Aufstieg der Menschheit durch Aufstieg eines jeden Menschen!
Es lebe der Kampf um die Befreiung der Menschheit von ökonomischer Ausbeutung, politischer und ideologischer Unterdrückung!
Es lebe der Kampf um völlig neue, und zwar freundschaftliche, gegenseitig fördernde, hilfsbereite zwischenmenschliche Beziehungen!
Es lebe der Kampf um den gesellschaftlichen Fortschritt, der einen Kampf um unsere Mutter Natur einschließt!
WILLKOMMEN AUF DER WEBSITE DER BEWEGUNG FÜR GESELLSCHAFTLICHEN FORTSCHRITT (BGF)!
Möchten Sie auf garantiert wissenschaftlicher Basis (u.a. allgemeine Systemtheorie, dialektischer u. historischer Materialismus, Kybernetik, politische Ökonomie, Psychologie, bestimmte mathematische Disziplinen) gegen die Beherrschung des Bewusstseins der Menschen durch die kapitalistische Ideologie kämpfen und mitwirken, theoretische Voraussetzungen zu schaffen für erfolgreiche praktische Aktivitäten im Kampf für ein den Kapitalismus ablösendes Gesellschaftssystem?
Würde es Ihnen schon jetzt oder vielleicht erst künftig etwas bedeuten, mit einem intellektuellen individuellen Beitrag zum Nutzen der Menschheit und zu Ihrer Ehre für immer im Bewusstsein der Menschheit verankert zu sein, wenn Sie an einer wissenschaftlichen Aufgabe zum Wohle ihrer Nachkommen und der Menschheit überhaupt mitarbeiten? Dann lesen Sie bitte weiter und vor allem sprechen Sie mit uns!
Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt ist bemüht, den Erkenntnisprozess über eine den Kapitalismus ablösende gesellschaftliche Entwicklungsalternative nicht auf sozusagen klassische Art, eingeschränkt über die Philosophie und politische Ökonomie, zu
führen, sondern dialektisch, das heißt unter Beachtung aller Beziehungen der Wissenschaften zueinander, insbesondere unter Nutzbarmachung solcher Strukturwissenschaften wie der Informationstheorie, Kybernetik, Mathematik und allgemeinen Systemtheorie.
Daher braucht die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt als Träger der objektiven Menschheitsinteressen Ihr intellektuelles Potenzial!
ÜBER DIE BEWEGUNG FÜR GESELLSCHAFTLICHEN FORTSCHRITT
Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt ist die politische Organisation der zur proletarischen Klasse gehörenden sozialen Schichten der Intelligenz und des primär praktisch tätigen Arbeiters zwecks Vertretung der Klasseninteressen des Proletariats und letztlich der objektiven Menschheitsinteressen.
Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt steht für eine Beseitigung des Kapitalismus in einem dialektischen Prozess von evolutionärer und revolutionärer Entwicklung mittels eines Systems des gesellschaftlichen Fortschritts. Dieses System des gesellschaftlichen Fortschritts besteht aus einer evolutionären Übergangsperiode innerhalb des staatsmonopolistischen Kapitalismus, dem revolutionären Übergang zur sozialistischen Übergangsperiode und dem revolutionären Übergang zum wissenschaftlichen Sozialismus. Als historisch erste absolute Leistungsgesellschaft könnte der wissenschaftliche Sozialismus noch eine evolutionäre Übergangsperiode zu einer kommunistischen ökonomischen Gesellschaftsformation sein (Anmerkung 1).
Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt steht aber auch für eine Verhinderung eines Übergangs zu einer ökonomischen Gesellschaftsformation des Sozialdespotismus (sogenannter Realsozialismus, Anmerkung 2) in jeglicher Erscheinungsform. Sozialdespotistische Gesellschaftssysteme können nämlich das
sozialistische allgemeine Produktionsziel im Systemwettbewerb mit dem staatsmonopolistischen Kapitalismus der imperialistischen Zentren wegen Fehlens eines entsprechenden dialektischen Widerspruchs als ökonomische Entwicklungstriebkraft niemals erreichen. Sie widersprechen folglich, gleich dem Kapitalismus, den Klasseninteressen des Proletariats und letztlich den objektiven Menschheitsinteressen.
Anmerkung 1: Für einen Kommunismus ist, dem derzeitigen Erkenntnisstand der Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt entsprechend, kein spezifisches ökonomisches Entwicklungsgesetz nachweisbar (sh. Manifest).
Anmerkung 2 zur Wortkombination Sozialdespotismus: Das Grundwort „Despotismus“ steht in der Bedeutung Willkürsystem. Das Bestimmungswort „Willkür“ steht in der Bedeutung ökonomische Gesetze und systemtheoretisch-kybernetische Relationen missachtend.
ZIELE
WICHTIGE VORBEMERKUNG UND ZUGLEICH BITTE!
Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt ist sich der leider viel zu hohen Wahrscheinlichkeit der Bedeutung der Sprachzeichen „Sozialismus“ und „sozialistisch“ als Reflexauslöser für die Herstellung von Aggressionsbereitschaft bewusst. Bekanntlich existieren aber in vielen Bereichen des Denkens gleiche Sprachzeichen mit unterschiedlichen Begriffsinhalten und –umfängen. Wir können nur darum bitten und vielleicht etwas neugierig machen, sich, über das Manifest der Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt, von deren Verständnis über die hinter den Sprachzeichen stehenden Begriffe überraschen zu lassen.
ZIELE DER BEWEGUNG FÜR GESELLSCHAFTLICHEN FORTSCHRITT
Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt strebt nach gesellschaftlichen Verhältnissen, die dem Teil des biopsychosozialen Wesens des Menschen entsprechen, der eine optimale Übereinstimmung von persönlichkeitsfördernden individuellen und kollektiven Bedürfnissen ermöglicht, wodurch der Mensch endlich wirklich frei und die Menschheit endlich den Zustand wahrer Menschlichkeit erreichen wird (sh. Manifest: Thesen zur Beförderung der Humanität). So gegenstandslos das auch gegenwärtig, in naher und sogar ferner Zukunft erscheinen mag, sie strebt des Weiteren nach gesellschaftlichen Verhältnissen, die den Erhalt der erdenmenschlichen Gesellschaft als ewige Bewegungsform der Materie, unabhängig von kosmischen Bewegungen, garantiert. Ökonomische Basis für die Befreiung und den Erhalt der Menschheit ist eine enorm effizientere Wirtschaft als die des Kapitalismus. Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt strebt daher nach Produktionsverhältnissen, die endlich eine absolute Entwicklung der Produktivkräfte ermöglichen (sh. Manifest: Thesen zum Nachweis der enorm effizienteren Wirtschaft des wissenschaftlichen Sozialismus gegenüber der des Kapitalismus).
Der Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt kann und darf es nicht mehr nur um Fortschritte in Teilbereichen des gesellschaftlichen Lebens gehen, sondern um gesellschaftlichen Fortschritt, das heißt um „die ständige Lösung des Hauptwiderspruchs zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen auf immer höherem Produktivkräfteniveau“(sh. BGF-Literatur).
SYSTEM DES GESELLSCHAFTLICHEN FORTSCHRITTS
Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt steht für eine Beseitigung des Kapitalismus in einem dialektischen Prozess von evolutionärer und revolutionärer Entwicklung mittels eines Systems des gesellschaftlichen Fortschritts. Dieses Systems des gesellschaftlichen Fortschritts besteht aus einer evolutionären Übergangsperiode innerhalb des staatsmonopolistischen Kapitalismus, dem revolutionären
Übergang zur sozialistischen Übergangsperiode und dem revolutionären Übergang zum wissenschaftlichen Sozialismus. Als historisch erste absolute Leistungsgesellschaft könnte der wissenschaftliche Sozialismus noch eine evolutionäre Übergangsperiode zu einer kommunistischen ökonomischen Gesellschaftsformation sein (Anmerkung 1).
Anmerkung 1: Für einen Kommunismus ist, dem derzeitigen Erkenntnisstand der Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt entsprechend, kein spezifisches ökonomisches Entwicklungsgesetz nachweisbar (sh. Manifest).
Während der evolutionären Übergangsperiode wird gemäß dem allgemeinen Entwicklungsgesetz der materialistischen Dialektik, dem Gesetz vom Umschlagen quantitativer Veränderungen in qualitative, der Umschlag der Gesellschaftssystemqualität vorbereitet. Dieser Systemqualitätsumschlag (dialektischer Sprung) führt zu der den Kapitalismus abfolgenden sozialistischen Übergangsperiode und stellt folglich eine soziale Revolution dar. In der sozialistischen Übergangsperiode liegt eine Multi-Produktionsweise vor, bestehend aus der kapitalistischen und einfachen Warenproduktion sowie einer sozialisierten Warenproduktion und einer Planproduktproduktion. Im Verlauf der sozialistischen Übergangsperiode findet innerhalb der kapitalistischen Produktionsweise nicht nur revolutionäre, sondern auch evolutionäre Entwicklung statt. Diese Einheit und Wechselwirkung von evolutionärer und revolutionärer Entwicklung während der sozialistischen Übergangsperiode führt zum wissenschaftlichen Sozialismus, was ebenfalls eine soziale Revolution bedeutet. Der wissenschaftliche Sozialismus beinhaltet Produktionsverhältnisse, welche eine absolute Entwicklungsform für die Produktivkräfte sind, eine ständige Lösung des Widerspruchsverhältnisses zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen ermöglichen, also dem notwendigen gesellschaftlichen Fortschritt entsprechen.
Definitionen (Erläuterungen sh. Manifest):
Die evolutionäre Übergangsperiode ist die praktische Realisierung des allgemeinen ökonomischen Entwicklungsgesetzes der materialistischen Dialektik, des Gesetzes vom Umschlagen quantitativer Veränderungen in qualitative zwecks ideologischer, ökonomischer und politischer Optimierung der sozialistischen Übergangsperiode und ihres revolutionären Übergangs.
Die sozialistische Übergangsperiode (SÜP) ist ein in der Zeit und in einem strategischen Raum ablaufender evolutionärer/revolutionärer Prozess, in dem sowohl in einem nationalen Systemwettstreit zwischen der sozialisierten Produktionsweise und den Produktionsweisen der kapitalistischen und kleinen Warenproduktion, als auch in einem überlagernden internationalen Systemwettstreit zwischen der Multi-Produktionsweise der SÜP und der staatsmonopolkapitalistischen Produktionsweise der Nachweis für die ökonomische Überlegenheit der sozialisierten Produktionsweise bzw. der Multi-Produktionsweise erbracht wird.
Für den wissenschaftlichen Sozialismus sollen zunächst zwei Definitionen angeführt werden, wobei die erste einen anschaulicheren Zugang zu diesem neuen Gesellschaftssystem ermöglicht.
Der Sozialismus ist die erste uneingeschränkte Leistungsgesellschaft der menschlichen Entwicklungsgeschichte, in der alle Menschen ihre Veranlagungen zum individuellen und kollektiven Wohl entwickeln und ihre Arbeitskraft so reproduzieren können, dass die Reproduktion der Arbeitskraft wieder zur Reproduktion ihrer Veranlagungen führen kann.
Es sei noch die politisch-ökonomische Definition des Sozialismus genannt, weil sie wesentlich allgemeiner als die Leistungsgesellschafts–Definition systemtheoretischen Ansprüchen genügt:
Der Sozialismus ist eine Gesellschaftsordnung mit solchen ökonomischen und politischen Verhältnissen, die eine absolute
Realisierung des allgemeinen ökonomischen Entwicklungsgesetzes, das heißt eine absolute Lösung des Widerspruchsverhältnisses zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen, garantieren.
Hierin ist das allgemeine ökonomische Entwicklungsgesetz, das Gesetz der Entsprechung der Produktionsverhältnisse mit dem Charakter und Entwicklungsniveau der Produktivkräfte.
HÄUFIGE FRAGEN
WER IST DIE ZIELGRUPPE DER BEWEGUNG FÜR GESELLSCHAFTLICHEN FORTSCHRITT?
Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt ist die politische Organisation der zur proletarischen Klasse gehörenden sozialen Schichten der Intelligenz und des primär praktisch tätigen Arbeiters zwecks Vertretung der Klasseninteressen des Proletariats und letztlich der objektiven Menschheitsinteressen.
Die Führung im System des gesellschaftlichen Fortschritts muss zwar klassenbezogen das Proletariat, jedoch auf dessen soziale Schichten bezogen die proletarische Intelligenz haben, die direkter Träger der Produktivkräfteentwicklung ist. Daher sollen Menschen angesprochen werden, die eine ständige universelle wissenschaftliche Durchdringung und relative Wahrheitsfindung betreffs der Fragestellung nach einer antikapitalistischen Entwicklungsalternative sowie eine dialektische Auffassung vom Verhältnis von Theorie und Praxis akzeptieren können.
Um einem eventuellen Eindruck der Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt als einen „geschlossenen Verein von Intellektuellen“ vorzubeugen, sei besonders betont: Gebraucht wird das intellektuelle Potenzial der ganzen proletarischen Klasse, also selbstverständlich auch das intellektuelle Potenzial der sozialen Schicht des primär praktisch tätigen Arbeiters, welches, und auch das sei besonders betont, im Allgemeinen nicht ausgeschöpft ist.
Im Wesentlichen und im Allgemeinen muss und wird der Kampf um den gesellschaftlichen Fortschritt und die ihn tragende Bewegung eine Angelegenheit der jüngeren Generation sein. Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt sucht daher Mitarbeiter, die schon Forschungs-und Entwicklungsaufgaben innerhalb der Systemqualität einer bereits vorliegenden gesellschaftlichen Prognose übernehmen können bzw. die zukünftig diesbezüglich an wissenschaftlicher Mitarbeit interessiert wären. Wir denken dabei insbesondere an junge Leute mit wissenschaftlicher Ausbildung und Pioniergeist (z.B. aus der Wirtschaft, Kybernetik, Psychologie und Soziologie, aus den Naturwissenschaften und der Mathematik sowie aus der Informationstheorie, Pädagogik, Philosophie und Technik), aber auch an höher-bzw. hochqualifizierte Facharbeiter, die an einer entsprechenden theoretischen Ausbildung interessiert sind. Unter der Annahme, dass in der Regel die große Mehrheit der Interessenten nicht sofort bzw. kurzfristig Forschungs-und Entwicklungsaufgaben übernehmen kann, sichert die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt ihnen eine solide theoretische Basisausbildung zu, welche konstruktive Kritikfähigkeit ermöglicht. Bei uns gibt es keine Paukerei, sondern es werden Grundlagen gelehrt, die es anzuwenden, weiterzuentwickeln, aber auch zu korrigieren gilt. Junge Menschen können auch bei uns Selbstbestätigung auf hohem theoretischem Niveau finden und zugleich bestimmte Grundlagen zum wissenschaftlichen Arbeiten erwerben, die nicht nur in den Gesellschaftswissenschaften, sondern auch in allen anderen Wissenschaften von Nutzen und auch Bedingung sind.
WAS UNTERSCHEIDET DIE BEWEGUNG FÜR GESELLSCHAFTLICHEN FORTSCHRITT VON DEN „LINKEN“ UND ORGANISATIONEN MIT KOMMUNISTISCHEM ANSPRUCH?
1) Nur die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt kann eine erste Prognose zur Abfolge des staatsmonopolistischen Kapitalismus vorlegen, die dialektisch-materialistischen, aber auch systemtheoretischen und kybernetischen sowie formallogischen
Ansprüchen in einer entwicklungsfähigen Qualität und Quantität genügt.
2) Für die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt ist der Sozialismus keine Heilslehre, die sich auf einer subjektiven und idealistischen Verarbeitung aller ökonomischer, politischer, psychischer und ideologischer Gewaltformen; politischer Verbrechen und Unterdrückung; geistiger Manipulierung; sozialer und ethnischer Diskriminierung und Degradierung sowie aller sonstiger unmenschlicher Missstände und der Ausbeutung im Kapitalismus gründet. Intellektuell zweifelsfrei und deshalb selbstbewusst kann die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt erklären:
Das System des wissenschaftlichen Sozialismus ist die objektive und materialistische Verarbeitung aller kapitalistischen gesellschaftlichen Verhältnisse mittels politischer Ökonomie, dialektischen und historischen Materialismus, formaler Logik und, wenn auch gegenwärtig noch auf sehr bescheidenem Niveau, der Kybernetik. Der wissenschaftliche Sozialismus wurde dialektisch und formallogisch aus den dialektischen Widersprüchen zwischen den Produktivkräften und Produktionsverhältnissen im staatsmonopolistischen Kapitalismus entwickelt. Daher stellt der wissenschaftliche Sozialismus, gemäß dem allgemeinen Entwicklungsgesetz der materialistischen Dialektik, dem Gesetz der Negation der Negation, eine dialektische Negation des staatsmonopolistischen Kapitalismus dar, was die Notwendigkeit einer Ausschaltung kapitalismusspezifischer Elemente und Ergänzung durch sowie Herausbildung von sozialismusspezifischen Elementen einschließt.
3) Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt kann erstmals Definitionen für den Sozialismus anbieten, die den Regeln einer Begriffsbestimmung genügen. Die bereits auf der Homepageseite „Ziele“ stehenden Definitionen sollen noch um die systemtheoretisch-kybernetische Definition des Sozialismus ergänzt werden:
Sozialistische Gesellschaftssysteme sind durch die Existenz einer solchen Quantität und Qualität von Elementen und folglich von der Existenz einer solchen Struktur bestimmt, durch die alle auf das System wirkenden gesellschaftlichen Störgrößen so ausgeregelt werden können, dass die gesellschaftliche Grundregelgröße des Sozialismus ständig an dessen gesellschaftliche Grundführungsgröße angeglichen werden kann (Erläuterungen sh. Manifest).
4) Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt geht bei ihrer gesellschaftlichen Entwicklungsprognose von einem biopsychosozialen Wesen des Menschen aus, wie es sich unter kapitalistischen gesellschaftlichen Verhältnissen herausgebildet hat. Das System des gesellschaftlichen Fortschritts entspricht dem Teil des biopsychosozialen Wesens des Menschen, welcher eine optimale Übereinstimmung von individuellen und kollektiven Bedürfnissen ermöglicht (sh. Manifest: Das Menschenbild der Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt in Thesen zum Wesen des Menschen).
5) Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt sichert mit einem System ökonomischer Gesetze, das heißt deren Zusammenhänge, darunter Wechselwirkungen, eine enorm effizientere Wirtschaft im wissenschaftlichen Sozialismus gegenüber der Wirtschaft im staatsmonopolistischen Kapitalismus ab. Für den wissenschaftlichen Sozialismus wurde ein spezifisches System ökonomischer Gesetze erkannt (sh. Manifest), welches solche Wechselbeziehungen zwischen den Produktivkräften und Produktionsverhältnissen garantiert, unter denen die Produktionsverhältnisse uneingeschränkte Entwicklungsformen für die Produktivkräfte sind.
6) Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt befürwortet progressive Reformen, bei ihren praktischen Aktivitäten eine ständige Berücksichtigung des Bewusstseinsstandes der Menschen und eine ständige Forschungs-und Entwicklungsarbeit zwecks Erreichung einer steigenden relativen Wahrheit des dialektischen und historischen
Materialismus und der marxistischen politischen Ökonomie, doch weist sie alle Arten von Reformismus, Opportunismus und Revisionismus zurück und bekämpft diese (sh. BGF-Literatur).
7) Für die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt ist ein Gesellschaftssystem keine einfache quantitative Zusammenfügung von scheinbar objektiv ausgewählten Elementen, sondern eine dialektische Einheit vom Ganzen und Teil, bei der alle Systemelemente mit ihren Elementenqualitäten bestimmte Relationen eingehen. Um ein bestimmtes Systemverhalten zu erzielen, genügt es also nicht, einige, womöglich noch subjektiv ausgewählte Elemente, miteinander zu verbinden. Es fehlt dann nämlich nicht nur einfach die für das gewünschte Systemverhalten notwendige Elementenmenge, sondern die notwendige Systemstruktur.
8) Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt weist ein sozialistisches Wesen eines Gesellschaftssystems nicht aus einer Analyse angenommen bzw. wirklich sozialistischer Erscheinungen nach, sondern die notwendigen sozialistischen Erscheinungen folgen aus einem sozialistischen Wesen eines Gesellschaftssystems.
WAS KRITISIERT DIE BEWEGUNG FÜR GESELLSCHAFTLICHEN FORTSCHRITT AN DEN „LINKEN“ UND ORGANISATIONEN MIT KOMMUNISTISCHEM ANSPRUCH?
Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt achtet und schätzt den Willen und alle opferreichen Bemühungen der „Linken“ und Organisationen mit kommunistischem Anspruch, den Kapitalismus und somit die Ausbeutung des Menschen, den Krieg, politische Gewalt, ideologisch-geistige Unterdrückung, die Degradierung des Menschen zum Kapitalverwertungsobjekt, die im Allgemeinen dissozialen zwischenmenschlichen Beziehungen, die Vernichtung bzw. Verkümmerung des Entwicklungspotenzials der Mehrheit der Menschheit usw. abzuschaffen.
Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt muss aber im Klasseninteresse des Proletariats und letztlich im objektiven Menschheitsinteresse feststellen, dass aller Wille und alle opferreichen Bemühungen der „Linken“ und Organisationen mit kommunistischem Anspruch zur Abfolge des Kapitalismus sich nicht auf ein genügend wissenschaftliches Fundament gründen.
1) Der in den Programmen aller Organisationen mit kommunistischem Anspruch und der „Linken“ überhaupt vertretene Erkenntnisstand über die auf den Kapitalismus folgende Ordnung hat leider nicht die Qualität einer wissenschaftlichen Voraussicht. Ihr Systemverständnis geht soweit, dass man bei einem System einfach so Elemente weglassen oder beifügen, die Elementenqualitäten einfach so verändern könnte, ohne die Systemqualität zu verändern.
2) Die Festlegung einzelner Systemelemente als “grundlegende Merkmale“ zum Nachweis einer Gesellschaftssystemqualität, seien sie auch noch so wichtig, ist auch systemtheoretisch und kybernetisch gegenstandslos. Sogenannte „grundlegende Merkmale“ oder bestimmende Elemente sind nämlich der ganze Komplex ökonomischer und politischer systemregelungsrelevanter Elemente, einschließlich der ökonomischen Gesetze. Jeder Charakterisierung eines Gesellschaftssystems mittels der Existenz einzelner, auch noch so grundlegender Merkmale, liegt kein bzw. ein falsches Systemverständnis zugrunde. Eine Systemqualität ist weder durch ein einzelnes Systemelement noch durch eine Kombination einzelner Systemelemente und nicht einmal durch die Summe aller Systemelemente bestimmbar. Es muss philosophisch als metaphysische Denkweise charakterisiert werden, wenn die Qualität eines Gesellschaftssystems ohne Beachtung der dialektischen Einheit von Quantität und Qualität der Systemelemente und deren Relationen beurteilt wird.
3) Objektive ökonomische Gesetze finden zumindest bei der überwältigenden Mehrheit der „Linken“ und Organisationen mit kommunistischem Anspruch keine bzw. nur ungenügende Beachtung oder deren Existenz wird grundsätzlich bestritten, weil ihr Denken metaphysisch und das Wesen ihrer theoretischen Ansichten sowie ihres praktischen Verhaltens vom Subjektivismus einschließlich Voluntarismus, also vom Idealismus, bestimmt ist. Sie lösen die Politik aus deren dialektischen Einheit mit der Ökonomie heraus und machen sie zur absoluten Basis für wirtschaftliche Entscheidungsfindungen. Die Nichtanerkennung und/oder Nichtbeachtung ökonomischer Gesetze des Sozialismus führt dann zu Wirtschaftsaktivitäten ohne entsprechende wirtschaftswissenschaftliche Führung, die letztlich eine kapitalistische Restauration vorbereiten.
