Mittwoch, 8. Februar 2017
Lohndumping - Wie Arbeitgeber den Mindestlohn umgehen
"Die Bundesarbeitsministerin feiert ihn immer wieder als großen Erfolg
den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn. Millionen von
Geringverdienern habe er mehr Geld gebracht und der befürchtete
Job-Abbau sei ausgeblieben. Klingt zunächst nach einer glänzenden
Bilanz, doch die Praxis sieht oft anders aus. Die neue Studie des
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der
gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass
jeder zweite Minijobber auch nach der Einführung des Mindestlohns
weniger als 8,50 Euro pro Stunde verdient. Das betreffe 2 Millionen
Minijobber heißt es in der Studie. Aber nicht nur hier, viele
Arbeitgeber zeigen sich äußerst kreativ, wenn es darum geht, den
Mindestlohn zu umgehen: Etwa durch die Streichung von Zuschlägen für
Überstunden, Sonntags- und Nachtarbeit, die Kosten für Dienstkleidung
oder Arbeitsmittel werden einfach vom Lohn abgezogen bis hin dazu,
dass die täglichen Überstunden werden gar nicht bezahlt werden. Wie
kann das sein? Für die Autoren der Studie und die Gewerkschaften ist
klar: Es mangelt an Kontrollen und Personal." Sendebeitrag vom 5.
Februar 2017 bei defacto HR Fernsehen - Video in der ARD Mediathek
abrufbar bis 5. Februar 2018 (Dauer 4:00 Min)
http://www.ardmediathek.de/tv/defacto/Lohndumping-Wie-Arbeitgeber-den-Mindes/hr-fernsehen/Video?bcastId=3437388&documentId=40484856
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