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Dienstag, 23. März 2010

Das Kreuz und der Katholik

Der Oberhirte hat gesprochen

Von whs

Arbeiterkorrespondenz auf Kommunisten-online vom 22. März 2010 – Nach langem Schweigen wurde der Versuch der Kurie, die irischen Missbrauchsfälle in der Versenkung des Vergessens verschwinden zu lassen, aufgegeben. Ursache war wohl das Auftauchen neuer Anschuldigungen an Schwarzkittelträger in Deutschland. Der Papst kann das Ganze also nicht mehr unter dem Mantel der Nächstenliebe halten, er muss antworten, soll die katholische Kirche nicht vollends an Glaubwürdigkeit verlieren. Damit tritt aber nun ein Effekt ein, der von der Kurie so nicht gewünscht sein kann. Zusätzlich zu den deutschen Fällen rücken nun auch die irischen wieder voll in das Gedächtnis der Menschen. Damit wird das Dilemma der katholischen Kirche wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Was aber hat der Papst denn nun der verstörten Gläubigengemeinde Irlands mitzuteilen?

„.. das verstörende Problem des sexuellen Missbrauchs …“ Das Problem des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Vertreter der katholischen Kirche ist für die Kurie und den Papst also nur „verstörend“. Da wäre doch die Frage zu stellen, was eigentlich daran „verstörend“ ist? Ist es die Tatsache, dass sich Schwarzkittelträger an Kindern vergangen haben? Ist es die Tatsache, dass diese Fälle aufgeflogen sind? Ist es die Tatsache, dass sich die Kurie und der Papst persönlich mit dieser Affaire beschäftigen müssen? Hätten sie eigentlich besseres zu tun?

„… Faktoren, die zum Entstehen der augenblicklichen Krise geführt haben …“ Die augenblickliche Krise ist ja wohl durch die Aufdeckung entstanden. Die Missbrauchsfälle lagen ja wohl schon eine Zeit zurück. Es wäre da wohl sinnvoll gewesen von einer Krise in zurückliegenden Jahren zu sprechen, die erst heute zu Tage tritt. Aber, ich denke, die Wortwahl erfolgte nicht ohne Grund. Für die Kurie scheint tatsächlich die Aufdeckung die Krise zu sein, nicht die Verbrechen. Im Hirtenbrief wird auch nicht von “Verbrechen“ gesprochen sondern von „Vergehen“. Dass also Kinder durch Pfarrer und andere kirchliche „Würden“träger missbraucht wurden, scheint für die katholische Kirche nicht das eigentliche Problem zu sein, sondern vielmehr die Aufdeckung der Schweinereien.

Was bietet nun Papst Ratzinger seinen missbrauchten Schäfchen an? „… beten, um Versöhnung, tiefe innere Heilung und Frieden zu finden.“ Nun ja, die Wunderwaffe der Kirche, ohne die geht nichts. Darüber hinaus aber kein Wort zur Wiedergutmachung, kein Wort, dass die Kirche eventuell eine Therapie bezahlt. Nein, nur den Hohn „Jesus versteht Euch, er war selbst Opfer.“ Dafür können sich die Missbrauchsopfer aber mal was Gutes leisten. Eine sehr schwache Leistung einer ökonomisch sehr leistungsfähigen kirchlichen Gemeinschaft, die sich die Nächstenliebe aufs Banner schrieb. Oder war das mit der Nächstenlieben vielleicht wörtlich gemeint und einige Priester haben das in ihrem Sinne ausgelegt? Nein, ich mag das nicht glauben.

In seinem Wort an die Täter, fordert Papst Ratzinger die Übeltäter auf, sich der weltlichen Justiz zu stellen. Benedikt, setzen, sechs! Das ist ungenügend! Warum macht die Kurie nicht den Schnitt und jagt diese Leute zum Staatsanwalt? Die Macht dazu hat sie.

Ja und dann kommt unser Papst zu seinen „initiativen zum Umgang mit der Situation“. Wer aber jetzt erwartet, dass den Opfern sexueller Gewalt durch Vertreter der katholischen Kirche endlich Gerechtigkeit widerfährt, der sieht sich getäuscht. Es geht der Kurie nur darum, den Schaden zu begrenzen.