Bestimmte ökonomische Gesetze für eine nichtkapitalistische Entwicklungsalternative werden besonders vehement abgelehnt, ohne dialektisch und formallogisch deren Stellung und Funktion innerhalb des Systems ökonomischer Gesetze zu beachten und dabei insbesondere ihre Unterordnungsbeziehungen zum formationsspezifischen ökonomischen Entwicklungsgesetz der Produktionsweise. Aufgrund der Zusammenhänge zwischen den ökonomischen Gesetzen, darunter Wechselwirkungen, „wirkt“ aber kein ökonomisches Gesetz isoliert. Die nichtmögliche isolierte „Wirkung“ eines ökonomischen Gesetzes liegt im Wesen eines Systems begründet.
4) Die Vorstellungen für ein nichtkapitalistisches Gesellschaftssystem lassen sich im Wesentlichen in zwei metaphysisch-subjektivistische Methoden unterteilen:
a) Kapitalistische Systemelemente werden in ihren Elementenqualitäten und/oder Elementenquantitäten „entschärft“ und/oder entfernt und mit scheinbaren bzw. wirklichen sozialistischen Elementen sowie mit sozialen Elementen, die keine kapitalistischen Systemkonstanten sein können, vermischt.
b) Aus der einfachen (nicht dialektischen) Negation kapitalistischer Systemelemente werden scheinbare oder wirklich sozialistische Elemente gebildet und scheinbar bzw. tatsächlich sozialistische Elemente hinzugefügt.
Aufgrund dieser metaphysisch–subjektivistischen Methoden werden die Vorstellungen von einem den Kapitalismus abfolgenden Gesellschaftssystem anfällig für Opportunismus, Reformismus, Revisionismus, Praktizismus und Subjektivismus.
5) Gemäß dem Erkenntnisstand der “Linken“ und Organisationen mit kommunistischem Anspruch im Allgemeinen ging die ökonomische Gesellschaftsformation des Sozialismus und folglich eine formationsspezifische Produktionsweise, also eine formationsspezifische Dialektik von Produktionsverhältnissen und Produktivkräften, unter. Sozialistische Produktionsverhältnisse entsprachen nicht dem Charakter und Entwicklungsniveau der Produktivkräfte und konnten daher nicht bestehen. Sie waren weniger effektive Entwicklungsform für die Produktivkräfte als es die kapitalistischen Produktionsverhältnisse sein können.
Frage an die Organisationen mit kommunistischem Anspruch:
Worauf gründet sich dann eigentlich noch die Überzeugung, dass der Sozialismus dem Kapitalismus überlegene Produktionsverhältnisse und Produktivkräfte hervorbringt, wenn die dem Kapitalismus unterlegene Produktionsweise ebenfalls sozialistisch war?
6) Im Zusammenhang mit der seitens der „Linken“ und Organisationen mit kommunistischem Anspruch vertretenen Sozialismusuntergangsthese ist festzustellen:
a) Der Systemuntergang wird nicht über die dialektisch und historisch materialistische Methode für die Analyse der Abfolge bzw. Ablösung der ökonomischen Gesellschaftsformationen erklärt, die in einer Untersuchung der formationsspezifischen Produktionsweise, das heißt
der formationsspezifischen Dialektik von Produktionskräften und Produktionsverhältnissen, einschließlich des Vergleichs der formationsspezifischen Widerspruchsverhältnisse zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen, besteht.
b) Aus wirklich bzw. scheinbar sozialistischen Erscheinungen wird direkt auf ein sozialistisches Wesen des Gesellschaftssystems geschlossen, obwohl das Wesen die Gesamtheit der inneren, allgemeinen und relativ konstanten Zusammenhänge ist, die dem Gesellschaftssystem notwendig zukommen. Erscheinungen und Wesen werden miteinander gleichgesetzt.
c) Die Systemqualität der untergegangenen Gesellschaftsordnung wird nur anhand von vorhandenen wirklich bzw. scheinbar sozialistischen Teilen als Ganzheit Sozialismus beurteilt. Das Ganze besteht zwar aus der Summe seiner Teile, jedoch kann aus keiner Summe von Teilen auf das Ganze rückgeschlossen werden, weil die Teile auf bestimmte Art verkoppelt sind und somit Beziehungen zwischen den Teilen bestehen, welche die Qualität des Ganzen mitbestimmen.
7) Das Gemeinsame bei den Argumentationen der „Linken“ und Organisationen mit kommunistischem Anspruch in der Sozialismusfrage besteht darin, dass sie im Wesentlichen nicht auf der Basis der relativ entwickelten Begriffssysteme des dialektischen und historischen Materialismus und der marxistischen politischen Ökonomie argumentieren. Schon das Verhältnis von Fach-zu Umgangssprache bei der Argumentation belegt, dass ihr Erkenntnisstand nur relativ niedrig sein kann. Zwar werden in ihren Ausführungen mehr oder weniger subjektiv ausgewählte Termini der vorgenannten Wissenschaften verwendet, aber eben nicht deren Begriffssysteme. Die bedeutenden ökonomischen und philosophischen Kategorien sowie anderen Begriffe der vorstehenden Wissenschaften fehlen oder sie werden verselbständigt angesetzt, das heißt aus ihrer Einheit mit anderen Begriffen unzulässig herausgelöst. Sogar solche allgemeinwissenschaftlichen Begriffe, wie z.B. System und Struktur,
werden mit ihren fachwissenschaftlichen Inhalten als Erkenntnisinstrumente nicht eingesetzt, sondern nur umgangssprachlich benutzt. Sie treffen Aussagen und bilden Urteile sowie Schlüsse insbesondere ohne Bezug auf solche ökonomischen und philosophischen Kategorien, wie ökonomische Gesetze, Dialektik von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen, allgemeine Entwicklungsgesetze, Wechselwirkung , Allgemeines und Einzelnes, Wesen und Erscheinung , Widerspruch, Ganzes und Teil. Aussagen, Urteile und Schlüsse in Ausführungen, die im Wesentlichen ohne entsprechende Vorbildung der Interessenten scheinbar nachvollziehbar sind, können aber keinen erkenntnistheoretischen Wert von Bedeutung haben, das heißt genügen keinesfalls wissenschaftlichen Ansprüchen. Es gibt kein von der Sprache unabhängiges Denken. Eine gedankliche Abbildung der Realität bedarf entsprechender sprachlicher Zeichen. Sind in Ausführungen die sprachlichen Zeichen primär Wörter der täglichen Umgangssprache, so kann auch primär nur in täglich auftretenden Beziehungen des Umgangs zwischen den Menschen gedacht werden. Sind dagegen die sprachlichen Zeichen primär Wörter einer fachwissenschaftlichen Sprache, so muss auch primär im entsprechenden Wissenschaftszweig und-bereich gedacht werden. Die Folgen einer Anwendung nicht fachwissenschaftlicher Sprachzeichen sind aber katastrophal.
Schlüsselfrage an die „Linke“, alle Organisationen mit kommunistischem Anspruch und natürlich an die kapitalistischen Parteien:
Wenn, zu welcher Zeit und unter der persönlichen Verantwortung welcher Personen auch immer, Sozialismus untergegangen ist, um was für eine Systemqualität handelt es sich dann bei dem im Manifest der Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt vorgestellten Gesellschaftssystem?
Ohne die Erkenntnis, dass keine sozialistischen Gesellschaftssysteme untergegangen sind, kann und wird es niemals wieder eine revolutionäre Bewegung geben!
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Montag, 17. Oktober 2011
Freitag, 23. April 2010
GWS-News
Wer die Funktion des Neokolonialismus verschweigt oder übersieht, der kann weder alle wichtigen Erscheinungen des Imperialismus erfassen noch bekämpfen
Neokolonialismus: Während viele den Begriff des Kolonialismus noch kennen werden, ist der Begriff des Neokolonialismus deutlich unbekannter. Oft wird seine Existenz verschwiegen oder übersehen. Neokolonialismus ist ein Sammelbergriff für die Gesamtheit der verschiedenen Formen und Methoden der Ausbeutung und Unterdrückung der Entwicklungsländer (die also ökonomisch schwach entwickelt sind) und beherrschten Gebiete durch den Imperialismus. Er ist aber nicht nur ein System von Methoden, sondern eine Erscheinungsform des Imperialismus. Er unterscheidet sich vom Kolonialismus durch neue Züge.
Imperialismus: „Würde eine möglichst kurze Definition des Imperialismus verlangt, so müsste man sagen, dass der Imperialismus das monopolistische Stadium des Kapitalismus ist“ [Lenin in „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus]. „Allgemeines Kennzeichen des Imperialismus ist die uneingeschränkte ökonomische und daher ebenfalls politische Herrschaft der Monopole, weshalb er auch als Monopolkapitalismus bezeichnet wird“ [Dipl.-Ing. Lion Wagner in „Krieg und Gesellschaftssystem]. Ökonomische Merkmale des Imperialismus, auf die wir hier nicht näher eingehen können (siehe dazu z.B. „Krieg und Gesellschaftssystem“), sind:
• Konzentration und Zentralisation der Produktion und des Kapitals
• Verschmelzung des Industrie- und Bankkapitals zum Finanzkapital und Entstehung einer Finanzoligarchie
• Vorrangige Bedeutung des Kapitalexports gegenüber dem Warenexport
• Herausbildung internationaler monopolitischer Kapitalverbände, welche die Welt ökonomisch unter sich aufteilen
[Der Platz für die allgemeinen Merkmale des Imperialismus würde an dieser Stelle auch nicht reichen]
Es ist das Wesen des staatsmonopolistischen Kapitalismus, dass sich die Macht des Monopolkapitals und die des Staates zu einem Herrschaftsmechanismus zusammenschließen. Ziel ist es, die maximalen Monopolprofite zu erzielen und das kapitalistische Gesellschaftssystem zu erhalten.
Bedeutung des Neokolonialismus für den Imperialismus: Die Hauptursache des Neokolonialismus ist die kapitalistische Produktionsweise, die objektiv zur größtmöglichen Mehrwertaneignung führt und damit zur Erzielung eines möglichst großen Profits zwingt. „Die neokoloniale Ausbeutung ist die entscheidende materielle Grundlage für die Erhaltung des kapitalistischen Gesellschaftssystems und daher objektiv notwendig (Lion Wagner in ebenda). Ziel des Neokolonialismus ist es über diese Form der Ausbeutung eine höchstmögliche Aneignung von fremdnationalem Mehrwert zu erzielen.
Methoden des Neokolonialismus: Im Gegensatz zum Kolonialismus sind die Methoden des Neokolonialismus etwas versteckter und nicht so offen konfrontativ. Es wird nicht auf offensichtliche Weise ein Land militärisch besetzt, sondern es wird ökonomisch und politisch abhängig gemacht und ausgesaugt. Der Kolonialismus ist veraltet und entspricht nicht mehr den heutigen Produktivkraftentwicklungen. Ein Sklave ist für die jetzigen Produktionsprozesse z.B. viel zu unproduktiv.
Im Folgenden eine Auflistung von Methoden, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:
• Schaffung ökonomischer Abhängigkeit durch Wucherkredite an den Staat (Staatsverschuldung) oder an Konzerne (die dann quasi imperialistischen Banken gehören)
• Ökonomischer Druck, wie z.B. auch Boykottdrohungen unter irgendwelchen formalen Vorwänden (z.B. Kampf gegen Terrorismus)
• Ausbeutung über ein monopolistisches Preisdiktat
• Ausbeutung mittels des Monopols im Bereich der Technologie und Wissenschaft
• Ausbeutung im Zuge des Informationsmonopols
• Ausbeutung durch Brain Drain
• Kauf von billigen Rohstoffen oder billigen Produkten (die mit immensen Profiten in den imperialistischen Zentren weiterverkauft werden) aber auch Verkauf teurer Produkte an die Neokolonien, die diese nicht selbst herstellen können. Somit können enorme Extraprofite erzielt werden
• Schaffung eines nur einseitigen Exports in den Entwicklungsländern. Das Entwicklungsland wird dazu verdonnert energie-, rohstoff- und arbeitsproduktive und umweltbelastende, wenig produktive bzw. technisch zweitrangige Produktionsprozesse oder ganze Produktionszweige zu übernehmen und damit die Reproduktion der imperialistischen Zentren zu erweitern. Die imperialistischen Zentren sorgen für eine Arbeitsteilung, und sie selbst nehmen die Stellung ein, hochproduktive Bereiche zu beherrschen und kontrollieren somit auch den wissenschaftlich-technologischen Fortschritt
• Durch die Einseitigkeit der Wirtschaft von Entwicklungsländern kontrollieren die imperialistischen Mächte die Reproduktion dieser Länder
• Durch das Aussaugen der Länder, wird die Abhängigkeit gefestigt
• Militärische Intervention (von Truppenstationierung bis zum imperialistischen Krieg)
• Unterstützung einer Regierung bzw. einer Opposition, die auf die enge Kooperation mit der jeweiligen imperialistischen Macht setzt, sich z.T. direkt korrumpieren lässt. Damit entsteht auch ein Einfluss auf Entscheidungen des politischen Überbau, des Staates etc.
• Propaganda gegen antiimperialistische Bewegungen bis hin zur direkten Unterstützung der bewaffneten Bekämpfung solcher Kräfte
Beispiel Brain Drain: „Brain Drain ist die aus den Entwicklungsländern in die imperialistischen Zentren stattfindende Abwanderung der wissenschaftlich-technisch-medizinischen Elite, deren Umfang und Güte durch die gezielte Abwerbung seitens der imperialistischen Staaten erheblich gefördert und beeinflusst wird.“ (Lion Wagner, Krieg und Gesellschaftssystem). „Brain“ bedeutet Gehirn und „Drain“ Abfluss bzw. Abzug von Gehirnen. „Spitzenforschung entsteht, wenn man die besten Wissenschaftler mit einem bestimmten Fokus an einem bestimmten Ort zusammenbringt“ so sagte es Patric Cramer, Leiter des Genzentrums der Uni München. Der ehemalige US-Außenminister Denk Rusk schrieb: „Die Bedeutung der Zuwanderung für die Vereinigten Staaten hängt jetzt weniger von der Zahl als von der Qualität der Einwanderer ab… Wir sind auf dem internationalen Markt wegen Gehirnen“ „Unser Land hat glücklicherweise die Möglichkeit, die Dienste hervorragend befähigter und geistig hochstehender ausländischer Einwanderer in Anspruch zu nehmen. Bei guter Regelung kann die Einwanderung eine unserer bedeutendsten natürlichen Ressourcen sein“. Dieses Zitat hätte auch vom deutschen Außenminister stammen können, denn auch das imperialistische Deutschland versucht die Gehirne abzuwerben. In einer Studie des US-Außenministeriums heißt es: „Die Vereinigten Staaten und andere entwickelte westliche Länder gewinnen durch den Zufluss von hochqualifizierten Arbeitskräften aus Entwicklungsländern enorm“. Es geht darum die Besten, die Qualifiziertesten abzuwerben. Der Makro-Ökonom Harald Uhling meinte im Zuge der Diskussion um eine in seinen Augen nötige Volkswirtschaftslehre-Fakultät in Deutschland, die mit denen der USA Schritt halten können müsse: „Im Wesentlichen muss man das Vorbild der besten Fachbereiche kopieren oder überbieten sowie keine Kosten und Mühen scheuen, das beste Personal für diesen Fachbereich einzuwerben“. Das Abwerben gelingt dadurch, dass „wesentlich höhere Einkommen, bessere Wohnverhältnisse, Verfügbarkeit von Konsummitteln, erheblich bessere Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten sowie Arbeitsbedingungen in den kapitalistischen Hauptstaaten“ geboten werden können [Lion Wagner, ebenda]. Der Brain Drain ist also als Teil der neokolonialen Ausbeutung zu betrachten!
