Montag, 17. November 2014
Krieg in der Ukraine: Machtproben in einem zerrissenen Land
Eine alternative Sicht aus Russland - Mit Dr. Vadim Damier aus Moskau am 14.11. 20h VHS Trier
Krieg in der Ukraine: Tausende sind gestorben, Hunderttausende auf der Flucht. Es gibt Zwangsrekrutierungen, aber auch Desertionen und Proteste gegen den Krieg. Europäische Union und USA mit der NATO auf der einen Seite und Russland auf der anderen Seite versuchen, die Ukraine oder möglichst große Teile von ihr in ihren Einflussbereich zu ziehen. Damit wird eine Fortsetzung des Krieges riskiert.
Dr. Vadim Damier aus Moskau wird einen anderen Blick ermöglichen, als ihn die meisten Medien vermitteln. Er wird in seinem Vortrag am Freitag 14. November um 20 Uhr in der Volkshochschule, Domfreihof 1b in Trier eine alternative Sicht des Urkainekrieges aus Russland darlegen.
Er wird ausführen, welche Einflüsse und Allianzen es auf den unterschiedlichen Seiten gibt und welche Bedeutung und Folgen die Internationalisierung des Konfliktes haben und dabei auch die Nachbarländern der Urkaine in den Blick nehmen.
Veranstalter sind Arbeitsgemeinschaft Frieden und Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-K) Trier, in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz und Volkshochschule Trier
Vadim Damier wird die Veranstaltungen in deutscher Sprache durchführen, im Anschluss ist Zeit für Fragen und Diskussion.
Hintergrund
Die Europäische Union forderte die Ukraine mit dem Assoziierungsvertrag, der auch eine militärische Komponente enthielt, faktisch auf, sich zu Lasten der engen Beziehungen zu Russland an die EU zu binden. Die Bevölkerung im Westen der Ukraine verbindet dies mit Hoffnungen auf eine bessere wirtschaftliche Entwicklung. Im Osten hingegen orientieren sich viele nach Russland.
Nachdem der damalige Präsident Janukowytsch erklärt hatte, das Assoziierungsabkommen nicht zu unterzeichnen, löste dies Proteste gegen die Regierung aus. In einer späteren Phase des Majdan-Protestes mündete dies auf der einen Seite in die umstrittene Absetzung des Präsidenten, eine neue Regierung mit Beteiligung antirussischer Rechtsextremer sowie wachsende Gewalt ukrainischer faschistischer Gruppen. Auf der anderen Seite steigerte genau diese Entwicklung die schon vorhandene Unzufriedenheit breiter Bevölkerungsteile der Krim mit der Regierung in Kiew und eine Hinwendung zur Russischen Föderation, in der Folge zur militärischen Besetzung der Krim durch Russland. Forderungen nach Autonomie und Abspaltung in der Ost-Ukraine wurden mit russischer Hilfe zunehmend gewaltsam vertreten. Im September wurde ein Waffenstillstand vereinbart, mit ungewissem Ausgang.
Der Referent: Der 55-jährige Dr. hist. habil. Vadim Damier arbeitet als Sozial- und Politikwissenschaftler in der Russländischen Akademie der Wissenschaften und forscht zur Geschichte der sozialen Bewegungen. Er lebt in Moskau und ist aktiv in der Föderation der Arbeitenden in Erziehung, Wissenschaft und Technik, einer anarcho-syndikalistischen Gruppe.
Die Termine der Veranstaltungstour: 10. November in Münster, 11. November in Hamburg, 12. November in Frankfurt/M, 13. November in Mainz, 14. November Trier, 15. November in Düsseldorf, 17. November in Hagen, 18. November in Celle
Träger der Veranstaltungsreihe sind Connection e.V. und das Bildungswerk der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Hessen
Weitere Infos www.agf-trier.de - www.Connection-eV.org/article-2017 oder www.dfg-vk-hessen.de/bildungswerk/ukraine
Bitte leitet diese Einladung auch an euren Freundes und Bekanntenkreis weiter.
Danke und Gruß Markus Pflüger
__._,_.___
Gesendet von: Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier
Antworten Auf der Website • Antworten an Absender • Antworten an Group • Neues Thema • Beiträge zu diesem Thema (1)
--
Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. (AGF)
Pfützenstraße 1, 54290 Trier
www.agf-trier.de, buero@agf-trier.de
Spendenkonto 113 746, Sparkasse Trier (BLZ 585 501 30)
IBAN: DE66 5855 0130 0000 113746 | SWIFT-BIC: TRSDE55
Spenden sind steuerabzugsfähig!
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen