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![[„Defender 2020] Das größte NATO-Manöver der letzten Jahrzehnte trifft auf Protest](https://www.labournet.de/wp-content/uploads/2020/01/defender2020.jpg)
„…
In
diesem Jahr wird das Säbelrasseln gegen Russland von Ende Januar bis in
den Mai von dem größten US-Manöver seit etwa einem Vierteljahrhundert
begleitet, dem zu allem Überfluss auch noch diverse NATO-Manöver
angegliedert sein werden. Hierzulande wird „Defender 2020“ vor allem in
den Monaten April und Mai stattfinden, wobei Deutschland nicht nur über
die NATO-Manöver, sondern vor allem bei der logistischen Unterstützung
der US-Truppen eine zentrale Rolle spielen wird. Inzwischen hat die
Bundeswehr eine eigene Internetseite zum Manöver aufgestellt, auf der
sie zur Untermauerung ihrer wichtigen Rolle unter anderem das folgende,
aus friedenspolitischer Sicht doch recht düstere Bild zeichnet:
„Transportkolonnen in der Nacht auf deutschen Autobahnen, lange
Güterzüge, die durch deutsche Bahnhöfe gen Osten rollen, Panzer auf
Binnenschiffen im Ruhrgebiet: Wenn die Amerikaner im kommenden Jahr mit
Defender Europe 20 die Verfahren zur Verlegung von umfangreichen Kräften
aus den USA nach Osteuropa üben, wird Deutschland aufgrund seiner
geo-strategischen Lage im Herzen Europas zur logistischen Drehscheibe.“
Weil die NATO-Kriegsplanungen mit Blick auf Russland auf der Fähigkeit
zur schnellen Verlegung großer Truppenkontingente Richtung Osteuropa
basieren, soll Defender 2020 vor allem in diesem Bereich substantielle
„Fortschritte“ bringen. Auch sonst sickern allmählich immer mehr Details
zum geplanten Großmanöver durch und auch die Friedensbewegung bereitet
sich auf das Ereignis vor, damit Defender 2020 nicht ungestört über die
Bühne gehen wird…“ – aus dem
Beitrag „Großmanöver Defender 2020“ von Jürgen Wagner am 10. Januar 2020 bei IMI Online 
zu einer Provokation, die höchstens noch von der 180-Grad verkehrten
Namensgebung übertroffen wird… Siehe dazu auch drei Hinweise auf
Widerstands- und Protestaktionen, sowie einen Hintergrundbeitrag aus dem
Dezember 2019:
- Auch in Nordrhein-Westfalen wird die Ablehnung des
Großmanövers organisiert / Ein Massen-Spaziergang über die „alte
Ost-West Grenze“ am 23. Mai 2020
- Auch in Nordrhein-Westfalen wird die Ablehnung des Großmanövers organisiert
„Aus Anlass des bevorstehenden NATO-Großmanövers
Defender2020, das in Polen und den Baltischen Staaten stattfinden wird
und an dem neben diversen NATO-Staaten auch Finnland und Georgien
teilnehmen werden, trafen sich über 60 Friedensaktivisten verschiedener
Gruppen aus ganz NRW am Freitag in Düsseldorf um Protestaktivitäten
dagegen zu organisieren. Ein Großteil der eingeflogenen 20.000
US-Soldaten sowie Panzer und Geschütze werden durch NRW transportiert.
Nach einer Einführung in die bevorstehende Situation und der Sammlung
von Informationen über das Manöver und den Transport von Truppen und
Kriegsgerät durch NRW, einigten sich die Aktiven auf einen gemeinsamen
regionalen Aufruf. Neben der Verabredung einer Informationsstruktur zum
Austausch über örtliche Aktivitäten und einer Webseite für die
Protestaktionen in NRW ging es vor allem um gemeinsame Aktionen. Für den
14. März wurde eine landesweite Protestveranstaltung an einem zentralen
Punkt der Manövertätigkeiten in NRW verabredet. Eine dafür
eingerichtete Arbeitsgruppe wird auf einem weiteren großen
Bündnistreffen am 28. Februar den Stand der Vorbereitungen auf diese
Großveranstaltung präsentieren...“ – aus der Meldung „Proteste gegen das NATO-Militärmanöver Defender2020 in NRW verabredet“ bei der DFG-VK NRW am 08. Februar 2020
zum Ergebnis des Düsseldorfer Treffens – die auch als Pressemitteilung versandt wurde
- Eine Initiative der FriedensFabrik Wanfried gegen Defender:
Ein Massen-Spaziergang über die „alte Ost-West Grenze“ am 23. Mai 2020
„Die NATO bereitet das größte Militärmanöver in Deutschland
und Europa seit 25 Jahren vor! Wir brauchen aber internationale
Begegnung und Zusammenarbeit, keine Militärmanöver! Wir laden Euch ein
zum internationalen Friedens-Spaziergang über die alte Ost-West-Grenze
am 23. Mai 2020! Wir laden alle ein, die sich für Frieden engagieren:
Aus Russland, den USA, China und Japan, aus den afrikanischen Ländern,
aus Deutschland, Europa und allen Staaten der Welt: Setzen wir mit einem
internationalen Spaziergang für Frieden über die alte Ost-West-Grenze
gemeinsam ein deutliches Zeichen: Hier unsere Idee für Kooperation
statt Konfrontation“ – so wird die Aktion Friedensspaziergang am 07. Februar 2020 bei der Friedensfabrik Wanfried
einleitend vorgestellt. Siehe dazu auch noch einen Beitrag zur Begründung dieser Aktion:
- „Die
NATO bereitet das größte Militärmanöver in Deutschland und Europa seit
25 Jahren vor“ ebenfalls am 07. Februar 2020 bei er FriedensFabrik
Wanfried
fährt in der Begründung für die Aktion fort: „… Als
Realisten wissen wir, dass es immer Konflikte geben wird. Wir streiten
mit Freunden und Nachbarn, im Stadtrat und in Unternehmen. Keine dieser
Konflikte lassen sich mit Drohungen oder Schlägen lösen. Auch
militärische Auseinandersetzungen lösen keine Konflikte. Selbst über 50
Millionen Tote im 2. Weltkrieg lösten nicht das Problem des
Antisemitismus, Faschismus, der Diktaturen und der steigenden
Militärausgaben. Daher halten wir das NATO-Manöver „Defender 2020“ (das
seit 25 Jahren größte Nato-Manöver in Europa) nicht nur für
Geldverschwendung, sondern auch für kontraproduktiv. Wer droht,
erschwert diplomatische Lösungen von Konflikten und gefährdet somit
unser aller Sicherheit. Wir laden alle die, die Kriege als Mittel der
Konfliktlösung von der Welt verbannen wollen und dafür eintreten, alle
Konflikte nur noch mit friedlichen Mitteln zu lösen, zu einer Sternfahrt
und einem Friedensspaziergang am 23. Mai nach Wanfried und Treffurt
ein. Von dort wollen wir über die Grenze zu einer gemeinsamen Kundgebung
auf der früheren Grenze ziehen. In den Tagen davor, am 21. + 22.5
wollen wir Workshops dazu anbieten, wie wir selbst den Frieden stärken
und dazu beitragen können Konflikte friedlich zu lösen…“
- Großmanöver Defender hat begonnen: Die Proteste dagegen auch
„… Und natürlich ist die Bundeswehr auch direkt in die Kriegsübungen
eingebunden, zum Beispiel über das von ihr geführte NATO-Bataillon der
Enhanced Forward Presence in Litauen mit ca. 500 Soldaten, mit bis zu
8.000 Soldaten der „Schnellen Eingreiftruppe“ usw. In einer
nicht-öffentlichen Sondersitzung des Ausschusses für Verteidigung im
Bundesrat zu DEF20 am Mittwochabend wurden die Landesinnenminister über
Einzelheiten zum Manöver informiert. Im Anschluss wandte sich
Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Caffier mit weiteren Einzelheiten
u.a. zum Ablauf von DEF20 an die Presse. Und während der Chef des
Manövers, Generalmajor Andrew Rohling, öffentlich immer wieder darauf
beharrt, das Manöver „richtet sich nicht gezielt gegen irgendein Land“,
wiederholt das BMVg beständig das eigentliche Kriegsübungsszenario, das
Manöver sei auch als eine Folge der neuen russischen Expansionspolitik
mit der Annexion der Krim zu verstehen. Damit beteiligt sich Deutschland
– 75 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges – nicht nur aktiv an dem
Manöver, sondern hintertreibt wissentlich und willentlich die
internationalen Bemühungen, den russisch-ukrainischen Konflikt zu
befrieden…“ aus „Stoppt Defender 2020!“ von Kathrin Vogler am 28. Januar 2020 bei der Freiheitsliebe
zur konkreten Beteiligung der Bundeswehr an diesem provokativen
Aufmarsch. Siehe dazu auch das aktuelle Update eines Grundsatzbeitrags
bei IMI Online (auf dessen Originalfassung wir bereits verlinkt hatten),
sowie zwei von vielen möglichen Beispielen des beginnenden Protestes:
- „Großmanöver Defender 2020“ von Jürgen Wagner hat am 29. Januar 2020 bei IMI Online
ein Update erfahren (siehe weiter unten unseren Link auf den Originalartikel vom 10. Januar 2020), in dem es heißt: „… Am
23. Januar 2020 berichtete Stars & Stripes über den Beginn des
größten US-Manövers seit etwa einem Vierteljahrhundert, das bis in den
Mai hinein zu allem Überfluss auch noch durch diverse NATO-Manöver
ergänzt wird. Obwohl auch hierzulande erste Truppenverlegungen schon im
Januar vonstattengehen, soll „Defender 2020“ in Deutschland vor allem in
den Monaten März (zuerst hieß es immer April) bis Mai schwerpunktmäßig
stattfinden. Deutschland wird dabei nicht nur über die angegliederten
NATO-Manöver, sondern vor allem auch bei der logistischen Unterstützung
der US-Truppen eine zentrale Rolle spielen. Inzwischen hat die
Bundeswehr eine eigene Internetseite zum Manöver aufgestellt, auf der
sie zur Untermauerung ihrer wichtigen Rolle unter anderem das folgende,
aus friedenspolitischer Sicht doch recht düstere Bild zeichnet:
„Transportkolonnen in der Nacht auf deutschen Autobahnen, lange
Güterzüge, die durch deutsche Bahnhöfe gen Osten rollen, Panzer auf
Binnenschiffen im Ruhrgebiet: Wenn die Amerikaner im kommenden Jahr mit
Defender Europe 20 die Verfahren zur Verlegung von umfangreichen Kräften
aus den USA nach Osteuropa üben, wird Deutschland aufgrund seiner
geo-strategischen Lage im Herzen Europas zur logistischen Drehscheibe.“
Weil die NATO-Kriegsplanungen mit Blick auf Russland auf der Fähigkeit
zur schnellen Verlegung großer Truppenkontingente Richtung Osteuropa
basieren, soll Defender 2020 vor allem in diesem Bereich substantielle
„Fortschritte“ bringen. Auch sonst sickern allmählich immer mehr Details
zum geplanten Großmanöver durch und auch die Friedensbewegung bereitet
sich auf das Ereignis vor, damit Defender 2020 nicht ungestört über die
Bühne gehen wird...“
- „Nein zum NATO-Kriegsmanöver – auch in Hessen“ am 29. Januar 2020 beim Frankfurter Info
weist unter anderem auf erste Aktivitäten hin: „… Ziel
des Manövers ist neben der Zurschaustellung militärischer Überlegenheit
die Demonstration einer blitzschnellen Verlegung kampfstarker
Großverbände aus den USA an die NATO-Ostflanke. Deutschland wird zur
Drehscheibe der Truppenverlegungen. Operativ zuständig für Transport und
Manöver ist das US-Heereskommando Europa in Wiesbaden. Die Größe und
der Ort des Manövers stellen eine Provokation gegenüber Russland dar und
bergen die Gefahr einer möglichen direkten Konfrontation zwischen
militärischen Verbänden von NATO und Russland in sich. „Beschämend für
die Friedensbewegung ist die offensichtliche Freude in der CDU/CSU über
den neuen kriegerischen Aufmarsch gegen Russland. Auch das Schweigen der
Grünen zu Defender 2020 und die Sorge von Sozialdemokraten, dass
Schäden durch Panzerbetrieb am Straßenbelag vermieden werden sollten,
zeigen die Hilflosigkeit der politischen Elite. Jetzt sei es notwendig,
sich für eine wirkliche Politik des Friedens und der internationalen
Zusammenarbeit zu engagieren, statt neue Kriege vorzubereiten“, sagte
der Sprecher des Ostermarschbüros, Willi van Ooyen. Deshalb rufen die
Friedensinitiativen der Rhein-Main Region am Samstag, 1. Februar 2020 zu
einer ersten Aktion gegen das Kriegsmanöver DEFENDER 2020 vor den Toren
des US-Headquarters in Wiesbaden-Erbenheim auf…“
- „Defender 2020 belastet Mensch und Umwelt“ am 28. Januar 2020 bei scharf links
dokumentiert ist eine Anfrage der Linksfraktion Mönchengladbach an die
Stadtverwaltung, in der unter anderem festgehalten und gefragt wird: „… NRW
wird eine der Drehscheiben des Manöver sein und so wird es zu
erheblichen Beeinträchtigungen des zivilen Schienen- und Straßenverkehrs
kommen. Die Bahn hat im Vorfeld des Manövers in zusätzliche schwere
Schienenfahrzeuge investiert und räumt den Panzertransporten auf der
Schiene Vorrang vor dem zivilen Personenverkehr ein. „Schienen, Straßen
und Wasserwege brauchen keinen weiteren ‘Stresstest’ durch teure
Kriegsspiele, sondern Investitionen in eine sozial-ökologische
Verkehrswende für alle“, meint Schultz. (…) 2. Von welchen
Beeinträchtigungen für die Mönchengladbacher Bevölkerung im Straßen- und
Schienenverkehr im Zusammenhang mit dem NATO-Großmanöver „Defender2020“
geht die Verwaltung aus? Wird es weitere Auswirkungen auf Bevölkerung
geben? 3. Welche Straßen und Eisenbahnstrecken auf Mönchengladbacher
Stadtgebiet werden wann vom NATO-Großmanöver „Defender2020“ bzw. von den
damit verbundenen Truppentransporten betroffen sein? 4. Welche
Maßnahmen werden seitens der Verwaltung unternommen, um die Auswirkungen
des NATO-Großmanövers „Defender2020“ bzw. der damit verbunden
Truppentransporte für die Mönchengladbacher*innen so gering wie möglich
zu halten? 5. Um welche Unterstützung des NATO-Großmanövers
„Defender2020“ wurde die Verwaltung gebeten? 6. Wie stellt die
Verwaltung sicher, dass es zu keinen Schäden durch die Truppentransporte
des NATO-Großmanövers „Defender2020“ an den Straßen sowie an Brücken,
Tunneln oder Rad-/Gehwegen im Stadtgebiet kommt? 7. Falls es zu Schäden
durch die Truppentransporte des NATO-Großmanövers „Defender2020“ an den
Straßen sowie an Brücken, Tunneln oder Rad-/Gehwegen im Stadtgebiet
kommt, wer kommt dafür auf?…“
- „Nein zum NATO Kriegsmanöver Defender 2020“ am 05. Dezember 2019 beim Anti-NATO-Netzwerk
war die Abschlusserklärung des ersten Treffens gegen das Manöver in Leipzig, worin es unter anderem heißt: „… Eingeladen
hatten Personen aus der DFG-VK Ost, attac Leipzig und Halle, Aufstehen
Leipzig, der Naturwissenschaftler Friedensinitiative und der BI Offene
Heide. Anwesend waren Friedensaktivistinnen und Friedensaktivisten aus
fast allen Regionen, Städten und Dörfern des Osten Deutschlands. In
einer optimistischen an Aufbruch Zeiten erinnernde Atmosphäre wurde die
Bedeutung dieses größten Kriegsmanövers der NATO seit 25 Jahren, als
Aggression im Wesentlichen gegenüber Russland beurteilt und verurteilt.
