Montag, 17. Oktober 2016
Drohnen: Ein echtes Trauerspiel
Erfolgreiche US-Initiative: 45 Regierungen für die Verschönerung des
Drohnenkrieges
"Mindestens 44 Staaten beteiligen sich an einer Initiative der
US-Regierung zur Regulierung des Exports und des Einsatzes bewaffneter
Drohnen. Weil immer mehr Länder bewaffnete Drohnen nutzten oder
entwickelten, benötige es laut dem US-Außenministerium eine Regelung
durch die „internationale Gemeinschaft“. Zwar hätten viele Regierungen
bereits entsprechende Gesetze erlassen, jedoch bedrohe der
„Missbrauch“ bewaffneter Drohnen die Stabilität und begünstige damit
„Terrorismus und organisierte Kriminalität“. In einer Erklärung listen
die 45 unterzeichnenden Staaten fünf Eckpunkte auf. Einschränkend
heißt es zu Beginn, dass jeder Staat das Recht haben soll, bewaffnete
Drohnen zu produzieren, zu exportieren oder zu beschaffen.
Voraussetzung sei demnach lediglich, dass diese zu rechtmäßigen
Zwecken eingesetzt würden…" Beitrag von Matthias Monroy vom 13.
Oktober 2016 bei netzpolitik.org
https://netzpolitik.org/2016/nach-us-initiative-45-regierungen-fuer-die-verschoenerung-des-drohnenkrieges/
Dazu erschreckend passend die Meldung: Der "Islamische Staat" rüstet
im Irak Drohnen mit Sprengsätzen aus
"Schon lange wurde befürchtet, dass kleine Drohnen zu fliegenden
Sprengsätzen werden. Kurz vor der schon lange angekündigten, aber
jetzt offenbar bald startenden Offensive auf die Großstadt Mosul hat
der im Irak bereits sehr geschrumpfte "Islamische Staat" wohl als
erste Terrororganisation eine Drohne mit Sprengstoff ausgestattet. Wie
sich jetzt herausstellte, haben Peschmerga-Kämpfer, begleitet von
französischen Soldaten, die sie offiziell auf die Offensive
vorbereiten und beratend tätig sind, letzte Woche eine kleine Drohne
in der Provinz Erbil abgeschossen. Man ging davon aus, dass es eine
der üblichen Überwachungsdrohnen ist, die der IS wie auch viele andere
Terror- und Rebellengruppen seit längerer Zeit verwenden, um die
Umgebung auszukundschaften, Angriffe oder Verteidigungsmaßnahmen
vorzubereiten oder auch Material für Propagandafilme herzustellen. Die
Drohne wurde in das Militärlager mitgenommen, um sie dort zu
untersuchen. Als Peschmerga-Kämpfer sie zerlegen wollten, explodierte
der in der Drohne befindliche Sprengkopf und tötete zwei der Kämpfer,
zwei französische Soldaten wurden schwer, weitere 12 leicht verletzt…"
Beitrag von Florian Rötzer bei telepolis vom 13.Oktober 2016
https://www.heise.de/tp/artikel/49/49687//from/atom10
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen