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Donnerstag, 23. Februar 2012

Gentechnik-Seilschaften: Newsletter am 14.2.2012

************www.biotech-seilschaften.de.vu**************
DARF GERNE WEITERGELEITET WERDEN ... GANZ ODER TEXTWEISE
*************Verfasst von: Jörg Bergstedt***************

Hallo!
gleich vorweg eine eilige Bitte des BUND in Mecklenburg-Vorpommern.
Dort soll ein Versuch mit Pferden starten, die mit gentechnisch
veränderten Organismen gespritzt werden. Auszug aus dem Schreiben
des BUND: Kein Gen-Impf-Versuch mit Pferden im Pferdeland MV!
-BUND fordert bundesweites Freisetzungsverbot des Gen-Impfstoffs für
Pferde/
-Einwendung mit 12 Begründungen gegen Impf-Versuch ans BVL senden/
-Einwandfrist endet am Donnerstag, 16.02.2012/
-Widerstand betroffener Bürger gegen Freisetzungsversuch wächst/
Ein Einwendungsvordruck findet sich unter
http://www.bund-mecklenburg-vorpommern.de/themen_und_projekte/landwirtschaft/gentechnik/

Also: schnell, schnell ...

Die zweite richtig wichtige Info ist ein absurder Gerichtsprozess
gegen GentechnikkritikerInnen. Die sind angeklagt (und haben schon
Vorwegurteile, sogenannte Strafbefehle, kassiert) wegen
Spazierengehens im öffentlichen Park in Üplingen. Das ist gar nicht
direkt an dem auch im Ort gelegenen Gentechnik-Schaugarten dran. Die
Gerichtsakte ist voller Absurditäten. So wissen die nicht einmal,
wer genau da langgegangen ist - aber haben einfach mal vier Leute
angeklagt, von denen sie irgendwie die Namen wussten (ich bin auch
dabei, bin aber nicht zum Gerichtstermin geladen worden ... warum
auch immer).
Das Interessante an dem Gerichtsprozess ist unter anderem, dass
Kerstin Schmidt als Zeugin auftritt. Mensch bedenke:
Gerichtsprozesse sind der Ort, wo die Angeklagten die Fragen stellen
(dürfen) - und die ZeugInnen zu antworten haben. Mal sehen, ob
Kerstin Schmidt nach dem Tag noch glücklich ist über ihre Kumpanei
mit der gentechnikgeilen Justiz in Sachsen-Anhalt ...
Der Prozess ist öffentlich - daher hier die Daten: Mittwoch, 29.2.
um 13.45 Uhr am Amtsgericht Oschersleben: Prozess gegen eine
Gentechnikgegnerin, weil sie im Ort Üplingen (nur kleines Dorf, aber
das größte Ballungszentrum von Gen"versuchs"feldern in Deutschland)
auf einem Weg spazieren ging, der sogar mit einem Schild als
erlaubter Spazierweg gekennzeichnet war. In Sachsen-Anhalt aber
kämpfen alle Institutionen für die Gentechnikseilschaften (bzw.:
Mafia, wie sie laut Bundesverfassungsgerichtsurteil genannt werden
darf)



Wegen dieser eiligen Sache geht der Newsletter in gekürzter Form
raus - also im Folgenden nur ein paar weitere Infos. Beste Grüße aus
der Projektwerkstatt, wo ich grad von der Tour aus Zürich, Biel,
Winterthur und Lindau zurück bin ... Jörg B.


********************

NEUES AUS DEN SEILSCHAFTEN

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Versuch von Horst
Rehberger, Kerstin Schmidt und Uwe Schrader, mit meine Recherchen
bzw. die Verkündung derer Ergebnisse zu verbieten, ist jetzt auch
beim Verfassungsgericht selbst online. Der Link:
http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20111207_1bvr267810.html.
Und der schöne Auszug: "Hinsichtlich der Äußerungen a, d, e, f, i
und j hält sich diese Abwägung im fachgerichtlichen Wertungsrahmen
und wird die Verfassungsbeschwerde nicht angenommen." Damit nun alle
wissen, was die Äußerungen a, d, e, f, i und j sind, die folglich
überall - verfassungsrechtlich geprüft - gesagt werden dürfen, hier
die Gesamtliste (auch aus dem Urteil):
a. Die Beschwerdeführer beabsichtigten „Steuermittel in eine
Zentrale für Gentechnikpropaganda und undurchsichtige
Firmengeflechte zu verschieben“,
b. die Beschwerdeführer gehörten einer Seilschaft für
Fördermittelveruntreuung an,
c. die Beschwerdeführer beabsichtigten, in Ü. ein neues El Dorado
für Geldwäsche entstehen zu lassen,
d. die Beschwerdeführer seien rücksichtslos und profitorientiert,
e. die Beschwerdeführer sackten für ihre dubiosen Firmenkonstrukte
umfangreiche Firmen- und Steuergelder ein,
f. die Beschwerdeführer seien Angehörige einer Gentechnikmafia,
g. das A., deren Geschäftsführerin die Beschwerdeführerin zu 1) sei,
diene vor allem „der Propaganda und der Veruntreuung großer Mengen
von Steuergeldern“,
h.- die B. in Ü., deren Geschäftsführerin ebenfalls die
Beschwerdeführerin zu 1) sei, sei „wichtig zur Wäsche von
Steuergeldern in einem unübersichtlichen Gewirr von Firmen“,
i. der Beschwerdeführer zu 2) sei der „Macher aus dem I.-Filz in G.“,
j. der Beschwerdeführer zu 2) habe Demonstranten „gekauft“.

Die anderen Buchstaben sind nicht verboten, sondern der Antrag auf
Verbot muss neu und intensiv geprüft werden - ich freu mich drauf!


Noch eine Fundsache, die mal wieder zeigt, wie sinnfrei das ständige
Lamentieren der Gentechnikseilschaften über die vermeintliche
Unsachlichkeit der KritikerInnen und ihre eigene Sachlichkeit ist.
Während ich ja in meinem Buch, meiner Broschüre, Internetseiten und
Vortrag präzise alles belegte, werfen mit die SeilschafterInnen das
Gegenteil vor - allerdings pauschal, diffamierend und mit null
Belegen. Mit ihren Beleidigungen zeigen sie nur deutlich, dass sie
keine Argumente haben. Auszüge aus den Debatten auf TransGen
(http://www.transgen.de/forum/viewtopic.php?f=2&t=268):
"ich bin gerade über folgende Veranstaltungsanzeige gestolpert und
dachte mir, es könnte für den Ein oder Anderen von Interesse sein.
In zwei Veranstaltungen wir der Held der
Anti-Gentechnik-Gemeinschaft, Jörg Bergstedt, in der Heimat von Karl
Heinz Bablok über die "Seilschaften" zwischen privater und
öffentlicher Forschung im Bereich Grüne Gentechnik predigen. (sorry
für diese Formulierung)"
und
"Agent-Orange-Verschwörungsgefasel eines Straftäters" (mal eine
Anmerkung von mir: Der Satz zeigt, dass der Schreiberling nicht
einmal hingeguckt hat; Agent Orange stammt ja von Monsanto - und ich
kämpfe ja gerade gegen die einseitige Betrachtung immer nur dieser
Firma an; aber die Gentechnik-SeilschafterInnen handeln halt ständig
nach der Methode: Ohne Wissen pöbelt es sich leichter)
und
"Der Bergstedt ist nicht einfach „Straftäter“, sondern „verurteilter
Straftäter“ – ein halbes Jahr Gefängnis ohne Bewährung. Durfte er
aber im offenen Vollzug verbringen, d.h. er durfte tagsüber nach
Hause und an seinem Buch schreiben (das wurde als „Arbeit“
anerkannt) , nur die Nächte hatte er im Knast zu verbringen." (auch
hier von mir: Es gilt Gleiches wie oben. Selbst in den simpelsten
Dingen liegen sie schief: Ich durfte nämlich nicht tagsüber "nach
Hause" - welches Zuhause eigentlich? - sondern habe das Buch im
Knast geschrieben ... also wenn ich so schlampig recherchieren würde
wie die, wäre mein Buch längst verboten)
und
"Kasperle-Theater"


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WEITERE NACHRICHTEN ZUM THEMA

Zensur in der Freitag
Ganz offiziell erreichte uns auf Nachfrage jetzt die Nachricht, dass
die linksliberale Wochenzeitung "Freitag" zwar einen Redakteur
bezahlt hat, eine Rezension von "Monsanto auf Deutsch" zu erstellen,
aber diese nicht abdrucken wird. So sind sie, die
Bildungsbürgerlichen - ein bisschen Vogel-Strauß ist immer dabei ...

********************

ZUM NACHDENKEN

Und wieder ein schönes Beispiel aus den Sphären verkürzten Denkens
und vereinfachter Welterklärungen. Diesmal die These, dass alles gut
wird, wenn das Grundgesetz Verfassung heißen würde ... (aus einer
Rundmail):
"Ich halte dies für ein primär wichtiges Ziel, weil alles andere
(inkl. "unserer" CT-Problematik) von einem selbstbestimmten Staat
und seiner Souveränität anderen Mächten gegenüber abhängt. Da bin
ich mir so sicher, weil das Symptom, dass niemand auf meine
Protestbriefe wahrheitsgemäß antwortet, ein Untertanensymptom ist,
weil niemand antworten DARF!"
Ich habe ja die Broschüre "Den Kopf entlasten" und die Internetseite
www.kopfentlastung.de.vu gemacht. Bei Interesse lassen sich dazu
auch gern Veranstaltungen verabreden. Ich finde es wichtig, dass die
Kritik an den herrschenden Verhältnissen insgesamt bzw. an der
Agrogentechnik erstens fundiert und zweitens emanzipatorisch ist.
Ich will keine neuen Fürsten - ich will keine!


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VORTRÄGE ZU GENTECHNIK-SEILSCHAFTEN

Es gibt einige Planungen vor allem für den Vortrag "Monsanto auf
Deutsch" für die nächsten Wochen. Es sind weitere Vortragsabende
möglich. Wer Interesse hat, sollte sich melden!!!

