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Donnerstag, 7. Oktober 2010

Kuba heute...

Kommentar und Meinungsäußerung zur CTC-Verlautbarung

Eine schwerwiegende Erklärung der politischen Führung des sozialistischen Kubas

von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel (18. September 2010)

Wer in letzter Zeit die bürgerlichen Medien von handelspolitischen Blättern bis hin zum SPIEGEL in deren Berichten über Kuba verfolgt hat, dem blieb nicht verborgen, wie da frohlockt worden ist, weil das sozialistische Kuba seine Auslandsschulden kaum noch bedienen kann und die Wirtschafts- und Versorgungskrise im blockierten Inselstaat vor keiner zu erwartenden Lösung steht. Versagt der kubanische Sozialismus?

1960 - 1989

Schauen wir dazu bitte mal in die Geschichte Kubas seit dem Sieg der kubanischen Volksrevolution vor 52 Jahren. Dazu zählt die Entwicklung der sozialistischen Republik Kuba bis 1989 zu einem Land mit beispielhaften Sozialstandards, wenn wir Kuba mit den Nachbarländern vergleichen. Bildungs- und Gesundheitswesen genügen in Kuba modernsten Standards. Für niemanden sorgte die kubanische revolutionäre Führung bisher so gut wie für die Kinder Kubas.

Bis Mitte der 60er Jahre spielte Ernesto Che Guevara eine große Rolle bei der Entwicklung des „neuen Menschen“ in Kuba. Dieser „neue Mensch“ sollte seine schöpferischen Fähigkeiten unermüdlich in den Dienst der Sache der Revolution und des Sozialismus stellen, unentgeltlich auch an „roten Sonnabenden“ in Anlehnung an die sowjetischen „Subbotniks“ freiwillig Arbeitseinsätze leisten und so ganz bewusst immer wieder den „inneren Schweinehund“ aus eigener Grundüberzeugung und gelebter Parteilichkeit heraus überwinden. Che Guevara selbst ging da mit allerbestem Beispiel voran. Er beteiligte sich an der körperlich sehr harten Arbeit in der Zuckerrohrernte, für die das gesamte kubanische Volk immer wieder mobilisiert werden musste.

Diese Verabsolutierung der rein ideellen Stimulierung des „sozialistischen Wettbewerbs“ in und zwischen den Arbeitskollektiven kam der verbreiteten Spontaneität in der Mentalität der Kubaner sehr entgegen, bewirkte aber keinesfalls ausdauernde Disziplin bei der täglichen produktiven Arbeit. Kuba verfügte über eine vorwiegend ländliche Bevölkerung, die zu Großgrundbesitzerzeiten für Billigstlohn schuftete, um nicht zu verhungern. Großbetriebe gab es im vorrevolutionären Kuba nicht, schon einfach weil die für deren Betreiben notwendigen Energieträger dem Land fehlen. Der größte Fluss Kubas ist gerade mal so groß wie ein Drittel der durch Berlin fließenden Spree.

Vergleichsweise hatte die DDR weitaus bessere Voraussetzungen, trotz COCOM-Liste und Handelsembargo eine sozialistische Gesellschaft aufzubauen und wirtschaftlich dabei so zu entwickeln, dass die Sozialstandards ständig verbessert werden konnten. Die DDR verfügte über ein in Generationen herangewachsenes gut qualifiziertes Facharbeiterpotential, Kuba verfügte über großartige musikalische Talente und Revolutionäre, die immerhin ihr Land selbst von imperialistischer Fremdherrschaft und der Despotie der Zuckerbarone und US-Bordell- und Glücksspielmafia befreiten.

Die im RGW zusammengeschlossenen sozialistischen Länder unterstützten Kuba seit 1960 vor allem materiell und in der Ausbildung von Fachkräften. Die damals gelieferten sowjetischen Kalaschnikows stellen noch heute die materielle Basis für die Volksbewaffnung Kubas, die stärkste Waffe zur Abwehr der ständigen Gefahr einer offenen militärischen US-Aggression gegen Kuba. Grundlegend für die kubanische Wirtschaft waren vor allem die sowjetischen Erdöl-Lieferungen, die fast als Geschenke an die kubanische Revolution erfolgten und den Sozialismus in Kuba wesentlich stützten.

„Spezialperiode“ seit 1990

1990 war all die materielle Unterstützung des sozialistischen Kubas aus den einstigen sozialistischen RGW-Ländern Europas schlagartig weggebrochen. Vertragsbrüchig verweigerte die Bundesrepublik Deutschland sogar die Milchpulver-Lieferungen an Kuba, weshalb zwei entsprechende Betriebe in Sachsen-Anhalt ihren Hauptabnehmer verloren. Das war der Anlass zur Schließung dieser beiden Betriebe und schadete vor allem der Versorgung der kubanischen Babies. Kubas Hochleistungsmilchrinder bekamen kein Kraftfutterkonzentrat mehr aus den einstigen RGW-Ländern und gingen jämmerlich zugrunde. Cuba sí machte mit einstigen DDR-Agrarspezialisten enorme solidarische Anstrengungen, um Kubas Milchwirtschaft auf eigener heimischer Grundlage zu entwickeln.

War es schon in den 80er Jahren zu Zeiten der besten Versorgung der kubanischen Bevölkerung mit Massenbedarfsgütern so, dass beispielsweise feste Schuhe im Rahmen der „Libreta“ (Grundversorgung auf Rationierungs- und Bezugsscheinbasis) nur ein Mal in drei Jahren dem kubanischen Bürger gestellt werden konnten, so brach dieses Rationierungssystem seit 1990 immer wieder dramatisch vielerorts zusammen. Milch und Lebensmittel konnten nicht geliefert werden, weil einfach der Kraftstoff für die Fahrzeuge fehlte. Mitte der 90er Jahre kam es dazu, dass die verzweifelnde Bevölkerung zuweilen gar „Dollarläden“ stürmte, weil es dort eben begehrte Dinge wie Schuhe, Fleisch usw. gab. Die „boat people“ genannte Auswanderungsbewegung aus Kuba nahm dramatische Züge an, angeheizt durch die Weigerung der USA, ausreisewilligen Kubanern die Visa zu erteilen.

Wer seinerzeit nach Kuba reiste und dort Freunde in normalen Arbeiterfamilien besuchte, fand oftmals freundliche arbeitslose Menschen vor. Sie berichteten davon, dass die Arbeitsstelle geschlossen ist, weil keine Energie für die Produktion geliefert werden kann. Unsereins stieß auf Familien, wo fünf erwachsene Frauen (Mutter und Töchter) zuhause herumsaßen, während das Familienoberhaupt noch einer geregelten Arbeit nachging. Die Diskussion darüber, warum die jungen arbeitsfähigen Frauen nicht in der Landwirtschaft zur Verbesserung der Versorgung mit Lebensmitteln arbeiten, ergab lediglich, dass sie ja Schreibmaschine schreiben oder sonst wie qualifiziert wären und daher nicht auf einem Hühnerhof oder im Rindstall oder auf dem Tabakfeld eingesetzt werden wollen.

Dies alles in einem Land, wo tagsüber wärmste Sonne strahlt, abends Regenschauer die grüne Natur wachsen lassen und pro Jahr nicht etwa eine, sondern drei Ernten möglich sind. Bei Einhaltung wissenschaftlicher Fruchtfolgen auf den Äckern sind also beste Erträge dort möglich, auch wenn Düngereinsatz und Schädlingsbekämpfungsmitteleinsatz nur minimal erfolgen können. Aber: Landwirtschaft ist harte körperliche Arbeit und verlangt ein hohes Maß an Disziplin, denn der Ertrag muss tagtäglich beharrlich hart erarbeitet werden. Was demjenigen schwerfällt, der meint, es nicht nötig haben zu müssen, weil der Staat ihn auch ohne harte Arbeit durchfüttert.

Unsereiner erlebte damals vereinzelt in Funktionärsfamilien, dass der jugendliche Sohn sich clever vorkam, den bei Touristen wegen des Konterfeis vom Che begehrten 3-Peso-Schein gegen den 10-Dollar-Schein tauschen zu wollen ... er wolle mal „Geschäftsmann/Händler“ werden. Seine Eltern lebten in bescheidenem Luxus (Haus, Garten, gutes Mobiliar). Während die Arbeiterfamilien selbst auf den Balkons von Havanna sich mit den viel zu wenigen Küchenabfällen im Aufziehen eines Ferkels übten, um doch mal irgendwann den eigenen Festbraten zur Verfügung zu haben.

Gleichzeitig mobilisierte Kubas Führung letzte Reserven, um nahe Varadero eigene Ölfelder an der Küste zu erschließen und so die Kraftstoffkrise zu lindern. Ein Glücksfall war dann in den letzten 10 Jahren die Regierung von Hugo Chávez im Erdölförderstaat Venezuela, welche Kuba Öl zu Sonderkonditionen liefert. Aber voran ging es mit Kubas Wirtschaft dennoch nicht, wie die sich wiederholenden Missernten (auch nach Naturkatastrophen wie Hurrikanen) zeigen. So konnte seit ca. 20 Jahren die „Spezialperiode“ genannte Krisenzeit Kubas nicht beendet werden.

Wie Kubas Unabhängigkeit und soziale Errungenschaften sichern?

Es ist einleuchtend, dass das Entwicklungsland Kuba auch in Länder wie Vietnam und China schaut, die sich nach ihren siegreichen antiimperialistischen und sozialistischen Volksrevolutionen und errungener nationaler Unabhängigkeit unter den seit 1989 dramatisch veränderten äußeren Bedingungen eigenständig weiterentwickeln.

Fidel bewegt schon seit etlichen Jahren immer wieder die Frage, ob der revolutionäre Prozess in Kuba umkehrbar ist oder nicht. Die im kubanischen Volk immer wieder breit zu diesem Thema geführte Diskussion soll erbringen, ob der Rückhalt der Volksmassen für das revolutionäre und sozialistische Gesellschaftssystem Kubas ausreichend groß ist oder eine wachsende Massenbasis für die Konterrevolution die Zukunft des roten Kubas gefährdet.

Massenhafte kleinbürgerliche Existenzen als Perspektive?

Der Punkt ist nun erreicht, wo es mit der „Spezialperiode“ nicht mehr weitergehen kann und soll, eben weil auch in einer soziale Gerechtigkeit anstrebenden sozialistischen Gesellschaft nur verteilt werden kann, was zuvor erwirtschaftet worden ist. Und da die kubanische Volkswirtschaft aus schwerwiegenden Defiziten nicht herauskommt, sehen die politischen Führungskräfte Kubas offenbar den einzigen Ausweg nur noch in einer radikalen Beseitigung beinahe aller subventionierten staatlichen Wirtschafts- und Verwaltungsbereiche. So radikal, dass es mehr als eine ganze Million von im staatlichen Sektor beschäftigten Menschen treffen kann, bei insgesamt 12 Millionen Einwohnern Kubas.

Unsereins denkt dabei an sozialistische Rationalisierung, wie es sie auch in der DDR gab. So setzte natürlich die Landwirtschaft in der DDR Arbeitskräfte frei, weil vergegenständlichte Arbeit (Mechanisierung, Einsatz hochproduktiver Maschinen, industrielle Tierhaltung usw.) das Volumen an lebendiger Arbeit (Arbeitskräften) minderte. Was geschah aber in der DDR mit dem freigesetzten Gärtner oder Schafhirten? Solche Menschen wurden bei voller Lohnzahlung umgeschult und arbeiteten anschließend in anderen Betrieben weiter.

Wie aber kann sozialistische Rationalisierung in Kuba aussehen? In einem Entwicklungsland ohne eigene Energiebasis? Einem Land ohne große Industriekomplexe. Zweifellos steht Kubas revolutionäre und sozialistische Führung da vor einer großen Herausforderung. Und derzeit setzt Kubas Führung offenbar darauf, dass freizusetzende Verwaltungsangestellte und Arbeiter staatlicher Betriebe aus den vielen bezuschussten Bereichen sich selbständig machen sollen, so dass da massenhaft kleine Selbständige und Gewerbetreibende die Volkswirtschaft beleben sollen.

Welche Möglichkeiten wird wohl jene Million Menschen haben, die da demnächst in Kuba bald ohne Arbeit sein werden? Wünschenswert wäre, dass die Regierungsbehörden zumindest helfen, solche Menschen in ländliche Gegenden umzusiedeln, so sie dazu bereit sind. Denn die extensiv betriebene Landwirtschaft bietet ganz natürlich produktive Arbeitsmöglichkeiten. Des Weiteren könnte der Fischfang einen Teil dieser Menschen auffangen.

Was aber steht zu erwarten an, wo der Tourismus mittlerweile mehr Devisen einbringt als die traditionelle Hauptdevisenquelle der Insel namens Zuckerrohr? Die Dienstleistungen für Touristen werden sich weiter ausweiten. Darunter nicht nur seriöse Dienstleistungen wie Haarschneiden oder Taxiservice, sondern auch der Bar- und Prostitutionsbetrieb mit den üblichen Tarnungen als Massage- und Schönheitssalons oder privater Pension („Stundenhotel“). Und wenn die Jagd nach den begehrten Dollars richtig losgegangen ist, dann ist es zu korrupten Behörden und Polizisten auch nicht mehr weit, wie unsereiner weißen. Dies kann der Tod der kubanischen Revolution und des Sozialismus in Kuba werden. Und natürlich drängen kleinbürgerliche Existenzen dorthin, wo „rasches Geld“ winkt. Wenn dies zu einer massenhaften Erscheinung wird, siegt der Dollar über die kubanische Revolution.

Was sagt die Kommunistische Partei Kubas?

Es bleibt derzeit die große Frage, wie sich die Kommunistische Partei Kubas positioniert. Es der Gewerkschaft zu überlassen, als Interessenvertreter der lohnabhängig Beschäftigten eben diesen Arbeitern und Angestellten den Arbeitsplatzverlust als gesellschaftliches Erfordernis zu vermitteln, ist nicht nur eine Bankrotterklärung der politischen Führung Kubas sondern auch der KP Kubas. Denn natürlich haben Politbüro und ZK der KP Kubas lange und längst diskutiert und beschlossen, was da jetzt administrativ umgesetzt werden soll.

-1- Den kubanischen Kommunisten muss klar sein, dass jeder Entlassene zum gefundenen Fressen für die Konterrevolution werden muss, welche aus allen Rohren posaunen dürfte „Die Revolution frisst ihre Kinder“ und damit dieselbe Endzeitstimmung für Kubas Revolution verbreiten wird, wie sie 20 Jahre zuvor für die DDR und die UdSSR usw. verbreitet worden war. Mit dem Unterschied zu einst, dass jetzt die Massenbasis dafür geschaffen werden wird, dass diese konterrevolutionäre Propaganda auf fruchtbaren Boden fällt und zu konterrevolutionären Massenstimmungen führen kann, wie es ja bisher nie gelungen ist.

