensten Regionen zu kommen – auch dorthin wo der jeweils eigene Staat kaum Präsenz hat.“[1] Da sieht man doch gleich, welch Geistes Kind die sind; gehen sogar dorthin, wo sich die Unterdrücker nicht mehr hin wagen – Kommunisten eben. Helfen denen, die nichts haben, anstatt denen, die alles haben. Und das kann ein Herr Risco eben gar nicht verstehen. Da muss irgend etwas anderes dahinter stecken. Zur Zeit sind mehr als 4000 medizinische Helfer aus Kuba in Afrika, das dürften einige mehr sein, die durch offizielle Stellen aller imperialistischen Länder dort sind. „In den 1960er Jahren versuchte Kuba seine Revolution noch durch militärische Unterstützung für befreundete Guerillagruppen zu exportieren, heute konzentriert es sich auf medizinische Missionen. So war das Land Anfang 2010 eines der ersten, die Haiti nach dem verheerenden Erdbeben zu Hilfe eilten.“[1] Na solche Schlawiner aber auch, haben gemerkt, dass es mit dem Revolutionsexport nichts wird, schicken sie halt Ärzte. Da ist der Herr Risco wohl den Lügen seiner eigenen Anstifter auf den Leim gegangen. Kuba versuchte keineswegs „seine Revolution…zu exportieren“. Es kam vielmehr auf Bitten befreundeter Regierungen in Angola und Moçambique zu Hilfe, als vor allem Südafrika durch Guerillagruppen versuchte, die in diesen Ländern entstandenen Volksdemokratien zu beseitigen. Da verwechselt wieder mal jemand Ursache und Wirkung und denkt, niemand bemerkt es. Und Haiti ist ein eigenes Kapitel. Während das kleine Kuba viele Ärzte schickte, schickte die große USA viele Marines, um den unsinkbaren Flugzeugträger nicht zu verlieren. Das Leid der Menschen in Haiti war da nebensächlich. „Die Kubaner können dabei durchaus aus dem Vollen schöpfen: Nach eigenen Angaben verfügen die rund elf Millionen Einwohner des landes über mehr als 580.000 Mediziner – weitere 50.000 sollen im Ausland tätig sein. Die Entwicklung ist vor allem mit einem Namen verbunden: dem von Revolutionsführer Fidel Castro. Ausgangspunkt war ein Streit mit den USA. Nach 1959 flüchtete die Hälfte der 6.000 kubanischen Ärzte ins Nachbarland.“[1] 1959 hatte Kuba unter der „Demokratie“ eines Batista von der USA Gnaden 6.000 Ärzte; es kamen circa 1050 Menschen auf einen Mediziner. 2010 kamen auf einen Mediziner circa 150 Menschen. Darüber hinaus bietet Kuba interessierten Ländern die Ausbildung von Medizinern kostenlos an. Aber das ist schon wieder nicht erwähnenswert. „Den Erfolg seiner Hilfsmissionen nutzt die Regierung in letzter Zeit auch dazu, um Geld in die klammen Staatskassen zu spülen. Die Entsendung medizinischer Helfer soll auch zum Exportschlager werden. Rund 35.000 kubanische Mediziner leisten gerade Dienst in Venezuela, der sozialistische Bruderstaat verkauft Kuba im Gegenzug Erdöl zu Billigpreisen. Im Rahmen der Sozialprogramme von Dilma Rouseff lässt sich auch Brasilien seit 2013 die Arbeit von über 11.000 kubanischen Ärzten in ländlichen Regionen viel Geld kosten.“[1] Dies kommunistischen Schweine aber auch, lassen sich bezahlen! Wo doch die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und andere offenbar ihre Waffen verschenken! Da wird Kuba an den Pranger gestellt, wenn es für seine Arbeit Geld verlangt, während die Destabilisierung, die durch den Imperialismus verursacht wird, völlig unter den Tisch gekehrt wird. Wenn man schon nicht an den Fakten drehen kann, muss man diese Kommunisten wenigstens moralisch diffamieren. Es darf an dieser Stelle auch nicht vergessen werden, dass das kubanische Volk diese Erfolge unter schwierigste Bedingungen erreichte. Das Embargo der USA wurde bis heute nicht aufgehoben. Viele Handelsrestriktionen der imperialistischen Staaten stehen gegen Kubas Wirtschaft. Nie hat sich dieses heldenhafte Volk unterkriegen lassen. Sogar eine direkte Invasion der USA und ihrer Schergen wurde vereitelt. Natürlich stinkt dies der Bourgeoisie, es stinkt ihr gewaltig. Gewaltsam kann man nicht, also muss man verteufeln, verdrehen, denunzieren, fälschen und lügen. Alles Sachen, auf die sich die Bourgeoisie und ihre bezahlten Helfershelfer auf das Beste verstehen. Bis ihnen ihre eigenen Lügen eines schönen Tages im Hals stecken bleiben. Arbeiten wir auf diesen Tag hin. Rot Front! Werner [1] „Freies Wort“ 03. Nov. 2014 Seite 6: Issac Risco „Kuba trumpft im Kampf gegen Ebola auf“

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen