Sonntag, 16. Februar 2020

Gedenken in Dresden »Die Zerstörung begann 1933«

Zum zehnten Mal ist in Dresden am Jahrestag der Bombardierung der Stadt mit einer Menschenkette ein Zeichen gegen Hass und Gewalt gesetzt worden. 75 Jahre nach den Luftangriffen vom 13. Februar 1945 beteiligten sich nach Angaben der Stadt etwa 11.000 Menschen an der Aktion, bei der ein rund vier Kilometer langer Ring um die Innenstadt gebildet wurde. Unter ihnen waren Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.
Steinmeier hatte zuvor in einer Rede während einer Gedenkveranstaltung im Kulturpalast betont, dass an die großflächige Zerstörung der Stadt und das damit verbundene menschliche Leid nicht erinnert werden könne, ohne über die Ursachen und Vorgeschichte zu sprechen: das NS-Regime und den von ihm entfesselten Krieg. »Die Zerstörung der Kulturstadt Dresden begann bereits 1933«, sagte er und verwies etwa auf die Dresdner Bücherverbrennung, die zu den ersten im NS-Staat gehörte. Zudem erinnerte er an deutsche Luftangriffe etwa auf das polnische Wielun oder das britische Coventry. Zum Gedenken gehöre »beides«: die Erinnerung an »das Leid in den deutschen Städten und an das Leid, das Deutsche anderen zugefügt haben«.

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