-2- Den kubanischen Kommunisten muss klar sein, dass jeder Entlassene sich von der Revolution und der Regierung im Stich gelassen sehen wird. Das Vertrauen in die politische Führung und die kubanische Revolution im kubanischen Volk wird zweifellos abnehmen, wenn es zu Massenentlassungen im Staatssektor kommt. Auch die Ausreisewelle aus Kuba dürfte erneut Auftrieb bekommen, denn selbständig eine Bar zu betreiben, sich zu prostituieren, es im Kleinhandel und Kleingeschäft zu versuchen ... das dürfte in den kaufkräftigeren USA besser funktionieren als in Kuba, aus Sicht etlicher von Massenentlassungen in Kuba betroffener Menschen.

-3- Den kubanischen Kommunisten muss klar sein, dass Kleinunternehmer natürlich auch ihre Klasseninteressen vertreten sehen wollen. Gibt es bald den kubanischen Unternehmerverband? Wie wird es aussehen, wenn das Auslandskapital „einsteigt“, indem so mancher (auch von den Konterrevolutionären oder der CIA beeinflusste) „Auslandsinvestor“ eine Kubanerin heiratet und in Kuba geschäftstätig wird? Die Dollars werden da sicherlich fast ausschließlich zugunsten konterrevolutionärer Stimmungen und Gruppierungen zu fließen beginnen. Die Konterrevolution erhält ihre Klassen- und Massenbasis.

Es geht unsereins nicht darum, schwarze Teufel an die Wand zu malen oder besserwisserisch Kubas Führung Ratschläge erteilen zu wollen. Wir Marxisten-Leninisten sind jedoch ernsthaft und schwerwiegend in großer Sorge angesichts jener Verlautbarung des kubanischen Gewerkschaftsverbandes CTC.

Unsereiner als selbst aktiver Gewerkschafter würde aus einer Gewerkschaft sofort austreten, die Massenentlassungen gutheißt. Eine Gewerkschaft ist die direkte Interessenvertretung der Beschäftigten in den Arbeitsstellen. Sicherung der Arbeitsplätze, der Löhne und Gehälter, möglichst guter Arbeitsbedingungen und Sicherung und Ausbau der sozialen Rechte der Beschäftigten muss oberstes Anliegen jeder glaubwürdigen Gewerkschaft sein. Eine Gewerkschaft, die Massenentlassungen gutheißt, verliert jeglichen Sinn und ihre Daseinsberechtigung. Sie verballhornt und pervertiert gewerkschaftliche Ziele und Grundsätze. Sollten derzeit massenhaft Kubas Gewerkschaftsmitglieder die CTC verlassen oder deren Verlautbarer solcher Wirtschaftsreformen zum Teufel jagen, würde unsereiner dafür nur volles Verständnis aufbringen. Völlig unverständlich bleibt, dass eine Gewerkschaftsführung überhaupt so ein Papier unterschrieben hat.

Was Kubas Revolution und Kubas Sozialismus derzeit brauchen, ist das Anknüpfen an Lenins Lehren. Da wäre „die große Masseninitiative“, die Nutzung der aktiven schöpferischen Rolle der Volksmassen. Bei Lenin und Stalin finden sich die besten Konzepte, um auf sozialistischer Grundlage eine Volkswirtschaft erfolgreich zu entwickeln. Auch Russland war einst ein rückständiger Agrarstaat, als die Bolschewiki dort mit dem Roten Oktober die Diktatur des Proletariats errichteten ... und sie entwickelten die UdSSR trotz Krieg, Embargo und vielen Problemen aus nur der eigenen Kraft dank der schöpferischen Massenaktivität der Volksmassen unter der Führung der KPdSU auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus. Wir wünschen uns ein starkes revolutionäres und sozialistisches Kuba. Ihm gehört unsere brüderliche Solidarität aus vollem Herzen.

Es lebe der Sozialismus auch und erst recht in Kuba!

Es lebe der Marxismus-Leninismus als Richtschnur für die Kommunisten!

Es lebe die Diktatur des Proletariats!

Es lebe unser aller antiimperialistische Solidarität mit Kuba!

Ein Hoch auf die kubanischen Ärzte, die Helden unserer Zeit!

Ein Hoch auf die kubanischen Alphabetisierer, die Helden unserer Zeit!

Ein Hoch auf das kubanische Volk, auf José Martí, Fidel, Raúl und Ché!

Jens-Torsten Bohlke, 18. September 2010 ´

Montag, 30. August 2010

Gedanken des Genossen Fidel Castro

Die Weltregierung

Zweiter Teil

(Entnommen aus Cubadebate in deutschsprachiger Ausgabe der Granma Internacional Digital / redaktionell und stilistisch überarbeitet von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel, anhand des Originaltextes in Cubadebate)

Auf Kommunisten-online am 30. August 2010 –

„ABC des Drogenhandels“

„Das Opium wird in verschiedenen Regionen der Welt angebaut: in Südamerika, im Goldenen Dreieck Laos, Burma und Thailand, in Afghanistan, Pakistan und Zentralasien, in einem als Goldener Halbmond bekannten Gebiet. Die große Mehrheit der Schlafmohnarten wächst in einem schmalen bergigen Gebiet von sechstausend Kilometern, das sich vom asiatischen Süden bis zur Türkei erstreckt und durch Pakistan und Laos führt.“

„Zum jetzigen Zeitpunkt ist klar, dass die „Bilderberger“ nicht persönlich den Drogentransport bzw. die Geldwäsche der Gewinne übernehmen. Das übernimmt die CIA…“

„…Neil Clark zeigt Folgendes auf: ‘Soros ist nicht über die Zielstellungen von Bush verärgert – die in der Ausdehnung der Pax Americana (Frieden auf US-amerikanische Art) bestehen und damit zu erreichen, dass die Welt sicherer für globale Kapitalisten wie er ist – sondern über die von Bush verwendete plumpe und ordinäre Art und Weise, um dies zu erreichen’.“

„Der für die Balkanhalbinsel vorgeschlagene ‘Marshallplan' ist eine Illusion […] Finanziert durch die Weltbank und die Europäische Entwicklungsbank (EBRD), sowie durch private Gläubiger wird er hauptsächlich den Bergbau-, Erdöl- und Bauunternehmen zugute kommen und die Außenverschuldung vor Ort bis weit in das dritte Jahrtausend hinein aufblähen’.“

„Militärische Intervention der NATO“

„Die Konsolidierung der Macht der NATO im Süden von Europa und im Mittelmeerraum stellt ebenfalls einen Schritt in Richtung Erweiterung der geopolitischen Einflussbereiche der Bilderberger über die Balkanhalbinsel hinaus dar, und zwar in Richtung Kaspisches Meer, Zentralasien und Westasien.“

„Das Gespenst von Travis“

„In der ersten Novemberwoche von 1999 habe ich das erhalten, was im Grunde genommen eine aus Ladispoli, einem kleinen Ort in der Region Lazio, Rom, an der Mittelmeerküste, geschickte Ansichtskarte schien.“

„Der 30. März 1980 war jener Tag, an dem wir offiziell die Sowjetunion verließen. Während wir in Italien waren, richteten wir uns in Ladispoli ein, einem kleinen Ort, der im darauf folgenden Jahr unser Heim sein sollte.“

„Ich ging auf die Straße. Es nieselte. Zwei kleine Kinder sprangen entzückt von einer Pfütze in die andere und hinterließen die Spuren ihrer Füße auf den Gehsteigen. Unter Gewitterwolken überquerte ich die elegante Straße und öffnete die Tür zur Kneipe an der Straßenecke nahe meiner Wohnung. 29. November 1999. Was zum Teufel bedeutet all das? Ich las den Text erneut. ‘Ich verbringe die Zeit angenehm. Wenn du nur hier wärst.’ Unterzeichnet: Fashoda. Wer zum Teufel war jener Typ?“

„‘Fashoda ist keine Person, sondern ein Ort!’ ich konnte spüren, wie mein Herz schlug. 29. November 1999 […] Plötzlich richtete ich mich an meinem Sitzplatz auf. ‘Fashoda, Travis Read!!!’.“

„Travis war ein Gauner, den ich während der Versammlung des Club Bilderberg in King City im Jahr 1996 kennen gelernt hatte. Er war ein unbedeutender Dieb, undiszipliniert und abscheulich […] Travis war anfällig dafür, verhaftet zu werden und fast mit derselben Geschwindigkeit wieder frei gelassen zu werden.“

„Wie ich später erfuhr, hatte Travis Read sich in einen Verbrecher verwandelt, um mit den Verbrechern zu arbeiten.“

„Er wurde durch Kontaktpersonen, die sowohl für die CIA als auch für die Landespolizei von Kanada, die RCMP arbeiteten, nach Sudan geschickt […] Niemals wurden die Einzelheiten seiner Reise in den Sudan enthüllt, aber genau wie 1899 zog jener gottverlassene Ort aller Art ungeeignete Typen aus den im höchsten Grade geeigneten Motiven an.“

„‘Wenn Travis mich sehen will, dann wird sich das in ein großes Durcheinander verwandeln’, sagte ich zu mir selbst.“

„Ich muss zugeben, dass ich, immer wenn die Dinge begannen, schlecht zu stehen, auf die ehemaligen sowjetischen Beamten vertraute. Etwas ihnen Innewohnendes machte, dass sie dem Westen nicht trauten und sich nicht leicht kaufen ließen, ganz das Gegenteil von dem, was die Zeitungen für die großen Massen und die Presseberichte glauben machen wollen.“

„Sie gehörten nicht zu der Art Menschen, die zu betrügen dir gefallen würde. Ich wusste, dass ich bei ihnen sicher war. Mein Großvater hatte zu Beginn der 50er Jahre sein eigenes Leben riskiert, um das Leben von Eltern dieser Männer, KGB-Agenten, zu retten…“

„Am 27.November, spät am Nachmittag klingelte mein Handy. Es war Travis. Er war in irgendeiner Spelunke am Stadtrand von Rom abgestiegen.“

„-Piazza della Repubblica, nachmittags um halb sechs – unterbrach ich ihn.

„-Ich lege die Regeln fest - brüllte Travis.“

„- Willst du die Information oder nicht? - fragte Travis.“

„-Nicht so sehr, um mich umbringen zu lassen – sagte ich kalt.“

„Travis erschien nicht zu dem Treffen. Gegen halb neun abends begaben wir uns schnell in seine Residenz, wenn man das so nennen kann, und zwar mit gezogenen Pistolen. Die aus einem Raum bestehende Spelunke war vollkommen geplündert. Aber trotzdem gab es weder Spuren von Widerstand noch Blutflecken oder die Leiche von Travis Read. So weit ich das weiß, hat man nie wieder von ihm gehört.“

„Ab und zu erscheint das Gespenst von Travis in den verborgensten Winkeln meines Gedächtnisses, eine morbide Erinnerung der Schwäche und Fehlbarkeit des menschlichen Geistes.“

So beendet Estulin das Kapitel 3.

„KAPITEL 4“

„Bilderberg und der geheime Krieg in Afghanistan“

„Die Ursachen, weshalb die Kriege ausgelöst werden, sind in der Ideologie verwurzelt, die sich in den Schulbüchern widerspiegelt: die Nationen gehen in den Krieg für schrecklich lange Zeiträume, indem sie sich auf Lügen stützen, wie es der Erste Weltkrieg und jeder einzelne der Konflikte des 20. Jahrhunderts gezeigt haben.

Der berühmte Historiker Edmund Morgan schrieb Folgendes: ‘Die Geschichte wiederholt sich nie. Das scheint nur denen so, die die Einzelheiten nicht kennen.’“

„Das Becken des Kaspischen Meeres und von Zentralasien nehmen die Schlüsselpositionen für die Energie des 21. Jahrhunderts ein. Zweidrittel der Ölreserven befinden sich in jener Region […] ‘Amerika will, dass die Region vollkommen unter US-Herrschaft ist’, wie James Donan in einem in der Handelsfachzeitschrift Oil & Gas Journal am 9. Oktober 2001 veröffentlichten Artikel behauptet.“

„‘…Madeleine Albright [die damals in der Clinton-Regierung Ministerin und eine der für den Kosovo-Krieg verantwortlichen Personen war] sagte abschließend, dass, 'dafür zu arbeiten, die Zukunft des Gebiets zu bestimmen, eine der überwältigendsten Sachen ist, die wir tun können'’, wie die Zeitschrift Time in ihrer Ausgabe vom Mai 1998 berichtet.

„Der Golfkrieg hat ermöglicht, dass das Pentagon zahlreiche Militärstützpunkte in Saudi-Arabien, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderorts einrichten konnte.“

„Wie Professor Michel Tschossudowskij es in War and Globalization belegt, befindet sich das von der NATO im Jahr 1999 gebildete Bündnis GUUAM (Georgien, Ukraine, Usbekistan, Aserbaidschan, Moldawien) über dem Kern des kaspischen Reichtums an Öl und Naturgas. Drunlegend im GUUAM ist Georgien als Staat und Kunde der Vereinigten Staaten, wo Mikhail Saakaschwili den ehemaligen Außenminister Eduard Schewardnadse durch einen geschickt von den US-Amerikanern gedeichselten Putsch, welcher als ein spontaner Volksaufstand präsentiert wurde, als Präsidenten ablöste.“

„Gemäß Project Underground […] machen sich ehemalige Mitglieder der Sowjets, des KGB und des Politbüros den Ölreichtum zunutze, und zwar gemeinsam mit «einer bedeutenden Sammlung an wichtigen Figuren des Kalten Krieges, die hauptsächlich aus dem Kabinett von George [H. W.] Bush stammen». Die Spieler sind die ehemaligen Berater von Reagan, Bush und Clinton, wie z.B. James Baker III (ehemaliger Staatssekretär in der Regierung von Bush Senior), Dick Cheney (Vizepräsident) und John Sununu (ehemaliger Personalchef des Weißen Hauses).“

„…Peter Sutherland (von der British Petroleum), die Königin Elizabeth II von England (Hauptaktionärin von British Petroleum, Kopf des Komitees der 300), die um die Kontrolle über die Ölressourcen und die Korridore der aus dem Becken des Kaspischen Meeres kommenden Ölpipelines kämpfen. Im Jahr 1998, nach der geheimen Zusammenkunft des Club Bilderberg in Schottland habe ich in den unabhängigen Medien berichtet, dass die NATO, den Befehlen des Clubs, der sie gegründet hat, folgend, Russland den Freibrief gegeben hat, um Tschetschenien zu bombardieren, wissentlich, dass damit die Feindseligkeiten zwischen jenen beiden Ländern, deren gegenseitiger Hass über dreihundert Jahre alt ist, noch mehr zunehmen würden.“

„Die afghanische Erdölleitung war nicht einfach nur ein Geschäft, sondern ein Schlüsselbestandteil einer weiter gefassten geostrategischen Agenda: vollkommene militärische und wirtschaftliche Kontrolle von Eurasien (Mittlerer Osten und die ehemaligen Sowjetrepubliken von Zentralasien). George Monbiot bestätigte es im The Guardian am 23. Oktober 2001: ‘Das Erdöl und Naturgas haben keine Wert, wenn sie nicht transportiert werden. Die einzige Route, die sowohl politisch als auch wirtschaftlich sinnvoll ist, ist die durch Afghanistan...’.“

„Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion war das argentinische Erdölunternehmen Bridas unter Leitung seines ehrgeizigen Präsidenten Carlos Bulgheroni das erste Unternehmen, das die Ölvorkommen von Turkmenistan ausbeutete, wo sich einige der größten Naturgas-Reserven der Welt befinden […] Afghanistan ist die kürzeste Route zum Golf, um die Gasressourcen aus Turkmenistan und Usbekistan aus dem zentralen Nordasien und dem zentralen Westasien zu transportieren.“

„Bridas war bestürzt, als sich UNOCAL mit seinem eigenen Angebot direkt an die religiösen Führer richtete. UNOCAL bildete sein eigenes Konkurrenz-Konsortium, unter Leitung der Vereinigten Staaten und Schirmherrschaft von Washington, welches das Delta Oil von Saudi-Arabien einschloss, und zwar zusammen mit dem saudi-arabischen Prinzen Abdullah und König Fahd.“

„Gemäß Ahmed Rashid, ‘bestand der wirkliche Einfluss von UNOCAL auf die Taliban darin, dass es möglich war, dass sein Projekt von den USA anerkannt werden sollte. Dies war etwas, was die Taliban um jeden Preis absichern wollten’. […] Den usbekischen Kriegsherrn und Massenmörder General Abdul Rashid Dostum, der die Verantwortung am Massaker von Dasht-i-Leili im Dezember 2001 und somit am qualvollen vorsätzlichen Erstickungstod von hunderten gefangenen Taliban in LKW-Containern aus Metall trägt, in denen sie von US-amerikanischen und NATO-Soldaten in das Gefängnis von Kundus in Afghanistan überführt wurden, haben im Frühjahr 1996 Manager von UNOCAL nach Dallas gebracht, um die Trassenführung der Erdölleitung durch seine unter der Kontrolle des Nordatlantikpakts stehenden Gebiete Nordafghanistans zu besprechen.“

„Die Konkurrenz zwischen UNOCAL und Bridas, wie sie Rashid beschreibt, ‘begann die Konkurrenz innerhalb der saudi-arabischen Königsfamilie zu widerspiegeln’. Im Jahr 1997 sind Beamte der Taliban zweimal nach Washington und nach Buenos Aires gereist, um von UNOCAL und Bridas fürstlich bewirtet zu werden.“

„Ein weiteres Mal sollte Gewalteinsatz den Verlauf der Geschehnisse ändern. Als Antwort auf das Bombardement auf die US-Botschaften in Nairobi und Tansania (das Osama bin Laden zugeschrieben wurde, obwohl das Attentat Quellen der französischen Geheimdienste zufolge ein Werk des israelischen Mossad gewesen ist), hat Präsident Bill Clinton am 20. August 1998 Marschflugkörper auf ein leeres Zelt in Afghanistan und Sudan abschießen lassen. Die US-Regierung hat schließlich die diplomatischen Beziehungen mit den Taliban abgebrochen und die Vereinten Nationen haben Sanktionen verhängt.“

„Während der noch übrigen Zeit der Präsidentschaft von Clinton erfolgte weder eine offizielle Anerkennung von Afghanistan seitens der Vereinigten Staaten noch seitens der Vereinten Nationen. Und es gab keinerlei Fortschritte hinsichtlich der Pipeline. „

Zu jener Zeit kam George W. Bush ins Weiße Haus.

„Während der letzten Monate der Regierung Clinton waren die Taliban US-offiziell eine Terroristengruppe. Nach knapp einem Jahrzehnt der wilden Konkurrenz zwischen dem von den Vereinigten Staaten unterstützten Konsortium UNOCAL-CentGas und Bridas aus Argentinien hatte keines der Unternehmen einen Vertrag erreicht, um eine Pipeline in Afghanistan zu bauen […] George W. Bush hat die Beziehungen zu den Taliban wiederhergestellt. Man braucht sich dann also nicht zu wundern, dass der ehemalige Präsident George H. W. Bush in den Jahren 1998 und 2000 im Namen der privaten Gruppe Carlyle Group, elftgrößter Vertragsnehmer der Verteidigungsbranche der Vereinigten Staaten, nach Saudi-Arabien gereist ist, wo er sich privat mit der saudi-arabischen Königsfamilie und der Familie von Osama bin Laden getroffen hat, wie in der Ausgabe des The Wall Street Journal vom 27. September 2001 berichtet wird.“

„Als eine der im höchsten Grade surrealistischen und kafkaesken Episoden der Ereignisse vor dem 11. September wurde Milt Bearden, CIA-Agent, der geholfen hat, die afghanischen Mudschaheddin anzusiedeln, von The Washington Post zitiert. Wobei Milt Bearden die Tatsache bedauerte, dass die USA sich nicht die Zeit genommen hätten, um die Taliban zu verstehen. Er äußerte folgendes: ‘wir haben nie zugehört, was sie uns zu sagen versuchten […]. Wir sprechen keine gemeinsame Sprache. Wir sagten: 'Liefert Bin Laden aus'. Sie sagten: 'Tut etwas, um uns zu helfen, ihn auszuliefern'’. Aber da gibt es noch viel mehr Dinge.“

„Tatsächlich war die Beziehung zwischen der Bush-Regierung und dem ‘Terroristen’ und Al Qaeda-Führer Osama bin Laden niemals besser als zu diesem Zeitpunkt.“

„Dass offensichtlich der Krieg in Afghanistan die multinationale Habgier mit der Habgier und Grausamkeit der Großen des Erdöls (BP, Shell, Exxon, Mobil, Chevron, usw.) vermengt, ist einfach unumstößlich Tatsache. Es ist erschreckend, dass ein gottverlassener Winkel unter Kontrolle von Terroristen zu einem Punkt werden kann, wo sich die Interessen der Regierung Bush, von Bridas, UNOCAL, der CIA, der Taliban, von Enron, Saudi-Arabien, Pakistan, Iran, Russland und Indien verbinden.“

Unter der Überschrift Ein Cowboy im Weißen Haus, zeigt Daniel Estulin Folgendes auf:

„Bush hat sein Kabinett mit Persönlichkeiten der Energiebranche mit engen Beziehungen in Zentralasien gebildet (Dick Cheney, von Halliburton; Richard Armitage, von UNOCAL; Condoleeza Rice, von Chevron) und ist durch die Gunst der US-Ölkonzerne mit in jener Region erworbenen Anrechten, wie z. B. Enron, an die Macht gekommen.“

„Die Teilnahme der Familie Bush an der Erdöl-Politik des Mittleren Ostens und von Zentralasien und ihre tief gehenden Beziehungen zur saudi-arabischen Königsfamilie und der Familie von Bin Laden bestehen seit Generationen.“

„Wie die Bilderberger den Jom-Kippur-Krieg geschaffen haben, um das Erdöl zu internationalisieren“

„…Die Mitglieder des Club Bilderberg lassen keinen Punkt außer Acht. Sie arbeiten nicht auf der Grundlage eines Fünfjahrplans. Sie planen auf längere Zeit. Zu Beginn der siebziger Jahre haben sie einen Plan B vorbereitet, einen Plan zur Verteilung des Erdöls, der die Vereinigten Staaten einschloss und weitere elf wichtige Industriestaaten. Wobei ein Mechanismus eingerichtet wurde, auf dessen Grundlage Allen folgendes vertritt: ‘Das im Innern der Vereinigten Staaten geförderte Öl würde erstmals in der amerikanischen Geschichte verteilt und zugewiesen werden, falls es ein Erdölembargo des Mittleren Ostens geben würde’.“

Nachwort von Kapitel 4

„Der ‘Beweis’ von 1973, der von den Mitgliedern des Bilderberg-Clubs vorbereitet wurde, zeigt klar, dass das Erdöl als Waffe eingesetzt wird. Das, was 1973 geschehen ist, hat ‘die US-amerikanische Bevölkerung alarmiert und ihr zu verstehen gegeben, wie weit die Beherrschung über die Nation durch ausländische Regierungen und multinationale Unternehmen gehen kann’, schrieb David A. Rivera in Final Warning: A History of the New World Order.“

Im Kapitel 5 wird Folgendes behandelt:

„MATRIX: Datenbank und Programm zu voller Informationserlangung“

„Im Allgemeinen ist es viel einfacher, eine Absprache zu erreichen, wenn es keine Zuhörer gibt. Das ist keine Frage der Geheimnistuerei, sondern der Fähigkeit, auf eine viel wirksamere Art und Weise zu agieren.“

NEIL KINNOCK

Kommissar der Europäischen Union und Mitglied der Bilderberger:

„Das Programm zu Erlangung aller Informationen (Total Information Awareness, TIA) des Pentagon ist ein System, das von einem verschlüsselten Satz ausgeht und die allmähliche Auflösung der so geschätzten, auf der Verfassung beruhenden, individuellen Freiheiten von Amerika zugunsten eines totalitären globalen Staates bedeutet. Die große Mehrheit der Details dieses gigantischen Spionagesystems ist weiterhin ein Mysterium. Nach den Attentaten vom 11. September 2001 ist das TIA zu einem Überwachungsnetz geworden, das ‘repräsentativ für eine noch größere, in Erscheinung getretene Tendenz in den Vereinigten Staaten und in Europa geworden ist: das anscheinend unerbittliche Voranschreiten in Richtung auf eine überwachte Gesellschaft’.“

„Die Hauptachse des Netzes zur Totalüberwachung ist eine neue und außerordentliche Modalität, die als «Data Mining» (Durchforstung von großen Datenbeständen) bzw. Entdeckung von Kenntnissen bezeichnet wird, die ausgehend von Datenbanken eine Gewinnung von versteckter Prognose-Information über EDV voraussetzt.“

„Indem es eine unvergleichliche Fähigkeit zur Bearbeitung von einigen Milliarden Datenerfassungen pro Sekunde in die Praxis umsetzt, hat Accurint die größte Datenerfassung der Welt von zugänglichen Kontakten zusammengetragen. Accurint sucht über 20 Milliarden Datenerfassungen auf, die von kürzlichen Umsiedelungen bis zu ehemaligen Adressen von vor dreißig Jahren gehen.“

„…als sie um mehr Information nachgefragt wurden, haben sich die Verantwortlichen des Unternehmens geweigert, genauere Einzelheiten über die Natur und die Quellen der Daten anzugeben.“

„Gemäß Christopher Calabrese, vom Rat des Programms über Technologie und Freiheit des American Civil Rights Union (Amerikanischer Bürgerrechtsbund), wird durch ‘Matrix […] jeder US-Bürger zu einem Verdächtigen’.“

„Associated Press hat enthüllt, dass Jebb Bush, Gouverneur der Florida, im Januar 2003 den Vizepräsidenten Dick Cheney, außerdem Tom Ridge, der bald darauf seinen Amtseid als Staatssekretär der neuen Abteilung für Nationale Sicherheit leisten sollte, und Robert Mueller, FBI-Direktor, über das geheime Projekt informierte, das zeigen würde, wie die Sicherheitskräfte ein Informatikprogramm zum Einfangen von ‘Terroristen’ nutzen könnten.“

„Fluggesellschaft Iberia“

„Andererseits wurde Iberia, die wichtigste spanische Fluggesellschaft, bezichtigt, vertrauliche Informationen über seine Passagiere an die Regierung der Vereinigten Staaten weitergegeben zu haben…“

„‘Die Vereinigten Staaten zwingen die Fluggesellschaften, ihnen Angaben über die Reisenden zu vermitteln’, Andy Sullivan, Reuters, am 17. März 2004.“

„Auf dieselbe Art und Weise hat die NASA ebenfalls vertrauliche Informationen zu Angaben von Passagieren der Millionen Kunden der Northwest Airlines erbeten und erhalten, so z. B. Namen, Adressen, Reiserouten und Kreditkartennummer für eine ähnliche Data-mining-Untersuchung […] [diese] Zwischenfälle haben Dutzende Gerichtsprozesse verursacht. Das stellte ebenfalls eine Verletzung ihrer eigenen Politik dar.“

„‘Northwest Airlines übergibt der NASA Informationen über Personalien von Millionen Fluggästen; diese Überlassung verletzt jede Politik zum Schutz der Privatsphäre’, Electronic Privacy Information Center, 18. Januar 2004.

„‘Northwest Airlines überlässt der Regierung Angaben über Passagiere’, Jon Swartz, USA Today, 19. Januar 2004.“

Eine Überschrift widmet er Folgendem:

„Private Details vor aller Augen“

„Der Kommissar Almunia, der Präsident Borrell und der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, ein weiteres Bilderberg-Stamm-Mitglied, haben eine große Kampagne zugunsten der Annahme der Grundrechte gemacht, die angeblich in der Europäischen Verfassung verankert sind [...] Aber das, was weder Borrell, noch Almunia, noch Barroso je dem guten europäischen Staatsbürger gesagt haben, ist, dass alle Rechte und jedes von ihnen auf der Grundlage von Artikel 51 aufgehoben werden können, wenn es ‘die Interessen der Union’ so erfordern.“

„Es gibt jedoch noch viel mehr zu erzählen über die beschämende Bekundung des Verrats bezüglich ihrer eigenen Bürger seitens der Europäischen Kommission.“

„Europäische Kontrolle über die Telekommunikationen: Abstimmung im Europäischen Parlament zur Annahme der Daten-Einbehaltung und Überwachung seitens der Sicherheitskräfte“.

