- „Black Triangle: Soli-Demo und wie geht es weiter“ am 17. Januar 2019 bei de.indymedia
zu den Perspektiven des Rechts auf Stadt in Leipzig und den auch negativen Erfahrungen im Zentrum unter anderem: „Ähnliche Orientierungslosigkeit gab es auch in den folgenden Stunden, war es überhaupt sinnvoll den Demo Nachruf zu folgen, der Freiraum wurde doch kaum noch genutzt. Auf Indymedia meldete sich einige „solidarische Kiezbewohner*innen“ und forderten auf zur Demo zu kommen, um sich diesen Freiraum zurück zu holen und dann „tatsächlich basisdemokratisch und emanzipatorisch“ zu gestalten. Den Aufruf folgten einige und so fanden sich ca. 500 Menschen am Wiedebachplatz ein. Dort ging es mit der Orientierungslosigkeit weiter, es gab keinen Anmelder, es gab keinen Plan. Die Bullen suchten immer wieder einen Anmelder, bis sich eine größere Menge auf den Weg Richtung Innenstadt machte. Dieser wurde relativ schnell gestoppt, vor allem weil sich auch in der Zeit ein Anmelder gefunden hatte, der sich mit den Bullen auf eine Route Richtung Wilhelm-Leuschner-Platz und zurück zum Südplatz einigen konnte. Die Demo war kämpferisch und relativ laut und es war schön zu sehen, wie viele Menschen doch linke Freiräume was bedeuten. Es gab vereinzelte Pyrotechnik, Flaschen- und Steinwürfe, welche aber nicht ernsthaft Schaden verursachten. Stattdessen ließ man sich von den Bullen in einen Kessel im Höhe des Leuschners treiben. Dieser wurde damit begründet, dass es voran gegangene Straftaten gab. Sich aus diesen zu befreien war nicht möglich, aufgrund des großen und martialischen Bullenaufgebotes, wo man sich auf Seite der Demoteilnehmer deutlich in der Unterzahl befand. Die Demonstration wurde daraufhin beendet, ob das richtig war ist eine andere Sache, man kann auch davon ausgehen, dass der Anmelder keine große Erfahrung in Sachen Versammlungsanmeldung hatte. Das Resultat war Bullengewalt im und am Kessel und nach Bullenangaben 182 ID-Maßnahmen. (…) Jetzt fragen sich natürlich wie es weiter gehen soll? Von einer friedlichen Lösung hat man sich laut Bahninformationen erstmal verabschiedet. Weitere Demonstrationen erachten sich nicht weiter sinnvoll, da es sehr wahrscheinlich ähnlich laufen würde. Zu begrüßen wären viele militante, dezentrale und gut durchdachte Aktionen, diese lassen sich durch die Bullen nur schwer verhindern und schwer aufklären. So kann man Druck auf die Bahn und die Stadt ausüben, dass man sich die Freiräume nicht widerstandlos nehmen lässt und es sie mehr kostet, das Gelände verfallen zu lassen und mit unseren Aktionen klar zu kommen, als wenn man das Black Triangle als kulturelles Zentrum bestehen lässt…“
Dienstag, 22. Januar 2019
Räumung in Leipzig: Der Kampf geht weiter. Wie?
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