Montag, 17. November 2014

ÜBER DEN KRIEG UND DIE REVOLUTION

Von A. Majewski, Sekretär der Allunions-KP der Ukraine Quelle: http://vkpb.net.ua/2014_html/voyna.html I. Vom Roten Oktober bis zum Sozialismus in der UdSSR Am 7. November begehen wir den 97. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution. Sie fand statt am 7. November (25. Oktober) 1917. Zum ersten Mal in der Weltgeschichte hat die Arbeiterklasse, haben die arbeitenden Massen Rußlands unter Führung der Partei der Bolschewiki, unter der Leitung von Wladimir Iljitsch Lenin die Macht der Gutsbesitzer und Kapitalisten gebrochen. Sie haben selbst die Macht in die Hand genommen und begonnen, die sozialistische Gesellschaft aufzubauen. Aber die gestürzten Klassen konnten durch die Niederlage nicht gebändigt werden. Sie entfesselten einen Bürgerkrieg gegen das eigene Volk. Ihnen kamen ihre Klassenbrüder zu Hilfe: Truppen aus 14 imperialistischen Staaten überfielen das Territorium der jungen Sowjetrepublik und versuchten den Staat der Arbeiter und Bauen im Blut zu ertränken. Doch die in den Februartagen des Jahres 1918 neu geschaffene Rote Arbeiter- und Bauern-Armee, die sich auf die Unterstützung des ganzen Volkes verlassen konnte, schaffte es, die Interventionstruppen zu besiegen und sie von den Grenzen unserer Heimat zu vertreiben. Das war zugleich auch der Sieg über die Truppen der inneren Konterrevolution – die Weißgardisten, Petljura-Banditen und ähnliche. Die Sowjetunion – der erste sozialistische Staat Am 30. Dezember 1922 wurden vier unabhängige sowjetische sozialistischen Staaten – die RSFSR (die Russische Sowjetische Föderative Sozialistische Republik), Ukrainische SSR (die Ukrainische Sowjetische Sozialistische Republik), die Belorussische SSR (die Belorussische Sowjetische Sozialistische Republik) und TSFSR (die Transkaukasische Sowjetische Föderative Sozialistische Republik, zu der Aserbaidschan, Armenien und Georgien gehörten) als weltweit erster multinationaler Staat der Arbeiter und Bauern gegründet – die Union der Sowjetischen Sozialistischen Republiken. Von den schwierigen Anfangsjahren Der Aufbau des Sozialismus in unserem Land vollzog sich unter äußerst komplizierten internationalen und inneren Bedingungen, im erbitterten Klassenkampf. Die von der historischen Arena abtretenden Ausbeuterklassen der Gutsbesitzer und der Kapitalisten leisteten den sozialistischen Umgestaltungen einen erbitterten Widerstand. Aber die überwiegende Mehrheit der Arbeiter und Bauern, die werktätigen Massen des Sowjetlandes scharten sich um die Allunions-KP (Bolschewiki), die mit dem Nachfolger und Fortsetzer der Sache Lenins, Josef Wissarionowitsch Stalin, den erfolgreichen Aufbau des Sozialismus verwirklichte. Ein gewaltiger Aufschwung unter der Diktatur des Proletariats Innerhalb eines kürzesten historischen Zeitraums wurde die Industrialisierung des Landes, die Kollektivierung der Landwirtschaft und die kulturelle Revolution durchgeführt. Und schon gegen Ende der 1930er Jahre war die UdSSR zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht der Welt aufgerückt, und die Ukraine erreichte ein Wirtschaftspotential, vergleichbar mit dem Niveau von Frankreich, und wurde eines der am meisten hochentwickelten Länder Europas. Der wichtigste Test für die Beständigkeit der Sowjetmacht (der Diktatur des Proletariats) und der sozialistischen Umgestaltungen war dann der Große Vaterländische Krieg, ein Krieg, welcher vom deutschen Faschismus gegen unser Land entfesselt worden war. Die reaktionären Ziele des Imperialismus Der Weltkapitalismus konnte sich nicht damit abfinden, daß in einem der größten Länder der Welt die arbeitenden Klassen an der Macht waren und unternahm alles nur Mögliche für die Vernichtung dieses ersten sozialistischen Staates. Die größten Monopole, Gesellschaften und Banken der imperialistischen Hauptmächte des Planeten – die USA, Großbritanniens, Frankreichs, die dem dem zionistischen Kapital gehören, unternahmen bedeutenden Finanzinfusionen zur Wiedergeburt der großen deutschen Industrie, zur Wiederaufrüstung der Streitkräfte Deutschlands, das im ersten Weltkrieg eine Niederlage erlitten hatte. Sie verhalfen Hitler und den Faschisten zur Macht. Ihr Ziel war es, die Faschisten auf die Sowjetunion zu hetzen, mit den Händen der Nazis den Sozialismus in unserem Land zu vernichten, die Sowjetunion in nationale Scherben zu zerschlagen und zu kolonialisieren. Doch auch diese zweite Militärinvasion des imperialistischen Westens gegen die UdSSR endete mit einem Fiasko. Über dem Reichstag wehte die Rote Fahne Hitler hatte damit gerechnet, daß die Sowjetunion, der multinationale Staat der Arbeiter und Bauern, ein „Koloß auf den tönernen Füßen“ ist, und unter den ersten Schlägen der faschistischen Horden wie ein Kartenhaus zusammenfallen würde. Aber die Freundschaft und die Brüderschaft der Völker der UdSSR, die von Ausbeutung und Unterdrückung befreit waren, wurden nun zu jener zementierender Kraft, die den Faschisten den Weg versperrte. Die sowjetischen Völker, scharten sich wie ein Volk, um die Komunistische Allunionspartei der Bolschewiki, die – geführt von Generalissimus Stalin – den Faschisten beigebracht, haben den Feind zerschlagen und die Rote Fahne des Sieges über dem Reichstag in Berlin aufgepflanzt. Der Große Vaterländische Krieg, der am 22. Juni 1941 mit dem verräterischen Überfall der Nazis auf unser Land begann, endete mit ihrer völligen Zerschlagung und der bedingungslosen Kapitulation. Der 9. Mai 1945 wurde zu einem allgemeinen Tag des Sieges über den Faschisten. Die Sowjetunion befreite die Völker Europas vom Faschismus Die sowjetische Armee erfüllte auch ihre internationalen Verpflichtungen, sie befreite die Völker Europas von der faschistischen Sklaverei, in die sie während der ersten Jahre des Zweiten Weltkriegs geraten waren. Dann hat, richtig Bündnispartner Verpflichtungen in der Antihitlerkoalition, hat die Sowjetunion militaristischen Japans den Krieg erklärt, die millionenstarke Kwantung-Armee nach 23 Tagen zerschlagen, das Ende dem Zweiten Weltkrieg, der der 6 Jahre und einen Tag dauerte (vom 1. September 1939 bis zum 2. September 1945) und der 50 Millionen Menschen das Leben kostete. Der Wiederaufbau der Sowjetunion Innerhalb historisch kürzester Zeit wurde bis Ende der 1940er Jahre die zerstörte Volkswirtschaft unseres Landes wieder hergestellt, und die Sowjetunion setzte die vom Krieg unterbrochenen Weg zum Aufbau der kommunistischen Gesellschaft fort. Die gigantischen und unbestreitbaren Vorteile des Sozialismus wurden auch bei der Eroberung des Weltraums sichtbar: beim Start des ersten künstlichen Satelliten der Erde am 4. Oktober 1957, und beim ersten Flug eines Menschen in den Kosmos, der ein Bürger der Sowjetunion war – Jurij Alexejewitsch Gagarin, am 12. April 1961. Sie wurden sichtbar bei der Aneignung und friedlichen Nutzung der Atomenergie: In unserem Land wurde das 1954 erste Atomkraftwerk in Betrieb genommen und 1957 startete der erste Atomeisbrecher der Welt, namens „Lenin“. Beginn des „Kalten Krieges“ durch die USA Da es nicht gelungen war, unser Land auf militärischem Wege zu besiegen, gingen die Imperialisten zum „Kalten Krieg“ über und setzten sich das Ziel, die UdSSR zu zerstören und den Sozialismus von innen aufzuweichen. Es wurde ein bisher ungeahntes Wettrüsten ausgelöst. Die Ermordung Stalins und der XX.Parteitag Leider hatten sich nach dem Tod von J.W.Stalin in unserer Partei und im Staat keine Persönlichkeiten gefunden, die würdig gewesen wären, der grandiosen Aufgaben des Aufbaues der kommunistischen Gesellschaft entsprechend den großen Vorgänger. Nachdem in der Partei und im Land die neotrotzkistische chruschtschowistische Führung die Macht ergriffen hatte, löste sie eine verleumderische stalinfeinmdlichen Kampagne aus, die der Anfang den wiederkehrenden sozial-ökonomischen und politischen Prozessen gemacht hat, es ist die Wiedergeburt der kommunistischen Partei und des proletarischen sozialistischen Staates der Grundstein gewesen, hat die ideologischen, politischen und Wirtschaftsgrundlagen der Wiederherstellung des Kapitalismus in der UdSSR gelegt. Die verräterische gorbatschowistische Führung verwirklichte in Gestalt der Perestrojka eine bürgerliche Konterrevolution, in deren Ergebnis die UdSSR und die sozialistischen Länder zerstört wurden und der Sozialismus eine vorübergehende Niederlage erlitt. * * * II. Der Übergang zum Sozialismus ist gesetzmäßig Der Erfolg des Großen Oktobers war ein gesetzmäßiges Ergebnis der tiefen Widersprüche, die den Kapitalismus in seinem höchsten imperialistischen Stadium erschüttern. Bereits im ersten wissenschaftlichen Werk des Marxismus, dem „Manifest der kommunistischen Partei“ vermerken Karl Marx und Friedrich Engels den zyklischen Charakter der Entwicklung des Kapitalismus, wenn der ungestüme Aufstieg und das Wachstum der Produktivkräfte sich wendet, und zu einer Krise, zur Stagnation und Zerstörung der Produktion, zu massenhafter Arbeitslosigkeit, zu massenhaftem Hunger und Elend von Millionen Werktätigen führt. Die Krisen des Kapitalismus sind bedingt durch seine innere Natur – durch den Widerspruch zwischen dem gesellschaftlichen Charakter der Produktion und der privatkapitalistischen Aneignung der Ergebnisse der Arbeit, auf Grund des Privateigentums an Produktionsmitteln, mit anderen Worten, durch den Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit. Wodurch entstehen Krisen – und: Können sie überwunden werden? Marx und Engels schreiben im „Manifest der Komunistischen Partei“: „Seit Dezennien ist die Geschichte der Industrie und des Handels nur die Geschichte der Empörung der modernen Produktivkräfte gegen die modernen Produktionsverhältnisse, gegen die Eigentumsverhältnisse, welche die Lebensbedingungen der Bourgeoisie und ihrer Herrschaft sind. Es genügt, die Handelskrisen zu nennen, welche in ihrer periodischen Wiederkehr immer drohender die Existenz der ganzen bürgerlichen Gesellschaft in Frage stellen.