Der Papst verlangt 1 Jahr lang Gebete am Freitag für das „Ausgießen der Barmherzigkeit Gottes … über der Kirche …“. Und er verlangt intensive Gebete, um „… Wiedergutmachung für die Sünde des Missbrauchs …“ zu erlangen und um die „… Gnade neuer Stärke“ zu „erflehen …“.

Er verliert in diesen „Initiativen“ nicht EIN Wort für die Opfer und ihr Leid wenigstens zu mildern. Nein, es geht nur um die Stärke und macht der Kirche, um die die Kurie offensichtlich fürchtet. Keine Angst Euer Scheinheiligkeit, die Bourgeoisie braucht euch noch, sie wird euch nicht so ohne weiteres fallen lassen. Vor allem steht ja die deutsche Bourgeoisie mit der Aufrechterhaltung des Reichskonkordats voll hinter den Kinderschändern. Und dem Beispiel der deutschen Bourgeoisie dürfte die Bourgeoisie der anderen Länder folgen.

Eines Tages wird die Bourgeoisie für ihre Verbrechen bezahlen. Dann seid ihr mit Eurer Scheinheiligkeit gleich mit an der Reihe.

Rot Front

Werner

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Priesterlicher Missbrauch

Erklärung der Tagung des Verbandsvorstandes am 14. März 2010 in Magdeburg
„Lasset die Kindlein zu mir kommen“:

Scheinheilige Hirten

Deutscher Freidenker-Verband 14. März 2010 – Der Deutsche Freidenker-Verband verurteilt in schärfster Form die massenhaften Vergehen und Straftaten, die von Würdenträgern insbesondere der Katholischen Kirche gegen junge Menschen begangen wurden.
Erst durch Einzelbeispiele, die mehr oder weniger zufällig an die Öffentlichkeit kamen, wurde eine Lawine von Enthüllungen ins Rollen gebracht, die ein unerhörtes Ausmaß von Gewalt und sexuellem Missbrauch offenlegt. Diese sind seit Langem in kirchlichen Institutionen und klerikalen Bildungseinrichtungen an der Tagesordnung.
Unter Missbrauch des Vertrauens von Eltern und Kindern wurde mit psychischem Druck und Angst vor Strafen die Hinnahme sexueller Nötigung und entwürdigender Demütigung erzwungen und zugleich die umfassende Aufklärung der Zustände unterbunden. Die für strafwürdige Handlungen Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.
Wir fordern die schonungslose Aufklärung jedes Einzelfalls unabhängig vom jeweiligen Zeitpunkt und einer eventuell eingetretenen strafrechtlichen Verjährung. Die Ermittlungen sind von Anfang an ausschließlich Aufgabe der zuständigen Staatsanwaltschaften. Die Praxis, zunächst „interne Untersuchungen“ anzustellen, und dann „gegebenenfalls“ die staatlichen Stellen zu informieren, ist genauso abwegig und inakzeptabel, wie wenn Banküberfälle zuerst durch die Bankräubervereinigung geprüft würden oder für Mordermittlungen zunächst die Mafia zuständig wäre.
Der Deutsche Freidenker-Verband fordert auch eine strafrechtliche Untersuchung, ob das Geheimschreiben „De delictis gravioribus“ von Papa Ratzinger aus dem Jahr 2001, das die „ausschließliche Kompetenz des Vatikans“ in Pädophiliefällen (!) betont und alle Bischöfe unter Strafe der Exkommunikation aufgefordert, alle Missbrauchsfälle ausschließlich und nur an den Vatikan zu melden, die Tatbestände der Vertuschung, Strafvereitelung, Begünstigung im Amte, Rechtsbeugung, Verleitung von Untergebenen zu strafbaren Handlungen und Behinderung der Justiz erfüllt.
Der Deutsche Freidenker-Verband unterstützt die Forderung, dass die Opfer durch Leistungen der Kirchen entschädigt werden müssen.
Der Skandal wirft ein bezeichnendes Licht auf den Monopolanspruch der Kirchen auf Ethik, Moral sowie die sogenannte christlich-abendländische Werteerziehung.
Die damit einhergehende Diskriminierung konfessionsfreier Menschen belegt die staatliche Praxis, Schülerinnen und Schüler, die sich vom religiösen Bekenntnisunterricht abmelden, zum Besuch eines Ersatzunterrichts zu verpflichten, da sie der ethisch-moralischen Nachhilfe bedürftig erachtet werden.
Die demagogische Behauptung der Kirche, dass angeblich ein totaler Werteverlust bei den Menschen eingetreten sei, weil ihre Bindung an die Kirchen rapide abnimmt, ist besonders frivol, da nach dieser Logik die kirchliche Bindung ihres eigenen Personal ja besonders locker sein muss.
Der Deutsche Freidenker-Verband protestiert gegen die unverschämte Feststellung von Merkwürden Mixa, wonach die sexuelle Revolution für die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche mitverantwortlich sei. Mixa, der sich als oberster Militärbischof des Landes um die Kampfmoral der Afghanistan-Krieger ebenso sorgt wie um die Geburtenrate der deutschen Mutter, will vermutlich mitteilen, dass die sexuelle Revolution besonders unter seinesgleichen wie eine Bombe eingeschlagen hat.
Bis zum Beweis des Gegenteils gehen wir weiter davon aus, dass die mittels Zölibat zur Enthaltsamkeit Verpflichteten einfach aufgrund der verklemmten, scheinheiligen Sexualmoral der Mutter Kirche zu ihren Eskapaden getrieben werden.
Zu dieser Skandalchronik gehört auch das Kapitel der Priesterkinder, zu den sich ihre Väter nicht bekennen dürfen, und für deren lebenslange Kontaktsperre die Mütter von der Kirche Alimente und Schweigegeld beziehen.
Die Abgabe des staatlichen Bildungsauftrags an private, vor allem kirchliche Institutionen führt zur Zerstörung eines einheitlichen Bildungssystems und begünstigt den Machtmissbrauch.

Die ernsten Verbrechen der Gottesmänner gegen die Menschenrechte und die Menschenwürde machen die Konsequenz überfällig, den rechtlichen Sonderstatus der Kirchen generell aufzuheben.

Die Sonderbeziehung von Staat und Kirche leisten dem institutionellen klerikalen Machtmissbrauch Vorschub.

Die Privilegierung der Kirchen bedeutet die Diskriminierung konfessionsfreier Menschen.

Die strikte Trennung von Staat und Kirche sowie Kirche und Schule gehört wieder auf die Tagesordnung.

Keine rechtsfreien Räume für Kleriker, Arbeits- und Tarifrecht auch in kirchlichen Einrichtungen, Kirchen raus aus dem Bildungswesen, Abschaffung der „Militärseelsorge“!

Das Kreuz und der Katholik

Der Oberhirte hat gesprochen

Von whs

Arbeiterkorrespondenz auf Kommunisten-online vom 22. März 2010 – Nach langem Schweigen wurde der Versuch der Kurie, die irischen Missbrauchsfälle in der Versenkung des Vergessens verschwinden zu lassen, aufgegeben. Ursache war wohl das Auftauchen neuer Anschuldigungen an Schwarzkittelträger in Deutschland. Der Papst kann das Ganze also nicht mehr unter dem Mantel der Nächstenliebe halten, er muss antworten, soll die katholische Kirche nicht vollends an Glaubwürdigkeit verlieren. Damit tritt aber nun ein Effekt ein, der von der Kurie so nicht gewünscht sein kann. Zusätzlich zu den deutschen Fällen rücken nun auch die irischen wieder voll in das Gedächtnis der Menschen. Damit wird das Dilemma der katholischen Kirche wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Was aber hat der Papst denn nun der verstörten Gläubigengemeinde Irlands mitzuteilen?

„.. das verstörende Problem des sexuellen Missbrauchs …“ Das Problem des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Vertreter der katholischen Kirche ist für die Kurie und den Papst also nur „verstörend“. Da wäre doch die Frage zu stellen, was eigentlich daran „verstörend“ ist? Ist es die Tatsache, dass sich Schwarzkittelträger an Kindern vergangen haben? Ist es die Tatsache, dass diese Fälle aufgeflogen sind? Ist es die Tatsache, dass sich die Kurie und der Papst persönlich mit dieser Affaire beschäftigen müssen? Hätten sie eigentlich besseres zu tun?

„… Faktoren, die zum Entstehen der augenblicklichen Krise geführt haben …“ Die augenblickliche Krise ist ja wohl durch die Aufdeckung entstanden. Die Missbrauchsfälle lagen ja wohl schon eine Zeit zurück. Es wäre da wohl sinnvoll gewesen von einer Krise in zurückliegenden Jahren zu sprechen, die erst heute zu Tage tritt. Aber, ich denke, die Wortwahl erfolgte nicht ohne Grund. Für die Kurie scheint tatsächlich die Aufdeckung die Krise zu sein, nicht die Verbrechen. Im Hirtenbrief wird auch nicht von “Verbrechen“ gesprochen sondern von „Vergehen“. Dass also Kinder durch Pfarrer und andere kirchliche „Würden“träger missbraucht wurden, scheint für die katholische Kirche nicht das eigentliche Problem zu sein, sondern vielmehr die Aufdeckung der Schweinereien.

Was bietet nun Papst Ratzinger seinen missbrauchten Schäfchen an? „… beten, um Versöhnung, tiefe innere Heilung und Frieden zu finden.“ Nun ja, die Wunderwaffe der Kirche, ohne die geht nichts. Darüber hinaus aber kein Wort zur Wiedergutmachung, kein Wort, dass die Kirche eventuell eine Therapie bezahlt. Nein, nur den Hohn „Jesus versteht Euch, er war selbst Opfer.“ Dafür können sich die Missbrauchsopfer aber mal was Gutes leisten. Eine sehr schwache Leistung einer ökonomisch sehr leistungsfähigen kirchlichen Gemeinschaft, die sich die Nächstenliebe aufs Banner schrieb. Oder war das mit der Nächstenlieben vielleicht wörtlich gemeint und einige Priester haben das in ihrem Sinne ausgelegt? Nein, ich mag das nicht glauben.

In seinem Wort an die Täter, fordert Papst Ratzinger die Übeltäter auf, sich der weltlichen Justiz zu stellen. Benedikt, setzen, sechs! Das ist ungenügend! Warum macht die Kurie nicht den Schnitt und jagt diese Leute zum Staatsanwalt? Die Macht dazu hat sie.

Ja und dann kommt unser Papst zu seinen „initiativen zum Umgang mit der Situation“. Wer aber jetzt erwartet, dass den Opfern sexueller Gewalt durch Vertreter der katholischen Kirche endlich Gerechtigkeit widerfährt, der sieht sich getäuscht. Es geht der Kurie nur darum, den Schaden zu begrenzen.

Der Papst verlangt 1 Jahr lang Gebete am Freitag für das „Ausgießen der Barmherzigkeit Gottes … über der Kirche …“. Und er verlangt intensive Gebete, um „… Wiedergutmachung für die Sünde des Missbrauchs …“ zu erlangen und um die „… Gnade neuer Stärke“ zu „erflehen …“.

Er verliert in diesen „Initiativen“ nicht EIN Wort für die Opfer und ihr Leid wenigstens zu mildern. Nein, es geht nur um die Stärke und macht der Kirche, um die die Kurie offensichtlich fürchtet. Keine Angst Euer Scheinheiligkeit, die Bourgeoisie braucht euch noch, sie wird euch nicht so ohne weiteres fallen lassen. Vor allem steht ja die deutsche Bourgeoisie mit der Aufrechterhaltung des Reichskonkordats voll hinter den Kinderschändern. Und dem Beispiel der deutschen Bourgeoisie dürfte die Bourgeoisie der anderen Länder folgen.

Eines Tages wird die Bourgeoisie für ihre Verbrechen bezahlen. Dann seid ihr mit Eurer Scheinheiligkeit gleich mit an der Reihe.

Rot Front

Werner

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Priesterlicher Missbrauch

Erklärung der Tagung des Verbandsvorstandes am 14. März 2010 in Magdeburg
„Lasset die Kindlein zu mir kommen“:

Scheinheilige Hirten

Deutscher Freidenker-Verband 14. März 2010 – Der Deutsche Freidenker-Verband verurteilt in schärfster Form die massenhaften Vergehen und Straftaten, die von Würdenträgern insbesondere der Katholischen Kirche gegen junge Menschen begangen wurden.
Erst durch Einzelbeispiele, die mehr oder weniger zufällig an die Öffentlichkeit kamen, wurde eine Lawine von Enthüllungen ins Rollen gebracht, die ein unerhörtes Ausmaß von Gewalt und sexuellem Missbrauch offenlegt. Diese sind seit Langem in kirchlichen Institutionen und klerikalen Bildungseinrichtungen an der Tagesordnung.
Unter Missbrauch des Vertrauens von Eltern und Kindern wurde mit psychischem Druck und Angst vor Strafen die Hinnahme sexueller Nötigung und entwürdigender Demütigung erzwungen und zugleich die umfassende Aufklärung der Zustände unterbunden. Die für strafwürdige Handlungen Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.
Wir fordern die schonungslose Aufklärung jedes Einzelfalls unabhängig vom jeweiligen Zeitpunkt und einer eventuell eingetretenen strafrechtlichen Verjährung. Die Ermittlungen sind von Anfang an ausschließlich Aufgabe der zuständigen Staatsanwaltschaften. Die Praxis, zunächst „interne Untersuchungen“ anzustellen, und dann „gegebenenfalls“ die staatlichen Stellen zu informieren, ist genauso abwegig und inakzeptabel, wie wenn Banküberfälle zuerst durch die Bankräubervereinigung geprüft würden oder für Mordermittlungen zunächst die Mafia zuständig wäre.
Der Deutsche Freidenker-Verband fordert auch eine strafrechtliche Untersuchung, ob das Geheimschreiben „De delictis gravioribus“ von Papa Ratzinger aus dem Jahr 2001, das die „ausschließliche Kompetenz des Vatikans“ in Pädophiliefällen (!) betont und alle Bischöfe unter Strafe der Exkommunikation aufgefordert, alle Missbrauchsfälle ausschließlich und nur an den Vatikan zu melden, die Tatbestände der Vertuschung, Strafvereitelung, Begünstigung im Amte, Rechtsbeugung, Verleitung von Untergebenen zu strafbaren Handlungen und Behinderung der Justiz erfüllt.
Der Deutsche Freidenker-Verband unterstützt die Forderung, dass die Opfer durch Leistungen der Kirchen entschädigt werden müssen.
Der Skandal wirft ein bezeichnendes Licht auf den Monopolanspruch der Kirchen auf Ethik, Moral sowie die sogenannte christlich-abendländische Werteerziehung.
Die damit einhergehende Diskriminierung konfessionsfreier Menschen belegt die staatliche Praxis, Schülerinnen und Schüler, die sich vom religiösen Bekenntnisunterricht abmelden, zum Besuch eines Ersatzunterrichts zu verpflichten, da sie der ethisch-moralischen Nachhilfe bedürftig erachtet werden.
Die demagogische Behauptung der Kirche, dass angeblich ein totaler Werteverlust bei den Menschen eingetreten sei, weil ihre Bindung an die Kirchen rapide abnimmt, ist besonders frivol, da nach dieser Logik die kirchliche Bindung ihres eigenen Personal ja besonders locker sein muss.
Der Deutsche Freidenker-Verband protestiert gegen die unverschämte Feststellung von Merkwürden Mixa, wonach die sexuelle Revolution für die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche mitverantwortlich sei. Mixa, der sich als oberster Militärbischof des Landes um die Kampfmoral der Afghanistan-Krieger ebenso sorgt wie um die Geburtenrate der deutschen Mutter, will vermutlich mitteilen, dass die sexuelle Revolution besonders unter seinesgleichen wie eine Bombe eingeschlagen hat.
Bis zum Beweis des Gegenteils gehen wir weiter davon aus, dass die mittels Zölibat zur Enthaltsamkeit Verpflichteten einfach aufgrund der verklemmten, scheinheiligen Sexualmoral der Mutter Kirche zu ihren Eskapaden getrieben werden.
Zu dieser Skandalchronik gehört auch das Kapitel der Priesterkinder, zu den sich ihre Väter nicht bekennen dürfen, und für deren lebenslange Kontaktsperre die Mütter von der Kirche Alimente und Schweigegeld beziehen.
Die Abgabe des staatlichen Bildungsauftrags an private, vor allem kirchliche Institutionen führt zur Zerstörung eines einheitlichen Bildungssystems und begünstigt den Machtmissbrauch.

Die ernsten Verbrechen der Gottesmänner gegen die Menschenrechte und die Menschenwürde machen die Konsequenz überfällig, den rechtlichen Sonderstatus der Kirchen generell aufzuheben.

Die Sonderbeziehung von Staat und Kirche leisten dem institutionellen klerikalen Machtmissbrauch Vorschub.

