Montag, 6. Februar 2017

IKEA in Spanien vor Gericht: Verstoß gegen Arbeitsgesetze?


Am 6. März 2017 wird vor dem Sozialgericht Sevilla verhandelt: Die 
Klage von 10 der 16 im Juli letzten Jahres entlassenen Beschäftigten. 
Nicht beschäftigt von Ikea, sagt man dort, sondern von CM Auxiliares, 
einem Subunternehmen. Das allerdings nur einen Kunden hatte: Ikea 
Iberica. Und dessen Beschäftigte alles gleich hatten, wie die 
Ikea-Beschäftigten: Arbeitszeiten, Arbeitskleidung, Vorgesetzte. Nur 
eben beispielsweise nicht gleich waren: Bezüge, Überstundenzuschläge 
und andere Kleinigkeiten mehr. Trotz zahlreichen Protesten hat sich 
die Geschäftsleitung von Ikea Sevilla stets rundweg geweigert, mit den 
Betroffenen auch nur zu reden. Obwohl natürlich auch Ikea alles hat, 
was „moderne Unternehmen“ heute so haben: Nachhaltigkeit für die 
nächsten 28 Milliarden Jahre, soziales Engagement ohne Grenzen, 
inklusive „Code of Conduct“ und was der kapitalistische Kosmetikladen 
noch so alles hergibt. Das müsse juristisch entschieden werden war das 
maximale an Aussage, zu der man im Unternehmen bereit war. In dem 
Artikel „El “código ético” de Ikea: A juicio en marzo por 
desentenderse de derechos laborales“ von La otra Andalucia am 31. 
Januar 2017 bei kaosenlared wird weiterhin berichtet, dass die 
Betriebsgewerkschaft der CCOO mehrfach versucht habe, intern auf eine 
Verhandlungsbereitschaft zu drängen, ohne Ergebnis. Während die 
alternative andalusische Gewerkschaft SAT betont, es habe nicht nur 
diese 16 Entlassungen am Ende von CM Auxiliares gegeben, sondern 
insgesamt rund 100. Nun ist Ikeas Wunsch in Erfüllung gegangen: Ein 
Gericht verhandelt, 10 der 16 haben geklagt. Nicht alle Wünsche, 
vermutlich, denn: Angeklagt in dem Fall ist eben Ikea und nicht etwa 
CM Auxiliares, die nach der Kündigung des Auftrages durch Ikea in 
Bankrott gegangen ist, sie hatte ja keine anderen Kunden…
http://kaosenlared.net/el-codigo-etico-de-ikea-a-juicio-en-marzo-por-desentenderse-de-derechos-laborales/

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