“ [1] … Wodurch überwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte. Wodurch also? Dadurch, daß sie allseitigere und gewaltigere Krisen vorbereitet und die Mittel, den Krisen vorzubeugen, vermindert. [2] Der Kapitalismus bringt seine eigenen Totengräber hervor Dazu schreiben Marx und Engels im „Manifest der Komunistischen Partei“: „Die wesentliche Bedingung für die Existenz und für die Herrschaft der Bourgeoisklasse ist die Anhäufung des Reichtums in den Händen von Privaten, die Bildung und Vermehrung des Kapitals; die Bedingung des Kapitals ist die Lohnarbeit. Die Lohnarbeit beruht ausschließlich auf der Konkurrenz der Arbeiter unter sich. Der Fortschritt der Industrie, dessen willenloser und widerstandsloser Träger die Bourgeoisie ist, setzt an die Stelle der Isolierung der Arbeiter durch die Konkurrenz ihre revolutionäre Vereinigung durch die Assoziation. Mit der Entwicklung der großen Industrie wird also unter den Füßen der Bourgeoisie die Grundlage selbst hinweggezogen, worauf sie produziert und die Produkte sich aneignet. Sie produziert vor allem ihren eigenen Totengräber. Ihr Untergang und der Sieg des Proletariats sind gleich unvermeidlich.“ [3] Was bezwecken die Kommunisten mit ihrem Kampf? Im „Manifest der kommunistischen Partei“ haben die Begründer des wissenschaftlichen Kommunismus die Hauptfragen der modernen Lebenstätigkeit in der bürgerlichen Gesellschaft erklärt, und schließlich formulierten sie die Hauptziele und Aufgaben, die vor den kommunistischen Parteien und dem Proletariat stehen. Sie stellten fest: „Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen.“ [4] Und: „Jeder Klassenkampf ist ein politischer Kampf“ [5], d.h. ein Kampf um die Macht. „Der nächste Zweck der Kommunisten ist derselbe wie der aller übrigen proletarischen Parteien: Bildung des Proletariats zur Klasse, Sturz der Bourgeoisherrschaft, Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat.“ [6] Hier haben Marx und Engels die wichtigste Schlußfolgerung getroffen: „In diesem Sinn können die Kommunisten ihre Theorie in dem einen Ausdruck: Aufhebung des Privateigentums, zusammenfassen.“ [7] Die proletarische Revolution beginnt „am schwächsten Kettenglied“ des Imperialismus Marx und Engels waren hinsichtlich des gleichmäßigen Charakters der Entwicklung des Kapitalismus in der vormonopolistischen Epoche der Ansicht, daß die proletarische Revolution in der Mehrheit der entwickelten kapitalistischen Länder ungefähr gleichzeitig geschehen würde. Jedoch bei Anbruch der Epoche des Imperialismus, des höchsten und letzten Stadiums des Kapitalismus, und der Zunahme der Ungleichmäßigkeit, der Sprunghaftigkeit in der Entwicklung der kapitalistischen Länder, kam Lenin, als er die Partei der Arbeiterklasse auf die sozialistische Revolution vorbereitete, zu dem Schluß, daß im Laufe des Imperialismus die Revolution in einigen oder sogar in einem einzelnen Land geschehen kann, nämlich in dem Land, das in diesen Moment das schwächste Kettenglied der imperialistischen Staaten ist. [8] Die Sozialisten sind verpflichtet, eine revolutionäre Situation zu nutzen Die Bolschewiki waren in dieser Periode während des ersten Weltkrieges die einzige Partei der Welt, welche die Richtigkeit der revolutionären Verantwortung, die Richtigkeit der Beschlüsse der internationalen sozialistischen Vorkriegsparteitage bestätigten, nämlich – daß man die Krise und den durch sie hervorgerufenen imperialistischen Weltkrieg für den revolutionären Sturz der herrschenden Klassen (der zaristischen Regierung in Rußland), für die Vernichtung der Macht des Kapitals und für die Errichtung der Macht (der Diktatur) des Proletariats nutzen muß. So schreibt Lenin unter Bezugnahme auf die Resolution des Stuttgarter Parteitages (1907) und auf das Baseler Manifest (1912), „daß die Sozialisten verpflichtet sind, im Falle des Kriegsausbruchs die durch den Krieg herbeigeführte ‚wirtschaftliche und politische Krise’ auszunutzen, um ‚die Beseitigung der kapitalistischen Klassenherrschaft zu beschleunigen’ d.h. die durch den Krieg verursachte schwierige Lage der Regierungen und die Empörung der Massen für die sozialistische Revolution auszunutzen.“ [9] Der europäische Krieg ist eine gewaltige historische Krise des Imperialismus Lenin und die Partei der Bolschewiki wurde der „Voreiligkeit“ beschuldigt, die bolschewistische Fraktion Russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei wurde für ihre Absage an die Militärkredite, für ihren Aufruf zur Abschaffung des Zarismus in diesem Krieg durch die zaristische Regierung vor Gericht gestellt. Die Bolschewiki wurden zur Zwangsarbeit nach Sibirien verbannt, aber ihre revolutionären Prinzipien hatten sich nicht geändert. Sie nutzten die Krise, die durch den Krieg hervorgerufen wurde, für den revolutionären Sturz des Zarismus, für die Vernichtung der Macht des Kapitals. „Der europäische Krieg“, so stellte Lenin fest, „bedeutet eine gewaltige historische Krise, den Beginn einer neuen Epoche. Wie jede Krise hat der Krieg die tief verborgenen Widersprüche verschärft und ans Tageslicht gebracht, er hat alle heuchlerischen Hüllen zerrissen, alles Konventionelle beseitigt und die verfaulten oder angefaulten Autoritäten zerstört“ [10] Die Umwandlung des Krieges in eine proletarische Revolution „Die revolutionäre Klasse kann in einem reaktionären Krieg nicht anders als die Niederlage der eigenen Bürgerkrieg ist die einzig richtige proletarische Losung. Das zeigt die Erfahrung der Kommune, das ist im Basler Regierung wünschen, sie kann den Zusammenhang zwischen militärischen Mißerfolgen der Regierung und der Erleichterung ihrer Niederringung nicht übersehen.“ [11]. „Die Sozialisten müssen den Massen klarmachen, daß es für sie keine Rettung gibt, außer in der Niederwerfung der ‚eigenen’ Regierungen und daß die Schwierigkeiten dieser Regierungen im gegenwärtigen Krieg eben für diesen Zweck ausgenutzt werden müüssen.“ [12] Und die Bolschewiki haben die Losung von der Umwandlung dieses imperialistischen Krieges in einen Bürgerkrieg herausgebracht. „Die Umwandlung des gegenwärtigen imperialistischen Krieges in den Manifest (1912) vorgesehen, und das ergibt sich aus den ganzen Bedingungen des imperialistischen Krieges zwischen hochentwickelten bürgerlichen Ländern.“ [13] Was ist eine revolutionäre Situation? In dieser Periode formulierte Lenin die Hauptmerkmale einer revolutionären Situation: „Wir gehen sicherlich nicht fehl, wenn wir folgende drei Hauptmerkmale anführen: 1. Für die herrschenden Klassen ist es unmöglich, ihre Herrschaft unverändert aufrechtzuerhalten; die eine oder andere Krise der ‚oberen Schichten’, eine Krise der Politik der herrschenden Klasse, die einen Riß entstehen läßt, durch den sich die Unzufriedenheit und Empörung der unterdrückten Klassen Bahn bricht. Damit es zur Revolution kommt, genügt es in der Regel nicht, daß die ‚unteren Schichten’ in der alten Weise ‚nicht leben wollen’, es ist noch erforderlich, daß die ‚oberen Schichten’ in der alten Weise ‚nicht leben können’. 2. Die Not und das Elend der unterdrückten Klassen verschärfen sich über das gewöhnliche Maß hinaus. 3. Infolge der erwähnten Ursachen steigert sich erheblich die Aktivität der Massen, die sich in der ‚friedlichen’ Epoche ruhig ausplündern lassen, in stürmischen Zeiten dagegen sowohl durch die ganze Krisensituation als auch durch die ‚oberen Schichten’ selbst zu selbständigem historischem Handeln gedrängt werden. Ohne diese objektiven Veränderungen, die unabhängig sind vom Willen nicht nur einzelner Gruppen und Parteien, sondern auch einzelner Klassen, ist eine Revolution – in der Regel – unmöglich. Die Gesamtheit dieser objektiven Veränderungen wird denn auch revolutionäre Situation genannt.“ [14] Die Aufgabe der kommunistischen Partei in der Epoche der Krise Gleichzeitig bemerkt Lenin, daß „nicht aus jeder revolutionären Situation eine Revolution hervorgeht, sondern nur aus einer solchen Situation, in der zu den oben aufgezählten objektiven Veränderungen noch eine subjektive hinzukommt, nämlich die Fähigkeit der revolutionären Klasse zu revolutionären Massenaktionen, genügend stark, um die alte Regierung zu stürzen (oder zu erschüttern), die niemals, nicht einmal in einer Krisenepoche ‚zu Fall kommt’, wenn man sie nicht ‚zu Fall bringt’.“ [15] Über die kriegsbedingten Aufgaben der Sozialisten (sie nannten sich in jener Periode „Bolschewiki“) sagte Lenin: „…kein einziger Sozialist hat jemals und irgendwo die Garantie übernommen, daß gerade der jetzige (und nicht erst der nächste) Krieg, daß gerade die heutige (und nicht erst die morgige) revolutionäre Situation die Revolution hervorbringen werde. Hier handelt es sich um die völlig unbestreitbare und grundlegende Pflicht aller Sozialisten: um die Pflicht, den Massen das Vorhandensein der revolutionären Situation aufzuzeigen, ihren umfassenden und tiefgreifenden Charakter zu erläutern, das revolutionäre Bewußtsein und die revolutionäre Entschlossenheit des Proletariats zu wecken, ihm zu helfen, zu revolutionären Aktionen zu schreiten und der revolutionären Situation entsprechende Organisationen für die Arbeit in dieser Richtung zu schaffen.“ [16] Das Grundgesetz der Revolution Schon kurz nach der Revolution und dem Ende des Bürgerkrieges, schrieb Lenin in „Der ‚linke Radikalismus’ – eine Kinderkrankheit im Kommunismus“ das Grundgesetz der Revolution: „Das Grundgesetz der Revolution, das durch alle Revolutionen und insbesondere durch alle drei russischen Revolutionen des 20. Jahrhunderts bestätigt worden ist, besteht in folgendem: Zur Revolution genügt es nicht, daß sich die ausgebeuteten und unterdrückten Massen der Unmöglichkeit, in der alten Weise weiterzuleben, bewußt werden und eine Änderung fordern; zur Revolution ist es notwendig, daß die Ausbeuter nicht mehr in der alten Weise leben und regieren können. Erst dann, wenn die ‚Unterschichten’ das Alte nicht mehr wollen und die ‚Oberschichten’ in der alten Weise nicht mehr können, erst dann kann die Revolution siegen. Mit anderen Worten kann man diese Wahrheit so ausdrücken: Die Revolution ist unmöglich ohne eine gesamtnationale (Ausgebeutete wie Ausbeuter erfassende) Krise. Folglich ist zur Revolution notwendig: erstens, daß die Mehrheit der Arbeiter (oder jedenfalls die Mehrheit der klassenbewußten, denkenden, politisch aktiven Arbeiter) die Notwendigkeit des Umsturzes völlig begreift und bereit ist, seinetwegen in den Tod zu gehen,- zweitens, daß die herrschenden Klassen eine Regierungskrise durchmachen, die sogar die rückständigsten Massen in die Politik hineinzieht (das Merkmal einer jeden wirklichen Revolution ist die schnelle Verzehnfachung, ja Verhundertfachung der Zahl der zum politischen Kampf fähigen Vertreter der werktätigen und ausgebeuteten Masse, die bis dahin apathisch war), die Regierung kraftlos macht und es den Revolutionären ermöglicht, diese Regierung schnell zu stürzen.“ [17] * * * III. Über die jetzige Situation und die Nutzung der Leninschen Erfahrungen im revolutionären Kampf. Wie auch vor hundert Jahren befindet sich die Welt kurz vor einem Weltkrieg. Kriege sind eine direkte Fortsetzung der Politik der herrschenden Klassen, wie es sich im Laufe von Jahrzehnten immer wieder bestätigt hat, sie folgen der Natur des Imperialismus. „ ‚Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen’ (nämlich: gewaltsamen) ‚Mitteln.’ Dieser berühmten Ausspruch“, bemerkt Lenin in der von uns schon erwähnten Arbeit, „Sozialismus und Krieg“, „stammt von Clausewitz, einem der geistvollsten Militärschriftsteller. Die Marxisten haben diesen Satz mit Recht stets als theoretische Grundlage ihrer Auffassungen von der Bedeutung eines jeden konkreten Krieges betrachtet.“ [18] Das zionistisch-amerikanische Kapital auf dem Wege zur Weltherrschaft Nach der Zerstörung der Sowjetunion, der Vernichtung der Sowjetischen Armee und der Vereinigten Streitkräfte der Länder des Warschauer Vertrags standen dem Imperialismus der USA und der NATO keine Hindernisse für ihren Aufstieg zur Weltherrschaft mehr im Weg. Und man darf nicht vergessen, daß der USA-Imperialismus im NATO-Block eine entscheidende Rolle spielt, und die übrigen NATO-Länder eine Helferrolle ausüben. Sie dienen dem zionistisch-amerikanischen Kapital als Werkzeug in seinem Streben nach einer völligen Beherrschung der Welt. Ukraine: Eine zionistische Gruppierung des Kapitals Aus dieser Perspektive muß man auch die Ereignisse betrachten, die im vergangenen Winter in der Ukraine geschahen, und in deren Ergebnis eine zionistische Gruppierung des Kapitals an die Macht kam (oder genauer gesagt: durch die amerikanischen Regisseure des Majdan in der Macht installiert wurden), die vollständig von den amerikanischen Herrschern kontrolliert und verwaltet wird. Im Dienste des zionistischen Regimes Poroschenko-Jazenjuk-Turtschinow befinden sich die national-faschistischen Bandera-Gruppierungen von Tjagnibok und Jarosch, die für die Umsetzung der schmutzigsten, blutigen Maßnahmen, für nationalistische Verdummung der Massen und für die Ausrichtung zweier Brudervölker auf ein gegenseitiges Abschlachten, verwendet werden. Welche Rolle spielen die USA in der Ukraine? Die Ukraine wird im Endeffekt von den USA nicht gebraucht. Unser Land und die Werktätigen der Ukraine, sind das Kleingeld des amerikanischen Imperialismus in seinem Kampf um die Eroberung, Inbesitznahme und Kolonisierung Rußlands, für die Ausbeutung ihrer Naturreichtümer und Rohstoffquellen, und für die Umwandlung der Werktätigen Rußlands in Sklaven der multinationalen Konzerne und Banken. Nur im Auslösen neuer Kriege und militärischer Konflikte, nur in der Eroberung neuer Länder und in der Versklavung von deren Völkern, sieht der USA-Imperialismus und der westliche Imperialismus einen Ausweg aus der Krise, in der das gesamte kapitalistische Weltsystem zu versinken droht. Die USA versuchen, ihren unvermeidlichen Bankrott zu verzögern Die Auslandsschulden der USA sind übermäßig angewachsen, dem Dollar droht der Verlust als Hauptwährung der Welt, als Mittel zur Ausbeutung und Versklavung der Völker, als Mittel des Aussaugens der nationalen Reichtümer und Naturschätze der Mehrheit der Länder der Erde. Um den unvermeidlichen Bankrott auf jede nur mögliche Weise zu verzögern, braucht der USA-Imperialismus Rußland und sein Erdöl, sein Gas und seine billigen Arbeitskräfte. Denn die Widersprüche zwischen den sich rasant entwickelnden modernen Produktivkräften und den sie behindernden und überlebten kapitalistischen Produktionsverhältnissen verschärfen sich immer mehr. Bedroht Rußland wirklich den Frieden in Europa? Ende September hat USA-Präsident Barak Obama in seiner traditionellen Samstagsansprache an die Amerikaner wieder einmal „die russische Aggression“ erklärt, gegen die er nun die ganze Welt zu vereinigen sucht: „Amerika verstärkt seine Bemühungen, die ganze Welt gegen die russische Aggression in der Ukraine zu vereinigen. Gemeinsam mit unseren Verbündeten werden wir das Volk der Ukraine bei der Entwicklung der Demokratie und der Wirtschaft unterstützen.