Ende Februar 2012 durch Schleswig-Holstein: Vortragstour mit der
Ton-Bilder-Schau "Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen
Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen"
Montag, 27.2., 19.30 Uhr in Mölln, Stadthauptmannshaus (Hauptstr. 150)
Dienstag, 28.2. kann noch vergeben werden (siehe Terminkalender)
Mittwoch, 29.2., 20.00 Uhr in Itzehoe (Cafe Schwarz in der
Breitenburger Straße)
Donnerstag, 1.3. um 19 Uhr im Speicher Husum (Hafenstr. 17)
weitere Termine als am 26.2., am 28.2. und 3.3. in S-H, HH oder
(26.2./3.3.) entlang Hin-/Rückfahrt von Süden möglich

Mittwoch, 29.2. um 13.45 Uhr am Amtsgericht Oschersleben: Prozess
gegen eine Gentechnikgegnerin, weil sie im Ort Üplingen (nur kleines
Dorf, aber das größte Ballungszentrum von Gen"versuchs"feldern in
Deutschland) auf einem Weg spazieren ging, der sogar mit einem
Schild als erlaubter Spazierweg gekennzeichnet war. In
Sachsen-Anhalt aber kämpfen alle Institutionen für die
Gentechnikseilschaften (bzw.: Mafia, wie sie laut
Bundesverfassungsgerichtsurteil genannt werden darf)


17.-25. März durch Bayern: Vortragstour mit der Ton-Bilder-Schau
"Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen Behörden, Forschung
und Gentechnikkonzernen" (und 2x was anderes ... aber genauso
lohnenswert :-):
Samstag, 17.3. im Raum Kitzingen (Näheres auf Terminseite im Internet)
Sonntag, 18.3., um 20 Uhr im Cafe "Original" (Dossenberger Str. 47,
89358 Wettenhausen) nahe Günzburg
Montag, 19.3., 19.30 Uhr im Gasthof "Zum Wulfen" in (Neukirchner Weg
1, Sulzbach-Rosenberg)
Dienstag, 20.3. ein weiterer Vortrag (Ort in Kürze auf Terminseite
im Internet)
Mittwoch, 21.3., 19.30 Uhr im Bürgerhaus "Mei Wirt" (Kirchenstr. 2,
84431 Rattenkirchen), Landkreis Mühldorf
Donnerstag, 22.3. um 19 Uhr auf der Umweltmesse Landshut
(Sparkassenarena, Niedermayerstr. 100)
Freitag, 23.3., ca. 20 Uhr im Gasthof "Bichler"(Dorfstr. 11, 83561
Ramerberg im Landkreis Rosenheim): Ton-Bilder-Schau: "Die fiesen
Tricks von Polizei und Justiz" (wer wissen will, was sich dahinter
verbirgt: www.fiese-tricks-de.vu)
Samstag, 24.3. mittags auf der Biokreis-Hauptversammlung (nicht
öffentlich)
Samstag, 24.3. wahrscheinlich im Raum Erding: wahrscheinlich eine
Kunstperformance zu kreativen Aktionen und politisch-inhaltlichen
Ausdrucksformen (Näheres auf Terminseite im Internet)
Sonntag, 25.3., 19 Uhr in 94116 Hutthurm bei Passau (Gasthaus
Wagner, Marktplatz 3)

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NEUE BÜCHER AUS DEM SEITENHIEB-VERLAG

Winter der Utopie - im SeitenHieb-Verlag!
Vier neue Bücher aus der Projektwerkstatt zu herrschaftsfreier
Gesellschaft, alternativem Wirtschaften und emanzipatorischer
Technikentwicklung

Kleinigkeiten dominieren die Medienwelt und politischen Diskussionen
- von den Fehltritten eines Bundespräsidenten bis zum Wettstreit der
mickrigsten politischen Forderungen zwischen NGOs,
Occupy-CamperInnen und anderen. Der Mut, sich der aktuellen
gesellschaftlichen Realität mit ihren Grausamkeiten gegenüber Mensch
und Natur mit entschlossenen Gegenentwürfen entgegenzustellen,
reduziert sich auf verbalradikale Einzeltransparente am Rande von
Demos und Camps. Eine herrschaftsfreie Welt ist kein Thema - weder
in den Köpfen noch in den Handlungen.
Dem will der SeitenHieb-Verlag etwas entgegensetzen und liefert mit
vier neuen Bücher zumindest das geistige Rüstzeug für eine Welt ohne
Herrschaft - die praktische Umsetzung wird in den Werken zwar auch
thematisiert, aber das konkrete Handeln lässt sich nicht zwischen
Buchdeckel klemmen. So hoffen die AutorInnen, dass die neuen Bücher
nicht nur gelesen und diskutiert werden, sondern auch Mut zum
Handeln machen.

Als Hauptwerk des Verlages zur Theorie einer herrschaftsfreien
Gesellschaft ist das Buch "Freie Menschen in freien Vereinbarungen"
jetzt in zweiter Auflage entstanden. Die ist gegenüber der ersten,
2000 erschienenen Ausgabe, kaum wiederzuerkennen. Denn neben einer
zeitgemäßen Analyse von Herrschaftsverhältnissen über die
klassischen Interpretationen in Klassen oder Hierarchien hinaus sind
modernste naturwissenschaftliche Erkenntnisse in Überlegungen
eingeflossen, worauf menschliches Dasein basiert und was sich daraus
für Konsequenzen ergeben. Die Kernessenz: Ob Soziologie,
Quantenphysik oder Hirnforschung - überall lässt sich feststellen,
dass dynamische Offenheit das Wesen nicht nur des Menschen, sondern
der ganzen Natur ist. Reglementierte Gesellschaftssysteme, die
Menschen mit Gewalt oder Tricks zur Einhaltung von Regeln der
Vergangenheit bringen, sind deshalb unmenschlich. Die Gedankengänge
des Buches sind streng materialistisch - metaphysische Erklärungsnot
tritt an keiner Stelle auf. So bietet das dicke Werk mit seinen 354
Seiten genug Stoff für eine klare Absage an Herrschaft und für das
Ringen um eine Zukunft jenseits von Markt und Staat. Konsequent hat
der Verlag seine Reihe "Fragend voran" genannt - denn kein Gedanke
für immer gültig. Alles Leben auf der Erde strebt, wenn es nicht
durch Gesetze, Normen, Diskurse, Knüppel und Gefängnisse künstlich
eingehegt wird, zu weiterer Entfaltung, zu mehr Komplexität und
Vielfalt. Das gilt auch für das Buch, welches nur eine
Zwischenstation zu neuen Ideen sein kann - und hoffentlich zu mehr
Praxis.
Neben dem Grundlagenbuch "Freie Menschen in freien Vereinbarungen"
sind zwei Themenbücher der gleichen Reihe erschienen. Das eine setzt
sich unter dem Titel "Technik für ein gutes Leben oder für den
Profit?" mit Möglichkeiten und Kritik zur oft als Allheilmittel
angesehenen Technik auseinander und benennt emanzipatorische
Perspektiven jenseits sowohl eines schlichten, technikfeindlichen
Primitivismus als auch des Macht- und Profitinteressen
verschleiernden Fortschrittsglaubens. Grundlegend überarbeitet wurde
zudem das Buch "Herrschaftsfrei wirtschaften" als Sammlung von
Texten zu Kapitalismus- und Wertkritik, solidarischer Ökonomie,
Umsonstleben und alternativem Wirtschaften.
Im Frühjahr soll dann das vierte Buch erscheinen, welches einen
Hintergrundreport zu Gruppen und Strömungen im deutschsprachigen
Raum bietet, die sich Herrschaftskritik oder gar Anarchie auf die
Fahnen schreiben. Es wird ein sehr kritischer Blick hinter Anspruch
und Wirklichkeit, denn zwischen Praxis und Theorie klaffen riesige
Lücken - oder es fehlt schon die Theorie.
Entstanden sind alle Bücher in und um die Projektwerkstatt in
Reiskirchen-Saasen - einem Ort der Verbindung zwischen intensiver
Theoriedebatte und kreativer Widerständigkeit
(www.projektwerkstatt.de/saasen).

Mehr Informationen und Hinweise:
- Der Verlag im Internet: www.seitenhieb.info
- Herrschaftskritik und Utopien im Internet: www.herrschaftsfrei.de.vu
- Freie Menschen in freien Vereinbarungen, A5, 354 Seiten, 14 €
(978-3-86747-005-6)
- Technik für ein gutes Leben oder für den Profit?, A5, 110 Seiten,
4 € (ISBN 978-3-86747-049-0)
- Herrschaftsfrei wirtschaften, A5, 100 Seiten, 4 € (ISBN
978-3-86747-011-7)
- Ca. März/April: Anarchie. Träume, Kampf und Krampf im deutschen
Anarchismus, ca. 200 S., 14 € (ISBN 978-3-86747-047-6)


Schmankerl am Rande: Die interne Polizei bei Wikipedia hat alle
Bücher des SeitenHieb-Verlag als unbedeutend zensiert. Sie sind dort
nicht mehr zu finden. Manche mögen sich erinnern, dass Wikipedia mal
eine offene Enzyklopädie war und dadurch bemerkenswerte Qualität
erreichte (fehlerfreier als der Brockhaus). Das ist längst vorbei.
Inzwischen jagen interne Datenpolizisten durch die Artikel und haben
Wikipedia zum Sprachrohr der politischen Eliten gemacht - lest Euch
mal den Eintrag zu grüner Gentechnik durch. Unglaublich. Aber wer
nöhlt, wird gesperrt.



P.S. Wie immer das Nachwort: Von der Broschüre „Organisierte
Unveranwortlichkeit“ und dem Buch „Monsanto auf Deutsch“ sind noch
genügend Bestände vorhanden. Bestellungen über das Infoformular auf
unserer Internetseite www.biotech-seilschaften.de.vu, unter
www.aktionsversand.de.vu oder in der Projektwerkstatt. Da andere
Verlage – teilweise mit erstaunlich widerlichen Unhöflichkeiten –
die brisanten Botschaften nicht verlegen wollten, wird „Monsanto auf
Deutsch“ wohl erstmal die einzige Enzyklopädie der
Agrogentechnik“mafia“ bleiben.
Außerdem gibt es die aktuelle Aktionszeitung "Es reicht!". Infos auf
der Bestellseite www.aktionsversand.de.vu.

Und: In der Projektwerkstatt und anderen Aktionshäusern sind immer
wieder Sachspenden gefragt. Auf der Seite
www.projektwerkstatt.de/gesucht findet Ihr eine Liste. Wer was
Passendes übrig hat ... wir freuen uns!!!

--
Verfasst in der
Projektwerkstatt Saasen, 06401/90328-3, Fax -5, 01522-8728353
Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen (20 km östlich Giessen)
www.projektwerkstatt.de/saasen
++ Tagungshaus ++ politische Werkstätten ++ Archive und
Bibliotheken ++ Direct-Action-Plattform ++ Bahnanschluß ++
ReferentInnenangebote ++ Sachspenden gesucht: Was gerade fehlt,
steht immer unter www.projektwerkstatt.de/gesucht ++

Sonntag, 5. Februar 2012

Gentechnik-Seilschaften: Newsletter am 2.2.2012

************www.biotech-seilschaften.de.vu**************
DARF GERNE WEITERGELEITET WERDEN ... GANZ ODER TEXTWEISE
*************Verfasst von: Jörg Bergstedt***************


Hallo!
herausragendes Thema dieses Newsletters ist die erste Abschätzung
einer Lage an den Feldern. Denn mit der Absage der BASF an eine
weitere Gentechnikentwicklung in und für Europa verschiebt sich
einiges. Es sind nicht nur die Aktivitäten hier möglicherweise weg
(Daumen drücken für einen kräftigen Widerstand in den USA bzw., wo
es geht, mithelfen!), sondern auch die Gelder. Das könnte die
dubiosen Firmengeflechte vor allem an den Standorten
AgroBioTechnikum und Schaugarten Üplingen treffen.

Was sagt das bisherige Standortregister bzw. das Voranmelderegister?
- Etliche MON810 sind schon angemeldet, aber das ist meist eher
Propaganda. Die Pflanze ist verboten und es ist eher nicht besonders
wahrscheinlich, dass sich das rechtzeitig ändert.
- Monsanto kann in Nienburg/Saale und auf den Versuchsflächen von
Sagerheide (nahe dem AgroBioTechnikum) je 5000qm Rüben anbauen (bis
2013 genehmigt)
- Pioneer kann 7 ha gv-Mais in Zabeltitz, Üplingen und/oder
Sagerheide anbauen
- Die Uni Rostock kann nochmal probieren, ihre Kartoffeln und ihren
Weizen in Sagerheide und/oder Üplingen auszupflanzen, außerdem die
Petunie in Sagerheide
- Neu beantragt hat die rührige Uni Rostock neue Versuche mit Tabak
für Mecklenburg-Vorpommern und Sachen-Anhalt angemeldet (ein Schelm,
wer jetzt an Sagerheide und Üplingen denkt ...). Vorzucht soll in
Gewächshäusern geschehen. Das war wohl auch in 2011 schon geplant.
- Wie 2011 war ein Versuch mit Pferden für Grabow (OT Heidehof)
beantragt. 2011 kam es dazu nicht. Für 2012 meldeten Zeitungen
inzwischen auch, dass er zurückgezogen sei. Bislang ist wenig
bekannt, was eigentlich dahinter steckt ...
- Die KWS kann es auch nicht lassen und hat (Überraschung ...) mal
wieder Rüben für Wetze und Üplingen angemeldet (gleich bis 2018)


Beste Grüße aus der Projektwerkstatt in gerade mal nicht nur
politisch kalten Deutschland ... Jörg B.

P.S. Der Monsanto-auf-Deutsch-Vortrag auf der Grünen Woche war ganz
nett - so zwischen etwas inhaltsleeren Kochshows mit
Bundestagsabgeordneten und Bewegungsspielchen. Ansonsten hat mich
die Messe erwartungsgemäß ziemlich angewidert. Da leben aber
irgendwie alle von ihren Seilschaften in die Ministerien hinein: In
der Halle vom Bauernverband-Chemieindustrie-Lobbyverband FNL
postierte sich das Bildungsministerium und alle gaben gleich dem
Herrn Harnisch (das ist die Ein-Mann-Demo aus Üplingen) eine
Plattform, unbedarfte LehrerInnen für das Grüne Labor von
Gatersleben zu begeistern. In der Biomarkt-Halle sah das so viel
anders aber nicht aus - da ist auch alles, jeder Flyer, irgendwie
vom Ministerium finanziert, alle kennen sich gut usw. Irgendwie ist
das nicht meine Welt und, so denke ich, auch nicht mehr die
geeignete Basis für unabhängige, politische Aktion. Naja, den
politischen Farbtupfer des Tages konnte ich dann absetzen und habe
auch einige nette und einige interessante Leute kennengelernt
(manche waren sogar beides :-)


********************

NEUES AUS DEN SEILSCHAFTEN

Der nächste InnoPlanta-Preisträger: Edgar L. Gärtner?
Wer es schafft, Texte voll triefender Ideologie zu verfassen und
dabei noch der anderen Seite genau das vorzuwerfen (ohne deren
Argumente überhaupt zur Kenntnis zu nehmen), ist Kandidat für den
absurdesten Preis in der Agro-Gentechnik: Den Journalistenpreis des
Lobbyverbandes InnoPlanta. 2009 erhielt den beim ersten Mal Thomas
Deichmann, der mit unfassbaren Dummheiten wie der Absage an einen
gleichbleibenden Meeresspiegel und platter Werbung für die
Atomenergie in der Tageszeitung "Die Welt" und andernorts auffiel.
Ein Jahr später erhielt den Preis ein sehr ähnlich schreibender
Kollege, nämlich Michael Miersch. 2011 nannte ZEIT-Redakteur Andreas
Senkter Feldbefreiungen "Terror" - das war den Preis wert. Und 2012?
Hier kommt ein Vorschlag, der auch an die ersten beiden Preisträger
anknüpft, denn die hatten noch etwas Weiteres gemeinsam - sie waren
ehemals Aktivisten in linken bzw. Ökogruppen. Das würde auch auf
diesen Vorschlag zutreffen: Edgar L. Gärtner. Er war Macher der
"Ökologischen Briefe" (zusammen mit Ex-DKP- und -Ökotest-Chef
Räuschel), dann Chefredakteur des WWF-Journals und rutschte dann
(wie so viele) immer mehr in die Arme der (zahlenden) Industrie.
Heute betreibt er www.gaertner-online.de, eine platt-ideologische
Kampfplattform für totalen Marktliberalismus. Und hetzt gegen die
GentechnikkritikerInnen. Um den schon bestehenden Reigen an
Plattitüden zu erweitern, nannte er diese jetzt "kindisch" und
befand, dass es "ethisch geboten" sei, die Gentechnik zu nutzen.
Seine Texte veröffentlicht er gerne in "eigentümlich frei", einer
rechtslastigen Zeitung, die auch ansonsten versucht, die Thesen
ziemlich wirrer Leute zu verbreiten, z.B. Thilo Sarrazins.
Also: InnoPlanta-Preis 2012 für Edgar Gärtner. Er steht für alles
Dumme, was diesen Preis so einzigartig macht!

Neues zum Schaugarten Üplingen
Da direkt vor Ort dauerhafte InformantInnen fehlen, wissen wir grad
nicht, wie es am Ort aussieht - wahrscheinlich kalt und winterlich.
Der Gentechnikstreichelzoo wird ja jeden Herbst komplett
zusammengeschoben und entsorgt - um dann im Frühjahr wieder neu
aufgebaut zu werden. Die beiden HauptdrahtzieherInnen Kerstin
Schmidt und Uwe Schrader hatten 2009 ja eine Klage angezettelt, um
die Kritik an den Gentechnikseilschaften, die sie ja zentral auch
betraf, verbieten zu lassen. Das ging gründlich schief - ein Jahr
später durften sie, nun gerichtsgeprüft, als Mafia, profitorientiert
und rücksichtslos bezeichnet werden. Sie würden Gelder veruntreuen
und bei Fördermitteln betrügen. Die beiden waren darüber sicherlich
nicht besonders glücklich, sondern zogen mit Unterstützung vom
Ex-FDP-Wirtschaftsminister in Sachsen-Anhalt, vors
Verfassungsgericht. Da "gewannen" sie nun - aber so, wie es ihnen
wohl nicht gefallen dürfte. Das höchste deutsche Gericht stellte
nämlich fest, das das bisherige Urteil aufgehoben werden müsse, da
der Vorwurf des Betruges genauer untersucht werden müsse als bisher.
Das aber dürften Schmidt und Schrader eher fürchten. Bisher werden
sie mit ihren offensichtlichen Betrügereien nämlich von Geldgebern,
Rechnungshöfen und Staatsanwaltschaften gedeckt. Sollte ein
Zivilgericht nun feststellen, dass sie als BetrügerInnen bezeichnet
werden dürfen, weil sie welche sind - was machen die
Staatsanwaltschaften dann? Zu allem anderen stellte das
Bundesverfassungsgericht fest: Es muss nicht neu verhandelt werden -
Mafia, rücksichtslos, profitorientiert, Filz, Seilschaften ... all
das darf gesagt werden.
Was gibt es noch Neues aus den rücksichtlosen, profitorientierten ...:
Interessant könnte werden, dass die Grünen im Sachsen-Anhaltinischen
Landtag am 3.1. Fragen an die Landesregierung gestellt haben - wir
hatten bei der Formulierung kräftig mitgeholfen. Zu finden ist das
Originaldokument mit den Fragen unter
www.landtag.sachsen-anhalt.de/intra/landtag3/ltpapier/drs/6/d7310gkl_6.pdf.
Wir warten gespannt auf die Antworten ...
Anhängig sind immer mehr Ermittlungs- und Gerichtsverfahren.
Neuerdings wird auch gegen den Anmelder der letztjährigen Demo gegen
das InnoPlanta-Forum ermittelt. Zudem übertreffen sich die
gentechnikgeilen Justizbehörden in Sachsen-Anhalt mit wilden
Spekulationen zu möglichen TäterInnen der erfolgreichen
Feldbefreiung im Juli 2011. Neben mir waren noch TeilnehmerInnen der
Bauernsternfahrt im Visier. Begründung in allen Fällen: Keine.
Der erste Prozesstermin steht jetzt fest: 29.2.2012 am Amtsgericht
Oschersleben. Angeklagt ist eine Lehrerin aus der Nähe von Lindau.
Ihr "Verbrechen": Spaziergehen auf einem Weg, dessen Betreten durch
ein Schild extra erlaubt wurde. Der gentechnikgeilen Justiz von
Sachsen-Anhalt war das egal: Anklage, Strafbefehl und jetzt ein
Verfahren. 13.45 Uhr soll es dort losgehen - Protest sollte
rundherum zeigen, was mensch von solchen Gefälligkeitsverfolgungen hält!
Inzwischen wird schon für das nächste InnoPlanta-Forum mobilisiert,
damit es eine größere, entschlossene und bunte Protestkultur im Dorf
geht - und wir symbolisch oder tatsächlich die Seilschaften nach
Hause schicken. Stattfinden wird es wahrscheinlich wieder am ersten
Montag/Dienstag im September.
Infoseite bleibt www.biogeldfarm.de.vu - dort gibt es auch eine
Mitmachliste zum Auslegen und Ausfüllen.


Agrarminister Gert Lindemann will ein hannoversches
Gentechnik-Schulprojekt auf ganz Niedersachsen ausweiten
Erst im Dezember hatte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert
Lindemann (CDU) angekündigt, ein Lernprojekt zur sogenannten Grünen
Gentechnik an Schulen in Hannover auch in diesem Jahr 2012
fortzusetzen. Jetzt bereitet er gar die Ausweitung aufs ganze Land
vor - aus "HannoverGen" soll "NiedersachsenGen" werden.
Durch biotechnologische Experimente sollen SchülerInnen laut
Lindemann "zu einer eigenen Sichtweise" der Agrogentechnik kommen.
6.000 SchülerInnen haben die "HannoverGen"-Labore an vier Schulen in
der Region Hannover seit Projektbeginn 2008 besucht. Die Versuche
sollen sie "in die Lage versetzen, sich selbst ein Urteil sowohl
über Nutzen als auch Risiken zu bilden", so Lindemann.
Eben das bezweifelt der Grünen-Agrarpolitiker Christian Meyer. Er
nennt es einen "Skandal, dieses Projekt der Genlobby fortzusetzen"
und warnt "dringend" vor einer Ausweitung. "Das klare Ziel ist", so
Meyer, "Propaganda für genmanipulierte Lebensmittel zu machen."
Mehr in der taz vom 19.1.2012: www.taz.de/!86005/


Detlef Bartsch als Nachfolger von Hans-Jörg Buhk
Mündlich aus gut unterrichteten Kreisen haben wir erfahren, dass
Detlev Bartsch nun auch offiziell Gentechnik des BVL ist. Er ist
damit Nachfolger von Buhk. Die Personalentscheidung zeigt: Es soll
sich nichts ändern. Die 100%-Genehmigungsquote soll weitergehen. Das
ist politisch gewollt. Zuständige Ministerin: Ilse Aigner.


Neues zum AgroBioTechnikum (bei Rostock)
Der (schon nach 6 Jahren baufällige) Laden wird wieder mit
Staatsgeldern vollgepumpt - über eine halbe Millionen aus
Steuergeldern wurden aus der Hüfte heraus zugesagt. Am 1.2. 2012
stand in der Ostseezeitung Seite 15 folgender Artikel: "Sanitz: Geld
fürs Biotechnikum aus Schwerin Sanitz - Das Innenministerium des
Landes wird die Gemeinde Sanitz bei der Sanierung des
Agrobiotechnikums in Groß Lüsewitz unterstützen. Das hat gestern
Joachim Hünecke, Bürgermeister in Sanitz, mitgeteilt. Aus Schwerin
werden 242 000 EURO für die Reparatur kommen, sagte der
Verwaltungschef, der sich in vielen Gesprächen in Schwerin dafür
eingesetzt hatte, dass die Gemeinde unterstützt wird. Im Sommer des
vergangenen Jahres waren nach den schweren Niederschlägen
Feuchtigkeitsschäden an dem Gebäude entdeckt worden. Bereits im
September des vergangenen Jahres hatte die Gemeinde beschlossen 300
000 Euro für die erste Sanierungsphase bereitzustellen."



