Montag, 3. Mai 2021
Nach Jahrzehnten: italienische Ex-Mitglieder der „Brigate Rosse“ in Frankreich festgenommen
01.05.21
Lotta continua_1973-218x150 1Am Mittwoch sind in verschiedenen Teilen Frankreichs auf Ersuchen des italienischen Staats sieben Personen festgenommen worden. Zwei weitere stellten sich. Sie hatten in den 70er und 80er Jahren in den bewaffneten linken Organisationen „Brigate Rosse“, „Lotta Continua“ und „Nuclei Armati Controptere Territoriale“ in Italien gekämpft. Deswegen sind sie bereits vor Jahrzehnten zu teils langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.
Am Mittwochmorgen sind in Frankreich sieben Aktivist:innen der italienischen bewaffneten Kämpfe in den 70er und 80er Jahren festgenommen worden. Obwohl sie in Italien zu teils langjährigen Haftstrafen verurteilt worden waren, hatte sich Frankreich über Jahrzehnte geweigert, sie festzunehmen.
In einer überraschenden Kehrwende hatte der französische Präsident Emmanuel Macron ihre Festnahme nach mehreren Gesprächen mit der italienischen Regierung vor kurzem dann doch ermöglicht. Das französische Präsidialamt bestätigte, die Namen von zehn Menschen an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet zu haben – eine intensive Arbeit zwischen Rom und Paris sei dem vorausgegangen.
Noch am Donnerstag entschied ein Richter in Paris, dass die Festgenommenen vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Italienische Medien berichteten, es dürfte viele Monate oder sogar Jahre dauern, bis die Auslieferungsverfahren abgeschlossen sein könnten. Der italienischen Justizministerin Marta Cartabia zufolge werde nun „Fall für Fall“ rechtlich geprüft, ob die Voraussetzungen für die von Rom beantragten Auslieferungen gegeben seien.
Festnahme gegen ehemalige Mitglieder revolutionärer Organisationen
Laut dem Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen sind dabei folgende ehemalige Mitglieder der Brigate Rosse und anderer ehemaliger revolutionärer Organisationen betroffen:
Giovanni Alimonti, 65, Brigate Rosse (11 Jahre, 6 Monate und 9 Tage);
Enzo Calvitti, 66, Brigate Rosse (18 Jahre, 7 Monate und 25 Tage);
Roberta Cappelli, 65, Brigate Rosse (lebenslang);
Marina Petrella, 66, Brigate Rosse (lebenslang);
Giorgio Pietrostefani, 77 Jahre, Lotta Continua (14 Jahre, 2 Monate und 11 Tage);
Sergio Tornaghi, 63, Brigate Rosse (lebenslang);
Narciso Manenti, 63 Jahre, Nuclei Armati Contropotere Territoriale (lebenslang).
Zudem stellten sich Luigi Bergamin und Raffaele Silvio Ventura am Donnerstag freiwillig, Maurizio Di Marzio wird noch gesucht. Laut der französischen Solidaritätsorganisation „secoursrouge“ handelt es sich bei den 10 Personen um eine kleine Auswahl aus 200 Personen, die seit Jahrzehnten in Frankreich leben.
Dies wurde ihnen lange mit der nach dem ehemaligen französischen Präsidenten benannten „Mitterand Doktrin“ erlaubt, solange sie erklärten, keine Gewalt mehr anzuwenden.
Ein Sprecher des italienischen Premierministers erklärte die Auslieferung sei jetzt notwendig, da einige Haftstrafen zu verjähren drohten. Ein Statement aus dem französischen Präsidentenpalast erklärte, die Festnahmen seien ein „Teil der absoluten Notwendigkeit, ein Europa der Gerechtigkeit aufzubauen, in dem das gegenseitige Vertrauen von zentraler Bedeutung sein muss.“
Die französische Menschenrechtsliga hatte das Vorgehen kritisiert. Es gehe um Frauen und Männer, die seit über 40 Jahren im Land lebten.
Kämpfe der 70er und 80er Jahre
Die Festgenommenen waren Teil der Brigate Rosse, Lotta Continua und Nuclei Armati Controptere Territoriale, die alle in den 70er Jahren in Italien entstanden. Der Schlag richtet sich jedoch besonders gegen die Brigate Rosse, welche die einflussreichste der Organisationen war. Ähnlich wie die Rote Armee Fraktion (RAF) wurde sie durch die uruguayischen Tupamaros beeinflusst, die in Uruguay ihren bewaffneten Kampf mit einer politischen Arbeit unter den Bäuer:innen und Arbeiter:innen verbanden.
Tatsächlich gelang dies auch – im Gegensatz zur RAF – den verschiedenen italienischen bewaffneten Organisationen. Sie waren oftmals auch in großen Fabriken verankert und insbesondere Anfang der 70er Jahre integraler Teil der Arbeiter:innenbewegung. Im Zuge zunehmender massiver Gefechte mit dem Staatsapparat wurden jedoch Hunderte verhaftet und Dutzende starben. In den 80er Jahren lösten sich die Organisationen auf. Viele Mitglieder setzten sich später nach Frankreich ab.
https://perspektive-online.net/2021/04/nach-jahrzehnten-italienische-ex-mitglieder-der-brigate-rosse-in-frankreich-festgenommen/
Telefonische Grußbotschaft zum 1.Mai vom Gefangenen Musa Asoglu
01.05.21
musa.blogMusa grüßt alle, die am 1.Mai auf die Straße gehen!
Er wünscht allen einen kämpferischen 1.Mai!
Musa Asoglu, inhaftiert in der JVA-Hamburg-Billwerder ist wegen §129b zu 6,9 Jahren verurteilt worden.
Frankreich: Nachrichten über die verhafteten italienischen Militanten im Exil
01.05.21
roten brigadenAm Mittwoch, den 28. April, wurden mehrere italienische Militante in Paris verhaftet, um wegen Anschuldigungen aus den 1970er und 1980er an Italien ausgeliefert zu werden (siehe unseren Artikel, oder unsere Übersetzung ins Deutsche).
Sie wurden am Abend des 29. April mit unterschiedlichen Auflagen entlassen. Eine erste Anhörung wird am 5. Mai stattfinden, um den Auslieferungsantrag zu prüfen. Von den 10 Personen die im Exil leben und von der französischen Polizei gesucht werden, bleibt eine Person unauffindbar.
http://panopticon.blogsport.eu/2021/04/29/frankreich-nachrichten-ueber-die-verhafteten-italienischen-militanten-im-exil/
Hinaus in die Welt – zum 1. Mai und auch an jedem Tag sonst!
Hinaus in die Welt – zum 1. Mai und auch an jedem Tag sonst!
30.04.21
1.mai.mdKürzlich las ich davon, die Arbeit sei die Ursache nahezu allen
Elends in der Welt. Fast jedes erdenkliche Übel gehe aufs Arbeiten
zurück. Oder auf eine fürs Arbeiten eingerichtete Welt.
Wer darf sich denn heutzutage noch mit ganzem Wesen in die Herstellung
eines Tischs hineinlegen wie die Schreinerin? Jedes Teil des Tischs
selbst herstellend, den Tisch geradezu beim wachsen zusehen könnend!?
Wer darf sich heutzutage noch mit jeder Faser seines Körpers, und auch
seiner Seele in eine Melodie hineinlegen wie der Gittarist, der die Saiten
zum klingen bringt?
Stattdessen besteht die abverlangte Arbeitsleistung für die Mehrheit
der Arbeitenden aus bloßen Fragmenten. Aus Fragmenten mit welchen
sich nurdie allerwenigsten Menschen identifizieren können.
Sei es am Fließband,sei es in den Hallen der Versandunternehmen, sei es
an der Kasse der Warenhäuser, wo im Akkord die Konsumprodukte über
den Scanner gezogen werden.
Stets ein fragmentarisch bleibender Handgriff.
Die Rede von der „Humanisierung der Arbeit“ ist bloßes Geschwätz. Hier
in den Knästen der Republik, aus welchen ich seit 25 Jahren berichte,
beugen sich nämlich tagtäglich tausende Einsitzende über Kisten voller
toter Dinge, welche sie im Akkord zu bearbeiten haben.
Beispielsweise Kugelschreiber die zusammenzudrehen oder Metallstücke
die zu brechen sind. Einfachste, automatisierte Handgriffe, tunlichst
schweigend und nur von kurzer Toiletten- oder Frühstückspause
unterbrochen. Selbst das süße umspielt werden von Radiomusik ist
vielorts untersagt.
So werden sie zugerichtet und vobereitet auf ihr Da-Sein nach der
Haftentlassung. Mit 150 oder 200 Euro im Monat werden sie zurück in die
Zellen geschickt, die arbeitsfreie Zeit wartend auf das Morgen zu
verbringen. Vielleicht noch eine Stunde im Knasthof im Kreise spaziert!
Strukturell unterscheiden sich die Lebenslagen der Eingesperrten von
jenen Menschen vor den Mauern vielfach nur in Details. Auch wenn die
Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung dort draußen sicher vielfältiger
sein mögen.
Aber ein erfülltes, ein buntes Leben besteht doch aus so viel mehr!
Dieses erfülltere, dieses buntere Leben können wie uns nur selbst
aneignen, denn freiwillig gewähren wird es uns niemand!
Hierfür zu streiten, hierfür zu kämpfen dafür steht der 1. Mai!
Dafür muss künftig jeder Tag des Jahres stehen!
Herzschlagende und solidarische Grüße aus Freiburgs Haftanstalt!
Thomas Meyer-Falk
Grußwort zum 1.Mai vom Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen
29.04.21
network-logoWir vom Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen grüßen Euch und wünschen Euch einen kämpferischen und revolutionären 1.Mai!
Heute gehen wir gemeinsam mit Millionen Menschen über all auf dem Globus für eine klassenlose Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße.
Aber wir sind nicht alle, es fehlen die Gefangene! Lassen wir sie nicht allein und sorgen wir dafür, dass die Gefangenen aus unseren Zusammenhängen in unseren Kämpfen präsent bleiben. In diesem Sinne:
Hoch die Internationale Solidarität!
Wir wünschen euch ein kämpferisches Jahr!
Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen
Die Debatte um #allesdichtmachen
Mit ursprünglich über 50 Videos versuchen deutsche Schauspieler:innen, ironisch Kritik an der Corona-Politik der Bundesregierung zu äußern. Gelungen ist dies eher schlecht als recht – die Reaktion spricht trotzdem Bände über die gesellschaftliche Atmosphäre. – Ivan Barker hat alle Videos gesehen und kommentiert sie auf Perspektive.
Über eine Stunde ist notwendig, um sich die originalen 53 Videos verschiedener TV- und Filmschauspieler:innen anzusehen. Es sei also niemandem verübelt, nicht jedes einzelne Video bis zum Schluss zu kennen.
Der Aufbau ist immer gleich: Die Sprecher:innen stellen sich vor und äußern dann offensichtlich überzogene Ängste, Probleme oder Vorschläge zur Corona-Pandemie. Zum Schluss wird dem Publikum Gesundheit gewünscht und es gebeten, sich doch bitte an die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung zu halten.
Der Abspann enthält den Hinweis auf die drei Hashtags #allesdichtmachen, #niewiederaufmachen und #lockdownfürimmer, wobei der erste den Namen der Protestaktion darstellt. In den ein bis zwei Minuten langen Clips soll ironisch Kritik an der Corona-Politik, aber auch an der öffentlichen Debatte geübt werden. Wie gut dies gelungen ist, beschäftigt nun seit Tagen Menschen insbesondere in sozialen Netzwerken und Zeitungsredaktionen.
Wo ihre Form gleich ist, unterscheiden sich die Videos inhaltlich jedoch durchaus. Nadine Dubois und Claudia Rippe zum Beispiel greifen reale Probleme auf, wie den Unterschied der Lebensbedingungen von armen und reichen Menschen, oder die „Wir sitzen alle im gleichen Boot“-Propaganda.