“ Obama erinnerte dabei auch an die Aktion in der UNO am 24. September: „In dieser Woche habe ich mich mit einer Vielzahl von Ländern verständigt, sich uns auf der richtigen Seite der Geschichte anzuschließen.“ Bei seinem Auftritt in der UNO erklärte Obama, daß die Handlungen Rußlands in der Ukraine eine wesentliche Friedensgefährdung darstellen. An erster Stelle stand bei Obama die Ebola-Infektion, an zweiter stand Rußland, das nach Meinung des Chef des Weißen Hauses, in der Ukraine eine überaus aggressive Rolle spielt und die „Weltordnung“ verletzt, und im weiteren nannte Obama vor allem die Bedrohungen durch die Kämpfer des „Islamischen Staates im Irak und Levante“. Wie werden Kriege gemacht? Und wem dienen sie? Die Geschichte der Kriege bezeugt, daß der Aggressor das künftige Opfer immer der Aggressivität seiner durchgeführten Politik beschuldigte. Lüge und Verleumdung werden, wie Lenin bei seiner Analyse des ertsen Weltkriegs bemerkte, von den herrschenden Klassen benutzt um die Volksmassen zu verdummen, zu betrügen und auf den Krieg vorzubereiten. Es ist ein Krieg, der angeblich einen rechtmäßigen Charakter trägt, der ihnen jedoch zur Bereicherung, zur Eroberung neuer Kolonien und zur Erschließeung neuer Absatzmärkte usw. dient. Ziel des westlichen Imperialismus ist die Eroberung Rußlands Es sind alle Merkmale eines bevorstehenden Krieges vorhanden. Rußland ist von allen Seiten von USA- und NATO-Militärstützpunkten umgeben. Nun hat auch die Ukraine Rußland den Rücken gekehrt und sich den USA und der NATO zugewendet, wobei in allen Massenmedien eine wilde antirussische Kampagne geführt wird. Es ist nicht bezweifeln, daß sobald die parlamentarische Wahlkampagne zu Ende gehen wird, das Morden im Donbass mit neuer Kraft entbrennen wird. Der Donbass ist für die USA und die EU (NATO) nicht nur eine Region, die reich an Schiefergas und anderen Bodenschätzen ist, doch hauptsächlich und in erster Linie wird er als Brückenkopf für den Angriff auf Rußland benötigt. Wird es einen Atomkrieg geben? Rußland ist eine Atommacht, auch wenn es infolge der Durchführung der verräterischen Politik der einseitigen Abrüstung in seinem Potential an Atomraketen erheblich geschwächt wurde. In den letzten Jahren hat der russische Präsident W. Putin in fieberhaft damit begonnen, die vergangene Militärmacht wiederherzustellen. Nach Aussage der Militäranalytiker, der Experten und der Kommentatoren, hat Rußland bis zum Jahre 2018-2020 alle Chancen, bei den Atomraketen die Parität mit den USA wieder herzustellen. Aber der Aggressor wird so lange nicht warten. Massive Kriegsvorbereitungen der USA zum Überfall auf Rußland In den USA werden bereits verschiedene Drehbücher zur Ausführung einer Aggression gegen Rußland durchgespielt. Natürlich kennen wir sie nicht alle – diese Frage fällt in den Kompetenzbereich und die Verantwortung der Spionageorgane der Russischen Föderation. Aber, ausgehend von den offiziellen Publikationen, von den Äußerungen amerikanischer Politiker und Militärs, sieht eines dieser Drehbucher den Einsatz der USA-Armee nach einer begrenzten Zahl von Atomwaffenschlägen auf 20 bedeutsame militärpolitische und ökonomisch wichtige Zentren Rusßands vor, womit eine völlige Zerrüttung der Verwaltung angestrebt wird, um dann die Führung Rußlands zur Kapitulation unter für den Aggressor günstigen Bedingungen zu zwingen. Ein anderes Drehbuch ist der Versuch, das Putin-Regimes mittels der Organisation von „Massenprotesten“ nach dem Vorbild des Kiewer Majdan zu entmachten und durch ein eigenes Regime nationaler Verräter aus Vertretern der liberal-zionistischen, proamerikanischen Opposition zu ersetzen. Wie sollen wir Komunisten uns gegenüber Putin verhalten? Und hier steht vor uns, vor den Bolschewiki, die Frage, wie wir uns zu Putin verhalten sollen. Nach meiner Meinung, ist die Antwort klar. Putin ist ein bürgerliche Führer, ein Antikommunist und Erz-Antistalinist. Er wurde an die Macht gebracht als Ersatz und Fortsetzer der Sache des blutigen Jelzin. Wie auch Gorbatschow und Jelzin, hat Putin angesichts der sich in ihren militärischen Plänen immer weiter steigernden Aggressoren der USA und der NATO die Politik der einseitigen Abrüstung Rußlands fortgesetzt. Sind die USA und Rußland Partner? Als Beispiel sei hier nur genannt das verräterische Abkommen zwischen Rußland und den USA zur Verringerung der strategischen Atomwaffen (START), das im April 2010 in Prag von Medwedjew und Obama unterzeichnet wurde, demzufolge die USA riesige einseitige Militärvorteile bekommen haben (insbesondere die Möglichkeit, in Europa einen gegen Rußland gerichteten Raketenschutzschild zu errichten; mit Ausnahme von seegestützter Flügelraketen großer Reichweite in konventioneller wie auch nuklearer Variante, u.