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WEITERE NACHRICHTEN ZUM THEMA

"Wir sind gut ins Jahr gestartet", freute sich Monsanto-Boss Hugh
Grant. Besonders in Lateinamerika sei die Nachfrage groß gewesen.
Die dortigen Bauern hätten mehr Saatgut und Unkrautvernichter
abgenommen, erklärte Grant. (Zitat boerse.ARD.de)
Wie war das noch? Agrogentechnik reduziere den Spritzmitteleinsatz
und schone dadurch die Umwelt? Die Verkaufszahlen von Monsanto
belegen: Das Gegenteil ist der Fall!
(ttp://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_584866)

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ZUM NACHDENKEN

Das folgende bekam ich als Mail zugeschickt von einer Person, die so
in den klassischen Verschwörerkranzerl umherschweift. Irgendwie ist
das doch beeindruckend, welches Niveau da unkommentiert durchgeht.

In einer Kneipe.
Tür geht auf, rein kommen:
eine Ossifrau
ein Vietnamese
eine Schwuchtel
und ein Rollstuhlfahrer
Fragt ein Gast; Was seid ihr denn für ein ulkiger Haufen?
Sagt die Frau
"Die Bundesregierung"

Ich habe ja die Broschüre "Den Kopf entlasten" und die Internetseite
www.kopfentlastung.de.vu gemacht. Bei Interesse lassen sich dazu
auch gern Veranstaltungen verabreden. Ich finde es wichtig, dass die
Kritik an den herrschenden Verhältnissen insgesamt bzw. an der
Agrogentechnik erstens fundiert und zweitens emanzipatorisch ist.
Ich will keine neuen Fürsten - ich will keine!


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VORTRÄGE ZU GENTECHNIK-SEILSCHAFTEN

Es gibt einige Planungen vor allem für den Vortrag "Monsanto auf
Deutsch" für die nächsten Wochen. Es sind weitere Vortragsabende
möglich. Wer Interesse hat, sollte sich melden!!!

Montag, 6.2 am Verwaltungsgericht Aachen (13 Uhr, Adalbergsteinweg
92, Sitzungssaal A 2.001, Haus A, 2. OG): Streit um die Frage der
Akteneinsicht zum Gentechnikförderungsprogramm BioSicherheit der
Bundesregierung (Klage richtet sich gegen das PTJ am
Forschungszentrum Jülich, die die Gelder verteilen)

Montag, 6.2. um 20.15 Uhr im Soziokulturellen Zentrum "Klösterchen"
in Herzogenrath (Dahlemer Str. 28; bei Aachen): Ton-Bilder-Schau
"Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen Behörden, Forschung
und Gentechnikkonzernen"

Freitag, 10. Februar, 19.30 Uhr, Souterrain, Rainstrasse 4, Biel
(Schweiz): Ton-Bilder-Schau "Monsanto auf Deutsch - Seilschaften
zwischen -Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen"
Ende Februar 2012 durch Schleswig-Holstein: Vortragstour mit der
Ton-Bilder-Schau "Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen
Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen"
Montag, 27.2., 19.30 Uhr in Mölln, Stadthauptmannshaus (Hauptstr. 150)
Dienstag, 28.2. kann noch vergeben werden!
Mittwoch, 29.2. in Itzehoe
Donnerstag, 1.3. um 19 Uhr im Speicher Husum (Hafenstr. 17)
weitere Termine als am 26.2., am 28.2. und 3.3. in S-H, HH oder
(26.2./3.3.) entlang Hin-/Rückfahrt von Süden möglich

Mittwoch, 29.2. um 13.45 Uhr am Amtsgericht Oschersleben: Prozess
gegen eine Gentechnikgegnerin, weil sie im Ort Üplingen (nur kleines
Dorf, aber das größte Ballungszentrum von Gen"versuchs"feldern in
Deutschland) auf einem Weg spazieren ging, der sogar mit einem
Schild als erlaubter Spazierweg gekennzeichnet war. In
Sachsen-Anhalt aber kämpfen alle Institutionen für die
Gentechnikseilschaften (bzw.: Mafia, wie sie laut
Bundesverfassungsgerichtsurteil genannt werden darf)


17.-25. März durch Bayern: Vortragstour mit der Ton-Bilder-Schau
"Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen Behörden, Forschung
und Gentechnikkonzernen". Termine u.a.
Samstag, 17.3. im Raum Kitzingen
Sonntag, 18.3. im Raum Günzburg
Donnerstag, 22.3. um 19 Uhr auf der Umweltmesse Landshut
Samstag, 24.3. auf der Biokreis-Hauptversammlung (nicht öffentlich)
Sonntag, 25.3. in Passau


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NEUE BÜCHER AUS DEM SEITENHIEB-VERLAG

Winter der Utopie - im SeitenHieb-Verlag!
Vier neue Bücher aus der Projektwerkstatt zu herrschaftsfreier
Gesellschaft, alternativem Wirtschaften und emanzipatorischer
Technikentwicklung

Kleinigkeiten dominieren die Medienwelt und politischen Diskussionen
- von den Fehltritten eines Bundespräsidenten bis zum Wettstreit der
mickrigsten politischen Forderungen zwischen NGOs,
Occupy-CamperInnen und anderen. Der Mut, sich der aktuellen
gesellschaftlichen Realität mit ihren Grausamkeiten gegenüber Mensch
und Natur mit entschlossenen Gegenentwürfen entgegenzustellen,
reduziert sich auf verbalradikale Einzeltransparente am Rande von
Demos und Camps. Eine herrschaftsfreie Welt ist kein Thema - weder
in den Köpfen noch in den Handlungen.
Dem will der SeitenHieb-Verlag etwas entgegensetzen und liefert mit
vier neuen Bücher zumindest das geistige Rüstzeug für eine Welt ohne
Herrschaft - die praktische Umsetzung wird in den Werken zwar auch
thematisiert, aber das konkrete Handeln lässt sich nicht zwischen
Buchdeckel klemmen. So hoffen die AutorInnen, dass die neuen Bücher
nicht nur gelesen und diskutiert werden, sondern auch Mut zum
Handeln machen.

Als Hauptwerk des Verlages zur Theorie einer herrschaftsfreien
Gesellschaft ist das Buch "Freie Menschen in freien Vereinbarungen"
jetzt in zweiter Auflage entstanden. Die ist gegenüber der ersten,
2000 erschienenen Ausgabe, kaum wiederzuerkennen. Denn neben einer
zeitgemäßen Analyse von Herrschaftsverhältnissen über die
klassischen Interpretationen in Klassen oder Hierarchien hinaus sind
modernste naturwissenschaftliche Erkenntnisse in Überlegungen
eingeflossen, worauf menschliches Dasein basiert und was sich daraus
für Konsequenzen ergeben. Die Kernessenz: Ob Soziologie,
Quantenphysik oder Hirnforschung - überall lässt sich feststellen,
dass dynamische Offenheit das Wesen nicht nur des Menschen, sondern
der ganzen Natur ist. Reglementierte Gesellschaftssysteme, die
Menschen mit Gewalt oder Tricks zur Einhaltung von Regeln der
Vergangenheit bringen, sind deshalb unmenschlich. Die Gedankengänge
des Buches sind streng materialistisch - metaphysische Erklärungsnot
tritt an keiner Stelle auf. So bietet das dicke Werk mit seinen 354
Seiten genug Stoff für eine klare Absage an Herrschaft und für das
Ringen um eine Zukunft jenseits von Markt und Staat. Konsequent hat
der Verlag seine Reihe "Fragend voran" genannt - denn kein Gedanke
für immer gültig. Alles Leben auf der Erde strebt, wenn es nicht
durch Gesetze, Normen, Diskurse, Knüppel und Gefängnisse künstlich
eingehegt wird, zu weiterer Entfaltung, zu mehr Komplexität und
Vielfalt. Das gilt auch für das Buch, welches nur eine
Zwischenstation zu neuen Ideen sein kann - und hoffentlich zu mehr
Praxis.
Neben dem Grundlagenbuch "Freie Menschen in freien Vereinbarungen"
sind zwei Themenbücher der gleichen Reihe erschienen. Das eine setzt
sich unter dem Titel "Technik für ein gutes Leben oder für den
Profit?" mit Möglichkeiten und Kritik zur oft als Allheilmittel
angesehenen Technik auseinander und benennt emanzipatorische
Perspektiven jenseits sowohl eines schlichten, technikfeindlichen
Primitivismus als auch des Macht- und Profitinteressen
verschleiernden Fortschrittsglaubens. Grundlegend überarbeitet wurde
zudem das Buch "Herrschaftsfrei wirtschaften" als Sammlung von
Texten zu Kapitalismus- und Wertkritik, solidarischer Ökonomie,
Umsonstleben und alternativem Wirtschaften.
Im Frühjahr soll dann das vierte Buch erscheinen, welches einen
Hintergrundreport zu Gruppen und Strömungen im deutschsprachigen
Raum bietet, die sich Herrschaftskritik oder gar Anarchie auf die
Fahnen schreiben. Es wird ein sehr kritischer Blick hinter Anspruch
und Wirklichkeit, denn zwischen Praxis und Theorie klaffen riesige
Lücken - oder es fehlt schon die Theorie.
Entstanden sind alle Bücher in und um die Projektwerkstatt in
Reiskirchen-Saasen - einem Ort der Verbindung zwischen intensiver
Theoriedebatte und kreativer Widerständigkeit
(www.projektwerkstatt.de/saasen).

Mehr Informationen und Hinweise:
- Der Verlag im Internet: www.seitenhieb.info
- Herrschaftskritik und Utopien im Internet: www.herrschaftsfrei.de.vu
- Freie Menschen in freien Vereinbarungen, A5, 354 Seiten, 14 €
(978-3-86747-005-6)
- Technik für ein gutes Leben oder für den Profit?, A5, 110 Seiten,
4 € (ISBN 978-3-86747-049-0)
- Herrschaftsfrei wirtschaften, A5, 100 Seiten, 4 € (ISBN
978-3-86747-011-7)
- Ca. März/April: Anarchie. Träume, Kampf und Krampf im deutschen
Anarchismus, ca. 200 S., 14 € (ISBN 978-3-86747-047-6)


Schmankerl am Rande: Die interne Polizei bei Wikipedia hat alle
Bücher des SeitenHieb-Verlag als unbedeutend zensiert. Sie sind dort
nicht mehr zu finden. Manche mögen sich erinnern, dass Wikipedia mal
eine offene Enzyklopädie war und dadurch bemerkenswerte Qualität
erreichte (fehlerfreier als der Brockhaus). Das ist längst vorbei.
Inzwischen jagen interne Datenpolizisten durch die Artikel und haben
Wikipedia zum Sprachrohr der politischen Eliten gemacht - lest Euch
mal den Eintrag zu grüner Gentechnik durch. Unglaublich. Aber wer
nöhlt, wird gesperrt.



P.S. Wie immer das Nachwort: Von der Broschüre „Organisierte
Unveranwortlichkeit“ und dem Buch „Monsanto auf Deutsch“ sind noch
genügend Bestände vorhanden. Bestellungen über das Infoformular auf
unserer Internetseite www.biotech-seilschaften.de.vu, unter
www.aktionsversand.de.vu oder in der Projektwerkstatt. Da andere
Verlage – teilweise mit erstaunlich widerlichen Unhöflichkeiten –
die brisanten Botschaften nicht verlegen wollten, wird „Monsanto auf
Deutsch“ wohl erstmal die einzige Enzyklopädie der
Agrogentechnik“mafia“ bleiben.
Neu ist, dass wir eine ganz Reihe interessanter Filme zum Ausleih
anbieten für spannende Veranstaltungsabende - gern auch zusammen mit
einer Bücherkiste für einen thematisch passenden Büchertisch. Auch
hier alles Infos auf der Bestellseite www.aktionsversand.de.vu.