„Die Abstimmung über Daten-Einbehaltung vom 30. Mai 2002 (in der vorangegangenen EU-Legislaturperiode haben die Stimmen der spanischen Volkspartei (PPE) und der sozialistischen Partei Spaniens (PSE) 526 Europarlamentarier von insgesamt 626 zusammengebracht)

„Statewatch und Reporter ohne Grenzen waren die einzigen Organisationen, die darüber berichtet haben, was Entscheidungen waren, die hunderte Millionen Europäer betreffen.“

„Im Grunde genommen sind die hochtrabende Ausdrucksweise und die Herausforderung der Sozialisten über Fragen des nationalen und des internationalen Gesetzes eine Farce. Das Bündnis der Gruppen der PPE und der PSE im Europäischen Parlament hat aufgezeigt, dass sie die Forderungen der Regierungen der EU unterstützen, anstelle in Verteidigung der Rechte der Leute zu handeln und die Rechte der Bürger auf Schutz der Privatsphäre und auf die bürgerlichen Freiheiten zu verteidigen.“

„Javier Solana Madariaga, Schlüsselmitglied der Gruppe Bilderberg, ehemaliger Generalsekretär der NATO und Generalsekretär des Rats der Europäischen Union/Hoher Vertreter für die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik, in einer Entscheidung, die der Internationale Journalistenbund einfach «ein Sommer-Putsch» getauft hat. Erinnere dich daran, Leser, dass Figuren wie Javier Solana weder deine Interessen noch die von Spanien vertreten.“

Dann dokumentiert Estulin alles auf 16 Seiten.

Sein Buch schließt eine Überschrift mit folgendem Titel ein: „Mein Ende“.

„Das schöpferische Gedächtnis ist der ausgeklügeltste Widersacher des Geschichtsschreibers. Die Ausrede zu vergessen regiert und verformt alles, an was wir uns offen zu erinnern beschlossen haben. Die Existenz und die Welt scheinen sich allein als eine ästhetische Erscheinung rechtfertigen zu wollen. Allein ästhetisch bedeutet nicht das Leben um des Lebens willen, sondern einen scharfen Kontrast für die moralische Auslegung der Existenz und der Welt. „

„Amos Oz, möglicherweise der bekannteste israelische Romanschriftsteller, hat folgende Bemerkung gemacht: ‘Dort, wo der Krieg Frieden genannt wird; dort, wo die Unterdrückung und Verfolgung als Sicherheit bezeichnet werden, und der Mord als Befreiung, geht die Verseuchung der Sprache voran, und bereitet die Verseuchung des Lebens und der Würde vor. Schließlich bleiben der Staat, das Regime, die Klasse bzw. die Ideen intakt, während das menschliche Leben zerstört wird’.“

„Wenn die Demokratie die Regierung des Volkes ist, dann sind die geheimen Zielstellungen der Regierungen und die unheilvollen Interessengruppen unvereinbar mit der Demokratie. Die Idee selbst von geheimen Einflussbereichen innerhalb der Regierung, die geheime Kampagnen gegen die Menschheit in Angriff nehmen, ist also dem Freiheitsbegriff völlig fremd und ist mit enthusiastischer Bestimmtheit zu bekämpfen, es sei denn, wir wollten die verhängnisvollen Fehler einer noch nicht lange zurückliegenden Vergangenheit wiederholen.“

„In einer in immer höherem Maße zerstückelten Gesellschaft gibt es einige Elemente, die es erlauben hervorzuheben, was wir miteinander teilen, was uns gemeinsam ist, und sie ermöglichen uns, dies direkt zu tun, mit dramatischer Intensität. Die menschliche Würde und ein authentisches Sehnen nach Freiheit, was sofort an jedem Ort der Welt verstanden wird und keiner Übersetzung bedarf, sind einige der wertvollsten Aspekte der weltweiten Tradition. Sie verdient jede Unterstützung, die sie bekommen kann.“

„Schließlich, wenn die Kritikausübung an den arroganten, unbesonnenen und missbräuchlichen Aspekten der totalitären Überwachungsgesellschaft dazu führt, dass es manche gibt, die sich über einen lustig machen und als «Gegen-Alles-Mensch» abstempeln, dann sollte man dies als eine ehrbare Auszeichnung ansehen. Graham Greene traf den Nagel auf den Kopf, als er sagte, dass «der Schriftsteller bereit sein müsse, jederzeit die Seite zu wechseln. Seine Aufgabe ist es, die Opfer zu verteidigen. Und die Opfer verändern sich. Es sind immer andere».

„DANIEL ESTULIN“

Er widmet schließlich acht Seiten dem Andenken seines Großvaters.

„Das war das letzte Mal, dass ich ihn lebend gesehen habe. Ein Greis mit normalem Körperbau, sechsundneunzig Jahre alt, wie er auf seinem alten Sofa saß und durch seine übertrieben großen Brillen schaute, wobei sich unsere Blicke trafen, er aber kaum in der Lage war, meine Augen zu erkennen. Er lebte noch, weil er sich bewegte und sprach, oder besser gesagt, weil er eine übermenschliche Anstrengung unternahm, um die Buchstaben miteinander zu verbinden, die sich in versteckten Tiefen des ihm übrig gebliebenen Bewusstseins verbreiteten und sich halsstarrig weigerten, sich miteinander zu verbinden, um kohärente Syntagma zu bilden. In den letzten Monaten seines langen Lebens fehlten meinem Großvater, der sich klar auszudrücken verstand und den Humor und die Debatte liebte, praktisch die Worte. In einer Art Akt der abschließenden Grausamkeit hat der Krebs ihm die Sprache geraubt, bevor er ihm das Leben nahm.“

„Mit meinem Rückflugticket nach Spanien in der Hand bin ich bei ihm zuhause vorbeigegangen, um mich zu verabschieden. Bei meinem letzten Besuch haben wir uns nicht viel gesagt. Ich habe nicht die richtigen Worte gefunden. Ich war außer Atem und das Atmen fiel mir schwer, da ich wusste, dass ich ihn nie wieder sehen würde. ‘Lebewohl’ war einfach ein zu einfacher und zu grausamer Ausdruck. „

„Auf dem Wohnzimmertisch, an die Wand gelehnt, stand eine Fotografie meiner Großeltern, die kurz nach ihrer Ankunft in Kanada im Jahr 1983 aufgenommen worden war. Meine Großmutter war vor etwas mehr als einem Jahr verstorben. Mein Großvater, der zu jenem Zeitpunkt schwer krank war, hat sich nie von diesem Verlust dieses Menschen erholt, den er über vierzig Jahre so sehr geliebt hat.“

„Während ich mit allen Mitteln versuche, nicht zu weinen, erinnere ich mich selbst daran, dass diese Seiten eine Anerkenntnis der Ehrbarkeit zu Lasten der Grausamkeit und Zeckmäßigkeit sind. Das Hauptthema ist nicht die Politik und auch nicht eine offene Kritik des Totalitarismus, sondern eher der Herzschlag eines Menschen, und deshalb ehre ich ihn. Deshalb sollte es gelesen werden. „

„Der klinische Tod meines Großvaters wurde am 18. April 1995 festgestellt. Man setzte voraus, dass dies der letzte Nachmittag gewesen ist, wo er selbst war, wie Auden über den Tag gesagt hatte, an dem Yeats starb: ‘Er verwandelte sich in seine Bewunderer.’ Er wurde zu einer Erinnerung, er verschwand in den Tiefen seines Namens. Das ist eines der Geheimnisse des Todes, der einen minimalen Unterschied für alle zu bedeuten haben sollte, bis auf die jener Person Nahestehenden.“

„Wie alle anderen von uns, sterben die Leute mindestens zweimal: körperlich und konzeptuell. Wenn das Herz zu schlagen aufhört und wenn das Vergessen beginnt. Die Glücklichsten, die Größten sind diejenigen, deren zweiter Tod sich auf bedeutende Art und Weise hinauszögert, vielleicht unendlich […] Es kamen Anrufe aus allen nur denkbaren Ländern und Ecken des Planeten, ein Tribut für die unendliche Bewunderung, die mein Großvater, ein ehemaliger KGB-Agent der Gegenspionage, jenen Personen eingeflößt hat, deren Leben er beeinflusst hat.“

„Sein Großvater war ein Soldat unter Soldaten. Er hat fünfundzwanzig Jahre damit zugebracht, das zaristische Imperium zu verteidigen, Alexander II und Alexander III. Mein Großvater hat die militärische Tradition der Familie fortgesetzt. Er hat an der Revolution teilgenommen, an dem russischen Bürgerkrieg und den beiden Weltkriegen. Während er in den ersten Wochen des Zweiten Weltkriegs Minsk verteidigte, wurde seine ganze Familie, elf Geschwister, sein Vater, seine Mutter und seine Großmutter im Alter von 104 Jahren durch die Nazis in Karasy-Bazar auf der Krim vernichtet.“

„Er hat ein wirkliches Leben gelebt. Er hat sich nicht einfach darauf beschränkt zu leben.“

„Mein Großvater hatte schon einmal geheiratet, im Jahr 1930. Er hatte drei Kinder gehabt. Da begann der Krieg. Er hat in Weißrussland gekämpft, er hat Brest verteidigt, war aber gezwungen, sich aufgrund des Vormarsches der Deutschen mit dem Rest der Roten Armee zurückzuziehen. Zu irgendeinem Augenblick in dem entstandenen Chaos hat er seine Familie aus den Augen verloren. Eine Mutter und drei Kinder von acht, fünf und drei Jahren konnten nicht so schnell vorankommen wie die rote Armee bzw. wie die Nazi-Soldaten. Sie wurden gefangen genommen, in ein Konzentrationslager geschickt und vernichtet. „

„Der Zweite Weltkrieg wurde, so wie ich es in diesem Buch beweise und wie ich es in meinem ersten Buch über den Club Bilderberg ausführlich dargelegt habe, schlau von den Rockefellers, den Loebs und den Warbergs finanziert. Prinz Bernhard, Gründer des Club Bilderberg, war ebenfalls verwickelt. Er war Nazi. Die britische Königsfamilie sympathisierte zum größten Teil mit den Nazis, ebenso der größte Teil des «liberalen» Eastern Establishment der Vereinigten Staaten, die plutokratische Verflechtung, die das wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Leben jenes Landes beherrscht. Hitler, die Bestie, wurde von denselben geschaffen, die heute im Geheimen an den Treffen des Club Bilderberg teilnehmen: CFR und Trilaterale Kommission. Die Geschichte ist für diese Leute eine weiße Tafel, auf der sie auf die Angst und Beklemmung der anderen scheißen können. Kann mir etwa jemand die Schuld daran geben, dass ich den Bilderberg-Club und die ihm ähnlichen Geheimbünde so sehr verachte?“

„In meinem Fall ist mein Großvater weiterhin mein Eckstein – mein Reisegefährte – selbst nach seinem Tode. Er ist sowohl abwesend wie anwesend.“

„Zeit und Raum, die Tricks der an allen Stellen verletzten Welt, der Haufen an Abfällen, den wir Geschichte nennen, die auch seine Erfolge darstellen. Es sind seine Erfolge. Wie die Zeit bewahren sie den Zauber, der ihn verschwinden lässt. „

„Ich erinnere mich besonders an seinen Geburtstagen an ihn. Aber für mich ist es dieses Jahr anders. Das Alter ist eine Ansammlung von Leben und Verlust. Das Erwachsenenalter ist eine Reihe von überschrittenen Linien. Ich habe diese Schwelle überschritten. Von jetzt an bin ich allein…“

Ich habe in diesem zweiten Teil meiner Gedanken eine große Anzahl von den abschließenden Zeilen seines Buches aufgenommen. Sie erklären seine Verachtung gegenüber der verhassten Einrichtung des Bilderberg- Clubs.

Es ist schrecklich daran zu denken, dass die Intelligenz und die Gefühle von Kindern und Jugendlichen der Vereinigten Staaten auf jene Art und Weise verstümmelt werden.

Es muss jetzt darum gekämpft werden zu verhindern, dass sie zu einem atomaren Holocaust geführt werden, und darum, alles bezüglich ihrer körperlichen und geistigen Gesundheit wiederherzustellen, was nur irgendwie möglich ist, und die jeweilige Art und Weise zu erdenken, durch die die Menschen für immer von solch einem schrecklichen Schicksal befreit werden können.

Fidel Castro Ruz

18. August 2010 / 17:54 Uhr

(Übersetzung: Büro für Dolmetsch- und Übersetzungsservice ESTI)

Quellen:

http://www.granma.cu

http://www.cubadebate.cu/

Montag, 23. August 2010

Gedanken des Genossen Fidel

Die Weltregierung (Erster Teil)

(Entnommen aus CubaDebate / Granma Internacional deutschsprachig / redaktionell und stilistisch überarbeitet von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel)

Havanna, 17. August 2010. (auf Kommunisten-online am 23. August 2010) – n den kürzlich, d.h. vor zwei Tagen, am 15. August, verfassten Gedanken habe ich einen Artikel des kubanischen Journalisten Randy Alonso analysiert, unter dessen Leitung die Sendung „Runder Tisch“ des Landesfernsehens steht, in dem er über eine im Hotel Dolce in Barcelona von der – wie er es bezeichnet - Weltregierung abgehaltene Versammlung berichtet. Ich schrieb Folgendes: „…Andere ehrbare Artikelverfasser waren wie er bemüht, jene Nachrichten zu verfolgen, die von dem seltsamen Treffen an die Außenwelt gelangen konnten. Jemand, der viel besser als sie informiert ist, hat diese Ereignisse schon seit vielen Jahren verfolgt.”

Ich bezog mich hierbei auf den Schriftsteller Daniel Estulin; 475 Seiten mit jeweils 20 Zeilen warteten auf meine Überprüfung der phantastischen, von dem genannten Autor erzählten Geschichte. Falls einer der Teilnehmer an jener Versammlung seine dortige Anwesenheit bzw. seine Teilnahme an dem hätte verneinen können, was sein Buch wiedergibt.

Das Einzige, was in diese Gedanken hineinpasst, die ich in zwei Teile unterteilen werde, damit sie nicht zu lang werden, ist eine gewisse Anzahl von Absätzen, die ich ausgewählt habe, um eine Idee über das fabelhafte Buch unter dem Titel „Die Geheimnisse des Bilderberg-Clubs” zu geben. In diesem Buch reißt Estulin die großen Gurus in Stücke:

Henry Kissinger, George Osborne, die Vorstandsmitglieder von Goldman Sachs, Robert Zoellic, Dominique Strauss-Kahn, Pascal Lamy, Jean Claude Trichet, Ana Patricia Botín, die Präsidenten von Coca Cola, France Telecom, Telefónica de España, Suez, Siemens, Shell, British Petroleum und weitere ähnliche Politiker und Magnaten der Finanzen.