Die Privilegierung der Kirchen bedeutet die Diskriminierung konfessionsfreier Menschen.

Die strikte Trennung von Staat und Kirche sowie Kirche und Schule gehört wieder auf die Tagesordnung.

Keine rechtsfreien Räume für Kleriker, Arbeits- und Tarifrecht auch in kirchlichen Einrichtungen, Kirchen raus aus dem Bildungswesen, Abschaffung der „Militärseelsorge“!

Freitag, 4. Dezember 2009

Mehr Nägel, ich rutsche!

Integrationskurse für Christen! Die antidemokratischen Umtriebe der
Kirchen müssen zurückgedrängt werden.

„Ursprünglich verdanken wir den ganzen Schlamassel der Schlange. Wegen
dieser Sache mit dem Apfel seinerzeit im Garten Eden verdonnerte Gott die
Schlange dazu, von nun an auf dem Bauch zu kriechen und Erde zu fressen
(was sie aus irgendeinem Grunde jedoch nicht zu tun gedenkt), Eva und alle
ihre künftigen Geschlechtsgenossinnen strafte ER mit Geburtswehen. Auch
den Acker verfluchte Gott, und Adam und die Männer sollten künftig nur
noch »mit Kummer« und im Schweiße ihres Angesichts ihre Ernährung sichern
können. Arbeit als Strafe. Das ist demnach der Grundgedanke des
Christentums. Später wurde der Gedanke reformiert: Arbeit als Buße und als
Bedingung dafür, eines Tages, nach dem Ableben wohlgemerkt, den
himmlischen Lohn zu empfangen (im Himmel ist dann endlich jeden Tag
Sonntag).Bereits im Diesseits und zwar am besten zum Monatsanfang, Geld
für seine Plackerei zu erhalten, dies ist ein Gedanke, der dem Christentum
völlig fern ist...“ Kommentar von Ivo Bozic in der Jungle-World vom 26.
November 2009
http://jungle-world.com/artikel/2009/48/39838.html

Montag, 21. September 2009

Diakonie: »Kann Gewerkschaft Sünde sein?«: Tarifrunde Diakonie 2009

Grundrecht auf Streik muss auch für Diakonie-Beschäftigte gelten

„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Klagen mehrerer
diakonischer Arbeitgeber gegen den Streikaufruf in einzelnen Einrichtungen
scharf kritisiert. „Einige Arbeitgeber nehmen die verfassungsrechtliche
Sonderstellung der Kirchen zum Anlass, um ihren Beschäftigten das
grundgesetzlich garantierte Recht auf Streik vorzuenthalten…“
verdi-Pressemitteilung vom 18.09.2009
http://presse.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?id=9084af12-a394-11de-65f3-0019b9e321cd

Siehe dazu: Kirche klagt gegen Verdi-Streikdrohungen

„Der Streit zwischen Verdi und Kirche sowie Diakonie eskaliert: Die
Evangelische Kirche von Westfalen hat vor dem Bielefelder Arbeitsgericht
Klage gegen die Streikandrohungen erhoben. Grund: Die Gewerkschaft
unterlaufe das kirchliche Arbeitsrecht. »Wir wollen eine grundsätzliche
Klärung, dass Arbeitskampfmaßnahmen in Kirche und Diakonie rechtswidrig
sind«, begründet Andreas Duderstedt vom Landeskirchenamt der Evangelischen
Kirche von Westfalen in Bielefeld den Gang vor Gericht. Die Diakonie
Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) als größter diakonischer Landesverband in
Deutschland, schloss sich der Klage ebenso an wie die Landeskirche
Hannover und ihr Diakonisches Werk. (…) Der Bielefelder
Gewerkschaftssekretär Wolfgang Vater reagierte auf das angestrebte
Gerichtsurteil gelassen: »Unsere Vorbereitungen gehen so lange weiter wie
das Arbeitsgericht nicht reagiert«. Verdi werde noch mehr Mitarbeiter der
Diakonie und des EvKB für den Streik nächste Woche mobilisieren. Wenn das
Gericht die Arbeitskampfmaßnahme verbiete, »dann planen wir andere
Aktionen«…“ Artikel im Westfalen-Blatt vom 18.09.2009
http://www.westfalen-blatt.de/nachrichten/regional/bielefeld.php?id=31166&artikel=1