Und: In der Projektwerkstatt und anderen Aktionshäusern sind immer
wieder Sachspenden gefragt. Auf der Seite
www.projektwerkstatt.de/gesucht findet Ihr eine Liste. Wer was
Passendes übrig hat ... wir freuen uns!!!


--
Verfasst in der
Projektwerkstatt Saasen, 06401/90328-3, Fax -5, 01522-8728353
Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen (20 km östlich Giessen)
www.projektwerkstatt.de/saasen
++ Tagungshaus ++ politische Werkstätten ++ Archive und
Bibliotheken ++ Direct-Action-Plattform ++ Bahnanschluß ++
ReferentInnenangebote ++ Sachspenden gesucht: Was gerade fehlt,
steht immer unter www.projektwerkstatt.de/gesucht ++

Samstag, 21. Januar 2012

Gentechnik-Seilschaften: Newsletter am 27.12.2011

************www.biotech-seilschaften.de.vu**************
DARF GERNE WEITERGELEITET WERDEN ... GANZ ODER TEXTWEISE
*************Verfasst von: Jörg Bergstedt***************


Hallo!
Eigentlich war kein Newsletter mehr in diesem Jahr geplant. Aber
eine Idee, die uns eben kam, ändert meine Überlegung. Denn ich
möchte Euch mitteilen, dass wir an einer Massenzeitung arbeiten, die
Anfang Januar 2012 erscheinen und für Aktionen im nächsten Jahr
mobilisieren soll. Die Themen: Schlampereien an Feldern ++ die Lage
an den Standorten AgroBioTechnikum (Rostock), Schaugarten
(Üplingen/Börde), KWS und BASF ++ Für eine andere Landwirtschaft! ++
Aufruf gegen das InnoPlanta-Forum 2012 ++ usw. Wir werden viele
davon drucken lassen. Die werden nach Berlin ausgeliefert, passend
zur Demo "Wir haben es satt!" am 21.1.2012. Von dort könnt Ihr also
welche mitnehmen für Euren Bedarf die nächsten Monate bei Aktionen,
Veranstaltungen, Infoständen usw. Wir verteilen die Zeitung ohne
Rechnung - wer etwas zu den Druckkosten spenden kann und will, darf
das natürlich gerne tun.

Außerdem gibt es noch zwei besondere Ideen und damit Anfragen, wer
dazu Lust hätte.

1. Verteilung rund um den Schaugarten Üplingen
Wir wollen die Zeitungen an und um die Hochburgen der
Gentechnik-Seilschaften verteilen - am besten in jeden Briefkasten.
Für die Orte rund um das AgroBioTechnikum ist das schon abgeklärt.
Jetzt die Frage: Wer hat Lust, dass in Üplingen und umgebenden Orten
zu machen?
Eine Idee wäre, dass einer/einige der Busse, die über die A2 von der
Demo am 21.1. zurückfahren, kurz von der A2 abfahren. Die Menschen
in ihm/ihnen können sich aufteilen. In jedem der ca. 9-10 Dörfer
werden ein paar Menschen zum Verteilen rausgesetzt. Vielleicht zwei
Stunden später sammelt der Bus sie auf gleicher Rundtour wieder ein
und es geht nach Hause. Wer hat Lust, eine solche kleine Aktion noch
an die Demo anzuhängen? Ist zwar ein bisschen anstrengender, aber
dadurch auch ein bisschen mehr als nur der gemeinsame Appell in der
Hauptstadt. Bitte melden ...

2. Zeitungstransport Richtung Rostock und in die Projektwerkstatt
Größere Mengen sollen von Berlin Richtung Norden. Dort ist die
Verteilung rund um das AgroBioTechnikum schon geklärt, aber ein
großer Stapel Zeitungen muss am 21.1. dorthin. Wer kann die nach der
Demo in Auto oder Bus mitnehmen???
Das Gleiche gilt hier für uns in der Projektwerkstatt. Wir liegen
dicht neben der Abfahrt "Reiskirchen" an der A5. Alle also, die nach
Gießen, ins Rhein-Main-Gebiet, Rheinland-Pfalz/Saarland oder ins
Rhein-Neckar-Gebiet fahren, kommen hier vorbei. Wer kann kurz
abfahren und uns Zeitungen bringen nach dem 21.1.???

Inzwischen ist die Zeitung weitgehend zusammengestellt und wird
Anfang Januar gedruckt. Wer die Entwürfe anschauen will, kann das
unter www.projektwerkstatt.de/gen/2012/zeitung.pdf gerne tun. Später
steht dann dort die endgültige Version.

Beste Grüße aus der Projektwerkstatt und guten Rutsch in ein
widerständig-kreatives Jahr ... Jörg B.

P.S. Soweit zum aktuellen Anlass, der Zeitung. Und nun bei der
Gelegenheit auch noch ein paar Neuigkeiten aus den Seilschaften und
allem Drumherum ...



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NEUES AUS DEN SEILSCHAFTEN

Weitere Genpflanzungen in der Börde
Der MDR meldet: Im Börde-Dorf Üplingen wird auch im kommenden Jahr
an genveränderten Pflanzen geforscht. Das erklärte der Betreiber des
Üplinger Schaugartens Pflanzenforscher Schrader räumte
allerdingsein, dass der Standort Sachsen-Anhalt für die Genforschung
weniger attraktiv geworden sei. Die gewaltsamen Attacken schreckten
Wissenschaftler ab. Im Sommer waren Gentechnik-Gegner in den
Schaugarten eingebrochen. Sie zerstörten Pflanzungen und griffen
Wachmänner an. Der Schaden betrug mehrere zehntausend Euro.
Gefunden unter
www.mdr.de/sachsen-anhalt/magdeburg/nachrichten118.html (Schrader
als Pflanzenforscher zu bezeichnen, ist schon sehr anspruchsvoller
Journalismus ...).



FOR PLANTA oder: Die Bayern fördern die Agro-Gentechnik, wo es geht ...
Wer denkt, in Bayern sei die Agrogentechnik-Welt noch oder wieder in
Ordnung, übersieht Teile der Politik, die Chamäleonspielchen der
Politik und die sogenannte Wissenschaft. Am 16.11.2011 trafen sich
die Agrogentechnik-Seilschaften des Landes in Erlangen, um für ihre
tollen Machenschaften als unter anderem von der Deutschen Bank
geförderten Ort im "Land der Ideen" ausgezeichnet zu werden. Dabei
gab es allerhand Reden, darunter drei von Leuten aus Bayern. Daraus
folgen hier Ausschnitte. Mehr auf der Extraseite "Monsanto auf
Bayrisch" im Internet:
www.projektwerkstatt.de/gen/filz/lesefenster/bayern.html - wer dazu
noch was beitragen kann ... immer her damit.

Max Lehmer (CSU-Bundestagsabgeordneter
Zu Gentechnikkritik: "die gar keine Argumente brauchen"
Zu Versuchen in Grub usw.: "Das ist alles hervorragend ausgegangen
im Sinne einer risikolosen Technologie oder risikoschwachen Technologie"
"Mit der Gentechnik erschließt sich nun ein breites Feld von
Möglichkeiten, die genetische Vielfalt in der Natur noch gezielter
für neue Pflanzeneigenschaften nutzbar zu machen."
"Weil letztlich entscheidet die Bevölkerung drüber, welchen Weg wir
gehen, weil ja nur die gewählt werden, die im Sinne der Menschen
angeblich das Richtige sagen. Das ist sehr schwierig, das musste ich
auch erleben."
Zu Zielen der Politik: "Dazu muss - und das ich wichtig - erstens
die Politik die Freiheit der Wissenschaft gewährleisten. Und zwar in
der Wahl der Zielsetzung und der Instrumente. Da haben wir schon ein
paar kritische Punkte. Wenn ich die Bekämpfung der Freilandversuche
anschaue, dann habe ich hier ein Problem. ... Zweitens den Schutz
von geistigem Eigentum zu gewährleisten - Stichwort:
Patentierbarkeit, Patentschutz"
"Es ist schon sehr kritisch, welche Stimmungslagen hier reinkommen.
In unserem Sinne kritisch, weil da kaum Lösungsansätze für die drei
Herausforderungen abzuleiten sind."

Uwe Sonnewald, Oberprofessor an der Biochemie der Uni Nürnberg-Erlangen
"For Planta ein Muss ist, um in diesen Szenarien überleben zu können"
Zu nachwachsenden Rohstoffen: "Wir brauchen immer mehr von unserer
Fläche tatsächlich jetzt nicht für die Ernährung, sondern für die
Produktion."
"Der Klimawandel macht viele Flächen unnutzbar ... unsere Produktion
ist massiv gefährdet ... das Wasser wird knapp ... das führt dazu,
dass wir mehr Landfläche brauchen ... wenn wir das tatsächlich
machen, was dann passiert ist, wir müssen Waldrodungen machen, um
unsere Flächen, die zur Verfügung stehen, zu erweitern. Das führt
dazu, dass wir nochmal CO2 produzieren ... wir sind hier tatsächlich
in einem Teufelskreis drin, den wir nur durchbrechen können, dass
wir Pflanzen züchten, die mit den Gegebenheiten besser umgehen können"
"Darüberhinaus ist die grüne Gentechnik hier ein Problem: Wir
betrachten im Wesentlichen die Risiken und wenn man das weltweit
anschaut, wird im Wesentlichen der Nutzen gesehen."

Christian Kummer, Professor für Naturphilosophie in München
"Gentechnik, so könnte man sagen, lässt uns erst die Sprache der
Natur verstehen. ... In diesem Sinne verstehe ich Gentechnik als
ökologische Forderung. Ökologie, ökologische Ansätze im Denken
braucht diese Voraussetzung. Sie muss sie fordern, wenn es sie nicht
schon gäbe."
"Wenn ich die Risikolisten der Gentechfrei-Befürworter durchgehe,
dann stellt sich bei mir immer die Frage, wieviel von diesen
angeführten Risiken ist real und wieviel ist hier nur künstlich
ausgedacht anhand rein theoretischer Möglichkeiten. Aber auch:
Wieviel wird zum wohlfeilen Zugeständis ohne einen einzigen Grund?
Ich kapier immer noch, was genetisch veränderter Pollen im Honig für
einen Schaden anrichten soll. Dennoch war vorauszusehen, dass die
von einem Einzelnen angestrengte Klage Erfolg haben würde."
"Solange man sich jedoch jedem Freilandversuch von Vornherein
widersetzt oder ihn sabotiert, ist das Abschottung der Vernunft vor
Aufklärung. Mir ist hierbei der Gewinn für Greenpeace bei solchen
Aktionen genauso ein Rätsel wie im Fall ihrer Stammzell-Patentklage ..."
"Über einen Graben kommst Du nur drüber, wenn Du irgendwann mal
springst. ... Einen Graben überwindet man nur mit einen Sprung und
die Gefahr nasser Füße ist nicht restlos auszuschließen. Das ist
schließlich das, was ich das Herausfordernde der Gentechnik der
ökologischen Heils- und Unheilspropheten nennen möchte".