Die Dimensionen dieser erfolgreichen Abwerbungsversuche sind gigantisch. 89% der Menschen aus Guyna mit Hochschulabschluss leben im Ausland, in Jamaika sind es 85% in Haiti 83%. „In den armen Ländern südlich der Sahara leben, wie in Sierra Leone oder Ghana, die Hälfte der Menschen mit Hochschulabschluss im Ausland. In allen Ländern südlich der Sahara sind durchschnittlich nur 4% der werktätigen Bevölkerung Akademiker=
, aber sie stellen 40% der Migranten […]. In Asien beträgt der Anteil der ausgebildeten Menschen bei den Migranten durchschnittlich 50%, allerdings ist hier die Auswanderungsrate insgesamt kleiner. So sind nur 6% der Akademiker ausgewandert. Ganz anders sieht es in den boomenden Ländern wie China und Indien, aber auch in Brasilien oder Indonesien aus. Hier wandern nur 3-5 Prozent der Akademiker in ein OECD-Land ab.“ Dies zeigt schon, dass große Teile der abgeworbenen Eliten aus den Entwicklungsländern kommen. „In Simbabwe etwa wurden im letzten Jahrzehnt des 20.Jh. 1.200 Ärzte ausgebildet, von denen im Jahr 2000 noch 360 im Lande waren. Die Hälfte aller in Äthiopien, Ghana und Sambia ausgebildeten Ärzte hat ihr Heimatland verlassen. Nach anderen Angaben hat Afrika in den letzten zwanzig Jahren ein Drittel seiner Hochschulabsolventen verloren, jedes Jahr verlassen etwa 23.000 Akademiker den Kontinent. Diese Abwanderung von hochqualifizierten Fachkräften durch entsprechendes Personals aus Industrienationen zu ersetzen kostet mehr als vier Milliarden Euro.“ [Evangelischer Entwicklungsdienst]. Es versteht sich angesichts solcher Fakten wohl von selbst, dass Entwicklungsländer es auch aus diesem Grund noch schwerer haben sich zu entwickeln, ihre Produktivkräfte unabhängig von den imperialistischen Zentren auszuweiten. Sie werden stattdessen immer abhängiger! Abgeworbene Gehirne arbeiten aber nicht immer dann direkt in den imperialistischen Zentren, sie bleiben z.T. auch in den Entwicklungsländern und arbeiten von dort aus, der Wohnort ist nicht das entscheidende, sondern wer von der Arbeit profitiert.
Neokolonialismus und Arbeiterklasse in imperialistischen Ländern: Die Extraprofite, die durch die neokoloniale Ausbeutung erzielt werden, fließen zu ihrem Großteil in die Taschen der Kapitalisten, sie fließen z.T. aber auch in die Staatskassen zur Finanzierung des mit den Monopolen verschmolzenen Staates. Und sie fließen z.T. in die Bezahlung der Arbeiterklasse bzw. in soziale Dienstleistungen (also unproduktive Arbeit) etc. D.h. im Umkehrschuss, dass soziale Zugeständnisse der Kapitalisten für die Arbeiterklasse auch direkt aus der neokolonialen Ausbeutung bezahlt werden (natürlich aber auch aus der produktiven Arbeit der Arbeiter selbst). Diese soziale Bestechung der Arbeiterklasse wird kaum in Frage gestellt. Überhaupt wird das Thema Neokolonialismus gerne verschwiegen bzw. oft mangelt es auch an Kenntnissen darüber. Gewerkschaften bis hin zu Organisationen mit sozialistischem Anspruch fordern z.B. Lohnerhöhungen ohne überhaupt nur ein Wort darüber zu verlieren, dass es hier auch zu Teilen um Extraprofite aus den Neokolonien geht. Die Arbeiterklasse der imperialistischen Länder wird so mit der neokolonialen Ausbeutung verbunden und die Imperialisten versuchen uns so ins „Spiel“ einzubinden.
Gesellschaftlicher Fortschritt kontra Neokolonialismus: Schweigen wir nicht über die neokoloniale Ausbeutung! Es ist wichtig diese Erscheinung des Imperialismus und seine Bedeutung für den Systemerhalt des Imperialismus zu kennen, zu durchleuchten und darüber aufzuklären, wenn wir eine gesellschaftliche Alternative zum Imperialismus erkämpfen wollen. Solange es Imperialismus gibt, wird es auch diese Erscheinung geben. Das von uns angestrebte System des gesellschaftlichen Fortschritts, ist ein System, das Schluss mit dieser neokolonialen Ausbeutung macht. Es wird sich nicht auf diese stützen, sondern dies komplett ablehnen und ohne eine solche Ausbeutung auskommen. Damit die sozialistische Übergangsgesellschaft im Systemwettbewerb dennoch mit den dann noch bestehenden imperialistischen Zentren als Sieger hervorgehen kann (es ist zwar wünschenswert, dass weltweit parallel diese Übergangsgesellschaft erkämpft werden kann, aber nicht sehr wahrscheinlich), ist es notwendig eine Systemalternative zu erarbeiten. Dieser Aufgabe stellen wir uns. Die Versuche den Sozialismus aufzubauen, konnten nirgends auf der Welt eine sozialistische Systemqualität erzielen. Bei der DDR, der Sowjetunion etc. handelte es sich um sozialdespotistische Systeme (siehe hierzu die Beweisführung von Dipl.-Ing. Lion Wagner in „Sozialismus gab es nie!“ „Der Sozialdespotismus ist eine Gesellschaftsordnung mit sozialistischen Merkmalen, aber keiner sozialistischen Struktur, so dass ökonomische und politische Verhältnisse folgen, die im Allgemeinen eine nur relative Realisierung des allgemeinen ökonomischen Entwicklungsgesetzes, d.h. eine nur relative Lösung des Widerspruchsverhältnisses zwischen Produktionsverhältnissen und Produktivkräften ermöglichen“ [„Im Besonderen können Erscheinungsformen des Sozialdespotismus vorliegen, in denen das allgemeine ökonomische Entwicklungsgesetz völlig missachtet wird und Widersprüche zwischen Produktionsverhältnissen und Produktivkräften überhaupt nicht gelöst werden (z.B. das "Rote Khmer"-Regime im ehemaligen Kambodscha)“], so Dipl.-Ing. Lion Wagner in „Produktionsmittel-Eigentumsfrage und gesellschaftlicher Fortschritt“. Der Sozialismus hingegen ist etwas anderes: „Der Sozialismus ist eine Gesellschaftsordnung mit solchen ökonomischen und politischen Verhältnissen, die eine absolute Realisierung des allgemeinen ökonomischen Entwicklungsgesetzes, d.h. eine absolute Lösung des Widerspruchsverhältnisses zwischen Produktionsverhältnissen und Produktivkräften garantieren“ („Absolute Realisierung bzw. Lösung heißt, dass die Produktionsverhältnisse nicht aufhören als Entwicklungsformen für die Produktivkräfte zu wirken. Rela¬tive Realisierung bzw. Lösung heißt, dass die Produktionsverhältnisse bei einem gewissen Entwicklungsstand der Produktivkräfte aufhören Entwicklungsformen für diese zu sein“) [Lion Wagner, ebenda].
Inzwischen gibt es schon erste wichtige Ergebnisse, wie die Beweisführung von Dipl.-Ing. Lion Wagner darüber, dass es noch nie sozialistische Systeme gab und die Lösung der Produktionsmittel-Eigentumsfrage. Weitere Ausarbeitungen sind in Bearbeitung. Studieren Sie diese wichtigen Schriften! Schreiben Sie uns Ihre Anregungen und Kritiken! Lassen Sie sich zu den Veranstaltungen einladen, welche die (sich in absehbarer Zeit gründende) Bewegung des gesellschaftlichen Fortschritts durchführen wird!