Estulin beginnt bei den Wurzeln:

„‘Zwei aufeinander folgende Sonntage, etwas nie Dagewesenes, sahen über fünfundsiebzig Millionen US-Amerikaner im Programm von Ed Sullivan, – so erzählt uns Donald Phau in The Satanic Roots of Rock – wie die Beatles ihre Köpfe hin und herschwenkten und das Skelett in solch einem Ritual bewegten, der bald von hunderten zukünftiger Rockgruppen imitiert werden sollte’.”

„Der damit beauftragte Mann, den US-Amerikanern die Beatles ‘schmackhaft’ zu machen, war derselbe Walter Lippmann. The Beatles, die am meisten parodierte und als Remix nachgemachte Gruppe der Musikgeschichte, wurden dem US-amerikanischen Publikum vorgestellt, um entdeckt zu werden.”

„Theo Adorno kommt ins Spiel“, so lautet eine der ersten Überschriften. „Die Verantwortung, eine soziale Theorie des Rock and Roll auszuarbeiten, fiel auf den deutschen Soziologen, Musikwissenschaftler und Komponisten Theodor Adorno, ‘einer der wichtigsten Philosophen der Frankfurter Schule, d.h. des Instituts für Sozialforschung… ’ Adorno wurde 1939 in die Vereinigten Staaten geschickt, um das Rundfunkforschungsprojekt von Princeton zu leiten, eine gemeinsame Unternehmung des Instituts Tavistock und der Frankfurter Schule mit dem Ziel, die Massen zu kontrollieren. Gegründet und finanziert wurde sie von der Rockefeller-Stiftung und von Hadley Cantril, einem engen Vertrauten von David Rockefeller …“

„Faktisch hatten die Nazis schon intensiv die Rundfunkpropaganda als Instrument zur Gehirnwäsche genutzt und sie in einen integralen Bestandteil des faschistischen Staates verwandelt. Diese Tatsache wurde vom Tavistock-Netzwerk beobachtet, untersucht und ausgeweitet bei dessen eigenen Experimenten verwendet. Die Zielstellung dieses Projekts bestand darin, wie es in der Einführung in die Soziologie der Musik von Adorno selbst zum Ausdruck gebracht wird, «eine Massen‘musik’kultur zu programmieren, und zwar als Art und Weise der massiven sozialen Kontrolle…“

„‘Die Rundfunkketten wurden zu Maschinen, die rund um die Uhr die vierzig größten Erfolgsschlager wiederholten’.“

„Die Beatles kamen im Februar 1964 in die Vereinigten Staaten, als sich die Bürgerrechtsbewegung auf ihrem Höhepunkt befand. Das Land befand sich in einem tiefgründigen nationalen Trauma und war dabei, sich von der brutalen Ermordung von Präsident John F. Kennedy zu erholen […] die Bürgerrechtsbewegung unter Leitung von Doktor Martin Luther King rief auf den Straßen der Hauptstadt zu einer Demonstration auf, an der über eine halbe Million Menschen teilnahm.“

„Zwischen 1964 und 1966 geschah die so genannte britische Invasion, das Auftauchen einer Reihe von Rocksängern und Rockgruppen aus Großbritannien, die in den Vereinigten Staaten populär wurden und die US-amerikanische Kultur einkesselten. […] gegen Ende des Jahres 1964 zeigte sich, dass diese ‘englische Invasion’ sehr gut geplant und koordiniert worden war.

„‘Diese neu geschaffenen Gruppen und ihr Lebensstil […] wurden zu einem neuen, 'sehr sichtbaren’ Typ' (im Jargon von Tavistock), und es verging nicht viel Zeit, bis die neuen Stile (jeweilige Mode in Kleidung, Frisur und Sprachgebrauch) Millionen junge US-Amerikaner in den neuen Kult mitrissen. Die Jugend der Vereinigten Staaten machte eine radikale Revolution durch, ohne sich dessen bewusst zu sein […] indem sie auf falsche Art und Weise gegen die Äußerungen jener Krise reagierte, welche die Drogen aller Art waren, erst Marihuana und dann Lysergsäurediäthylamid (LSD), ein starkes Rauschgift, das den Bewusstseinszustand beeinflusst.’ […] im Generalquartier des britischen Geheimdienstes MI6 in London und im CIA-Stützpunkt in Langley, Virginia, wird nicht infrage gestellt, dass der britische Geheimdienst und dessen Filiale, das US-amerikanische Büro für Strategische Dienste (OSS), direkt in die geheime Forschung zur Kontrolle des menschlichen Verhaltens verwickelt waren. Allen Dulles, CIA-Direktor zum Zeitpunkt der Agenturgründung von MK-Ultra, war der Chef der OSS in Bern, Schweiz, während der ersten Zeitspanne der Forschung von Sandoz.“

„…in den Vereinigten Staaten und in Europa wurden die großen Rock-Konzerte unter freiem Himmel dazu genutzt, die zunehmende Unzufriedenheit der Bevölkerung zu stoppen.“

„Die von Bilderberg-Tavistock in Angriff genommene Offensive brachte eine ganze Generation auf den Weg der gelben Ziegelsteine des LSD und Marihuana…“

„Aldous Huxley kommt ins Spiel“

„Der Hohepriester des englischen Opiumkrieges war Aldous Huxley, Enkel von Thomas H. Huxley, Gründer der Gruppe namens Tafelrunde von Rhodes und ebenfalls berühmter und beredter Biologe, der Charles Darwin bei der Entwicklung der Evolutionstheorie unterstützt hat.“

„Toynbee, in Oxford erzogen […] war tätig als britischer Delegierter auf der Pariser Friedenskonferenz im Jahr 1919’…“

„‘Sein Tutor in Oxford war H. G. Wells, Direktor des britischen Geheimdienstes während des Ersten Weltkriegs und geistiger Vater der Wassermann-Verschwörung. Aldous Huxley war einer der Eingeweihten der Söhne der Sonne, eines dionysischen Kultes, an dem die Söhne der Elite der britischen Tafelrunde teilnahmen.’ Sein berühmtester Roman Brave New World (Schöne neue Welt), ist ein Rohentwurf (in Auftrag gegeben von verschiedenen internationalen Gremien) für eine authentische zukünftige sozialistische Welt unter einer Einheitsregierung, bzw., wie H. G. Wells, sein Mentor der Fabian Society, gesagt und als Titel eines seiner populären Romane verwendet hat, ein Rohentwurf für Die Neue Weltordnung…“

„In Schöne Neue Welt konzentrierte Huxley sich auf die wissenschaftliche Methode, um alle Bevölkerungen außerhalb der Minderheits-Elite zu halten, in einem Zustand der fast ständigen Unterwerfung und verliebt in ihre Ketten. Die wichtigsten Werkzeuge dazu waren Impfungen, welche die Hirnfunktionen beeinflussten und Medikamente, die der Staat die Bevölkerung einzunehmen zwang. Nach Meinung von Wells war das keine Verschwörung, sondern eher ‘ein Weltgehirn, das als Polizei des Verstands funktioniert’.“

„Im Jahr 1937 zog Huxley nach Kalifornien um, wo er als Drehbuchautor für MGM, Warner Brothers und Walt Disney gearbeitet hat, und zwar dank einer seiner Kontaktpersonen in Los Ángeles: Jacob Zeitlin.” […] ‘Bugsy Siegel, der Chef der Organisation Lansky der Mafia für die Westküste, hatte enge Beziehungen zu Warner Brothers und MGM’.“

„De facto, wird die gesamte Show-Industrie – Produktion, Vertrieb, Marketing und Werbung – von einer Mafia kontrolliert, die aus dem Bund des organisierten Verbrechens und aus hochkarätigen Betrügern von der Wall Street entstanden ist und in letzter Instanz von dem allmächtigen Bilderberg-Club kontrolliert wird. Die Show-Industrie ist genau so entworfen, wie jedes andere ‘Geschäftsfeld’ des Bilderberg-Club und seiner Parteigänger.“

„Huxleys Arbeit“

„Im Jahr 1954 veröffentlichte Huxley eine einflussreiche Untersuchung über die Expansion des Bewusstseins durch Anwendung von Meskalin unter dem Titel The Doors of Perception (Die Pforten der Wahrnehmung) (1954), das erste Manifest der Kultur der Rauschmittel.“

„Im Jahr 1958 nahm er eine Reihe von Essays zusammen, die er für Newsday verfasst hatte, und veröffentlichte diese unter dem Titel Brave New World Revisited (30 Jahre danach, auch: Wiedersehen mit der Schönen Neuen Welt). Darin beschrieb er eine Gesellschaft, in der ‘die erste Zielstellung der Regierenden darin besteht, um jeden Preis zu verhindern, dass ihre Regierten Probleme machen’.“

„Er sagte voraus, dass die Demokratien ihr Wesen verändern würden: die alten und seltsamen Traditionen - Wahlen, Parlamente, Oberste Gerichtshöfe – würden bestehen bleiben, aber das darunter befindliche Substrat wird das des nicht gewalttätigen Totalitarismus sein. […] Währenddessen werden die führende Oligarchie und ihre gut trainierte Elite an Soldaten, Polizisten, Herstellern von Gedankengut und Manipulierern des Verstandes in aller Ruhe die Welt so regieren, wie es ihnen gefällt. Tatsächlich stimmt diese Beschreibung von Huxley perfekt mit der heutigen Wirklichkeit überein.“

„Im September 1960 wurde Huxley zum Gastprofessor des Centennial Carnegie am Massachusetts Institute of Technology (MIT) von Boston ernannt. Er war nur ein Semester dort, nach dem er entlassen wurde. ‘Während er in jener Stadt war, hat Huxley eine Interessengruppe in Harvard geschaffen…’.“

„Das öffentliche Thema dieser Interessengruppe oder jenes Seminars von Harvard war die Religion und ihre Bedeutung in der modernen Welt. […] Michael Minnicino hat in einem im April 1974 in der Zeitschrift The Campaigner veröffentlichten Artikel […] wie folgt behauptet: ‘Huxley hat während seiner Zeit in Harvard Kontakt zum Präsidenten von Sandoz aufgenommen, der seinerseits an einem Auftrag des CIA arbeitete, um große Mengen LSD und Psilozibin (ein weiteres halluzinogenes synthetisches Rauschgift) für MK-Ultra herzustellen, das offizielle Experiment des CIA im chemischen Krieg’. Ein Experiment, das Menschen als Versuchskaninchen für seine oft tödlichen Experimente verwendete, und das oftmals die Verwendung von LSD einschloss. […] Außerdem hat die Universität McGill in Montreal, Kanada, eine mit dem Bilderberg-Club verknüpfte Hochschuleinrichtung, ebenfalls im Jahrzehnt von 1960 Experimente innerhalb des Programms MK-Ultra unter der Schirmherrschaft von John Rees, eines verkommenen Faschisten des Tavistock, durchgeführt, bei dem sie als Versuchspersonen Kinder aus den örtlichen Waisenheimen benutzt haben, die sie folterten und denen sie anschließend verschiedene Dosen LSD verabreichten. […] Kürzlich vom CIA verlautbarten Dokumenten zufolge (dank des Gesetzes über Informationsfreiheit), hat Allen Dulles (zu jener Zeit CIA-Direktor) über hundert Millionen Dosen LSD gekauft, ‘von denen Ende der 1960er Jahre viele auf den Straßen der Vereinigten Staaten endeten’, wie Minnicino in dem oben genannten Artikel behauptet.“

„‘…Tausende Universitätsstudenten dienten als Versuchskaninchen. Sie [die Studenten] haben sofort begonnen, ihre eigenen 'Säuren' zu synthetisieren’.“

„‘…die riesige Mehrheit derjenigen, die sich gegen den Krieg äußerten, gingen zu Students for a Democratic Society, aufgrund des Gefühls der Beleidigung, verursacht wegen der Situation in Vietnam. Aber sobald sie von der von den Experten in psychologischem Krieg des Instituts Tavistock geschaffenen Atmosphäre eingefangen und mit der Botschaft überflutet waren, dass der Hedonismus und die Verteidigung des Landes eine legitime Alternative zum 'unmoralischen' Krieg seien, verflüchtigten sich ihre Werteskala und ihr Kreativpotential in einer Haschischrauchwolke’, schreibt der Autor in der oben angegebenen Monographie.“

„Schaffung der Gegenkultur“

„Der offene kulturelle ‘Krieg’ gegen die US-amerikanische Jugend, auch wenn er nicht erklärt worden ist, wurde in Wirklichkeit 1967 angefangen, als der Bilderberg-Club, um seine Ziele zu erreichen, Konzerte unter freiem Himmel zu organisieren begann. Mittels dieser geheimen Waffe haben sie erreicht, über vier Millionen Jugendliche zu den so genannten ‘Festivals’ anzulocken. Ohne es zu wissen, wurden die Jugendlichen zu Opfern eines perfekt geplanten Experiments mit Drogen in großem Maßstab. Die Rauschmittel […] deren Konsum die Beatles verfochten […] wurden bei diesen Konzerten frei verteilt. Es würde nicht viel Zeit vergehen, bis die über fünfzig Millionen Konzertbesucher (damals zwischen 10 und 25 Jahren) in Botschafter und Förderer der neuen Kultur der Drogen, bzw. dessen, was gerade als ‘New Age’ bekannt wurde, nach Hause zurückkehren würden.“

„Das größte Konzert aller Zeiten, das Openair ‘Woodstock Music and Art Fair’, wurde von der Zeitschrift Time als ein ‘Wassermann-Festival’ bezeichnet und als ‘die größte Show der Geschichte’. Woodstock wurde Teil des kulturellen Wortschatzes einer ganzen Generation.“

„‘In Woodstock“ - schreibt der Journalist Donald Phau – sind knapp eine halbe Million Jugendliche zusammengekommen, um auf einer Farm unter Drogen gesetzt und einer Gehirnwäsche unterzogen zu werden. Die Opfer waren isoliert, von Unrat umgeben, völlig mit Rauschmitteln voll gepumpt und sie wurden drei Tage lang wach gehalten. Alles geschah unter vollkommener Beihilfe des FBI und hoher Regierungsbeamter. Die Sicherheit bei dem Konzert wurde von einer Hippie-Gemeinde garantiert, die auf den massiven Vertrieb von LSD trainiert war. Erneut sollten es die Netzwerke des britischen militärischen Geheimdienstes sein, die alles beginnen würden’, und zwar mit Unterstützung des CIA über seinen ehemaligen Direktor William Casey und seine Kontakte zu Sefton Delmer vom britischen Geheimdienst MI6. Dessen Kontaktperson war Bruce Lockhardt, der MI6-Prüfer von Lenin und Trotzky während der bolschewistischen Revolution.“