ä.). Wir erinnern uns alle daran, wie dann Obama, die Führer der USA über einen Neubeginn in den Beziehungen zu Rußland redeten, und darüber, daß nun die USA und Rußland aus den Gegnern zu Partnern werden. Und das alles geschah mit einzigen Ziel, die Wachsamkeit der Führung Rußlands einzuschläfern, die Ambitionen zu bedienen (angeblich würden nun die Führer Rußlands zur Weltelite gehören, was aber bei weitem so ist – der entstehenden Oligarchie und ihren politischen Vertretern war es erlaubt, die Völker auszurauben, ein unrechtmäßig erworbenes Vermögen in Höhe von mehreren Milliarden anzuhäufen, und sich dabei aber immer an ihre Position als untergeordnete, nebensächliche und abhängige Struktur des weltweiten Zionismus, des weltweiten Finanzkapitals zu erinnern) und auf dieser Grundlage die weitere einseitige Abrüstung und Einkreisung Rußlands voranzutreiben. Auch Putin ist ein Oligarch… Putin vertrat immer in politischer wie auch in persönlicher Hinsicht (als Milliardär) die Interessen der russischen Oligarchie (und in erster Linie der Rohstoff-, Erdöl- und Erdgasmagnaten). In Zusammenhang mit der anwachsenden Drohung eines Krieges gegen Rußland wechselte er praktisch ins bürgerliche-patriotische Lager den Platz, wobei er stets ein Diener der Oligarchen blieb (und darüber können auch vereinzelte Prozesse gegen einzelne Oligarchen, wie zum Beispiel gegen W.Jewtuschenkow, den Besitzer von „Baschneft“ niemanden hinwegtäuschen). Es gibt einen ganz gewöhnlichen Konkurrenzkampf zwischen den verschiedenen Gruppen der Oligarchen, und der russische Präsident stellt sich in diesem Kampf mal auf diese, mal auf jene Seite, abhängig davon, mit welcher der entsprechenden Gruppierung er jeweils verbunden ist. Wie ist das mit der Krim? Die Krim den Amerikanern zu überlassen, wo sich doch die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung für eine Wiedervereinigung mit Rußland ausgesprochen hatte, und damit das allgemein anerkannte internationale Recht der Nationen auf Selbstbestimmung realisierte, das hätte Putin nicht gekonnt. Etwas derartiges zuzulassen, daß die Krim von den amerikanisch-nordatlantischen Kriegstreibern besetzt wird, und daß Sewastopol – die „Stadt der russischen Matrosen“, die Stadt der ruhmreichen Kriegsmarine Rußlands – eine Kriegsmarinestützpunkt der USA und der NATO wird, hätte bedeutet, den größten nationalen (und militärstrategischen) Verrat der Interessen Rußlands zu begehen und wäre ein militär-politischer Selbstmord gewesen. Welche Rolle spielt Rußland beim Krieg im Donbass? Putin hat den antifaschistischen Aufstand im Donbass nicht unterstützt. Er hat ihn gerade aufgrund seines bürgerlichen Klassenstandpunktes nicht unterstützt. Putin befürchtete, daß dieser Aufstand einen proletarisch-sozialistischen Charakter annehmen, und neben dem zionistisch-banderafaschistischen Kiewer Regime auch die bürgerlich-oligarchische Macht in Rußland mit ihm an der Spitze hinwegfegen könnte. Von daher kam auch der erfolgreiche Eintritt der Landwehr im Donbass Ende August 2014 und die Unterzeichnung des Minsker Abkommens. Die Kiewer Junta erholte sich und war imstande, ihre Kräfte umzuordnen, um mit äußerer Unterstützung zur Gegenoffensive überzugehen und zu versuchen, den Aufstand zu erdrosseln. Hier traten Putin und die Putinsche Führung in einem Gespann mit den Kiewer Zionofaschisten auf. Mehr noch, weil Putin hat das Volk vom Donbass nicht geschützt hat, hat er praktisch zugelassen, daß der Krieg auch gegen Rußland geführt wird, weil das Volk vom Donbass und das Volk Rußlands im wesentlich einheitlich ist. Sind Rußland und der Westen wirklich „Partner“? Putin, die Führung Rußlands, ist der Ansicht, daß mit den westlichen „Partnern“ Vereinbarungen abschließen kann, daß man den Aggressor befrieden kann. Dahinter steckt der tiefste Irrtum. Je nachsichtiger man gegenüber Aggressoren ist, desto mehr ist ihr Appetit geweckt. Davon zeugt wie die ganze Geschichte der Kriege und der internationalen Beziehungen, davon zeugt auch die obenangeführte Erklärung von Barak Obama. Die Imperialisten des Westens sind ganz und gar nicht die „Partner“ Rußlands, sondern ihre böswilligsten Feinde. Wer versucht, sich mit ihnen zu vereinbaren, der gibt Rußland der Abrechnung durch die USA und die NATO preis. Welche Aufgaben stehen vor den Kommunisten? Aufgabe der Bolschewiki ist es, die werktätigen Massen Rußlands dahin zu führen, daß sie den Kampf gegen beide bürgerlichen Fraktionen, gegen beide bürgerlichen Lager aufnehmen – sowohl gegen das bürgerlich-patriotische, als auch gegen das westliche orientierte, zionistisch-liberale Lager, den Kampf für die Vernichtung der Macht des Kapitals, für die Wiederherstellung des Sozialismus und der Sowjetmacht und für die Wiedergeburt der