Andere Beiträge reichen dagegen von schlicht unverständlich, was kritisiert werden soll, bis tatsächlich reaktionär. So machen sich mehrere Schauspieler über die Angst, mit Rechten in Verbindung gebracht zu werden, lustig. Insgesamt bleibt die Kritik oft abstrakt und schlecht vermittelt oder benötigt ein sehr wohlwollendes Publikum, das den sachlichen Kern erst entdecken muss.
Sinnvolle Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung werden mit kritikwürdigen Schikanen des Staates in einen Topf geworfen, sodass schlussendlich ein Bild der Ablehnung jeglicher Maßnahmen entsteht. Vor allem weil eigene positive Perspektiven und Forderungen komplett fehlen, überrascht wenig, dass AfD und Querdenker:innen mit Applaus reagieren.
Dass dies nicht die Absicht der Beteiligten war, bleibt dabei glaubwürdig und drückt sich auch darin aus, dass einige Schauspieler:innen nach Veröffentlichung unter dem massiven Druck schnell wieder zurückruderten – momentan sind nur noch 32 Videos übrig geblieben.
Debatten und eine kritische Auseinandersetzungen mit #allesdichtmachen sind also durchaus angebracht und kein Ausdruck von Zensur, wie es in so mancher Kommentarspalte vermutet wird. Gleichzeitig scheinen so manche Protest-Gegner:innen aber ihre Kritikfähigkeit gegen Staatsgläubigkeit eingetauscht zu haben.
Sie werfen den Schauspieler:innen vor, die Arbeiter:innen im Gesundheitswesen, Corona-Erkrankte und ihre Angehörigen durch Zynismus zu verhöhnen, indem sie es sich erlauben, in dieser Situation Witze zu machen. Manche sehen sogar das Problem schon allein darin, dass es überhaupt gewagt wurde, die Bundesregierung zu kritisieren.
Dazu muss klargestellt werden, dass es genau diese Regierung ist, die schon vor der Corona-Pandemie Pfleger:innen, Ärzt:innen und Patient:innen gleichermaßen durch das Kaputt-Sparen und Privatisieren im Gesundheitssektor verhöhnt hat. Seit Beginn der Pandemie wird dieser fatale Zustand immer offensichtlicher – und doch kommt von staatlicher Seite nichts.
Wenn es Schuldige für die zehntausenden Opfer des Corona-Virus‘ gibt, dann sind es nicht verwirrte Schauspieler:innen, sondern der Kapitalismus und der deutsche Staat, dem Profite immer wichtiger sein werden als Menschenleben.
Die Widersprüche dieser Pandemie-Bekämpfung bringen notwendigerweise solche Aktionen sowie die darauffolgenden Reaktionen hervor. Menschen wünschen sich verständlicherweise ihre „Normalität“ zurück, andere wollen ihre Gesundheit so gut es geht schützen – der Staat steht beidem mit seinem schlechten Krisenumgang im Weg. Statt gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft zu kämpfen, wird in Zynismus oder Resignation verfallen und Energie in die völlig falschen Dinge gesteckt.
Viele der Kommentare, Posts, Tweets zu #allesdichtmachen zeigen erneut, wie ein großer Teil der selbsternannten Linken den bürgerlichen Medien, und so dem Staat, auf den Leim geht. Sie sehen ihre Sonntagabend-Helden vom „Tatort“, die anstelle der üblichen Propaganda für den Repressionsapparat nun plötzlich versuchen, die bestehenden Verhältnisse zu kritisiere – und küren sie zum Gesprächsthema No. 1. Schauspieler:innen, deren Gesichter viele Jugendliche vermutlich durch diese Aktion zum ersten Mal in ihrem Leben gesehen haben, wird mehr Aufmerksamkeit geschenkt als all denen, die seit Monaten gegen Wirtschaftskrise, Pandemie und Schikane des Staates kämpfen.
Die eigene so nötige Arbeit – zum Beispiel Aktionen gegen die Ausgangssperren, Entlassungen, Impfpatente etc. – wird nicht durch halbgare Satire ersetzt, aber auch nicht durch das Abarbeiten an ihr. Unsere Priorität muss weiterhin sein, zugleich für sinnvollen Gesundheitsschutz und gegen Angriffe auf unsere Klasse zu kämpfen. Weder Schauspieler:innen in Villen noch der Staat mit seinen Politiker:innen wird das für uns erledigen – wir müssen auf die eigene Kraft setzen!
Internationales Komitee der TKP/ML: Auf die Straßen und Plätze mit Einigkeit, Kampf und Solidarität und mit dem revolutionären Geist des 1. Mai, dem Tag des internationalen Proletariats und der unterdrückten, ausgebeuteten Werktätigen!
Alle Proletarier der Welt und die unterdrückten Völker kämpfen für die Revolution und den Sozialismus!
In einer Periode, in der sich die inneren Widersprüche und Konflikte vertieft haben, die wirtschaftlichen und politischen Krisen infolge der Merkmale des Kapitalismus zu einem Dauerzustand geworden sind, die herrschenden Klassen auf der ganzen Welt mit dem Problem der Herrschaft kämpfen und auf der anderen Seite die Wut der unterdrückten Völker die Straßen überschwemmt, gewinnt der 1. Mai immer mehr an Bedeutung.
Der 1. Mai ist die mächtigste Manifestation des Kampfes der Arbeiterklasse gegen Verfolgung und Ausbeutung, und er stellt einen historischen Tag dar, der die Mission der Veränderung und Transformation, die die Arbeiterklasse auf ihren Schultern trägt, darstellt. Der 1. Mai ist, wie Genosse Lenin es ausdrückt, "der Tag des Aufstehens mit einem klassenbewussten Leben für alle Arbeiter, der Solidarität des Kampfes gegen alle Arten der Unterdrückung von Mensch zu Mensch und der Feier des Kampfes von Millionen von Arbeitern gegen Armut und Hunger".
Trotz der Argumente aller Art, die historische Rolle der Arbeiterklasse zu verdunkeln, ist der 1. Mai auch die Gestalt in Fleisch und Knochen des "wir haben es getan und wir werden es wieder tun".
Der Kapitalismus basiert auf der absoluten Herrschaft über die Arbeit seit der Wildheit des ersten Stadiums bis zur faulig-parasitären imperialistischen Phase. Auf diese Kosten hat er nie davon abgelassen, ungerechte Kriege zu verursachen, er hat alles zur Ware gemacht und Blut, Tränen, Krieg, Aggression und Parasitismus sind seine Hauptnahrungsquelle geworden. Mit diesen Mitteln hat er seine Ordnung errichtet, die über die Arbeit herrscht und die die ganze Welt umzingelt hat, ohne irgendeinen Ort unberührt zu lassen. Das bedeutet gleichzeitig, dass das kapitalistisch-imperialistische System sich immer tiefer sein Grab schaufelt und die Bedingungen für sein historisches Ende vorbereitet.
Das größte aktuelle Problem der Welt in den letzten zwei Jahren, die Pandemie, zeigt, wie verrottet das System im Gegensatz zu all den Komplimenten ist, die ihm gemacht werden. Dies hat auch dazu geführt, dass die Arbeiterklasse und die Werktätigen ihre Hoffnungen in das System verloren haben. Die Pandemieperiode hat die Armen und Werktätigen ins Visier genommen, so wie es in gleicher Weise in den ungerechten und reaktionären Kriegen zugunsten der Imperialisten und reaktionär-dominanten Klassen geschieht. Diejenigen, die in dieser Periode ihr Leben verloren haben, waren, abgesehen von Ausnahmen, Arbeiter, Werktätige und die anderen Unterdrückten. Die Menschen sind immer mehr verarmt, sie haben in dieser Periode ihr Leben, ihre Arbeit und ihre gewonnenen Rechte verloren. Die Bourgeoisie ermöglicht unter dem Vorwand der Pandemie alle möglichen Methoden, um die von der Arbeiterklasse auf Kosten ihres Lebens und Blutes errungenen Rechte zurückzunehmen.
Auf der anderen Seite haben die internationalen Monopole, ihre Kollaborateure und Lakaien Millionenprofite gemacht, während die Menschen verarmt sind, während die internationale Bourgeoisie und die herrschenden Klassen unter ihren Diensten ihren Reichtum vermehrt haben. Diese Pandemieperiode hat wieder einmal gezeigt, dass es in diesem System keine Entwicklung gibt, die nicht klassenbezogen ist und die nicht einer der Klassen dient. Die Wissenschaft dient den herrschenden Klassen, genau wie ein Werkzeug zur Steigerung ihres Profits. Die Impfstoffe, die für die Lösung eines Problems produziert werden, das die ganze Welt mit Hunderttausenden von Toten betrifft, werden patentiert und dienen denen, die Geld haben, und es wurde ein neues Feld für den Profit von Millionen von Dollar geschaffen. In dem Zeitraum von einem Jahr seit Beginn der Pandemie zeigen sogar die Statistiken, die den Anstieg der Gewinne und des Kapitals der internationalen Monopole projizieren, für wen das System funktioniert und wie es funktioniert.
Wie in jeder Krisenperiode konzentriert sich das Kapital immer mehr um die internationalen Monopole, wobei neben den Arbeitern und Werktätigen auch kleine und mittlere Unternehmen und sogar kleine Monopole in Konkurs gehen und von den großen Monopolen aufgefressen werden und die großen Monopole ihre Marktanteile an sich reißen. Die Inbesitznahme von Produktionsflächen und Marktanteilen dieser Segmente durch internationale Monopole bringt sie in die Reihen der Werktätigen. All diese Entwicklungen führen zur Vertiefung von Klassenwidersprüchen, zur Zunahme von Unsicherheiten und Wutausbrüchen gegenüber dem System.
Auf der anderen Seite haben die Widersprüche zwischen den Imperialisten und den Kämpfen um den Markt nichts von ihrem gewalttätigen Charakter verloren. Die Imperialisten bieten der Menschheit und den unterdrückten Völkern Zerstörung an, indem sie regionale und lokale Konflikte provozieren. Länder werden verwüstet und Millionen von Menschen verlieren in diesen Kriegen ihr Leben und versuchen, durch das Verlassen ihres Landes in andere Länder zu gelangen und sich allen Herausforderungen der Flucht zu stellen. Die Opfer der Kriege sind in Übereinstimmung mit den Interessen der Imperialisten und der herrschenden Klassen auch rassistischen und entwürdigenden Anwendungen in jedem einzelnen Land, in das sie gelangen, ausgesetzt.
Die Bemühungen der Bourgeoisie, ihre Angriffe und Ausbeutung zu verschärfen, bringen die Arbeiterklasse und die unterdrückten werktätigen Massen dazu, dagegen Stellung zu beziehen, was in vielen Teilen der Welt nicht unbeantwortet bleibt. Der Arbeiterklasse und den unterdrückten Massen fehlt es im Wesentlichen an kommunistischen Führungen in erheblichem Ausmaß. Diese Widerstände und Aufstände sollten als Reifung der revolutionären Dynamik betrachtet werden, auch wenn diese Proteste einen spontanen Charakter haben.
Es gibt eine unbestreitbare Tatsache, die uns die Geschichte des Klassenkampfes gelehrt hat; das Fortschreiten der spontanen Bewegungen der Massen bietet enorme Gelegenheiten für diese Massen, kommunistischen Bewegungen zu begegnen. Es kommt darauf an, in diese Prozesse richtig hineinzulesen und richtige und korrekte Organisationen zu schaffen und das Bewusstsein der Massen mit der Perspektive auf die Macht zu formen. Das ist die wichtigste und wesentliche Verpflichtung der Kommunisten, der MLMs.
Während unsere Erde mit Armut, Elend, ungerechten Kriegen und epidemischen Krankheiten zu kämpfen hat, ist es unerlässlich, den Anspruch der Revolution und des Sozialismus zu erheben und eine andere Welt zu schaffen, die Lebensbedingungen zugunsten der Arbeiterklasse und der unterdrückten Völker bietet. Der Name dieser Welt ist Neue Demokratische und Sozialistische Macht unter der Führung des Proletariats. Dies ist die einzige Alternative zu diesem System der Ausbeutung und der Brutalität. Wenn man die gesamte Geschichte der Menschheit und der ausbeuterischen Herrschaftssysteme in Betracht zieht, die Erfahrungen des Sozialismus und der demokratischen Volksmacht, die nur kurze Zeit andauerten, sieht man, dass sie in einer praktischen Niederlage endeten. Dennoch existierte sie, sie wurde verwirklicht und sie lebte. Sie lebt weiter als der historische Beweis, dass es möglich ist, alles für die Arbeiterklasse und die Unterdrückten zu gewinnen. Trotz der Bourgeoisie und ihrer Demagogen und der Verleumdungen aller Arten von Antikommunisten gegen die Diktatur des Proletariats ist die Realität, dass die Zukunft der Arbeiterklasse und der unterdrückten Völker die Neue Demokratische Revolution, der Sozialismus und Kommunismus ist.
Jede Verwirrung und jeder Verdacht, der an dem Punkt dieser historischen und aktuellen Rolle des Proletariats entsteht, dient der Fortsetzung des bestehenden Ausbeutungssystems. Deshalb ist es obligatorisch, das Machtbewusstsein lebendig zu halten und in der Linie des MLM und der Linie der Revolution und des Sozialismus gegen einige Varianten der bürgerlichen Ideologien Stellung zu beziehen, wie z. B. das Streben nach einem "besseren Sozialismus", das von reformistischen und revisionistischen Ideen vermarktet wird.
Der 1. Mai ist der historische Tag, an dem die deutlichsten Akzente auf die Interessen der Unterdrückten, den Kampf und den internationalen Charakter des Proletariats gesetzt werden. Dies sollte auch gleichzeitig der Tag der internationalen Solidarität des Proletariats und seiner Avantgardeparteien sein, an dem dieses Bewusstsein hochgehalten wird.
In diesem historischen Abschnitt des Klassenkampfes, den wir durchlaufen, konkretisiert sich das historische und aktuelle Klassenbewusstsein des Proletariats, das die revolutionärste Klasse ist, die die Geschichte gesehen hat, in der MLM-Ideologie und im Kampf der Fahnenträger dieser Ideologie. Das MLM-Bewusstsein lehrt, dass die einzige Bedingung für den Sieg des Kampfes gegen die Bourgeoisie und alle Arten der Reaktion darin besteht, die revolutionäre Kraft gegen die Kraft der Konterrevolution zu organisieren. Die Äußerung des Vorsitzenden Mao "ohne Volksarmee hat das Volk nichts" ist wesentlich, um zu zeigen, dass der Anspruch der Revolution ohne diese Realität nichts ist. In unserer Zeit wird das Proletariat ohne die Organisierung der revolutionären Gewalt gegenüber der Bourgeoisie immer besiegt werden. Die Parteien und Organisationen des Proletariats und des MLM müssen sich auf die Aufgaben des Tages und der Zukunft konzentrieren und den 1. Mai zu einem Tag der Einheit, des Kampfes und der Solidarität und zum Tag des internationalen Proletariats für den Kampf der demokratischen Revolution, des Sozialismus und des Kommunismus unter der Führung des MLM machen. Es muss ihn als Herausforderung gegen den Imperialismus und alle Arten von Reaktion begreifen; denn die Proletarier haben nichts zu verlieren außer ihren Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen!
Es lebe der 1. Mai, der Tag der Einheit, der Solidarität und des Kampfes der Arbeiterklasse!
Alle Arbeiter und die unterdrückten Völker der Welt, vereinigt euch!
Bekämpft den Imperialismus und alle Arten von Reaktion!
Es lebe der proletarische Internationalismus!
Es lebe der Marxismus-Leninismus-Maoismus!
Kommunistische Partei der Türkei/ Marxistisch-Leninistisch
Internationales Komitee
April 2021
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