„Ein weiteres Jahrzehnt sollte vergehen, bevor die Gegenkultur zum US-amerikanischen Wortschatz gehörte. Aber der Keim dessen, was ein titanisches Geheimprojekt war, um die Werte der Vereinigten Staaten umzukehren, wurde damals gesetzt. Sex, Drogen und Rock'n Roll, große Kundgebungen in der ganzen Nation, Hippies, Rauschgiftsüchtige, die ihre Ausbildung abbrachen, die Präsidentschaft von Nixon und der Krieg von Vietnam waren dabei, die Wurzelfaser der US-amerikanischen Gesellschaft selbst zu zerfetzten. Das Alte und das Neue prallten frontal aufeinander, ohne dass irgendjemand sich dessen bewusst wurde, dass dieser Konflikt Teil eines geheimen gesellschaftlichen Planes war, der von einigen der brillantesten und teuflischsten Personen der Welt entworfen worden war…“

„Die Wassermann-Verschwörung“

„‘Im Frühling von 1980’ – schreibt Lyndon LaRouche in DOPE INC. – ‘wurde ein Buch unter dem Titel The Aquarian Conspiracy berühmt (es wurden über eine Million Exemplare verkauft und in zehn Sprachen übersetzt), das von heute auf morgen zu einem Manifest der Gegenkultur wurde.’ […] The Aquarian Conspiracy stellte die Behauptung auf, dass die Stunde der fünfzehn Millionen US-Amerikaner gekommen sei, die sich der Gegenkultur angeschlossen und sich vereinigt hatten, um eine radikale Veränderung in den Vereinigten Staaten hervorzurufen. De facto war dieses Buch die erste Veröffentlichung, die an das breite Publikum gerichtet war und auf die Teamarbeit setzte. Ein Konzept, das als das meisterhafteste angesehen wurde und das sehr schnell von den «Gurus» des Managements vorangetrieben wurde.“

„Die Autorin Marilyn Ferguson behauptet Folgendes: ‘Während ich ein Buch über die neu entstehenden gesellschaftlichen Alternativen entwarf, das noch keinen Titel hatte, dachte ich über die sonderbare Form dieser Bewegung nach, über ihre untypische Führung, über die geduldige Eindringlichkeit ihrer Anhänger, über ihre nicht wahrscheinlichen Erfolge …’“

„Auf einer Konferenz im Jahre 1961 hat Aldous Huxley diesen Polizeistaat als ‘die abschließende Revolution’ dargestellt: eine ‘Diktatur ohne Tränen’, in der die Leute ‘ihre Ketten lieben’.“

„Zbigniew Brzezinski, Berater für Nationale Sicherheit von Präsident Carter, Gründer des Dreiseitigen Komitees und Bilderberg- und CFR-Mitglied, bringt identische Ideen in seinem fesselnden Werk Between Two Ages: America’s Role in the Technotronic Era zum Ausdruck, das unter Schirmherrschaft des Forschungsinstituts über den Kommunismus der Columbia University verfasst und 1970 durch Viking Press veröffentlicht wurde.

Ohne die gewaltsame Repression zu verwenden, entwarfen sie einen komplizierten Komplex an Aktionen, darauf gerichtet, einen ‘friedlichen Bürger’ für die Neue Weltordnung zu erreichen. […] ebenfalls haben sie solch neue Konzepte wie z. B. ‘Emotionale Intelligenz’ unterstützt, die die Fähigkeit darstellt, sich selbst zu mögen und auf angebrachte Art und Weise Umgang mit den anderen zu pflegen. […] ein dritter Weg, um diesen ‘Industrie-Bürger’ in einen ‘friedlichen Bürger’ zu verwandeln, ist eine große Marketing-Kampagne, um den Mitarbeitern der Nichtregierungsorganisationen eine riesige gesellschaftliche Anerkennung zukommen zu lassen, wie ich in meinem ersten Buch Die wirkliche Geschichte des Bilderberg-Clubs erläutert habe.“

Gemäß Harmon ist es wie folgt:

„‘Sobald sie weich gemacht waren [die Vereinigten Staaten], waren sie schon für die Einführung von Drogen (besonders von Kokain, Crack und Heroin) und für den Beginn einer Epoche herangereift, die mit der Epoche der „Prohibition“ in der USA-Geschichte und mit deren riesigen anzuhäufenden Geldsummen rivalisieren würde’.“

„Es lohnt sich zu erwähnen, dass ausgedehnte Auszüge der dreitausend Seiten an ‘Empfehlungen’, die dem gerade gewählten Ronald Reagan im Januar 1981 vom CFR gegeben wurden, auf jenem Material beruhen, das dem Bericht von Willis Harmon ‘Die wechselhaften Ebenbilder des Menschen’ entnommen wurde.

„Bei Vollmond, am 8. Dezember 1980, wurde John Lennon von einem Mann namens Mark Chapman ermordet. Es ist unwahrscheinlich, dass wir eines Tages erfahren werden, ob Mark Chapman Opfer einer künstlich hervorgerufenen Modell-Psychose gewesen ist oder ein von dem Tavistock-Institut, dem CIA und dem MI6 geschickter Mörder im Stil des ‘mandschurischen Kandidaten’, um einen Lennon zum Schweigen zu bringen, der sich immer schwerer kontrollieren ließ.“

„KAPITEL 2

Die perfekte Gehirnwäsche-Maschine: der MTV“

„MTV kommt ins Spiel - das Musikfernsehen

Der MTV, ein Vermarktungskanal für populäre Rockmusik und Musik-Videos, erfunden und unter Leitung von Robert Pittman und an ein Teenager- und jugendliches Publikum gerichtet, wurde am 1. August 1981 gegründet. Heute ist er Teil des Imperiums Viacom (bekannt als CBS Corporation, dessen Präsident und Generaldirektor Sumner Redstone, Vollmitglied des CFR ist und dessen Mediengruppe zum Bilderberg-Club gehört). Um Zugang zu den Jugendlichen zu bekommen, ohne dass die Gesellschaft den Betrug mitbekam, war es notwendig gewesen, ‘über eine Gegeneinrichtung zu verfügen, die gegensätzliche Werte zu den in der Gesellschaft vorherrschenden verkündete’. Genau das ist es, was MTV macht. ‘Aber damit diese Bemühung erfolgreich ist,’ – meint L. Wolfe – ‘muss der positive Einfluss der Eltern und der Schule neutralisiert oder zumindest geschwächt werden.’“

„‘Das Modell dafür [die MTV] waren die von dem Nazivorgänger Richard Wagner gebotenen Theatervorstellungen, bei denen das Publikum zu einer Art Ekstase gebracht wurde, die anschließend bewusst von den Nazis genutzt wurde, als sie ihre eigenen symbolischen Feierlichkeiten geschaffen haben, wie z.B. die Treffen in Nürnberg.’ Die Experten in Gehirnwäsche, die den MTV geschaffen haben, waren sich dessen Auswirkung sehr wohl bewusst. In einem Buch über die Kette, Rocking Around the Clock, hat E. Ann Kaplan behauptet, dass der MTV ‘mehr als jedes andere [Fernsehen] hypnotisiert, weil es aus einer Reihe kurzer Texte besteht, die uns in einem ständigen Zustand der Emotion und Erwartung halten... Wir bleiben in der ständigen Hoffnung eingefangen, dass das nächste Video uns schließlich befriedigen wird. Verführt von dem Versprechen der unmittelbaren vollkommenen Zufriedenheit nehmen wir weiter bis ins Unendliche jene kurzen Texte in uns auf’.“

„Während der vier Minuten, die ein Musikvideo ungefähr dauert (die Wissenschaftler des Tavistock haben festgestellt, dass vier Minuten das Höchstmaß ist, in dem eine unfreiwillige Person empfänglich dafür ist, die in den Programmen selbst enthaltenen Botschaften aufzunehmen), fügt sich ‘eine künstliche Wirklichkeit in Form von 'Kontrapunkten' in das Bewusstsein, wobei sie die kognitive Wirklichkeit ersetzt…’.“

‘Wenn die Menschen über diesen Prozess nachdenken würden, ’ - schreibt Walter Lippmann – ‘dann könnte es sein, dass [dieser] zu Ende gehen würde’. Aber, so sagt er abschließend, ‘die Masse der des Lesens und Schreibens unkundigen, der geistesschwachen, der tiefgehend neurotischen, der unterernährten und frustrierten Einzelpersonen ist so bedeutend groß, dass es Motive gibt, viel mehr zu glauben, als wir für gewöhnlich glauben. So ist es also so, dass [der Prozess] in Reichweite von Personen gebracht wird, die geistig Kinder bzw. Barbaren sind, und deren Leben ein vollkommenes Durcheinander ist, indem einfache Inhalte mit einer großen Anziehungskraft für die Bevölkerung gewählt werden…’ […] In Crystallizing Public Opinion, hat Edward Bernays behauptet, dass «der Durchschnittsbürger» der leistungsfähigste Zensor der Welt ist. Sein eigener Verstand ist das größte Hindernis, das ihn von den Tatsachen trennt.“

„Der Zuschauer, der die Gehirnwäsche erleidet, bewahrt nur die Illusion, dass er seine Fähigkeit zum Auswählen behalten hat. Das ist genauso, wie ein Drogensüchtiger glaubt, dass er seine Sucht kontrollieren kann, anstelle dass diese ihn kontrolliert. ‘Der MTV’ – so Ann Kaplan - ‘baut auf einem immer größeren Wissen der Methoden der psychologischen Manipulierung auf.’ […] Das Maß des täglichen Fernseh-Konsums hatte seit der Entstehung des Fernsehens ständig zugenommen, so dass dieser Mitte der 1970er Jahre die tägliche Beschäftigung darstellte, der nach dem Schlaf und der Arbeit die meiste Zeit gewidmet wurde. Und zwar knapp sechs Stunden täglich. Seitdem hat sich das mit dem Auftauchen der Videogeräte und der Videokonsolen weiter stark erhöht. Die Kinder im Schulalter verbrachten fast so viel Zeit beim Fernsehen wie schlafend.“

„‘In der Freudschen Terminologie der Gehirnwäsche‘ - sagte Emery - ‘befindet sich der Zuschauer eines Musikvideos in einem dem Schlaf sehr ähnlichen induzierten Zustand. Das wiederholte Erscheinen von glänzenden Farben und Bildern, die das Sehvermögen überfordern, trägt dazu bei bzw. induziert ihn in diesen Zustand, wobei der gleichzeitige pulsierende und vibrierende Rockrhythmus eine ähnliche Wirkung auf das Ohr ausübt.’ Wir befinden uns nicht nur in einer Epoche des Fernsehens, sondern ebenfalls in einer durch das Fernsehen bedingten Epoche – und es ist eine Epoche der Unruhe, der Unzufriedenheit, der nirgendwohin und gleichzeitig an viele Stellen gerichteten Frustration – wie es logisch ist in einem Ambiente, in dem [das Fernsehen] allgegenwärtig ist.“

„Die unheilvollen Cliquen und raffinierten Taktierer des Bilderberg-Clubs, die geheimen Bereiche von bewusstem und intelligentem Einfluss auf die organisierten Gewohnheiten und das bewusste Manipulieren derselben sind der neueste Ausdruck einer noch tiefgründigeren Manipulierungskampagne, um eine Weltregierung ohne Grenzen einzusetzen, die vor niemandem rechenschaftspflichtig ist, nur vor sich selbst.“

„…die wichtigsten Erfolge, nach Belieben an eine Bevölkerung verkauft, die zugunsten des fanatischen Fundamentalismus solch einer Gruppe von Menschen demoralisiert ist, die niemandem rechenschaftspflichtig sind und die die absolute Macht zum Preis der Würde des modernen Menschen erreichen wollen, eines Menschen, der von den kombinierten Mächten des Manipulierungs- und Gehirnwäscheapparats von Bilderberg-CFR-Tavistock und seines Teams aus Wissenschaftlern, Psychologen, Soziologen und Experten der neuen Wissenschaft (New Age, Mystizismus usw.), Anthropologen und Faschisten, die entschlossen sind, ein neues Römisches Imperium zu gründen, in Verruf gebracht, erniedrigt, gedemütigt und gering geschätzt wird.

„Zuerst haben Edward Berneys und Walter Lippmann begonnen. Dann Gallup und Jankelowitsch. Später Rees und Adorno, Aldous Huxley und H. G. Wells, Emery und Trist, gefolgt von der Kultur der Drogen und der Wassermann-Verschwörung, ein scheinbares ‘humanistisches’ Ideal zugunsten der alten Kultur, mit ein bisschen menschlicher Freiheit besprengt, anstelle dessen, was sie wirklich ist: eine intelligente Art und Weise, die Personen zu erniedrigen, bis sie zu bloßen Farm-Tieren werden, denen die Originalität des menschlichen Bewusstseins abgestritten wird, und die sich sofort überall verstehen, ohne dass eine Übersetzung erforderlich wäre.“

„Das neue Zeitalter wird ein neues Düsteres Zeitalter sein. Es wird den vorzeitigen Tod von etwas über der Hälfte der Bevölkerung bedeuten und das wohl überlegte, absichtliche Vergessen der höchsten Errungenschaften der Menschheit. Das ist die totalitäre Ideologie, die die Neue Weltordnung verficht, und die entschlossen ist, die Welt regieren zu wollen, selbst wenn es über unsere Leichen wäre. […] Warum lohnt es sich, unsere Zivilisation zu verteidigen? Warum ist ein auf der Freiheit aufgebautes Regime besser, als jene Tyranneien, die heute einen Großteil unseres Planeten unterdrücken? Für einige sind die Antworten auf diese Fragen offensichtlich, aber für viele nicht.“

„KAPITEL 3

Wie und warum der Bilderberg-Club den Krieg im Kosovo organisiert hat

„Dieses Mal war der Balkan an der Reihe. Der ‘Hauptplan’ wurde 1966 auf dem Treffen der Mitglieder des Bilderberg-Clubs in King City geboren, einer kleinen Luxus-Enklave, 20 Kilometer von der kanadischen Stadt Toronto entfernt. […] die Kriege der Mitglieder des Bilderberg-Clubs im Kosovo und in den Balkanstaaten hatten einen konkreten Grund: Drogen, Erdöl, Mineralreichtum und das Fördern der Sache ‘globale Regierung’.“