Mark Staskiewicz
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Mehr zum Thema Neokolonialismus:
• Buch: Krieg und Gesellschaftssystem von Dipl.-Ing-Lion Wagner, 15 € + Porto
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Neokolonialismus: Während viele den Begriff des Kolonialismus noch kennen werden, ist der Begriff des Neokolonialismus deutlich unbekannter. Oft wird seine Existenz verschwiegen oder übersehen. Neokolonialismus ist ein Sammelbergriff für die Gesamtheit der verschiedenen Formen und Methoden der Ausbeutung und Unterdrückung der Entwicklungsländer (die also ökonomisch schwach entwickelt sind) und beherrschten Gebiete durch den Imperialismus. Er ist aber nicht nur ein System von Methoden, sondern eine Erscheinungsform des Imperialismus. Er unterscheidet sich vom Kolonialismus durch neue Züge.
Imperialismus: „Würde eine möglichst kurze Definition des Imperialismus verlangt, so müsste man sagen, dass der Imperialismus das monopolistische Stadium des Kapitalismus ist“ [Lenin in „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus]. „Allgemeines Kennzeichen des Imperialismus ist die uneingeschränkte ökonomische und daher ebenfalls politische Herrschaft der Monopole, weshalb er auch als Monopolkapitalismus bezeichnet wird“ [Dipl.-Ing. Lion Wagner in „Krieg und Gesellschaftssystem]. Ökonomische Merkmale des Imperialismus, auf die wir hier nicht näher eingehen können (siehe dazu z.B. „Krieg und Gesellschaftssystem“), sind:
• Konzentration und Zentralisation der Produktion und des Kapitals
• Verschmelzung des Industrie- und Bankkapitals zum Finanzkapital und Entstehung einer Finanzoligarchie
• Vorrangige Bedeutung des Kapitalexports gegenüber dem Warenexport
• Herausbildung internationaler monopolitischer Kapitalverbände, welche die Welt ökonomisch unter sich aufteilen
[Der Platz für die allgemeinen Merkmale des Imperialismus würde an dieser Stelle auch nicht reichen]
Es ist das Wesen des staatsmonopolistischen Kapitalismus, dass sich die Macht des Monopolkapitals und die des Staates zu einem Herrschaftsmechanismus zusammenschließen. Ziel ist es, die maximalen Monopolprofite zu erzielen und das kapitalistische Gesellschaftssystem zu erhalten.
Bedeutung des Neokolonialismus für den Imperialismus: Die Hauptursache des Neokolonialismus ist die kapitalistische Produktionsweise, die objektiv zur größtmöglichen Mehrwertaneignung führt und damit zur Erzielung eines möglichst großen Profits zwingt. „Die neokoloniale Ausbeutung ist die entscheidende materielle Grundlage für die Erhaltung des kapitalistischen Gesellschaftssystems und daher objektiv notwendig (Lion Wagner in ebenda). Ziel des Neokolonialismus ist es über diese Form der Ausbeutung eine höchstmögliche Aneignung von fremdnationalem Mehrwert zu erzielen.
Methoden des Neokolonialismus: Im Gegensatz zum Kolonialismus sind die Methoden des Neokolonialismus etwas versteckter und nicht so offen konfrontativ. Es wird nicht auf offensichtliche Weise ein Land militärisch besetzt, sondern es wird ökonomisch und politisch abhängig gemacht und ausgesaugt. Der Kolonialismus ist veraltet und entspricht nicht mehr den heutigen Produktivkraftentwicklungen. Ein Sklave ist für die jetzigen Produktionsprozesse z.B. viel zu unproduktiv.
Im Folgenden eine Auflistung von Methoden, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:
• Schaffung ökonomischer Abhängigkeit durch Wucherkredite an den Staat (Staatsverschuldung) oder an Konzerne (die dann quasi imperialistischen Banken gehören)
• Ökonomischer Druck, wie z.B. auch Boykottdrohungen unter irgendwelchen formalen Vorwänden (z.B. Kampf gegen Terrorismus)
• Ausbeutung über ein monopolistisches Preisdiktat
• Ausbeutung mittels des Monopols im Bereich der Technologie und Wissenschaft
• Ausbeutung im Zuge des Informationsmonopols
• Ausbeutung durch Brain Drain
• Kauf von billigen Rohstoffen oder billigen Produkten (die mit immensen Profiten in den imperialistischen Zentren weiterverkauft werden) aber auch Verkauf teurer Produkte an die Neokolonien, die diese nicht selbst herstellen können. Somit können enorme Extraprofite erzielt werden
• Schaffung eines nur einseitigen Exports in den Entwicklungsländern. Das Entwicklungsland wird dazu verdonnert energie-, rohstoff- und arbeitsproduktive und umweltbelastende, wenig produktive bzw. technisch zweitrangige Produktionsprozesse oder ganze Produktionszweige zu übernehmen und damit die Reproduktion der imperialistischen Zentren zu erweitern. Die imperialistischen Zentren sorgen für eine Arbeitsteilung, und sie selbst nehmen die Stellung ein, hochproduktive Bereiche zu beherrschen und kontrollieren somit auch den wissenschaftlich-technologischen Fortschritt
• Durch die Einseitigkeit der Wirtschaft von Entwicklungsländern kontrollieren die imperialistischen Mächte die Reproduktion dieser Länder
• Durch das Aussaugen der Länder, wird die Abhängigkeit gefestigt
• Militärische Intervention (von Truppenstationierung bis zum imperialistischen Krieg)
• Unterstützung einer Regierung bzw. einer Opposition, die auf die enge Kooperation mit der jeweiligen imperialistischen Macht setzt, sich z.T. direkt korrumpieren lässt. Damit entsteht auch ein Einfluss auf Entscheidungen des politischen Überbau, des Staates etc.
• Propaganda gegen antiimperialistische Bewegungen bis hin zur direkten Unterstützung der bewaffneten Bekämpfung solcher Kräfte
Beispiel Brain Drain: „Brain Drain ist die aus den Entwicklungsländern in die imperialistischen Zentren stattfindende Abwanderung der wissenschaftlich-technisch-medizinischen Elite, deren Umfang und Güte durch die gezielte Abwerbung seitens der imperialistischen Staaten erheblich gefördert und beeinflusst wird.“ (Lion Wagner, Krieg und Gesellschaftssystem). „Brain“ bedeutet Gehirn und „Drain“ Abfluss bzw. Abzug von Gehirnen. „Spitzenforschung entsteht, wenn man die besten Wissenschaftler mit einem bestimmten Fokus an einem bestimmten Ort zusammenbringt“ so sagte es Patric Cramer, Leiter des Genzentrums der Uni München. Der ehemalige US-Außenminister Denk Rusk schrieb: „Die Bedeutung der Zuwanderung für die Vereinigten Staaten hängt jetzt weniger von der Zahl als von der Qualität der Einwanderer ab… Wir sind auf dem internationalen Markt wegen Gehirnen“ „Unser Land hat glücklicherweise die Möglichkeit, die Dienste hervorragend befähigter und geistig hochstehender ausländischer Einwanderer in Anspruch zu nehmen. Bei guter Regelung kann die Einwanderung eine unserer bedeutendsten natürlichen Ressourcen sein“. Dieses Zitat hätte auch vom deutschen Außenminister stammen können, denn auch das imperialistische Deutschland versucht die Gehirne abzuwerben. In einer Studie des US-Außenministeriums heißt es: „Die Vereinigten Staaten und andere entwickelte westliche Länder gewinnen durch den Zufluss von hochqualifizierten Arbeitskräften aus Entwicklungsländern enorm“. Es geht darum die Besten, die Qualifiziertesten abzuwerben. Der Makro-Ökonom Harald Uhling meinte im Zuge der Diskussion um eine in seinen Augen nötige Volkswirtschaftslehre-Fakultät in Deutschland, die mit denen der USA Schritt halten können müsse: „Im Wesentlichen muss man das Vorbild der besten Fachbereiche kopieren oder überbieten sowie keine Kosten und Mühen scheuen, das beste Personal für diesen Fachbereich einzuwerben“. Das Abwerben gelingt dadurch, dass „wesentlich höhere Einkommen, bessere Wohnverhältnisse, Verfügbarkeit von Konsummitteln, erheblich bessere Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten sowie Arbeitsbedingungen in den kapitalistischen Hauptstaaten“ geboten werden können [Lion Wagner, ebenda]. Der Brain Drain ist also als Teil der neokolonialen Ausbeutung zu betrachten!
