Montag, 17. November 2014
Kaffeekrise in Chiapas - Unterstützt die zapatistischen Kaffeekooperativen!
Anfang Oktober ist eine 4-köpfige Delegation von solidarischen Gruppen
(Syn Allois aus Griechenland, Tatawelo aus Italien, Echange Solidaire
aus Frankreich und wir von Aroma Zapatista), die zapatistischen Kaffee
importieren, aus Mexiko zurück gekehrt.
Es fanden viele Gespräche mit den Kaffeekooperativen und den
zapatistischen Räten der Guten Regierung statt. Leider haben wir keine
guten Nachrichten mitgebracht: In Chiapas hat sich die Kaffeekrankheit
La Roya (auch als Kaffeerost bekannt) sehr stark ausgebreitet. Auch die
zapatistischen Kaffeekooperativen rechnen mit Ernteeinbußen bis zu 75%
!!
Der Pilz La Roya, der vor einigen Jahren bereits in Mittelamerika große
Teile der Kaffeeernten zerstört hat, führt dazu, dass die
Kaffeepflanzen ihre Blätter verlieren und die Kaffeekirschen vor der
Reife abfallen. Sind die Pflanzen stark befallen, können sie eingehen -
ein Teil der Pflanzen ist bereits gestorben. Der Pilzbefall ist schwer
zu bekämpfen; viel Zeit und Geld ist nötig, um die Pflanzen zu pflegen
und von der Krankheit zu befreien.
Wichtig ist nun eine verstärkte Pflege der Kaffeefelder in Form von
guter Düngung der Pflanzen, vermehrter Anbau von Schattenbäumen,
Einsammeln der kranken Blätter sowie das Behandeln der Pflanzen mit
Mikroorganismen und Pilzen, die wiederum den Roya-Pilz bekämpfen und
Pflanzen und Boden stärken. Zudem ist der Aufbau von Baumschulen
wichtig, um die abgestorbenen Pflanzen zu ersetzen.
Für die Zapatistas ist es eine fatale Situation: Auch wenn die
rebellischen Gemeinden vor allem Nahrungsmittel zur Selbstversorgung
anbauen, sind die Kaffee-Kooperativen doch ein relevanter Faktor im
Widerstand. Für viele sind die Einnahmen aus dem Kaffeeverkauf die
einzigen Einkommen. Compañer@s werden nun gezwungen sein, außerhalb
ihrer Gemeinde arbeiten zu gehen, um Geld für notwendige Anschaffungen
zu verdienen.
Neben dieser schwierigen Lage hat zudem eine Dürreperiode in diesem Jahr
eine sehr geringe Maisernte verursacht. Eigentlich könnten sie die
Einnahmen aus dem Kaffeeverkauf gerade jetzt gut gebrauchen, um Mais
dazu zu kaufen. Viele sind somit gleich doppelt betroffen.
Wir rufen daher zu einer Spendenkampagne für die zapatistischen
Compañer@s auf, um sie bei ihrem fortlaufenden Aufbau von
Selbstverwaltungsstrukturen – darunter fallen auch die
Kaffee-Kooperativen - in dieser schwierigen Phase zu unterstützen.
Die Spenden sollen für die oben genannten notwendigen Maßnahmen zur
Erhaltung der Kaffeepflanzen, sowie für die Unterstützung der durch die
Dürre betroffenen Gemeinden zur Verfügung gestellt werden.
Falls ihr Interesse an mehr Informationen habt, meldet euch gerne bei
uns: kaffeekollektiv@aroma-zapatista.de
Bitte spendet bis zum 31.12.2014 an:
Spendenkonto 1:
Kaffeekollektiv Aroma Zapatista eG
GLS-Bank
IBAN: DE54 4306 0967 2039 2873 00
BIC: GENODEM1GLS
Stichwort: Spende Kaffeekrise
Spendenkonto 2:
Falls ihr eine Spendenbescheinigung möchtet,
überweist eure Spende bitte auf folgendes Konto:
Partner Südmexikos e.V.
Volksbank Böblingen
IBAN: DE30 6039 0000 0459 3900 07
BIC: GENODES1BBV
Stichwort: Spende Kaffeekrise
Wir und die Compas in Chiapas freuen uns, wenn ihr die Spendenkampagne
verbreitet und schicken euch gerne Flyer zum Verteilen zu.
Vielen Dank für eure Unterstützung! :-)
Euer Kaffeekollektiv Aroma Zapatista
------------------------------
Kaffeekollektiv Aroma Zapatista eG
Am Veringhof 11
21107 Hamburg
https://www.aroma-zapatista.de/
kaffeekollektiv@aroma-zapatista.de
Tel: 040-28 78 00 15
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