„Die Vereinigten Staaten und Deutschland begannen nach dem Fall des Kommunismus in der ehemaligen Sowjetunion, als die Jugoslawische Föderation die Angliederung an die westliche Einflusssphäre zurückwies, die sezessionistischen Kräfte in Jugoslawien zu unterstützen. John Pilger, ein preisgekrönter australischer Journalist, der sich der Forschung in Bezug auf Kriegskonflikte widmet, hat in The New Statesman Folgendes geschrieben: ‘Milosevic war ein Dummkopf. Er war auch ein Bankier, der einmal als ein Verbündeter des Westens angesehen worden war. Darauf vorbereitet, 'Wirtschaftsreformen' gemäß den Forderungen des FMI, der Weltbank und der Europäischen Union in die Praxis umzusetzen. Es war sein Pech, dass er sich weigerte, auf Souveränität zu verzichten. Das Imperium hatte nichts Geringeres erwartet.’ Gemäß dem Artikel von Neil Clark, eines Journalisten, der auf Angelegenheiten des Mittleren Ostens und des Balkans spezialisiert ist, ‘verblieben über 700.000 jugoslawische Unternehmen in gesellschaftlichem Eigentum, die Mehrheit wurde noch von gemischten Komitees aus Führungskräften und Mitarbeitern kontrolliert, und nur 5 % des Kapitals befand sich in privaten Händen’.“

„Sara Flounders, eine der internationalen pazifistischen Bewegung namens Weltpartei der Arbeite verbundene Aktivistin und Journalistin, hat in einem Artikel geschrieben: ‘…die Bedingungen zur Krediterteilung seitens des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank erfordern die Auflösung aller staatlichen Industrien. Dies ist der Fall beim Erdöl und Naturgas im Kaukasus und im Kaspischen Meer sowie den Diamantgruben von Sibirien. Wer ein dominantes Interesse besitzt bzw. hat [...] wird derjenige sein, der will, dass der bewaffnete Kampf gewonnnen wird, der sich in Kosovo abspielt. Die Beherrschung an Ort und Stelle durch die NATO wird die US-Unternehmen in eine bessere Stellung bezüglich des Eigentums an jenen Ressourcen bringen’.“

„Die Mitglieder des Bilderberg beabsichtigten zu Beginn, die Serben ‘zu entflammen’, indem sie die Kriegsverbrecher verfolgten, die diese beherbergten und diese vor einem neuen Internationalen Gerichtshof vor Gericht stellten. Die Serben, stolz und erfahren, sind dieser Provokation ausgewichen, indem sie die Verdächtigen der niedrigsten Dienstränge überzeugten, sich freiwillig zu stellen. Das war jedoch nicht ausreichend. Um die Serben rasend zu machen, hat der Gerichtshof von Den Haag, der unter Kontrolle der Vereinigten Staaten steht, auf illegale Entführungen zurückgegriffen, um zum Krieg aufzuhetzen.“

„Das würde ebenfalls erklären, warum Richard Holbrooke, US-Botschafter vor den Vereinten Nationen von 1999 bis 2001, Mitglied des Bilderberg-Clubs und des CFR und sechs Mal Kandidat für den Friedensnobelpreis, in das Schlussabkommen eine Klausel über Kosovo einfügte. Was hat Kosovo mit Bosnien zu tun? Nichts. Aber die Idee von Holbrooke war es, Bosnien zum Experiment der zukünftigen Ausdehnung des Bilderberg-Clubs auf der Balkanhalbinsel zu machen.“

„Auf der Suche nach einer Rechtfertigung: William Walker tritt in Erscheinung”

„…wie John Laughland in seinem Artikel ‘Die Technik eines Putsches’ erklärt, war William Walker, Mitglied des CFR und ‘ehemaliger Botschafter in El Salvador, dessen Regierung, unterstützt von den Vereinigten Staaten, Todesschwadronen aufgestellt hat’. Im Jahr 1985 war Walker Gehilfe des Unterstaatssekretärs für Zentralamerika und eine praktische Schlüsselperson bei den Versuchen des Weißen Hauses unter Reagan, die nikaraguanische Regierung zu stürzen. Oberstleutnant Oliver North, Beginn 1981 dem Personal des Nationalen Sicherheitsrates zugeteilt und am 25. November 1986 entlassen, war der Beamte der Reagan-Regierung, der am meisten in die geheime Hilfe für die Contras durch Nutzung der Gewinne aus den Waffenverkäufen an den Iran verwickelt war.“

„Gemäß der Gerichtsakte war Walker der Beauftragte für die Einrichtung einer falschen humanitären Operation auf einem Luftstützpunkt in Ilopango, El Salvador, der im Geheimen dazu genutzt wurde, die konterrevolutionären Söldner, die Nikaragua angriffen, mit Waffen, Kokain, Munition und Proviant zu versorgen.“

„Walker, der den Contras in Nikaragua Waffen übergeben hatte, war jetzt zu einem Beobachter für den Frieden geworden, erklärte mit Pauken und Trompeten vor der Weltpresse, dass die serbische Polizei des ‘schrecklichsten’ Gemetzels schuldig sei, das er je gesehen habe. Die Serben, die bis dahin geschickt den Provokationen der NATO und des Bilderberg-Clubs ausgewichen waren, wurden gestürzt. Das angebliche ‘Massaker’ verursachte einen Vorwand für die Intervention. Am 30. Januar genehmigte die NATO das Bombardement. Und der Bilderberg-Club befahl deren Generalsekretär Javier Solana, dass er die ‘Streitkräfte verwende, um die serbischen Delegierten und die des albanischen Volkes bei den ‘Friedens’-Verhandlungen in Frankreich zu zwingen, über einen Rahmen für die ‘Autonomie’ von Kosovo zu sprechen’.“

„Ein Artikel der The Washington Post vom 4. August zitierte ‘einen hohen Beamten des US-Verteidigungsministeriums, der eine einzige Sache aufzeigte, die eine Veränderung der Politik hervorrufen könnte: 'Ich meine, wenn bestimmte Niveaus an Gräueltaten erreicht würden, die nicht tolerierbar sind, dann würde das wahrscheinlich ein Auslöser sein“.“

„Als nützlichen historischen Bezugspunkt muss man sich daran erinnern, dass die Serben Opfer des schlimmsten Handelns der ethnischen Säuberung gewesen sind. So 1995 während der von den Vereinigten Staaten unterstützten Storm Operation, bei der 200 000 oder mehr Serben in der Region Krajina in Kroatien beseitigt wurden. Oder als die 100 000 oder mehr Serben im Kosovo durch die UCK am Ende des Bombardements der NATO ermordet wurden. Es ist nicht erforderlich zu sagen, dass der Gerichtshof von Den Haag, der Justizmechanismus der Neuen Weltordnung, nichts getan hat, um die Verantwortlichen dieser Schrecknisse vor Gericht zu stellen.“

„‘Sie sollten es wissen, denn, was würde die Krone denn sonst dazu verleiten, eine Armee in jener Region aufrecht zu erhalten, wo es nichts von Wert gibt, ausgenommen das lukrative Geschäft des Opiumhandels? Es war sehr teuer, bewaffnete Männer in einem so entfernt gelegenen Land zu unterhalten. Seine Majestät hätte fragen sollen, warum jene Militäreinheiten sich dort befanden’, fragt sich Doktor John Coleman in Conspirator’s Hierarchy: The Story of the Committee of 300.“

Unter der Überschrift:

„Geschichte der Verwicklung der Vereinigten Staaten in den Rauschgifthandel“

„Im Unterschied dazu, was uns die Geschichtsbücher jahrelang erzählt haben, ist der Unheil bringende Rauschgifthandel kein exklusives Terrain des kriminellen Stands. Außer wir verstehen unter kriminellem Stand einige der wichtigsten Familien der Geschichte der Vereinigten Staaten, die als the Eastern Liberal Establishment bekannt sind. Deren Mitglieder dieses Land als Oligarchie leiten. Und zwar über ein System einer Parallelregierung, das als Club Bilderberg bekannt ist…“

„Kosovo und das Heroin

„Zwei Journalisten, Roger Boyes und Eske Wright, haben in einem am 24. März 1999 in der Zeitung The Times von London veröffentlichten Artikel behauptet, dass ‘Albanien – das eine wichtige Rolle bei der Weitergabe von Geld an die Kosovaren spielt - sich im Epizentrum des Drogenhandels von Europa befindet…’.“

„Albanien ist zur Hauptstadt des Verbrechens in Europa geworden. Die mächtigsten Gruppen des Landes sind organisierte Kriminelle, die Albanien dazu verwenden, einen großen Prozentsatz der illegalen Drogen anzubauen, zu verarbeiten und zu lagern, die für Westeuropa bestimmt sind…“

Fortführung folgt morgen.

Fidel Castro Ruz

17. August 2010

18:20 Uhr

Quelle: http://www.granma.cu/

(Übersetzung: Büro für Dolmetsch- und Übersetzungsservice ESTI)

Gedanken von Fidel

VIELLEICHT ÜBERTRIEBEN?

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Havanna, 19. August 2010, Cubadebate (auf Kommunisten-online am 23. August 2010) – Nachdem ich mich am 17. und 18. August auf das Buch von Daniel Estulin bezogen hatte, welches mit unumstößlichen Tatsachen die schreckliche Art aufzeigt, wie die Gehirne von Jugendlichen und Kindern aus den USA durch die Drogen und die Massenmedien mit ganz bewusster Beteiligung der US-amerikanischen und britischen Geheimdienste deformiert werden, hatte ich im Abschlussteil meiner vorigen Gedanken formuliert: „Es ist schrecklich, daran zu denken, wie die Hirne und Gefühle der Kinder und Jugendlichen der USA auf diese Weise verstümmelt werden.“

Gestern kamen die Nachrichtenagenturen mit einer Information aus einer von der Universität von Beloit veröffentlichten Studie heraus. Darin werden Tatsachen aufgezeigt, die sich erstmals in der Geschichte der USA und der Welt ereignen und in Zusammenhang mit den Kenntnissen und Sitten derjenigen US-Universitätsstudenten stehen, die 2014 ihr Studium beenden werden.

Die kubanische Zeitung Granma informiert über diese Neuigkeit in gelungenem Stil:

-1- „Sie tragen keine Uhr, um die Uhrzeit zu sehen. Statt dessen benutzen sie dazu das Handy.“

-2- „Sie glauben, dass Beethoven ein Hund ist, den sie mal in einem Film kennenlernten.“

-3- „Michelangelo ist ein Computervirus für sie.“

-4- „E-Mail ist 'zu langsam' für sie, weil sie gewohnt sind, Neues via Handy noch rascher auszutauschen.“

-5- „Nur sehr wenige von ihnen können kursiv schreiben.“

-6- „Sie glauben, dass die Tschechoslowakei niemals existierte.“

-7- „Sie glauben, dass die US-Konzerne immer in Vietnam geschäftlich tätig waren.“

-8- „Sie glauben, dass die koreanischen Autos schon immer in ihrem Land herumfuhren.“

-9- „Sie glauben, dass die USA, Kanada und Mexiko schon immer per Freihandelsvertrag miteinander verbunden waren.“

Es bleibt ein sehr kaltes Schaudern, wenn man sieht, bis zu welchem Punkt die Bildung deformiert und prostituiert wird in einem Land mit mehr als 8000 Atomwaffen und den mächtigsten militärischen Massenvernichtungsmitteln der Welt.

Und dann noch daran zu denken, dass es gescheite Menschen gibt, die glauben können, dass meine Warnungen übertrieben sind.

Fidel Castro Ruz

19. August 2010

11:13 Uhr

Quelle:

http://www.tribuna-popular.org

Freitag, 16. Juli 2010

Der Comandante Fidel Castro im Interview zur akuten Atomkriegsgefahr

FIDEL: „USA SPIELEN WEDER SAUBER NOCH SAGEN SIE DIE WAHRHEIT“

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Havanna, 12. Juli 2010, Cubadebate. – „Die USA spielen weder ein sauberes Spiel noch sagen sie die Wahrheit“, so Fidel Castro auf einer außerordentlichen Pressekonferenz, welche vom kubanischen Fernsehen am vergangenen Montagabend übertragen und vom Journalisten Randy Alonso geleitet wurde.

Fidel schätzte umfassend die Lage im Mittleren Osten ein. Insbesondere die von den USA und Israel in ihrer feindseligen Politik gegen den Iran provozierte Krise. Dabei verwies er auch auf das Atomwaffenarsenal der internationalen Großmächte und die Versenkung der Cheonan aus der südkoreanischen Flotte, was der KVDR untergeschoben wurde.

Beim Hervorheben der Gefahr eines Krieges mit Einsatz von Atomwaffen, wovor Fidel in seinen regelmäßig zu Papier gebrachten Gedanken bereits sehr gewarnt hatte, bot der Comandante eine normal Reihe an Argumenten auf, kommentierte er die Meinungen von politischen Beobachtern der jüngsten Ereignisse im Mittleren Osten.

Auf der Pressekonferenz im Beisein des Intendanten des kubanischen Fernsehens, des Historikers Rolando Rodríguez, des Leiters des Zentrums zur Untersuchung der Weltwirtschaft Osvaldo Martínez und des Leiters des Nationalen Zentrums für Wissenschaftliche Untersuchungen und Arztes Dr. Carlos Gutiérrez erläuterte Fidel das gewaltige Waffenarsenal der Hauptmächte der Erde, angeführt von den USA. „Die Zahl der strategischen Sprengköpfe ist wahnsinnig“, erklärte er.

Die Angaben des Instituts für Friedensforschung in Stockholm (SIPRI), sagte Fidel, lassen keinen Zweifel daran, welche Gefahr über der Menschheit schwebt. Die Gesamtausgaben der USA für Rüstung betrugen 2009 eine Summe von 1531 Milliarden Dollar, was 49% mehr als im Jahr 2000 bedeutet.

Es ist nicht schwierig sich vorzustellen, was geschehen würde, wenn nur ein Teil der Waffen zum Einsatz käme. Und „im Kongress (der USA) gibt es noch aggressivere Standpunkte als jene des Präsidenten“, fügte Fidel hinzu.

Die US-Militärausgaben sind ständig angestiegen. Fidel verwies darauf, dass der US-Verteidigungshaushalt von 316 Milliarden Dollar im Jahr 2001 auf 565 Milliarden Dollar im Jahr 2010 und somit in diesem Zeitraum um das 2,16-fache angestiegen ist.

