Düsseldorf, den 18.07.2017
Erneut bilden sich Faulgase
Am Samstagabend kam es im BAYER-Werk in Bergkamen zur Bildung von Faulgasen. Bis
voraussichtlich Mitte dieser Woche soll die Geruchsbelästigung anhalten. Obwohl der
Konzern selbst von Gasen spricht, die in der Nase stechen, will er den Betrieb nicht unterbrechen.
AnwohnerInnen und Belegschaftsangehörige sind so gezwungen, mit dem unerträglichen
Gestank zu leben. Die COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN (CBG) fordert, dass der
Zwischenfall nicht auf dem Rücken der Belegschaft ausgetragen werden darf. „In so einer
Situation ist es für jeden Menschen unerträglich zu arbeiten. Die Gesundheit seiner
Angestellten hat dem BAYER-Konzern mehr wert zu sein als die Profite.“, sagt Jens
Wegener von der CBG.
Bis der Konzern die Geruchsbildung beseitigt hat, müssen die Beschäftigten bei vollem
Lohnausgleich von der Arbeit freigestellt werden. Des Weiteren ist es nötig zu prüfen,
ob es bei ihnen oder AnwohnerInnen in der näheren Umgebung zu Beeinträchtigungen
der Gesundheit gekommen ist.
„BAYER spielt Zwischenfälle gerne herunter. Es liegt nun an den Behörden, diesen
Zwischenfall und seine Folgen genau zu prüfen.“, gibt CBG-Vorstandsmitglied Jan Pehrke
zu bedenken.
Bereits seit Jahren klagen die BergkamerInnen über Geruchsbelästigungen, die vom
BAYER-Werk ausgehen. Die 2008 eingeleitete Sanierung hat bislang keine Abhilfe schaffen
können. Ende Juli 2011 sorgte eine defekte Pumpe für schlechte Luft. Ende Juli 2012 schließlich
traten an einigen Leitungen Risse auf, durch die Abwässer sickerten und Duftmarken setzten.
Deshalb entschloss sich der Global Player erneut zu Reparatur-Arbeiten. Aber auch diese
brachten keine Abhilfe. Im Juni 2013 beschwerten sich die BergkamerInnen erneut und
klagten über Übelkeit und Kopfschmerzen. Knapp anderthalb Jahre später fiel dann die
letzte Stufe der Abwasser-Reinigung aus. Im Mai 2015 schließlich erhielt der Puffer-Behälter
eine Generalüberholung. Aber auch das brachte offensichtlich nichts.
„Der erneute Störfall zeigt, dass die bisherige Flickschusterei nicht weiterhilft. BAYER bleibt
nichts anderes übrig, als endlich ein umfassendes Sanierungskonzept für seine Niederlassung
vorzulegen“, so Jens Wegener abschließend.
Das internationale Netzwerk der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) leistet seit 1978
erfolgreich Widerstand gegen einen der großen Konzerne der Welt. Die CBG übt Solidarität mit den
Opfern von Konzernverbrechen und Konzernwillkür.
Die CBG erhält keinerlei offizielle Förderung und muss deshalb ständig um die Existenz kämpfen.
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Vorstand
Uwe Friedrich, Dipl. Ing., Bonn
Brigitte Hincha, Erzieherin, Hennef
Axel Köhler-Schnura, Betriebswirt, Düsseldorf
Jan Pehrke, Journalist, Düsseldorf
Beirat
Dr. Erika Abczynski, Kinderärztin, Dormagen
Hiltrud Breyer, ehem. MdEP
Eva Bulling-Schröter, MdB, Berlin
Wolfram Esche, Rechtsanwalt, Köln
Prof. Jürgen Junginger, Designer (i.R.), Krefeld
Prof. Dr. Jürgen Rochlitz, Chemiker, ehem. MdB, Burgwald
Prof. Rainer Roth, Sozialwissenschaftler, Frankfurt/M.
Arne Semsrott, Politologe, Berlin
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