Dienstag, 14. Februar 2017
Gründung von Betriebsrat geplant: Müller-Beschäftigte gekündigt
"Die Drogeriekette Müller hat einen Mitarbeiter gekündigt. Die
Gewerkschaft GPA sieht darin den Versuch, einen Betriebsrat zu
verhindern. (...) "Hier wird das Arbeitsrecht mit Füßen getreten. Wir
haben das Gespräch gesucht, aber das Unternehmen hat uns die Tür
zugeschlagen und uns signalisiert, wir sollen uns über die Häuser
haun", polterte der Vorsitzende der Gewerkschaft der
Privatangestellten (GPA-djp), Wolfgang Katzian, am Donnerstag bei
einem Pressegespräch in Wien. An seiner Seite die Betroffene Özlem
Bakiray, die seit September 2015 als Verkäuferin in einer
Müller-Filiale in Wien Floridsdorf beschäftigt war. (...) Die
Gewerkschaft geht gegen die Kündigung rechtlich vor und hat bereits
eine Anfechtung wegen verpönten Motivs beim Arbeits- und Sozialgericht
eingebracht, so Katzian. In Österreich sei das Recht, einen
Betriebsrat wählen zu dürfen, gesetzlich verankert. Bei Müller werde
ein "Klima der Angst" erzeugt. "Und die unausgesprochene Botschaft
ist, wenn du dich für deine Rechte einsetzt, dann geht's dir so wie
der Frau Bakiray. Also hoits liaba die Goschn und mocht's die Dinge
so, wie wir das vorschreiben", fand Katzian deutliche Worte. Bakiray
will übrigens trotz allem ihren Job zurück. Ab nächster Woche will die
Gewerkschaft alle Müller-Beschäftigten in Österreich zum Arbeitsklima
und ihren Arbeitsbedingungen befragen. Schon länger gebe es Probleme
bei der Einsatzplanung und mit Arbeitszeitüberschreitungen.
Beschäftigte würden vielfach zu kurzfristig erfahren, wann sie
überhaupt arbeiten müssten, was die private und familiäre Planung
erschwere." Beitrag vom 9. Februar 2017 bei der Kleinen Zeitung online
http://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/5167283/Wien_Gruendung-von-Betriebsrat-geplant_MuellerBeschaeftigte
Siehe dazu die Pressemitteilung der GPA-djp Wien
http://www.labournet.de/?p=111725
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