Nur das Ende der Veranstaltung war nicht nach dem Geschmack der
Seilschaften. Da gab es nämlich die Frage von Sonnewald an einen
Züchter, ob er Gentechnik machen wolle. Sonnewald: "Die grüne
Gentechnik scheint ja so direkt bei der Züchtung nicht angekommen zu
sein. Jedenfalls spielte das in Ihrem Vortrag keine Rolle.
Vielleicht kann ich dann gleich mal den ersten Starter geben: Sehen
Sie denn eigentlich in der Grünen Gentechnik für sich ein Potential?"
Martin Breun, Saatzucht Breun GmbH: "Sie meinen für mich als
Unternehmen? Da muss ich sagen: Nein! Das hat zwei Gründe. Zum einen
die Kosten. Die Gentechnik, wenn man ein transgenes Produkt auf den
Markt bringen will, muss man mit 15 Mio. Euro Kosten rechnen. Das
Lizenzvolumen für Winterweizen in Deutschland sind 27. Mio. Euro.
Das ist dann eine sehr knappe Rechnung, wenn man da wirklich die
Kosten wieder reinholen will. Und das zweite ist der Endverbraucher
ist unser Kunde - und der lehnt das Produkt ab am Ende. Die Technik
an sich, vor der hab ich keine Angst. Ich hab Angst bei der
Gentechnik vor Monsanto und vor den multinationalen Konzernen, weil
die werden das Rad am Ende drehen. Und die mittelständische
Züchtung, die bisher eigentlich der Landwirtschaft die Erträge
hochgehalten hat, die wird aussterben. Und das Züchtersterben in
Deutschland findet im Moment statt. Pro Jahr werden im Moment ein
bis zwei Züchterhäuser an Konzerne verkauft."



Wissenschaftler hetzt gegen Biolandwirtschaft
Auf der FOR-PLANTA-Tagung (siehe oben) hat auch Karl-Heinz Kogel
geredet, der Gentechnikprofessor aus Gießen, der dort (zusammen mit
Uwe Sonnewald) das Feld mit transgener Gerste anlegen ließ. Sein
Hauptthema am 16.11. war auch ganz erstaunlich, nämlich der
Vergleich Ökolandbau - konventioneller Landbau: "dass wir auch hier
eine vollkommen fehlgesteuerte Risikowahrnehmung haben. ... Auch in
der organischen Produktion verwendete Pestizide wie Kupfer sind mit
hohem Umweltrisiko behaftet und müssen mittelfristig vom Markt
genommen werden. Meine Hypothese, dass der Schlüssel zu einer
nachhaltigen, umweltverträglichen, landwirtschaftlichen und gesunden
Lebensmittelproduktion nur durch klassische Züchtung und moderne
Pflanzenzüchtung möglich ist. Züchtung inklusive ihrer
biotechnologischen Potentiale ist meiner Meinung nach die einzige
sanfte Technik, die ohne negative Umweltwirkung sichere Lebensmittel
gewährleistet ... meiner Meinung ist es eindeutig, dass die
geringsten Umwelteffekte durch moderne Pflanzenzüchtung und im
Grunde auch durch grüne Gentechnik, und nicht durch Bio-Pestizide
und dergleichen. ... Der öffentliche Streit um die Erkenntnisse der
modernen Biologie ist ein Nebenkriegsschauplatz, der die
tatsächlichen Risiken der Agrarproduktion komplett ignoriert."



Schwacher Auftritt einer BUND-Funktionärin
Auf einer Tagung in Bayern sprach die BUND-Agrogentechniksprecherin
Martha Mertens über Koexistenz. Im Anschluss stellte als eher platte
Propagandistin des BDP bekannte Kerstin Mönch eine ebenfalls eher
platte Nachfrage: Wie es denn mit der Koexistenz bei Versuchsfelder
aussehen würde? Die Antwort wäre ein Leichtes gewesen, denn es sind
viele Auskreuzungsfälle von Versuchsfeldern bekannt, allen voran der
LL601-Reis. Doch die BUNDlerin bewies, dass sich der Verband
offenbar weiterhin nicht mit der deutschen Gentechnik (die sich
hinter der Fassade von Versuchsfeldern verstecken) beschäftigt. Sie
antwortete nämlich, dass sie dazu nichts sagen könne. Unfassbar.
Drei Jahre fordern viele GentechnikkritikerInnen, darunter auch
viele BUND-Basisgruppen, dass sich die Spitzenleute des Verbandes
endlich mit dem befassen, was in Deutschland tatsächlich draußen in
der Landschaft passiert. Aber die Apparate wirken beratungsresistent
- wie Firmen und Politik!



Ab sofort: Wir sammeln InteressentInnen für das nächste
InnoPlanta-Forum 2012
Jedes Jahr ist es der größte Treffpunkt der Gentechnik-Seilschaften.
Am ersten Montag (plus eventuell Folgetag) lädt InnoPlanta nach
Üplingen. Bislang gab es Protest vor allem von kleinen, unabhängigen
Aktionsgruppen. Mit vielen Menschen ließe sich ein beeindruckendes
Symbol erzeugen: Sie sollen nach Hause gehen. Sie und ihre
Profitgier braucht niemand. Wer Interesse hat am Mitmachen bei einer
größeren Aktion, wo es denen auch wirklich mal weh tut, sollte sich
jetzt schon melden. Wir halten Euch auf dem Laufenden ... Kontakt
über die Projektwerkstatt, Tel. 06401/903283,
saasen@projektwerkstatt.de und über www.gentech-weg.de.vu.



Franziska ist wieder draußen
Die bei vielen Anti-Atom- und Anti-Gentech-Aktionen beteiligte
Franziska Wittig ist am 21.12. nach zweieinhalb Monaten Knast
entlassen worden. Der Staat sperrte sie ein, weil sie sich vor
einigen Jahren erfolgreich vor einen Castor legte. Infos unter
http://knast.blogsport.de.



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WEITERE NACHRICHTEN ZUM THEMA

Studie von NABU & Co.: Agro-Gentechnik hilft nix
Angepriesen als Wundermittel für Ertragssteigerungen und Waffe gegen
den Welthunger, hat sich die Gentechnik in der Landwirtschaft nach
Erkenntnissen der neuen Studie „The GMO emperor has no clothes“ als
das genaue Gegenteil erwiesen. Der NABU stellte den Report am 7.12.
in Berlin vor. Der ist lesenswert. Peinlich allein das
Weiterverfolgen der Anbiederungsstrategie in Deutschland: Der NABU
stellte seine Studie ausgerechnet mit Renate Künast zusammen vor -
also der Ex-Verbraucherministerin, die in ihrer Amtszeit ihre Ämter
und Institute genau diese Technik vorantreiben ließ. Aber die Eliten
halten halt überall zusammen, auch in politischen Bewegungen. Eine
Hand wäscht die andere: Zugang zu Macht und Geld für den Nabu, gute
Presse für die Grünen ... mehr unter
www.nabu.de/themen/gentechnik/studien/14404.html



gv-Raps in der vermeintlich gentechnikfreien Schweiz
Der Anbau von Gentechnik-Pflanzen ist in der Schweiz verboten.
Dennoch wurde gentechnisch veränderter Raps gefunden, der wild an
einem Bahndamm wuchs. Wahrscheinlich gingen die Samen beim Transport
mit Güterwagen verloren und säten sich dann unkontrolliert aus.
Mehr: www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/24938.html



Anti-Gentechnik-Demo versperrt KWS-Eingang
Die Aktionäre der KWS wurden bei der heutigen Hauptversammlung von
rund 100 Demonstrantinnen und Demonstranten begrüßt, die gegen die
Gentechnik-Politik des Saatgutkonzerns protestierten. Mit einer
Sitzblockade wurde der Haupteingang versperrt, und die KWS-Aktionäre
mussten durch die Hintertür ins Gebäude. „Gentechnik durch die
Hintertür“ war dann auch der Aufhänger der Aktion. Mehr auf
www.kws-gentechnikfrei.de



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ZUM NACHDENKEN

Es ist ja immer noch so, dass die Versuchsfelder von Grünen,
Umweltverbänden usw. nicht beachtet oder zum Teil sogar gewollt
werden (Losung ist dann: Gegen Anbau, für Forschung). In einer Art
Geschichtsbuch der Umweltbewegung erinnert Joachim Radkau bezüglich
der Atomkraft an die ersten Jahre. Auch dort waren es nicht die
Konzerne, sondern der Staat und vor allem die Wissenschaft, die die
Sache vorantrieb. Die Konzerne kamen erst hinzu, als das Ganze
wirtschaftlich lukrativ wurde. Bei der Agrogentechnik wiederholt
sich das nun - und die Protestbewegung schläft überwiegend ...
Hier das Zitat aus Radkau, Joachim (2011): "Die Ära der Ökologie",
C.H. Beck in München (S. 382):
"Wer jedoch die Geschichte kannte, musste wissen, dass gerade der
größte deutsche Stromproduzent, RWE, bis in die späten 1960er Jahre
den Einstieg in die Kernenergie eher gebremt hatte, und zwar in
einer Weise, die in der Bundesregierung Ärger auslöste. Historisch
betrachtet, stand am Anfang der Kernenergieentwicklung die
Wissenschaft, nicht die Energiewirtschaft. Erfahrene
Kraftwerksingenieure standen der Kerntechnik lange Zeit
zurückhaltender gegenüber als die Theoretiker der Atomphysik, die
nicht zu verantworten hatten. Hauptakteur war in den 70er Jahren
offensichtlich eine "Community", die sich quer durch Wirtschaft,
Wissenschaft und Staatsverwaltung zog."



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VORTRÄGE ZU GENTECHNIK-SEILSCHAFTEN

Es gibt einige Planungen vor allem für den Vortrag "Monsanto auf
Deutsch" fürs neue Jahr. Es sind aber überall noch weitere
Vortragsabende möglich. Wer Interesse hat, sollte sich melden!!!

Samstag, 21.1. ab 11.30 Uhr in Berlin: Bundesweite Demo "Wir haben
es satt!" (www.wir-haben-es-satt.de)

Montag, 23.1. um 13 Uhr auf der Grünen Woche (Bühne in
Ausstellungshalle 6.2a): Ton-Bilder-Schau "Monsanto auf Deutsch -
Seilschaften zwischen Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen"
*Rundherum noch Termine in Berlin und Umgebung (auch Sachsen-Anhalt
und Südniedersachsen möglich!


Montag, 6.2.2012 am Verwaltungsgericht Aachen (13 Uhr,
Adalbergsteinweg 92, Sitzungssaal A 2.001, Haus A, 2. OG): Streit um
die Frage der Akteneinsicht zum Gentechnikförderungsprogramm
BioSicherheit der Bundesregierung (Klage richtet sich gegen das PTJ
am Forschungszentrum Jülich, die die Gelder verteilen)
*Rundherum noch Termine in NRW möglich!

Tour Baden-Württemberg/Schweiz rund ca. 8.-14.2: Wer hat Lust auf
Veranstaltungen, u.a. die Ton-Bilder-Schau "Monsanto auf Deutsch -
Seilschaften zwischen -Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen"?
Bitte melden ...