„Die USA allein geben mehr für Rüstung aus als alle anderen Länder zusammen“, so Fidel. „Sie haben 2002 strategische Sprengköpfe und 500 nichtstrategische Sprengköpfe. Sie haben 2702 einsatzbereit stationiert. Demgegenüber hat Russland 2787 strategische Sprengköpfe und 2047 nichtstrategische Sprengköpfe. Zwischen beiden Ländern gibt es fast 7000 strategische Sprengköpfe. Diese Zahl ist wahnsinnig.“

ICH SEHE AUCH DIE GEFAHR EINES KRIEGES

Zu einer Bemerkung von Randy über die Gefahr eines möglichen Krieges im Mittleren Osten meinte Fidel: „Ich sehe auch voll und ganz die drohende Gefahr eines Krieges“, und er fügte hinzu: „Ich habe begonnen, über dieses Thema nach der Anschuldigung gegen die KVDR zu schreiben, als sie der KVDR die Versenkung des hochgerüsteten südkoreanischen Kriegsschiffes unterschoben. Jenes südkoreanische Kriegsschiff ist eines von den modernsten aus US-Produktion, gebaut mit besonderen Metallen und Materialien, die sie der KVDR nicht verkaufen.“

Er äußerte sich voll Ironie über die Anschuldigung gegen die KVDR, wonach die KVDR ein altes Torpedo aus den 50er Jahren benutzt haben soll. „Schau Dir das mal an! Ein altes Torpedo gegen dieses hochmoderne Kriegsschiff!“, rief Fidel aus.

Er erklärte, dass ein US-Beobachter eine logische Erklärung lieferte: „Südkorea machte ein militärisches Manöver mit seinem Verbündeten, den USA. Bei der Versenkung des südkoreanischen Kriegsschiffes kamen 46 Männer um ihr Leben (...) Dies ist das Schlimme an dieser Tatsache. Was Südkorea viel Arbeit bereitet, um diese Tat der USA zuzulassen. (...) Ein solches Schiff kann nur mit einer Mine gesprengt werden. Und genauso machten sie es.“

Fidel äußerte überzeugt, dass wenn diese Situation aus dem Ruder läuft, es zu einer ganz dramatischen Entwicklung käme. Er erinnerte an die Worte, die die Koreaner diesbezüglich verwendeten: „Es wird ein Meer voller Feuer und Feuerstöße geben.“ Er bemerkte, dass er „anfangs dachte, dass das Problem dort losgehen würde, weil damals der Beschluss (des UN-Sicherheitsrates) über den Iran noch nicht gefasst war“.

Als dieser Beschluss dann angenommen wurde, da „wurde es offenkundig, dass sie erst den Konflikt im Iran lostreten würden, und anschließend in Korea. Die am meisten Alarmierten angesichts dessen, was im Iran geschieht, sind die Menschen in der KVDR.“

DIE SCHWERSTE KRISE VON OBAMA

Fidel kommentierte die jüngsten Erklärungen des US-Politikwissenschaftlers Noam Chomsky. Chomsky hatte geäußert, die Position der USA zum Iran „ist die schwerste Krise der Außenpolitik, welcher sich die Obama-Administration gegenübersieht“.

„Iran ist der große Zankapfel“, so Fidel, „weil es sicher ist, dass sie den Iran nicht inspizieren können werden. Vor 31 Jahren entfesselten sie den Chemiewaffen-Krieg gegen die Revolution des Ayatollah Khomeini, die ohne Waffen den Schah von Persien gestürzt hatte. Die Iraner hatten keine Armee, sie hatten die Revolutionswächter“.

Fidel setzte hinzu: „Ahmadinedschad ist kein Behelfspräsident. Laut ihm selbst wird er da sein können oder nicht. Aber er ist kein Behelfspräsident. Eine Berechnung anzustellen, auf welcher Grundlage die Iraner schließlich loslaufen und die US-Amerikaner um Entschuldigung bitten werden, ist absurd“.

Fidel argumentierte: „Die Iraner haben sich 30 Jahre lang ständig vorbereitet. Mit einer industriellen Entwicklung, dem Erwerb von Flugzeugen, Radaren, Luftabwehrwaffen... Die Russen verpflichteten sich zur Lieferung der Luftabwehrraketen S-300. Aber sie verlangsamen dies und haben immer noch nicht an den Iran geliefert. Alle Flugzeuge, die die Iraner nur kaufen konnten, haben sie gekauft. Sie haben russische Waffen. Sie haben hunderte Raketenstellungen. Die iranische Armee hat ihre Teilstreitkräfte, die Luftwaffe, die Marine und die Landstreitkräfte. Die iranische Marine hat auch eigene Luftstreitkräfte und Marine-Infanteristen für Einsätze am Boden. An Soldaten haben allein die Revolutionsgarden über eine Million Mann. Es werden alle Menschen militärisch ausgebildet, und zwar im Alter von 12 bis 60 Jahren. Und es gibt dort 20 Millionen schiitische Muslime. Wer wird da mit jenem Feind sympathisieren, der ihm alles kaputtmachen will und dies darüber hinaus auch ihm offen erklärt?“

Fidel bekräftigt, dass auf alle Atommächte etwa 20.000 Atomwaffen entfallen. Und der Vorwand, den sie gegen den Iran benutzt haben, ist einfach lächerlich. „Das geschaffene Problem ist lächerlich. Und alle Beschlüsse (des UN-Sicherheitsrates) sind lächerlich. Das Risiko liegt darin, dass der Iran zwei Atomsprengköpfe in zwei oder drei Jahren entwickelt oder baut. Wo ist da die Logik? Das ganze große Problem steckt darin.“

Nach Meinung von Fidel ist die wahre Ursache „die Kontrolle, der Einfluss, welchen der Staat Israel auf die USA hat. Ein Land, welches in wenigen Jahren zur Atommacht geworden ist.“

Er erklärt, dass Kuba sehr gut die atomare Erfahrung kennt: „Wir haben das Risiko gehabt, dass sie uns angreifen. Als die Regierung von Reagan dran war, machten sie einen Kerntest im Meer. Auf einem Schiff. Wir sahen dies vorher, weil wir unsere Truppen nach Namibia reisen ließen.“

Über Israel „lieferten sie 14 Sprengköpfe an die Südafrikaner, für stärkere Bomben als die in Hiroshima und Nagasaki von ihnen abgeworfenen. Diese Tatsache ist nicht neu. Wir hatten dort (in Angola) rund 60.000 Mann auf dem Vormarsch. Und schon erlebten wir das Risiko einer Erfahrung mit Kernwaffen.“

Er erinnerte an den Moment, an welchem die Sowjetunion ihre Atomwaffen in Kuba aufstellte. „Was uns erst mal nicht gefiel. Denn als wir diese Revolution machten, rechneten wir auf keinerlei Bündnis mit der UdSSR“. Dieses Bündnis „kam uns sehr gelegen. Denn sie (die USA) nahmen uns das Öl, sie (die UdSSR) lieferte es uns. Wir reden davon derzeit nicht, ohne eine Erfahrung durchlebt zu haben: wir durchlebten sie 1962 und 1970 und sehr oft bei einem internationalistischen Einsatz. Und wir ergreifen alle Maßnahmen: Wir verschanzen uns immer besser unter der Erde. Wir konnten nicht auf einen Zufall warten. Es wurde alles bestätigt. Und nicht mal Mandela weiß, was sie mit jenen Kernwaffen machten. Ich habe ihn gefragt: 'Das weiß man nicht', sagte er. Sie wurden mitgenommen. Sie haben nie ein sauberes Spiel gespielt“.

„Kann damit gespielt werden?“ Fidel fügt hinzu: „Wenn du von der Hypothese sprichst, wirst du niemanden überzeugen. Man muss nicht dramatisieren, weil die Tatsachen an sich schon dramatisch sind.“

Der Comandante legte eine neue Einschätzung über diese für die Menschheit gefährlichen Ereignisse in seinen verfassten Gedanken vor, die Cubadebate am Sonntagabend veröffentlichte.

Quelle: http://www.cubadebate.cu/

Fotos: Alex Castro

Montag, 5. Juli 2010

USA VERHAFTEN 10 ANGEBLICHE „RUSSISCHE SPIONE“, DARUNTER EINE JOURNALISTIN

verfasst von Eva Golinger, USA/Venezuela

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Havanna, 28. Juni 2010, Cubadebate.- In der vergangenen Woche speiste US-Präsident Obama „typisch amerikanisch“ mit dem Präsidenten der Russischen Föderation Medwedjew. Zwischen Hamburgern und Coca Cola lächelten die zwei Staatschefs sich an und verkündeten sie ihre „stabile“ und „besser denn je“ Beziehung. Medwedjew versandte sogar die Fotos seines netten Essens mit seinem US-Amtskollegen via Twitter. Er rechnete nicht damit, dass schon wenige Tage später der Kalte Krieg wieder angestiftet werden würde.

Das Justizministerium der USA verkündete heute die Festnahme von 10 angeblichen „russischen Spionen“. Die Mehrheit dieser Personen sind US-Amerikaner. Sie werden beschuldigt, Gelder der russischen Regierung zu erhalten, um „Spionage“-Handlungen auszuführen. Ihre hauptsächliche Rechtsverletzung besteht in der Verletzung des Foreign Agent Registration Act. Dieses Gesetz der Meldepflicht für Ausländische Agenten überwacht jeden US-Bürger oder Einwohner der USA, welcher Gelder einer ausländischen Regierung für politische oder propagandistische Zwecke erhält.

Bis zu diesem Augenblick sind die 10 Inhaftierten nicht wegen Spionage angeklagt worden. Stattdessen heißt es, sie hätten „konspiriert, um als ausländische Agenten zu handeln, ohne entsprechend dem Gesetz registriert zu sein“.

Unter den Inhaftierten ist eine Journalistin aus New York. Vicky Peláez ist peruanischer Herkunft. Sie schrieb für El Diario / La Prensa, die in New York meistgelesene Zeitung in spanischer Sprache. Sie ist eine der wenigen hispanischen Journalisten, die die Lateinamerika-Politik Washingtons kritisieren. Und sie bemüht sich um Ausgewogenheit in ihren Reportagen über Venezuela und andere Länder der Region, die normal sehr kritisch in der US-Presse bewertet werden.

Bis heute hat keine internationale Organisation, die die Journalisten und die Meinungsfreiheit verteidigen, wie das Komitee zum Schutz der Journalisten (KSJ), die Interamerikanische Gesellschaft für Presse (SIP) oder Reporter ohne Grenzen (ROG) über die Festnahme von Vicky Peláez eine Erklärung abgegeben.

Vicky Peláez wurde zusammen mit ihrem in Uruguay geborenen Ehemann Juan Lázaro am Sonntag in ihrem Haus in Yonkers in den Außenbezirken der Stadt New York festgenommen. Laut Justizministerium wird Vicky Peláez beschuldigt, Geld von einem Vertreter der russischen Regierung am 14. Januar 2000 erhalten zu haben, als sie in einem südamerikanischen Land war. Angeblich erhielt ihr Ehemann ein anderes Geldpäckchen von einem russischen Agenten am 25. August 2007. Laut der Mitteilung „zahlte er gleich nach seiner Rückkehr nach New York fast 8.000 Dollar Steuerschulden“ an die US-Regierung.

Somit: Erhielt er Geld aus Russland, um seine Steuern in den USA zu zahlen?

Agenten des FBI nahmen Richard Murphy und Cynthia Murphy in ihrem Haus in Montclair, New Jersey, am vergangenen Sonntag fest. Auch festgenommen wurde Anna Chapman in Manhattan, Michael Zottoli und Patricia Mills in Arlington, Virginia, Michail Semenko in Alexandria, Virginia, und Donald Howard Heathfield und Tracey Lee Ann Foley in ihrem Haus in Boston. Derzeit suchen sie noch nach einem weiteren Verdächtigen, R. Metsos, der entwischt zu sein scheint.

Die vom Justizministerium herausgebrachte Mitteilung offenbart, dass der Sitz des russischen Geheimdienstes in Moskau an zwei der Festgenommenen eine Nachricht geschickt hatte. Diese Nachricht besagte, dass ihr Hauptauftrag ist, „Kontakte mit politischen Kreisen in den USA herzustellen und zu entwickeln“, und anschließend „Berichte zu liefern“. Landeshochverrat?

Neun der zehn Verhafteten wurden auch der „Geldwäsche“ bezichtigt.

In der vergangenen Woche enthüllte ein von der US-Agentur National Endownment for Democracy (NED) veröffentlichtes Dokument die Zahl von 40 bis 50 Millionen Dollar für die Finanzierung von politischen Gruppen in Venezuela, die sich der Regierung von Präsident Hugo Chávez entgegenstellen. Laut Berichten haben verschiedene US-Agenturen und europäische Behörden wie die USAID, NED, Freedom House, US-Außenministerium, die Europäische Kommission und so weiter politische Parteien und Gruppierungen in Venezuela finanziert, um „aus der Regierung von Chávez rauszukommen“, wozu auch ein versuchter Staatsstreich von April 2002 gehörte.

Bei all dem passiert stets folgendes: Immer wenn die venezolanische Regierung jene Gruppen und Einzelpersonen anklagt (und nicht festnimmt), welche Gelder erhalten und „ausländische Agenten“ sind, dann klagen die US-Regierung und die internationalen „Schutzorganisationen“ für Menschenrechte die venezolanische Regierung an, „diktatorisch“, „unterdrückerisch“ und „verletzend“ bei den Grundrechten zu sein.

In der vergangenen Woche beschuldigte der bolivianische Staatspräsident Evo Morales die USAID der Finanzierung von Destabilisierungshandlungen in seinem Land und warnte Washington, dass seine staatliche Einrichtung aus dem Andenland ausgewiesen werden könnte.

In Kuba wurde Alan Gross, ein Angestellter einer Vertragsfirma der USAID namens Development Alternatives Inc (DAI) im Dezember 2009 festgenommen und wegen Spionage und Subversion angeklagt. Er führte satellitengestützte hochtechnologische Ausrüstung mit sich in das karibische Land, welche den Gruppen der Konterrevolution in Kuba übergeben werden sollte.

In Venezuela scheinen die internationalen Einrichtungen in die großen Netzwerke der Geldwäsche zusammen mit ihren venezolanischen „Partnern“ verwickelt zu sein. Sie verbringen die Millionensummen an Dollars in das Land, ohne da etwas zu versteuern, um die Kontrolle über den Tausch ausländischer Währung zu unterlaufen, welche in Venezuela existiert, um rechtswidrige Handlungen und Kapitalflucht zu verhindern. Die Wahlgesetze in Venezuela verbieten die Finanzierung von politischen Kampagnen im Lande durch das Ausland. Nichtsdestotrotz verletzt Washington dieselben Gesetze, die es auf seinem eigenen Territorium respektieren lässt.

Quelle: http://www.cubadebate.cu/