Schon alleine der Zeitraum des Manövers April/Mai 2020 ist eine
Provokation. Jährt sich doch am 8.05 2020 der 75 Jahrestag der Befreiung
Deutschlands und Europas vom Faschismus, die entscheidend durch die
Sowjetunion erreicht wurde. An dem Manöver mit NATO Truppen aus 17
Ländern sollen 37.000 Soldaten und Offiziere teilnehmen, darunter 20.000
US-Soldaten, die per Schiff und Flugzeug nach Europa verlegt werden
sollen und in Hamburg und Bremerhaven (möglicherweise auch Rostock und
Antwerpen) ankommen werden. Sie werden per Autobahn und Bahn (mit der
vereinbarten Vorfahrtsregel) gen Osten an die polnische Grenze und dann
an die russische Westgrenze transportiert. Deutschland ist die
politische und logistische Drehscheibe, ganz entsprechend dem Bundeswehr
Konzept vom Juli 2018 in dem es heißt. Deutschland will logistische
„Drehscheibe“ und „potentielles rückwärtiges Einsatzgebiet“ für was
wohl? Für einen Krieg gegen Russland werden…“.
- Am 18. Januar 2020 in Hamburg
und am 26. Januar in Leipzig
finden weitere Vorbereitungstreffen statt. Für aktuelles siehe bei Twitter #defender2020
- „USA und Nato üben mit Defender-Europe 20 einen Krieg mit Russland“ von Florian Rötzer am 10. Dezember 2019 bei telepolis
hatte bereits hervor gehoben: „… Klar
ist auch, dass das Böse der Wertegemeinschaft, gegründet auf
“Prinzipien der Demokratie, der individuellen Freiheit und der
Herrschaft des Rechts” rein defensiv sein soll, Angriffskriege, Bruch
des Völkerrechts, Verschleppungen, Folter und Guantanamo, “gezielte
Tötungen” mit Drohnen und Spezialeinheiten, Zerstörung ganzer Städte
oder Unterstützung repressiver Regime gibt es nicht. Die
transatlantische Verteidigungsallianz verteidigt sich am Hindukusch, im
Nahen Osten oder in Afrika, aber auch im Cyberspace, im Weltraum wird
nun auch verteidigt. Dafür sind die die Feinde klar: Russland, dazu
wurde nun auch China genommen, hier soll die Nato auch in den
Wirtschaftskrieg einsteigen und chinesische Technik etwa von Huawei
abwehren. Wer das nicht mache, werde vom Informationsfluss der
US-Geheimdienste abgeschnitten. Durch den Artikel 5, erstmals wegen der
9/11-Terrorangriffe angewandt, um die USA gegen al-Qaida mit einer
Invasion in Afghanistan zu verteidigen, habe die Nato seit 70 Jahren
“russische militärische Aggression abgeschreckt”, schreiben die beiden
Autoren. Dabei erwecken sie den Eindruck, dass die Sowjetunion und
später Russland nur darauf gewartet haben, endlich Richtung Westen
loszumarschieren. Die USA seien auch weit davon entfernt, sich von der
Nato bzw. dem “transatlantischen Band zwischen Europa und Nordamerika”
zurückzuziehen. Schließlich habe auch Donald Trump die gemeinsame
Erklärung unterschrieben. Senat und Repräsentantenhaus hätten mit großer
Mehrheit sowieso ein Verbot für einen Rückzug der USA ausgesprochen.
Nach einer Umfrage hätten 62 Prozent der US-Bürger eine positive
Einschätzung der Nato. Und schließlich seien 64.000 US-Soldaten in
Europa stationiert, davon 35.000 alleine in Deutschland. Besonders wird
darauf verwiesen, dass nächstes Jahr die US-Streitkräfte mit einigen
Nato-Ländern mit Defender-Europe 20 die “größte Verlegung von in den USA
stationierten Truppen nach Europa für eine Übung seit 25 Jahren”
ausführen werden. Die Größe wird immer wieder betont, als ob es darum
ginge, endlich wieder in die militärischen Dimensionen des Kalten Kriegs
zurückzukehren...“
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