Ende Februar 2012 durch Schleswig-Holstein: Vortragstour mit der
Ton-Bilder-Schau "Monsanto auf Deutsch - Seilschaften zwischen
Behörden, Forschung und Gentechnikkonzernen" (nähere
Orts-/Zeitangaben folgen; zum Inhalt siehe 19.4.)
*27.2.2012, 19.30 Uhr in Mölln, Stadthauptmannshaus (Hauptstr. 150)
*dann weitere Termine in S-H möglich, u.a. in Planung: Kiel, Itzehoe
*1.3.2012 in Husum, Speicher


Weitere Touren (auch da noch Termine möglich):
*Ende März durch Bayern und Österreich
*Mitte April: Sachsen


Zum Abschluss dann ein netter Pressetexte über einen der Vorträge in
Bayern (nur an einer Stelle kam die Reporterin durcheinander: Im
Werbefilm tritt Genehmigungsbehördenchef Buhk auf, nicht Schiemann):

Aus dem Donaukurier am 9.12.2011
Ein Rebell gegen die geballte Gentechnik-Lobby
Es ist eine David-gegen-Goliath-Geschichte. Doch um die geht es
nicht, sie fließt nur in gelegentlichen Randbemerkungen ein, wenn
der Agrogentechnikgegner von zahllosen Gerichtsverfahren erzählt,
die nicht selten zu seinen Gunsten ausgingen. Ein halbes Jahr hat er
im Gefängnis gesessen, nachdem er ein Versuchsfeld mit transgener
Gerste der Uni Gießen „befreit“ (so sagt er selbst), beziehungsweise
„zerstört“ (so sieht es die Gegenseite) hatte.
Bergstedt hat beeindruckendes Material dabei. Bei seinen Thesen zur
Verflechtung von Gentechnik-Unternehmen, Genehmigungsbehörden,
Forschungsinstituten und Lobbyverbänden stützt er sich vor allem auf
Aussagen seiner Gegner.
„Sie wissen es alles selbst, deshalb weigere ich mich, weiter mit
ihnen zu diskutieren, denn niemand hat eine andere Meinung als ich“,
sagt er, als er aus einem Antrag der Firma Monsanto zitiert, in dem
es heißt: „Die Möglichkeiten, eine Pflanze durch gentechnische
Veränderungen zu verbessern, sind gering“. Effekte auf Pflanzen und
Reaktionen der Umwelt seien nicht vorhersehbar, liest das staunende
Publikum weiter. Die Erklärung: Das Zitat stammt laut Bergstedt aus
einem Antrag für konventionelles Saatgut.
Bei genauerem Hinsehen zeige sich, dass es vor allem der Staat
selbst sei, der die Agrogentechnik vorantreibe, behauptet der
Redner, der darin keine Bekämpfungsmöglichkeit gegen Hunger sieht,
sondern schlicht einen „neuen Baustein, die Landwirtschaft zu
unterwerfen, wie das Aufkaufen von Land in armen Ländern,
Nachbaugebühren und Futtermittelimport“. Agrogentechnik diene nicht
einer selbstbestimmten, sondern einer industriellen Landwirtschaft.
Die größte Lüge aber sei, dass an allen Feldern Umweltauswirkungen
erforscht würden. Das erziele einen hohen Propagandaeffekt, sei ein
„Weichmacher der Gentechnikkritik“.
Bergstedt nennt Namen, die überall auftauchen. Forscher genehmigen
auf Umwegen ihre eigenen Versuchsfelder oder im Austausch die der
Kollegen, ähnlich liefe es bei Fördermitteln. Bergstedt zeigt einen
Werbefilm der Industrie, in dem Joachim Schiemann, Leiter des
Bundesforschungsinstituts für Kulturpflanzen, Julius-Kühn-Institut
(JKI), und somit laut Bergstedt „höchstrangigster Beamter in
staatlicher Gentechnikforschung“, für Agrogentechnik wirbt.
„Schiemann ist Treuhänder des Fraunhoferinstituts, in
Lobbyorganisationen aktiv, war zeitweise sogar Präsident, ist in
Genehmigungsbehörden und bei Geldgebern tätig“, zählt Bergstedt auf.
„Eine fantastische Situation, er vergibt sich selbst Gelder, hat
kurze Dienstwege von Synapse zu Synapse.“
In Personalunion unterwegs sei auch Kerstin Schmidt, die sich in
diversen Kleinunternehmen als Geschäftsführerin im Impressum findet
– alle zudem unter gleicher Adresse. Eine Originaltonaufnahme von
ihr auf einer Führung im firmeneigenen Gentechnik-Schaugarten und
ein Foto des „amtlich anerkannten und vorgeschriebenen Nagerzaunes“
in Form eines banalen Kaninchendrahts hat der Referent ebenfalls
mitgebracht. Auf den Einwand der Schaugartenbesucher, da kämen Mäuse
ja leicht durch, antwortete Schmidt nur: „Und wenn schon, was soll
da passieren“
Bergstedt brandmarkt die Universitäten als „Hochburgen der
Gentechnik“, das Bundesforschungsministerium habe den Lobbyverband
Innoplanta mit 20 Millionen Euro für Werbemaßnahmen unterstützt, das
Bundesamt für Verbraucherschutz weise eine Genehmigungsrate von 100
Prozent bei Agrogentechnik auf, verweigere Verbrauchern aber die
Akteneinsicht. Die hat sich der Rebell gerichtlich erkämpft, andere
Behörden und Institute verwehrten Transparenz weiterhin.
Um keine Ohnmachtsgefühle im Auditorium zu erzeugen, hatte Bergstedt
noch ein paar Ideen mitgebracht, was unternommen werden könne. Er
warb für Felderbefreiung, Gegensaat und Kreativität. „Lasst eure Wut
zu buntem Widerstand werden“, schloss der Ökoaktivist, den die
Bündnisse Zivilcourage und die Interessengemeinschaft Tiergesundheit
(IggT) eingeladen hatten.


P.S. Wie immer das Nachwort: Von der Broschüre „Organisierte
Unveranwortlichkeit“ und dem Buch „Monsanto auf Deutsch“ sind noch
genügend Bestände vorhanden. Bestellungen über das Infoformular auf
unserer Internetseite www.biotech-seilschaften.de.vu, unter
www.aktionsversand.de.vu oder in der Projektwerkstatt. Da andere
Verlage – teilweise mit erstaunlich widerlichen Unhöflichkeiten –
die brisanten Botschaften nicht verlegen wollten, wird „Monsanto auf
Deutsch“ wohl erstmal die einzige Enzyklopädie der
Agrogentechnik“mafia“ bleiben.
Neu ist, dass wir eine ganz Reihe interessanter Filme zum Ausleih
anbieten für spannende Veranstaltungsabende - gern auch zusammen mit
einer Bücherkiste für einen thematisch passenden Büchertisch. Auch
hier alles Infos auf der Bestellseite www.aktionsversand.de.vu.

Und: In der Projektwerkstatt und anderen Aktionshäusern sind immer
wieder Sachspenden gefragt. Auf der Seite
www.projektwerkstatt.de/gesucht findet Ihr eine Liste. Wer was
Passendes übrig hat ... wir freuen uns!!!

--
Verfasst in der
Projektwerkstatt Saasen, 06401/90328-3, Fax -5, 01522-8728353
Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen (20 km östlich Giessen)
www.projektwerkstatt.de/saasen
++ Tagungshaus ++ politische Werkstätten ++ Archive und
Bibliotheken ++ Direct-Action-Plattform ++ Bahnanschluß ++
ReferentInnenangebote ++ Sachspenden gesucht: Was gerade fehlt,
steht immer unter www.projektwerkstatt.de/gesucht ++

Sonntag, 23. Oktober 2011

Gentechnik-Seilschaften: Newsletter am .2011

************www.biotech-seilschaften.de.vu**************
DARF GERNE WEITERGELEITET WERDEN ... GANZ ODER TEXTWEISE
*************Verfasst von: Jörg Bergstedt***************

Gentechnikfilz-News vom 23.10.2011
zusammengestellt in der Projektwerkstatt von Jörg Bergstedt (Autor
„Monsanto auf Deutsch“)


Hallo!
Düstere Wolken stehen am Himmel der Vorzeige- und Sicherheitsanlagen
für gentechnische Freisetzungen. Trotz vieler Privilegien: Sie
hängen am Tropf der Steuergelder. Sie bekommen Land, Gebäude und
mehr von Staat, Kirchen, öffentlichen Institutionen oder z.B. der
Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz zur Verfügung gestellt. Doch
Misswirtschaft, Betrug und Schlampereien sind an der Tagesordnung -
und auch Steuergelder sind irgendwann verschwendet. Nach den beiden
erfolgreichen Attacken auf die Sicherheitszonen von Sagerheide
(AgroBioTechnikum) und Üplingen (Schaugarten = BioTechFarm) im Juli
2011 stellt sich zudem die Frage, ob Firmen noch Unteraufträge
vergeben, wenn das Ergebnis doch eine Feldbefreiung ist. Das
Gejammere war groß. Topjournalisten redeten von "Terror",
hochrangige Professoren verglichen sich mit den Juden im Dritten
Reich. Das zeigte nicht nur deren derbe Geschichtslosigkeit, sondern
auch, dass sie mit dem Rücken an der Wand stehen.
Neben den Regierungen und ihren Institutionen kommt immer wieder
Justiz als Retterin in der Not zu Hilfe. So jetzt in Sachsen-Anhalt.
Eine ganze Prozessserie soll über GentechnikkritikerInnen schwappen.
Dazu der erste Text unten.

Finde ich und würde mich freuen, Menschen aus Baden, der Schweiz und
zwischen Osnabrück und Köln in den nächsten Tagen zu treffen ... den
da bin ich mit dem Vortrag "Monsanto auf Deutsch" zwischen 25.10.
und 7.11. unterwegs. Die Termine dürfen wie dieser ganze Newsletter
gern weitergeleitet oder in Terminlisten übernommen werden. Danke sehr.

Beste grüße aus der Projektwerkstatt , Jörg B.



NEUIGKEITEN

Zitate aus dem InnoPlanta-Forum ... gibts trotz Ankündigung im
letzten Newsletter keine weiteren, denn einmal war dieses Forum
erschreckend langweilig und vor allem von Gejammer geprägt, zum
anderen haben die Tonbandgeräte auch nicht alles mitgeschnitten
aufgrund technischer Pannen.



SACHSEN-ANHALT-FILZ: Straforgie gegen GentechnikkritikerInnen
Als bräuchte es noch des Beweises, dass Staatsanwaltschaften und
Gerichte einseitig hinter Konzerninteressen stehen: Die
Staatsanwaltschaft Magdeburg versucht, in völlig absurden Fällen
GegnerInnen des Biotech-Schaugartens in Üplingen zu kriminalisieren.
Das Amtsgericht Oschersleben zieht artig mit. In einem Fall erließ
es mehrere Strafbefehle (Verurteilungen ohne Gerichtsverfahren)
gegen Personen, die auf einem Weg in Üplingen spazieren gingen,
obwohl dieser sogar mit einem Schild als frei betretbar
gekennzeichnet war. Wenn die Betroffenen nun Widerspruch einlegen,
kommt es zu Verfahren. Im zweiten Fall wurde gleich eine
Hauptverhandlunggegen zwei Personen angesetzt. Grund: Der
InnoPlanta-Vorsitzende und Ex-FDP-Abgeordente Uwe Schrader soll
beleidigt worden sein - durch ein Flugblatt. Dieses enthielt einen
Auszug aus der Broschüre "Organisierte Unverantwortllichkeit". Die
wurde bekanntlich schon gerichtlich überprüft - und für korrekt
befunden. Doch die sachsen-anhaltinischen Justizbehörden kämpfen
trotzdem für ihre heiß geliebte Agrogentechnik, haben eine Anklage
verfasst und das Verfahren eröffnet. Das ist bereits inhaltlich und
politisch absurd. Ebenso an den Haaren herbeigezogen sind die
"Beweise", dass die beiden angeklagten Personen das Flugblatt
überhaupt verteilt hätten. Die eine hat eine Email mit Bezug auf das
Flugblatt verschickt, der andere war der Referent einer auf dem
Flugblatt beworbenen Veranstaltung. Offenbar reicht in dem
agrogentechnisch-geilen Bundesland bereits, Kritik öffentlich zu
äußern, um als StraftäterIn gebrandmarkt zu werden. Vielleicht ist
das aber auch eine Chance, nochmal zu versuchen, die
Gentechnikkritik wachzuküssen. Denn was Parteien, Umwelt- und
Bioanbauverbände bislang in Sachsen-Anhalt zeigen, ist mehr als
dürftig. Dabei ist der Schaugarten Üplingen längst die größte
Freisetzungsanlage in Deutschland (www.biogeldfarm.de.vu) und hätte
auch 2011 unangefochten überlebt, wenn es nicht die offenbar perfekt
gelungene Attacke auf etliche Felder Anfang Juli gegeben hätte.

Alle anstehenden Gerichtsverfahren in und um die Börde:
Prozesse wegen Sachbeschädigung gegen die FeldbefreierInnen von
Gatersleben (Aktion 2008): Strafprozess in der Revision,
Zivilprozess in der 2. Instanz

Strafprozesse wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung wegen der
Besetzung im Jahr 2009 auf dem Gelände des Schaugartens Üplingen ...
Ort wird das Amtsgericht Oschersleben sein!

Strafprozesse wegen Hausfriedenbruch gegen SpaziergängerInnen im Ort
Üplingen (ganz offensichtlich angezettelt, nur um die GegnerInnen zu
kriminalisieren, der Vorwurf ist komplett unsinnig ... aber es gab
sofort Strafbefehle, d.h. Gentechnikmafia, Staatsanwaltschaft
Magdeburg und Amtsgericht Oschersleben kungeln!) ... Ort wird auch
hier das Amtsgericht Oschersleben sein, mit Kerstin Schmidt auf der
ZeugInnenbank!

Strafprozess wegen Beleidigung gegen zwei Menschen wegen einer
kopierten Seite aus der Broschüre "Organisierte
Unverantwortlichkeit". Obwohl die bereits gerichtlich überprüft und
zugelassen ist, wollen die gentechnikmafia-hörigen Justizbehörden in
Sachsen-Anhalt offenbar nochmal einen Versuch starten, die Kritik zu
verbieten - diesmal per Strafrecht. Ort wird auch hier das
Amtsgericht Oschersleben sein, mit Uwe Schrader auf der ZeugInnenbank!

Strafprozess wegen Hausfriedensbruch gegen eine weitere Person, die
in den Tagen des InnoPlanta-Forums 2010 in der Feldmark der Umgebung
angetroffen wurde (was zwar eigentlich nicht verboten ist, aber das
schert eine politische Justiz bekanntlich nicht).



MECKLENBURG-VORPOMMERN-FILZ: AgroBioTechnikum steht leer - Umzug
nach Üplingen?
Ein fulminanter Wasserschaden hat das Hauptgebäude der
AgrogentechnikerInnen in Groß Lüsewitz leergefegt. Die Sanierung
wird Hunderttausende kosten - aber Papi Staat zahlt aufopferungsvoll
für seine AbzockerInnen. Trotzdem mussten die Firmen erstmal
ausziehen, d.h. auch die Latte von Kleinstfirmen, die jetzt offenbar
gerade tatsächlich nur aus Familie Schmidt bestehen und erstmal in
Rostock untergekommen sind. Gerüchte kommen auf, was ohnehin nicht
überrascht: Kerstin Schmidt träumt davon, ihre Zelte im allmählich
immer widerständigeren Mecklenburg-Vorpommern abzubrechen und ganz
nach Üplingen umzuziehen. Aber dafür braucht sie frisches Geld. Es
wird wieder von staatlichen Förderungen und den Förderern in der
Börde (Landesregierung, BIO Mitteldeutschland, Landkreis sowie die
Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz) abhängen, ob es einen zweiten
Subventionsbetrugsfrühling für Schmidt und Umfeld gibt.



Filmverleih
Wir haben einige besondere Filme auf DVD, die wir verleihen für Eure
Veranstaltungen. Die Bild- und/oder Tonqualität ist unterschiedlich,
denn nicht immer verfügen wir über optimale Originale. Inhaltlich
aber sind alle brisant und lohnenswert. Auf der Internetseite
www.projektwerkstatt.de/materialien/sons_sonstig.htm findet Ihr die
Filme. Ihr könnt sie Euch mit passenden Büchern im Paket zuschicken
lassen. Die Bücher habt Ihr dann auf Kommission für die
Veranstaltung und schickt die nicht Verkauften mit dem Film zurück.
Einnahmen teilen wir uns: Hälfte Ihr, Hälfte wir.
Bisherige Filme (soll ausgebaut werden, wer Vorschläge hat zu
Filmen, die es sonst kaum gibt, darf die gerne melden):
Monsanto auf Deutsch (Mitschnitt des Vortrags 2009 in Ostrach,
demnächst auch in einer zweiten Variante vom Vortrag am 5.10.2011
bei Limbach-Oberfrohna)
Oasen in der intensiven Agrarlandschaft (Film von Andreas Winkler)
Fiese Tricks von Polizei und Justiz (Mitschnitt eines Vortrags 2009
in Regensburg)
Jagdtourismus (Film in leider schlechter Qualität von einer Jagd in
Afrika)
Berufsrevolutionäre (Leben in der Projektwerkstatt und politische
Aktionen; stammt aus 2005)



Nachrichten an anderen Stellen:
Le Monde diplomatique über kapitalismusbedingte
Nahrungsmittelknappheit in China:
www.monde-diplomatique.de/pm/2011/10/14.mondeText1.,a0047.idx,15
Erneute Diskussion um gentechnisch veränderte Pflanzen mit
Herbizidresistenz (Glyphosat):
www.biosicherheit.de/aktuell/1358.gefahr-glyphosat.html
Einheimischer Mais in Oaxaca: Gesetzesinitiativen für einen
legalisierten Raubzug und Protest dagegen: www.npla.de/de/poonal/3552



Gibt es Demorecht an den bundeseigenen Versuchsflächen?
Es ist schon einige Zeit her und schloss sich an eine Feldbesetzung
an. Die Stadt Braunschweig, deren Spitze selbst in die
Gentechnik-Seilschaften verflochten ist, verbot Demonstration auf
dem großen Gelände an der Bundesallee 50, wo mehrere Bundesbehörden
(z.B. vTI, JKI und BVL) sitzen und ein Genversuchsfeld geplant war.
In Eilanträgen ließ sich das Demonstrationsverbot auch nicht
aufheben. Um nun diese Frage ans Verfassungsgericht zu tragen, ob
denn Bundesbehörden sich einfach mal selbst aus dem
Demonstrationsgeschehen verabschieden können (andere Protestformen
sind in diesem Land ja ohnehin meist illegal), habe ich als einer
der damaligen DemonstrationsanmelderInnen nun die Hauptverfahren
angestrengt. Am 6.10.2011 war Termin am Verwaltungsgericht
Braunschweig. Erwartungsgemäß habe ich verloren - es war das gleiche
Gericht, welches schon das Eilverfahren abschmetterte. Allerdings
musste ich dieses Verfahren nun nochmal in der Hauptsache
durchkämpfen, um durch alle Instanzen zu gehen. Denn das
Verfassungsgericht wird nur dann zuständig, wenn es um ein
Grundrecht geht (hier gegeben: Art. 8 Versammlungsfreiheit) und wenn
alle anderen Rechtsmittel ausgeschöpft sind. Infos unter
www.projektwerkstatt.de/gen/2009.htm#klage_bs



Atom- und Gentechnikaktivistin im Knast
Eigentlich ist es ja ein bisschen deprimierend, dass die Menschen,
die sich der Agrogentechnik auch mit eigenen Händen entgegenwerfen,
auch in anderen Themen diejenigen sind, die sich mutig
entgegenstellen. Es wäre bitter nötig, dass es mehr werden, die
ihren Protest nicht nur aus dem sicheren Wohnzimmer mit Spenden,
Klicks, Unterschriften und Wahlzetteln zeigen (soweit das da
überhaupt geht). Nun sitzt Franziska im Knast. Grund: Den Castor ein
paar Stunden wirkungsvoll aufgehalten
(http://bloxberg.blogsport.de). Verschoben werden musste nun ein
Prozess wegen ihres Engagements gegen die Gentechnik (Transparent
anbringen an Seilschaften-Behörde JKI). Es ist der Staat, der die
Ohnmacht der Menschen und die Macht der Konzerne durchsetzt - mit
Bildung, Geld und seinem bewaffneten Arm in Uniform!
Franziskas Knastadresse für Post (sie freut sich über Briefe) lautet:
Franziska Wittig
JVA Frankfurt III
Obere Kreuzäckerstr. 4
60435 Frankfurt





TERMINE
Die Vortragstouren mit der Gentechnik-Seilschaften-Ton-Bilder-Schau
"Monsanto auf Deutsch - Seilschaften deutscher Agrogentechnik"

Dienstag, 25.10. um 19.30 Uhr in Freiburg (Gasthaus "Zum Schwanen",
Stadtstr. 87)

Mittwoch, 26.10., 19 Uhr in Denzlingen bei Freiburg (Mühlencafe,
Hauptstr. 146)

Sonntag, 30.10., ca. 14 Uhr nahe Winterthur

Mittwoch, 2.11., 19.30 Uhr in Löhne (Bioladen Fruchtboden,
Ulenburger Allee 70 - 32584 Löhne)

Donnerstag, 3.11., 19 Uhr in Osnabrück (Kulturzentrum Lagerhalle,
Rolandsmauer 26)

Freitag, 4.11. um 19.30 Uhr in Wuppertal (in der Anthroposophischen
Gesellschaft/Therapeutikum, Martin Luther Str. 8)

Samstag, 5.11. in Düsseldorf auf der Jahrestagung 2011 der
Coordination gegen Bayer-Gefahren unter dem Motto "Gentech-Mafia:
Die Seilschaften von BAYER, MONSANTO und Co."
Umweltzentrum Düsseldorf, Merowinger Straße 88, Düsseldorf-Bilk
(Start: 9.30 Uhr)

Sonntag, 6.11. um 19 Uhr in Düren (Kulturzentrum KOMM,
August-Klotz-Straße 21)

Montag, 7.11. um 19.30 Uhr in Köln (Ateliergemeinschaft "Irgendwas
mit Kunst", Leyendeckerstr. 16, 50825 Köln ++ U-Bahnlinien 3+4
Haltestelle Leyendeckerstr.)



Und damit erstmal wieder ein herzliches „Tschüß“ - für ein freches
Restjahr … Jörg

P.S. Wie immer das Nachwort: Von der Broschüre „Organisierte
Unveranwortlichkeit“ und dem Buch „Monsanto auf Deutsch“ sind noch
genügend Bestände vorhanden. Bestellungen über das Infoformular auf
unserer Internetseite www.biotech-seilschaften.de.vu, unter
www.aktionsversand.de.vu oder in der Projektwerkstatt. Da andere
Verlage – teilweise mit erstaunlich widerlichen Unhöflichkeiten –
die brisanten Botschaften nicht verlegen wollten, wird „Monsanto auf
Deutsch“ wohl erstmal die einzige Enzyklopädie der
Agrogentechnik“mafia“ bleiben.


--
Verfasst in der
Projektwerkstatt Saasen, 06401/90328-3, Fax -5, 01522-8728353
Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen (20 km östlich Giessen)
www.projektwerkstatt.de/saasen
++ Tagungshaus ++ politische Werkstätten ++ Archive und
Bibliotheken ++ Direct-Action-Plattform ++ Bahnanschluß ++
ReferentInnenangebote ++ Sachspenden gesucht: Was gerade fehlt,
steht immer unter www.projektwerkstatt.de/gesucht ++