Die Dimensionen dieser erfolgreichen Abwerbungsversuche sind gigantisch. 89% der Menschen aus Guyna mit Hochschulabschluss leben im Ausland, in Jamaika sind es 85% in Haiti 83%. „In den armen Ländern südlich der Sahara leben, wie in Sierra Leone oder Ghana, die Hälfte der Menschen mit Hochschulabschluss im Ausland. In allen Ländern südlich der Sahara sind durchschnittlich nur 4% der werktätigen Bevölkerung Akademiker=
, aber sie stellen 40% der Migranten […]. In Asien beträgt der Anteil der ausgebildeten Menschen bei den Migranten durchschnittlich 50%, allerdings ist hier die Auswanderungsrate insgesamt kleiner. So sind nur 6% der Akademiker ausgewandert. Ganz anders sieht es in den boomenden Ländern wie China und Indien, aber auch in Brasilien oder Indonesien aus. Hier wandern nur 3-5 Prozent der Akademiker in ein OECD-Land ab.“ Dies zeigt schon, dass große Teile der abgeworbenen Eliten aus den Entwicklungsländern kommen. „In Simbabwe etwa wurden im letzten Jahrzehnt des 20.Jh. 1.200 Ärzte ausgebildet, von denen im Jahr 2000 noch 360 im Lande waren. Die Hälfte aller in Äthiopien, Ghana und Sambia ausgebildeten Ärzte hat ihr Heimatland verlassen. Nach anderen Angaben hat Afrika in den letzten zwanzig Jahren ein Drittel seiner Hochschulabsolventen verloren, jedes Jahr verlassen etwa 23.000 Akademiker den Kontinent. Diese Abwanderung von hochqualifizierten Fachkräften durch entsprechendes Personals aus Industrienationen zu ersetzen kostet mehr als vier Milliarden Euro.“ [Evangelischer Entwicklungsdienst]. Es versteht sich angesichts solcher Fakten wohl von selbst, dass Entwicklungsländer es auch aus diesem Grund noch schwerer haben sich zu entwickeln, ihre Produktivkräfte unabhängig von den imperialistischen Zentren auszuweiten. Sie werden stattdessen immer abhängiger! Abgeworbene Gehirne arbeiten aber nicht immer dann direkt in den imperialistischen Zentren, sie bleiben z.T. auch in den Entwicklungsländern und arbeiten von dort aus, der Wohnort ist nicht das entscheidende, sondern wer von der Arbeit profitiert.
Neokolonialismus und Arbeiterklasse in imperialistischen Ländern: Die Extraprofite, die durch die neokoloniale Ausbeutung erzielt werden, fließen zu ihrem Großteil in die Taschen der Kapitalisten, sie fließen z.T. aber auch in die Staatskassen zur Finanzierung des mit den Monopolen verschmolzenen Staates. Und sie fließen z.T. in die Bezahlung der Arbeiterklasse bzw. in soziale Dienstleistungen (also unproduktive Arbeit) etc. D.h. im Umkehrschuss, dass soziale Zugeständnisse der Kapitalisten für die Arbeiterklasse auch direkt aus der neokolonialen Ausbeutung bezahlt werden (natürlich aber auch aus der produktiven Arbeit der Arbeiter selbst). Diese soziale Bestechung der Arbeiterklasse wird kaum in Frage gestellt. Überhaupt wird das Thema Neokolonialismus gerne verschwiegen bzw. oft mangelt es auch an Kenntnissen darüber. Gewerkschaften bis hin zu Organisationen mit sozialistischem Anspruch fordern z.B. Lohnerhöhungen ohne überhaupt nur ein Wort darüber zu verlieren, dass es hier auch zu Teilen um Extraprofite aus den Neokolonien geht. Die Arbeiterklasse der imperialistischen Länder wird so mit der neokolonialen Ausbeutung verbunden und die Imperialisten versuchen uns so ins „Spiel“ einzubinden.
Gesellschaftlicher Fortschritt kontra Neokolonialismus: Schweigen wir nicht über die neokoloniale Ausbeutung! Es ist wichtig diese Erscheinung des Imperialismus und seine Bedeutung für den Systemerhalt des Imperialismus zu kennen, zu durchleuchten und darüber aufzuklären, wenn wir eine gesellschaftliche Alternative zum Imperialismus erkämpfen wollen. Solange es Imperialismus gibt, wird es auch diese Erscheinung geben. Das von uns angestrebte System des gesellschaftlichen Fortschritts, ist ein System, das Schluss mit dieser neokolonialen Ausbeutung macht. Es wird sich nicht auf diese stützen, sondern dies komplett ablehnen und ohne eine solche Ausbeutung auskommen. Damit die sozialistische Übergangsgesellschaft im Systemwettbewerb dennoch mit den dann noch bestehenden imperialistischen Zentren als Sieger hervorgehen kann (es ist zwar wünschenswert, dass weltweit parallel diese Übergangsgesellschaft erkämpft werden kann, aber nicht sehr wahrscheinlich), ist es notwendig eine Systemalternative zu erarbeiten. Dieser Aufgabe stellen wir uns. Die Versuche den Sozialismus aufzubauen, konnten nirgends auf der Welt eine sozialistische Systemqualität erzielen. Bei der DDR, der Sowjetunion etc. handelte es sich um sozialdespotistische Systeme (siehe hierzu die Beweisführung von Dipl.-Ing. Lion Wagner in „Sozialismus gab es nie!“ „Der Sozialdespotismus ist eine Gesellschaftsordnung mit sozialistischen Merkmalen, aber keiner sozialistischen Struktur, so dass ökonomische und politische Verhältnisse folgen, die im Allgemeinen eine nur relative Realisierung des allgemeinen ökonomischen Entwicklungsgesetzes, d.h. eine nur relative Lösung des Widerspruchsverhältnisses zwischen Produktionsverhältnissen und Produktivkräften ermöglichen“ [„Im Besonderen können Erscheinungsformen des Sozialdespotismus vorliegen, in denen das allgemeine ökonomische Entwicklungsgesetz völlig missachtet wird und Widersprüche zwischen Produktionsverhältnissen und Produktivkräften überhaupt nicht gelöst werden (z.B. das "Rote Khmer"-Regime im ehemaligen Kambodscha)“], so Dipl.-Ing. Lion Wagner in „Produktionsmittel-Eigentumsfrage und gesellschaftlicher Fortschritt“. Der Sozialismus hingegen ist etwas anderes: „Der Sozialismus ist eine Gesellschaftsordnung mit solchen ökonomischen und politischen Verhältnissen, die eine absolute Realisierung des allgemeinen ökonomischen Entwicklungsgesetzes, d.h. eine absolute Lösung des Widerspruchsverhältnisses zwischen Produktionsverhältnissen und Produktivkräften garantieren“ („Absolute Realisierung bzw. Lösung heißt, dass die Produktionsverhältnisse nicht aufhören als Entwicklungsformen für die Produktivkräfte zu wirken. Rela¬tive Realisierung bzw. Lösung heißt, dass die Produktionsverhältnisse bei einem gewissen Entwicklungsstand der Produktivkräfte aufhören Entwicklungsformen für diese zu sein“) [Lion Wagner, ebenda].
Inzwischen gibt es schon erste wichtige Ergebnisse, wie die Beweisführung von Dipl.-Ing. Lion Wagner darüber, dass es noch nie sozialistische Systeme gab und die Lösung der Produktionsmittel-Eigentumsfrage. Weitere Ausarbeitungen sind in Bearbeitung. Studieren Sie diese wichtigen Schriften! Schreiben Sie uns Ihre Anregungen und Kritiken! Lassen Sie sich zu den Veranstaltungen einladen, welche die (sich in absehbarer Zeit gründende) Bewegung des gesellschaftlichen Fortschritts durchführen wird!
Mark Staskiewicz
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