UdSSR. Nur so kann man Rußland vor der Eroberung durch den Westen und vor der kolonialen Sklaverei retten. Gibt es heute eine revolutionäre Sitation? Es entsteht die Frage, ob eine revolutionäre Situation herangereift ist, ob es bereits objektiv vorhandene Anzeichen für eine proletarischen Revolution gibt. Lenin erklärte, daß es ein Beleg für eine revolutionäre Situation ist, also eines ihrer wichtigsten Merkmale, wenn die Anzahl der Teilnehmer an Protestaktionen ungestüm anwächst, und wenn sich diese Kämpfe in einen Kampf umwandeln, der Millionenmassen des Volkes erfaßt. Schöpfer der Geschichte ist das Volk, welches sich im revolutionären Kampf gegen die Unterdrücker erhebt. Das Recht der Menschen im Donbass auf Verteidigung Als die banderafaschistische Junta mit der Aggression gegen das Volk im Donbass begann, als sie versucht hatte, den antifaschistischen Aufstand im Blut ersticken, weckte sie Millionenmassen des Volkes. Es gab Millionen Flüchtlinge aus Donbass, zerstörte Städte und Betriebe, eine zerstörte Infrastruktur, massenhafte Arbeitslosigkeit, es gab den Tod Zehntausender Zivilisten – all das ruft in den Herzen der Menschen den größten Klassenhaß gegen die führende zionistische Junta, gegen die heutigen Banderafaschisten hervor, die grausam alle diejenigen vernichteten, die mit ihr nicht einverstanden waren. Die Menschen nahmen selbst die Waffe in die Hand, um ihr Recht zu verteidigen, in ihrer russischen Muttersprache reden zu dürfen, um sich nicht den Banderaleuten, den blutigen Helfern der Faschisten und den Henkern beugen zu müssen, darunter sogar des eigenen ukrainischen (westukrainischen) Volkes, um das Recht auf ihr Leben und das ihrer Nachbarn und Verwandten zu verteidigen, das Recht in ihrem Heimatland zu leben. Wie verhält sich das Volk der Ukraine? Das Volk der westlichen und zentralen Ukraine beginnt aufzuwachen. Hunderte Leichen kommen zurück in die westukrainischen Städte und Dörfer, und zwingen die Menschen nachzudenken, in wessen Namen ihre Väter, Söhne, Ehemänner und Brüder ihr Leben lassen mußten, gegen wen sie im Osten der Ukraine kämpften und wen sie dort verteidigten! Die territoriale Ganzheit der Ukraine? War denn die Ukraine bis zum 21. Feburar kein ganzer, einheitlicher Staat, und hat sie nach der Machtübernahme durch die Banderafaschiten begonnen zu zerfallen. Man kann keinen einheitlichen Staat aufbauen, wenn man den Haß eines Teiles der werktätigen Bevölkerung auf anderen hervorruft, wenn man Nationalismus predigt, und wenn man internationale Feindschaft und Streitigkeiten entfacht. Es leuchtet das Morgenrot der Revolution! Übrigens hassen die Banderafaschisten Lenin auch dafür, daß er Internationalist war und ein Feind von Streit, Haß und Feindschaft zwischen den Völkern. Die heutigen Banderafaschisten, diese Helfer der Zionisten, die den Nationalismus predigen, sind bestrebt, den Hauptfeind der Werktätigen einer beliebigen Nationalität – die Bourgeoisie, das Kapital, den Imperialismus der USA-NATO vor ihr zu verbergen. Aber früher oder später werden diese nationalistische Verdummung und die russenfeindlichen Lügen zerstreut sein. Die werktätige Bevölkerung der Ukraine wird sich vereinigen und den Kampf gegen die Unterdrücker aufnehmen. Über der Welt leuchtet das scharlachfarbene Morgenrot der neuen sozialistischen Revolution. A.Majewski, Sekretär des ZK Allunions-KP (Bolschewiki) Quelle: http://vkpb.net.ua/2014_html/voyna.html Zitate: [1] Karl Marx/Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei. In: Marx/Engels, Ausgew.Werke in sechs Bänden, Bd.I, S.422. [2] ebd. S.423. [3] ebd. S.429. [4] ebd. S.416. [5] ebd. S.426. [6] ebd. S.430. [7] ebd. S.430. [8] siehe seine Arbeiten „Über die Losung der vereinigten Staaten von Europa“ (W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1960, Br.21, S.347) und „Das Militärprogramm der proletarischen Revolution“ (W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1975, Bd. S.23, S.72-83) [9] W.I. Lenin: Sozialismus und Krieg. In: W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, Bd.21, 1960, S.308. [10] W.I. Lenin: Der tote Chauvinismus und der lebendige Sozialismus, In: W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1960, Bd.21, S.87f. [11] W.I. Lenin: Sozialismus und Krieg, a.a.O., Bd.21, S.316. [12] ebd., S.317. [13] W.I. Lenin: Der Krieg und die russische Sozialdemokratie. In: W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1960, S.20. [14] W.I. Lenin, Der Zusammenbruch der II. Internationale. In: W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1960, S.206f. [15] ebd., S.207. [16] ebd., S.209. [17] W.I. Lenin, Der „linke Radikalismus“, die Kinderkrankheit im Kommunismus. In: W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1966, Bd.31, S.71f. [18] W.I. Lenin: Sozialismus und Krieg. In: W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1960, Bd.21, S.304f.

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